KFN: CounterStrike ist ein Indizierungskandidat.

(CBS) Anlässlich des Kölner Aufrufes hat die CBS ein Interview mit Christian Pfeiffer (Direktor des KFN) und Matthias Kleimann (Medienwissenschaftler und Mitarbeiter des KFN) geführt. Pfeiffer habe das Papier unterzeichnet, obwohl er „nicht hinter jeder Zeile stehen“ würde. Schließlich würde er die „grobe Linie“ billigen. Ob er diese kennt darf bezweifelt werden. So bestritt er, dass der Kölner Aufruf die Eltern von ihrer Verantwortung freisprechen würde, obwohl er diese Passage enthält: „Verantwortlich sind nicht die Eltern„.

EA würde er, anders als seine Schwester, nicht als „Schweinefirma“ bezeichnen. Aber „Der Pate“ sei ein schweinisches Spiel. Im Übrigen sei der § 131 StGB „[…] wirkungslos, weil die Spiele alle durch die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) ihren Persilschein bekommen […]“. Allgemein fordert das KFN beim Jugendschutz mehr auf die Indizierung zu setzen.
So hätte nicht nur GTA (Welcher Teil auch immer) indiziert werden müssen, auch bei CounterStrike: Source lägen die Voraussetzungen vor:

„„Counterstrike“ war in der ersten Version unblutiger als es jetzt ist. Inzwischen sind die Bluteffekte mit dieser neuen Source-Engine mehr geworden. Die physikalischen Effekte sind besser geworden. Wir haben über diese neuen physikalischen Effekte in unserem Buch geschrieben, es ist unserer Meinung nach schon ein Indizierungskandidat.“

Über mangelnden Rückhalt könne man nicht klagen, so sähe es danach aus „[…], dass das KFN „parallel zur Kampagne „Keine Bildschirmgeräte im Kinderzimmer“ eine parallel laufende Unterstützungskampagne […]“ seitens der Kultusministerkonferenz bekommen wird. Der Anerkennung von Computerspielen als Kulturgut erteilt man eine Absage, da diese aus rein finanziellen Gründen versucht werden würde. Stattdessen solle man eine Steuer auf Videospiele einführen um die Wirkungsforschung und Aufklärungskampagnen zu finanzieren.

 

(Danke an Cygnus X-1.)

13 Gedanken zu “KFN: CounterStrike ist ein Indizierungskandidat.

  1. zuallererst mal ein obacht:
    meines wissen bemengelte herr pfeiffer, dass der kölner aufschlag eltern ihren pflichten enthebe.

    die tartsache, dass man ein spiel auf grund einer gelungenen physik indizieren sollte ist meiner meinung nach totaler unfug. ob „mein kampf“ nun gelungen verfasst ist oder aus einer aneinanderreiung von parataxischem gestotter besteht, es ändert doch nichts daran, das es verboten gehöhrt. es geht um den inhalt nicht darum wie mühevoll er verpackt wurde. (hiermit möchte ich die braune scheiße nicht gut heißen, aber da die pfeiffersens ja auch immer bezug zum nazitum nehmen…)

    darüber hinaus sehe ich counterstrike nicht als problemspiel (sofern es sowas gibt)denn da es ist ein reiner multiplayer kann es keine fragwürdiegen storyinhalte haben.
    der einzige grund für die verteufelung dieses spiels ist es doch, dass es das bekannteste ist somit alle leute, die etwas nörgeln wollen, es als erstes finden.
    „vampire the masqurade – bloodlines“ etwa war noch nie in der kritik, obwohl es die gleiche engine wie cs besitzt und darüber hinaus tabuthemen wie kindesmisbrauch anspricht. (achtung, vampire ist ein tolles spiel und das eben sollte keine kritik an diesem spiel sein, sondern nur als beispiel dienen.)

