Studien #2

(KS) Über die Wirkung von Videospielen wurde wieder allerhand in Erfahrung gebracht. Hier ein kleiner Überblick: Als erstes habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht. Weil bei Videospielen ausgeschüttetes Adrenalin nicht abgebaut werden kann kommt es nach dem Kaohsiung Medical University Hospital in Taiwan zu Angststörungen, über Depressionen muss man sich aber keine Sorgen machen, die treten nur beim Fernsehen auf.
Negativ stechen Gamer durch und einen erhöhten Drogenkonsum hervor (Damit bin ich als Jurastudent besonders gefährdet). Nebenbei gibt es auch Herzrythmus- und Schlafstörungen, die eine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Es gibt aber auch positive Effekte, so sollen laut dieser Studie Schüler ihre Noten durch Dr. Kawashima Brain Training um 50 % verbessert haben. Auch eine Studie des Europäischen Parlaments resümierte: “Videogames are in most cases not dangerous and can even contribute to the development of important skills […]. “. Übrigens, anstatt mit Videospielen wollen Kinder ihre Zeit viel lieber mit Freunden im Freien verbringen. Zum Schluss noch eine bekannte Problematik: Bei Testkäufen in Wien konnten Jugendliche in drei Viertel der Fälle an für sie nicht freigegebene Videospiele gelangen.

14 Gedanken zu “Studien #2

  1. Na dann bin ich ja froh, das ich nur unter Angststörungen leide, die ich noch nie bemerkt habe und von Depressionen verschont bleibe… :D

    So und jetzt muss ich mir mal einen “Line” ziehen um in Stimmung zu kommen ^_^

    Schon lustig was so aus Statistiken abgeleitet wird. Ich vermute auch den wahren auslöser zu kennen: Junge Leute spielen, gewisse (Party-)Drogen sind unter jugen Menschen häufiger zu finden als unter Personen ü30 oder gar ü40.

    Im Bezug auf die Verbesserung von Fertigkeiten kann ich nur sagen: das stimmt. Gerade bei Strategiespielen und Aufbausimulationen lernt man sehr schnell viele Faktoren richtig einzuschätzen, trifft wichtige Entscheidungen in kürzester Zeit und wird auch beim Versagen immer wieder motiviert es erneut zu versuchen. Ich war damals Anno1602-süchtig. Ich wollte es immer schaffen die maximale Anzahl von Aristokraten absolut dauerhaft und sicher mit allem zu versorgen was sie brauchten.

    Auch Egoshooter schulen taktisches Vorgehen usw… wenn zB mal meine Freundin einen ihr unbekannten egoshooter spielt (sie hat da kaum erfahrungen), dann rennt sie blindlings in jede Falle. Wenn ich einen mir unbekannten Egoshooter spiele, dann nutze ich viel mehr die Umgebung, schleiche um meine Ziele herum um genau zu wissen von wo verstärkungen kommen kann usw. Das überträgt sich natürlich auch in den Alltag: Ich achte zwar nicht auf Lüftungsschächte, aber man schätzt evt bedrohliche Situationen direkt nach Rückzugsmöglichkeiten usw ein. Das ganze kann man nun beliebig fortsetzen…


    gute News ! :) Gute Zusammenfasung ! :) Teils lustig ^_^

  2. “Gewaltspiele verschlechtern den Schlaf” … Alter von 12-15 Jahren …
    Genau… Wenn man Fear oder Doom spielt soll man wirklich so gut schlafen wie wenn man Tetris spielt oder wie… Der Horror in den Spielen kriecht natürlich aus dem Monitor und versteckt sich unter dem Bett um einen passenden Moment abzuwarten in den er erbarmungslos zuschlagen kann… hahahahaaaa…
    – ;-)
    So was kann man einfach unter dem Punkt: erzählt man einen Kind eine Gruselgeschichte wird das Kind sich auch Gruseln.

    Die Studie, dass TV depressiv macht und der Computer nicht sehr gut besonders wenn ich sehe was so in der Glotze läuft. Wer eingesperten Menschen zusehen muss wie sie um ein wenig Luxus kämpfen müssen oder wie ein Typ der noch nie singen konnte Typen die auch nicht singen können Beschümpfungen an den Kopf wirft wird natürlich depressiv!
    Reich Ranitzki kann ja nicht nur falsch liegen…

    Aber als solches haben die Statistiken eine gute Meinung von uns Zockern, im Gegensatz zu so manch anderen Forschungen…
    Happy Coding noch.