    –rechtschreibung kann vom industrienorm abweichen–

  2. @obacht

    Das tut er, einen Satz vorher behauptet er aber noch, dass das so nicht im Kölner Aufruf stehen würde. Oder mir ist der qualitative Unterschied zwischen „Der Aufruf gibt der Computerspiele-Industrie die Schuld an allem, die Eltern trügen keine Verantwortung.“ und „Verantwortlich sind nicht die Eltern.“ entgangen.

    Soweit ich weiß ist (was du eigentlich auch gar nicht geschrieben hast^^) „Mein Kampf“, wie wohl auch manche Blätter die „Zeitungszeugen“ an die Kioske bringen wollte, nicht verboten sondern der Freistaat Bayern als Rechteinhaber verhindert Veröffentlichungen.
    -> http://www.medienzensur.de/seite/artikel/meinkampf.shtml

  3. Computerspiele sollen kein Kulturgut werden, weil es da nur um Geld geht?
    Also genau wie beim Kino. Bei Musik. Und den meisten anderen Kulturgütern.
    Herr Pfeifer sollte aus Deutschland Verbannt werden. Schließlich geht es ihm auch nur um Geld.

  4. Hallo,
    Bei dem Kulturgut Geschichte ist mir schon etwas der Atem gestockt…aber dass wisst ihr ja in der Zwischenzeit, das ist mein wunder Punkt ;-). Grundsätzlich war ich überrascht über die Länge des Gesprächs. Das ist schon mal umfangreich, zeigt aber dass ich mit meiner Vermutung bezüglich Herrn Pfeiffer mehr als richtig gelegen bin. Man darf diesen Leuten werde Plattform noch Anerkennung geben. Ein Dialog mit Ihm macht keinen Sinn, weil kein Dialog geführt wird. Nur eine Wahrheit gilt, seine oder die des KFN. Untermauert immer durch eine passende Studie oder falls die nicht zur Hand ist die passende aus den USA…

    Jetzt wird es etwas kompliziert, und ich hoffe ihr könnt nachvollziehen worauf ich raus möchte. Ich rede jetzt mal über uns Gamer. Meine Sicht. Andere Mögen das anders sehen:

    Das Krankhafte zugehen auf die Pfeiffers(ich schließe mich da ein) muss ein Ende haben. Nun was meine ich jetzt damit. Ich erklär das mal anhand eines Bsp. Ein Gamer sagt z.B. zu Pfeiffers Aussagen im öffentlichen Forum „er hat ja recht, manno es gibt sooo krankes Zeug, ich mein boah. Dead Space, Mann, Krank. Da kannste die Grütze aus den Mutants treten, viel zu derb, brauchts nun echt nicht.“ Der gleich User sagt weiter: “aber… ich mein, Counter Strike Source, da sieht man ja nix, ist Teamplay und so, schon cool, versteh nicht was er dagegen hat“ Nun wir wissen Herr Pfeiffer würde beides verbieten, oder indizieren lassen.
    Aber spinnen wir das mal weiter: Dann komme ich ins Spiel und ich würde dem fiktiven Gamer genau das Gegenteil sagen. Ich mag Reale Kriegsspiele nicht habe aber kein Problem in fiktiven Welten oder auch Szenarien wie GTA, zu schnetzeln das es Raucht. Und schon würde wie üblich eine ermüdende Diskussion ausbrechen. Es ist wirklich eine Stärke von uns Gamern uns selbst zu zerfleischen. Pfeiffer ist das sehr Recht. Es wäre ein Graus für Ihn wenn wir uns tatsächlich strukturieren und wirklich mal Politisch aktiv werden würden. Von dem einen Gamer jedenfalls hat er dennoch was bekommen. Die Anerkennung und Untermauerung dass er ja recht hat…zum Teil.

    Und das ist eben der Grund Pfeiffer nicht zu unterstützen,. Nur weil der Gamer etwas als geschmacklos befindet was Pfeiffer zufällig auch nicht mag. Ist es doch kein Grund Pfeiffer deswegen entgegen zukommen. Jeder Gamer steckt andere Grenzen für sich selber. Ich möchte für andere volljährige keine Grenzen Stecken.Pfeiffer will das aber für uns ALLE machen.

    Das ständige Entgegenkommt, wie jetzt bei seinem neune Lieblings Thema Sucht ist auch so ein Beispiel. Es scheint das jeder nur noch süchtige wow Spieler kennt.(es gibt süchtige keine Frage) Ich kenne selbst Exzessive Spieler, doch keine Süchtigen im Sinne von Alkoholsucht, weit davon entfernt. Ich behaupte sogar Pfeiffer verharmlost damit real Süchte. Schaut also mal in euch rein und denkt mal drüber nach: Die geradezu inflationäre Verwendung des Begriffs Sucht in Beziehung zu wow endlich mal zu relativieren. Ich rede nicht von Pfeiffer sondern von euch Gamern. Zitat…“Ey, der Alte war voll wow süchtig“ Pfeiffer nutzt also die legeren umgangssprachlichen Verwendung des begriff Sucht:Z.b „Mann ich war früher voll süchtig nach M und Ms…“ Und jetzt an noch User „wowlaberxyfndsd,“ der jetzt sofort auftauchen wird: Ja es gibt wirklich süchtige wow Spieler.

    Jetzt mal ehrlich, braucht irgendjemand Herr Pfeiffer oder das KFN um euch zu Sagen dass zuviel vor der Kiste schlecht sein könnte .Dass mal Sport gesünder wäre? Dass kleine Kinder Kein TV im Zimmer brauchen? Oder noch besser gefragt: Wollt ihr demjenigen Unterstützung und Anerkennung geben, der mit Weisheiten hausieren geht auf die jeder mit nur halbwegs gesunden Verstand selber kommt. Der dann aber am ende den Stuhl auf dem ihr sitzt absägen möchte? Ich für meinen Teil nicht. Glaubt ihr allen ernstes ein entgegenkommen würde irgendwas nutzen? Ich mach mir da keine Illusionen mehr. Finger weg von den Pfeiffers.

    Zur Zusammenfassung:. Wir Gamer selber liefern, durch falsches Entgegenkommen immer wieder und wieder Steilvorlagen, für das unveränderte Ziel der Pfeiffers. Kontrolle, Indizierung und auch wenn die Pfeiffers es direkt nicht aussprechen: Verbot der ihnen verhassten Spiele wenn sie nur könnten.

    Nochmals, ich habe hier nur mal für mich gesprochen, wie ich die Sache so sehe. Andere dürfen selbstverständlich gern anderer Meinung sein. (Für die vielen Rechtschreibfehler entschuldig ich mich dann aber doch mal ;-) )

    mfg
    amegas

  5. Zitat aus dem Interview:

    CBS: Aber Ihre Forschungsergebnisse werden herangezogen zur Unterfütterung von Verbotsforderungen.

    Pfeiffer: Nein. Wir wollen eine Debatte über das Leben der Kinder in Gang setzen, über den Blödsinn, dass stundenlang nachmittags „Killerspiele“ gespielt werden. Aber die Verbotsdebatte ist eine Scheindebatte. // Zitat Ende

    Also was ich da vom KFN im Kopf habe klang aber irgendwie sehr nach Verbot. Naja, Meinungen scheinen sich zu ändern.