  3. Ich kann The_Real_Black nur zustimmen.
    Kind mit ZWÖLF spielt um ZWÖLF F.E.A.R. oder Resident Evil -> Schlecht schlafen. Is aber klar les ein gruseliges Buch (ich meine RICHTIG gruseilg) oder guck nen Horror-Film. Kommt das gleiche bei raus.
    Kind mir ZWÖLF spielt um ZWÖLF Tetris -> Nicht schlecht schlafen.
    Was ich damit sagen will…
    …ich würde die sollten auf jeden Fall bei deren Studien nicht verheimlichen WER, WAS, WANN wie LANGE gespielt hat, denn

    FEAR != TETRIS

  4. @The_Real_Black :
    “Reich Ranitzki kann ja nicht nur falsch liegen…” ROFL, right you are sir! ;)
    .
    Ein wesentlicher Vorteil bei der Skillbildung (Skill trifft es hier einfach besser als “Fähigkeiten”) durch Spiele ist zudem, dass diese Fehler verzeihen. Scheitere ich in einem Spiel nach einer größeren Entscheidung habe ich etwas gelernt und werde mich beim zweiten mal anders verhalten. Ich weiß nicht, wie oft ich Spiele wie Civ gespielt habe, die sehr lange laufen. Manche Partie habe ich zwar frustriert (nicht depressiv) abgebrochen, aber dennoch habe ich immer wieder angefangen und versucht besser zu werden, mehr Details zu beachten, frühere Fehler zu vermeiden, gleichzeitig aber auch neue Dinge auszuprobieren (etwa neue Völker), um deren Auswirkungen zu sehen.
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    Im wahren Leben fehlt so eine “Lernhilfe” weitgehend, so dass Fehler deutliche, z.T. auch dauerhafte Folgen für die eigene Zukunft haben können. Ohne Savegames wird der Anreiz reduziert etwas auszuprobieren bei dem man scheitern könnte, so dass im Zweifelsfall eher der sichere Weg gewählt wird. Nur: Ohne Risiko kommt man nicht voran im Leben, bei zu viel Risiko bist du “gebrandmarkt”.
    .
    Neben Skills helfen Games und Filme zudem auch beim erlernen von Fremdsprachen – die entsprechende Tonspur vorausgesetzt. Hatte mich vor einiger Zeit mit einer Deutsch-Amerikanerin unterhalten und sie meinte auch, dass die Sachen, die im Schulunterricht gelehrt würden lachhaft seien und kaum ausreichen, sich im Ausland zu verständigen, weil sich die Schulsprachen extrem von den gelebten “Straßensprachen” unterscheiden würden.

  5. @maSu
    auch ich habe den positiven Effekt der Aufbaustrategiespiele “Genius Chemie” und “Task Force Biologie” entdecken können, die eindeutig keine Lernspiele sind.
    Nicht nur, das man dort das in der Schule erlernte Wissen in den Fächern Biologie und Chemie (es gibt meines Wissens auch eine Physik-Version) anwenden und vertiefen kann, auch logisches Denken wird gefördert. Außerdem hat mir das Spiel vermittelt, das Massenentlassungen während einer Krise absoluter Sche** sind.

    Auch bei Strategiespielen wie Warcraft III (an alle unwissenden: das hat nichts mit WoW zu tun) oder Empire Earth II wird taktisches Denken gefördert.

    UND: Das gilt sogar für den allseits kritisierten Taktik-Shooter CounterStrike, der ja, wie der Name des Genres schon sagt, nicht stupides Rumgeballere im Modus Deathmatch enthält. Bei CS geht der Effekt aber noch weiter: Da man nicht alleine eine ganze Armee, sondern immer nur eine Person spielt, muss man die Taktik mit den eigenen Teamkollegen sogar noch ausarbeiten und Aufgaben sinnvoll verteilen.