  6. Eine Diskussion mit den Pfeiffers wird ohnehin nie möglich sein. Sie publizieren hier doch das einfache System: „Recht hat, wer am lautesten Schreit.“
    Sie haben für alles eine Studie, wobei sie mittlerweile nicht mal mehr für alles eine Studie anführen. Alle gegenteilig ausfallenden Studien sind gekauft, wobei man das ja auch von Pfeiffers Studien behaupten könnte, in Verbindung mit seinem (möglicherweise vorhandenen) Interesse, die Abteilung für Jugendschutz zu übernehmen (hab ich zumindest des öfteren gelesen, dass das in seinem Sinn stehen würde), könnte man ihm das ja auch negativ auslegen… macht aber keiner.
    Würde man mit diesen Menschen reden, in einer öffentlichen Politsendung, man käme gar nicht zu Wort.
    Bsp. für die Taktik die dort Verwendung fände: Der Gamer beantwortet eine Frage des Talkmasters. Er spricht kurz über die allgemeinen Vorurteile und versucht dann die Argumente der Gegenseite zu entkräften. Natürlich angefangen mit dem schwächsten Argument. Hier aber würde Herr Pfeiffer oder sonst ein „Killerspielkritiker“ einhaken und dazwischenreden: „Wenn ich da mal unterbrechen darf, aber einschlägige Studien beweisen…“ nun möchte der Gamer aber weiterreden und bittet nicht so rüde unterbrochen zu werden, dennoch wird der Kritiker weiterhin auf diesem Punkt ausharren, weil er weiß, dass wenn er den Gamer fertig reden lässt es sehr schwer für ihn sein könnte, alles der Reihe nach zu widerlegen. Also redet er die Talkrunde an diesem Punkt fest, somit gehts nicht weiter, die Talkrunde endet mit vielen Themenwechseln und statt seiner Redezeit musste der Gamer Rede und Antwort dem Kritiker gegenüber stehen, der wie wild mit Studien um sich wirft und nicht auf Gegenfrage eingeht. Die Talkrunde endet und was bleibt über? Die Gamer konnten (wie immer) ihren Standpunkt nicht klar machen und die Kritiker können weiter ungehemmt rumschreien.
    Ergo, man muss einfach wie in einer Täter Opfer Situation Handeln. Nciht den Täter ansprechen, sondern das Opfer.

    Der Gamer und die Spielindustrie müssen der Öffentlichkeit, den Eltern, den Wählern erklären, dass Herr Pfeiffer ein verblendeter Fanatist ist, der keine Relationen mehr sieht und dass auch Eltern über 30 sein Ziel sind. Erwachsene eben.
    Ich meine man kann auch keinen fundamentalistischen Muslimen umstimmen. Zumindest ist es wesentlich einfacher, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass der Fundamentalismus destruktiv ist, als den Fundamentalisten zu überzeugen.

    Was ich damit sagen will ist einfach. Statt sinnloser Diskussionen mit Pfeiffer wo man lediglich totgeredet wird, sollten die Gamer ein öffentliches Forum haben, dass sich an alle wendet, vor allem an Nichtgamer und diese mal aufklärt. Wir wollen gewalthaltige Spiele nicht verharmlosen, aber den Leuten mal klarmachen, dass Spiele ab 18, ab 18 gekauft werden können und auch bei Indizierung immer noch ab 18 gekauft werden können.
    Dass wenn ihre Kinder GTA IV spielen, nicht das Spiel schuld ist, sondern sie sich mal fragen sollten woher ihre Kinder das Spiel haben und dass wenn erstmal gewalthaltige Spiele (egal ob WoW mit Comik Grafik, CSS, oder GTA) auch noch andere Dinge folgen werden.
    Ich meine es denkt doch nicht ernsthaft einer, sollte Herr Pfeiffer erfolg haben und die Kontrolle übernehmen, dass es dann noch Filme wie Saw, Hostel, generell aus dem Splatter Genre geben wird. Nicht jeder mag solche Filme, aber ebenso ist es mit den Spielen. Der demokratisch erzogene Erwachsene, hat die Wahl soetwas zu konsumieren oder abzulehnen.
    Und wer weiß, vll geht es noch weiter, dass der Medienkonsum für die Menschen dann komplett auf 2 Stunden am Tag eingeschränkt wird, durch Zeitschaltprogramme und ähnliches, wie es auch schon in China gang und gebe ist (zumindest in Computerspielen). Denn wenn es nichts aufregendes mehr gibt, dann kann vll auch My little Pony 2 süchtig machen.

    „Auschwitz beginnt da, wo einer im Schlachthaus steht und sagt: ‚Es sind doch nur Tiere.'“

    Wenn mit der willkürlichen Medienzensur begonnen wird, dann fallen wir in unserer Zivilisation satte 70 Jahre zurück. Das Vorhaben der Kritiker, alles vehement zu verbieten und zu zensieren und erwachsene zu bevormunden könnte man also genausogut mit dem Sozialismus oder dem dritten Reich gleichsetzen. Und ich spreche nicht über den Holocaust, aber das Verhalten eines Herrn Pfeiffer, erinnert mich doch stark an die Bücherverbrennungen…

    (puh mein Gott, soviel zu schreiben schlaucht, ich hoffe ich hab mich hier nich unnötig verschachtelt, gegen Ende hin^^)

  7. @Marvo:
    Ich schätze die Konsorten, die vor 70 Jahren tätig waren, werden das anders gesehen haben. Nach ihrer Meinung war es keine Medienzensur, sondern lediglich die Selektion der Medien, die nicht „Linientreu“ waren. Das die jedoch zur Bildung eines vielfältigen Meinungsbildes notwendig waren und sind, wurde bewußt ignoriert, denn wozu Vielfalt, wenn das nur dazu führen würde, dass die Leute mit abweichender Meinung zunehmen und so die Machtbasis der Herrschenden schwächen würden? *Ironie*

    Genau hier setzen auch die Pfeiffer’schen Thesen an, denn unter dem Deckmantel von Pseudowissenschaftlichkeit wird suggerriert, dass alles klar in schwarz und weiß definiert werden kann. Doch ignorieren er und seine Schwester grundsätzlich, dass allein schon die Wirkung von Gewalt nicht nur viele Graustufen hat, die von der Wahrnehmung des Betrachters abhängen. Dazu kommen noch viele andere Faktoren, die das gesamtgesellschaftliche Bild so richtig schön bunt machen und schlichten Erklärungen, wie sie die Pfeiffers liefern, die Grundlage entziehen. Die jedoch außer Acht zu lassen und stattdessen mit den immer gleichen falschen Argumenten zu arbeiten, macht seine „Erkenntnisse“ völlig wertlos.

    Das einzige Ergebnis der Pfeifferschen Arbeit dürfte sein aus unserer Sicht sein, dass wir Gamer sie hassen und die Politiker, die aus ihnen zitieren, bei uns massiv an Glaubwürdigkeit verlieren (ergänzt sich mit dem vielen Schwachsinn, der sonst noch in der Politik produziert wird, doch das ist eine weitere unendliche Geschichte). Kurzum: Postive Aspekte nicht vorhanden.

  8. @Crusader
    Ich bin schon einigermaßen erstaunt, dass der Begriff „Zensur“ hier doch irgendwie als noch etwas moderateres wahrgenommen wird – gegenüber etwa einer Gleichschaltung von Presse in Diktaturen. Kann dabei nur raten einmal über die Grenzen Deutschlands hinaus zu blicken.
    In Großbritannien oder Australien gibt es im Unterschied zu Deutschland zwar eine richtige staatliche Zensur, die wird in der Praxis aber auch wirklich nur punktuell angewendet oder wenn, so wie in Australien bei Videospielen der Fall – überkommene Gesetzgebungen und Ungerechtigkeiten noch gelten. In Deutschland kann das ja aber nicht der Fall sein, da seit Gründung der USK 1994 Immer wieder novelliert wurde.
    Also Zensur bleibt doch Zensur, und geht dabei immer vom Staat aus: ob dieser nun Kennzeichen verweigert (USK), indirekt Sprechverbote erteilt (BPJM) Oder beschlagnahmen und vernichten lässt (deutsche Gerichte nach §131 StGB, ein sowieso einmaliges Gesetz auf der Welt, das fiktionale Darstellungen nach Interpretation strafrechtlich verfolgt).

  9. Ich stimme Pfeiffer in manchen Punkten zu.

    Leider musste er gezielt dazu befragt werden um mit der Wahrheit rauszurücken, solange irgendein ARD oder ZDF-Kamerateam ihn fragt, rückt er mit der Wahrheit nicht so heraus, da nicht genug nachgefragt wird (scheinbar).