    @Crusader
    Das Erlernen von Fremdsprachen kann zwar nicht nur mit Videospielen erreicht werden, aber sie helfen. Auch ich meine, dass das Schulenglisch sich vom tatsächlich gesprochenen/geschriebenen Englisch unterscheidet, doch die Grtundlagen werden wenigstens vermittelt.
    Ich habe meine Englischkentnisse verbessert, indem ich in englischen Foren Beiträge lese und verfasse, und schwupps, bin ich im Schulfach von einer vier(in der Nachprüfung nach der 8.Klasse) auf eine zwei (in der 2.Englischschulaufgeabe) gerutscht, ohne auch nur einmal in mein Schulbuch geschaut zu haben.
    Die englische Tonspur ist dann wahrscheinlich die letzte Stufe, außerdem gibt es noch die möglichkeit, sich in CS auf englischen TeamSpeak-Servern rumzutreiben, allerdings sollte man dort vorsichtig sein, schließlich verwendet man dort wohl eher kurze Satzfragmente und Abkürzungen.

    Der Fairness halber möchte ich hinzufügen, dass solche Lerneffekte nicht für Spiele wie Half-Life 2 Deathmatch oder ähnliche bestehen.
    Doch auch Ego-Shooter wie FarCry 2 vermitteln Taktik, wenn man zum Beispiel die Aufgabe bekommt, einen Autokonvoi zu zerstören.
    Man kann sich entweder auf der Straße platzieren, und ein paar Raketen Abfeuern, man kann die Insassen der Autos mit einem Scharfschützengewehr ausschalten, um sich die wetere Reise zu erleichtern, oder man kann Sprengstoff platziern, den man dann aus sicherer Entfernung per Fernzündung in die Luft jagt.

  6. @Admin: Ich muss gleich weg, konnte den Text daher nur überfliegen, ich denke allerdings schon, auch wenn ich nicht denke das die PEGI in naher Zukunft tatsächlich auch in DE eingeführt wird

  7. @pEaNiZ:
    Die PEGI wird nur auf unveränderte deutsche Versionen gedruckt, nicht aber auf solche, die extra für den deutschen Markt zensiert wurden.
    manche Hersteller platzieren das Logo auf der Vorderseite auch da, wo später das der FSK hinkommt, das wird aber einfach konsequent drübergedruckt.

  8. http://www.spieleradar.de/PC/spiele/news/pc/6_15269_458/usk-am-ende.html : “Die PEGI geht deutlich behutsamer mit der Einstufung von Spielen um. […] Dass ein Spiel auf dem Index landet, kommt hier deutlich seltener vor.”
    Öhm…, hallo?



    @admin
    http://ec.europa.eu/avpolicy/reg/minors/video/index_en.htm : “Consequently, calls upon the Member States to integrate into their national systems the information and classification system put in place in the framework of the PEGI and PEGI On-line initiatives.”

  9. Also in der Pressemeldung verstehe ich es dann auch:
    “Member States should integrate PEGI into their own classification systems and raise awareness of PEGI, particularly parents and children.”
    Aber heißt das jetzt wirklich zwingend, dass die USK durch die Integration der PEGI wegfallen wird/muss?

  10. @admin: was machen den 2 rating-systeme für einen sinn? da muss ganz klar festgelegt werden welches jetzt gilt und nur das darf dann gelten. Es kann dann nicht einfach heissen: “die pegi gibt eine ab 18 freigabe für diese neue spiel, aber weil die usk das nciht so sieht wird das spiel nur in gekürzter fassung mit einer 16er freigabe auf dem deutschen markt erscheinen”.

    von dem her ist die usk dann wirklich überflüssig und wird aufgelöst, da nur noch die pegi gilt. Für was sollte man die usk den noch brauchen wollen?

  11. Ich finde, die PEGI sollte EU-weit und auch in Deutschland eingeführt werden, da die PEGI ein deutlich sinnvolleres Bewertungssystem besitzt. So ist die niedrigste Bewertung etwa “3+”, anstatt “nicht jugendgefärdent” (also auch für Neugeborene geeignet). Außerdem wird zusätzlich auch der Grund für die Bewertung mit Symbolen angegeben (Gewalt, Vulgäre Sprache, usw.).
    Und: die PEGI indiziert so gut wie nie! Gewalthaltige Spiele werden anders als in Deutschland nicht vom Markt genommen, sondern einfach nur Volljährigen erlaubt. Die Bevormundung erwachsener Spieler entfällt somit gänzlich.

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