    Leider verstrickt sich Pfeiffer an einigen Stellen in sinnlose Widersprüche (Kulturgut Ja/Nein), die ihn leicht albern aussehen lassen.

    Pfeiffer sollte weniger Dick auftragen. Ich finde auch: ein Fernseher, ein Computer oder eine Spielekonsole hat nichts in Kinderzimmern verloren bis die Kinder etwa 15-16 Jahre alt sind und auch dann sollte man es nicht gleich übertreiben.

    Mit den restlichen Forderungen von Pfeiffer kann ich wenig anfangen, da sie leicht von der realität abweichen.

  10. @Pyri
    Ich schätze das mit der moderaten Wahrnehmung liegt bei Spielen daran, dass Zensurschnitte (weniger Blut,…) mittlerweile a) als etwas alltägliches wahrgenenommen werden und b) grad bei Spielen / Filmen mit sehr viel Gewalt ein gewisses Maß an Verständnis da ist, dass soetwas nicht gezeigt werden muss (etwa die Sache mit dem ins Feuer schmeißen beim Paten). Für diejenigen, die gerne die Uncuts nutzen möchten gibt es das Internet mit weltweiten Onlineshops, von denen einige nicht mal Versandkosten nehmen.

    Die „komplette“ Zensur, wie bei der Indizierung eines Titels, ist hingegen schon wegen dem Internet mittlerweile völlig obsolet. Selbst wenn der 12-jährige noch nichts über Shops importieren darf, kann er doch letztlich mit der DSL-Flatrate der Eltern soviel aus dem Netz laden wie er will und da greift dann auch kein Jugendschutz mehr, sondern nur das wachsame Auge der Eltern und wenn das zu ist, dann scheitert auch die letzte Kontrollinstanz.

  11. @Crusader
    Das mag schon sein, und wenn sie den Paten von EA verbieten oder zensieren, weil sie das Spiel für gewaltverherrlichend halten – dann kann ich das noch so oft für falsch halten, aber in der Sache dem auch nicht widersprechen.
    Und technisch Versierte werden wohl immer einen Weg finden, Zensurmaßnahmen zu umgehen, aber in Deutschland werden demnächst offenbar schon die ersten Internetfilter installiert werden – auf Initiative von Frau von der L., nach der Arcor-Sperre nun ganz offiziell über sämtliche größeren Provider – und auch hier kann ich im Grunde nichts dagegen haben, wenn dadurch wirklich nur die Sendung von Kinderpornographie verhindert wird.
    Doch vom Prinzip her sind diese Maßnahmen dann eben schon vergleichbar mit jenen in China. Und dort wurde zuletzt sogar noch eine meiner ganz persönlichen Startseiten – die Homepage der „New York Times“ nämlich – herausgefiltert…

  12. ich mach mir um den kreuzzug der Pfeiffers nicht so viel Sorgen. Der industrielle-militaristische-mediale Complex hat viel zu viel Macht und Geld um noch aufgehalten zu werden^^
    Nagut im ernst, die Pfeiffers und Konsorten sind zwar viel in den Medien, und deshalb scheint es so als hätten sie Einfluß. Aber ich denke ihr Einfluß ist überbewertet und keiner kann die Zeit zurückdrehen. Ich denke wir müssen sie einfach aussitzen, ewig können die auch nicht weitermachen.

  13. Verbietet alle Spiele, die irgend eine Physik-Engine besitzen!!!
    Mein gott, was soll so schlimm daran sein, dass berechnet wird, wie mann sich in GTA (ich vermute, es war IV gemeint) bei einer Explosion dreht, wenn man durch die Luft fliegt?

    Meines Wissens ist auch bei Sacred2 der Grund für die ab16-Freigabe, dass Gegner, wenn sie sterben, physikalisch korrekt umfallen.

    Allmählich werde ich immer wütender, und sehe mich eigentlich kaum noch in der Lage mit diesen (siehe Köllner Aufruf) von Unwissenheit und Arroganz „vergifteten“ Menschen eine ernsthafte Debatte zu führen.
    Wir bräuchten einen Tabula Rasa.

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