Christian Stöcker zu „Killzone 2“

(SPON) Bei Spiegel Online klagt Autor Christian Stöcker sein Leid. Erwachsenenspiele seien nicht nur brutal sondern „auch platt und dämlich„. Spiele wie „Killzone“ würden immer nach Schema F aufgebaut sein:

Es wird entweder gegen böse Nazis gekämpft (gute Shooter-Tradition seit „Castle Wolfenstein“) oder gegen böse Aliens oder Monster (gute Shooter-Tradition seit „Doom“). […] Aliens sind auch nur Nazis, bloß größer.“

Dabei seien es keine schlechten Spiele, „Wer Spaß am Stresslevel eines Landsers in einem virtuellen Kriegsgebiet hat, wird sie mögen.“ Neben der eintönigen Gegnerauswahl kommt er schließlich doch zu seinem eigentlichen Kritikpunkt:

Das simple Gut-Böse-Schema macht das Töten zu etwas zweifelsfrei Richtigem. Den Ausbruch aus diesem tumben Schema haben schon einige versucht, am erfolgreichsten Rockstar Games mit ihrer „Grand Theft Auto“-Reihe („GTA“). Darin wird der Spieler stets zum gebrochenen Helden, zu einer ambivalenten Figur, deren Mordtaten nicht durch Globalpatriotismus zu rechtfertigen sind.
[…] Gerade solche Titel werden von Zensur-Forderern und Spielefeinden stets als Paradebeispiel für die Verderbtheit des ganzen Mediums herangezogen – auch, weil die Mordopfer darin aussehen wie echte Menschen. Dabei gehören Rockstar-Titel in ihrer satirischen Ambivalenz zu den wenigen, die einen Schritt über das tumbe „Töten ist gut, solange es die richtigen trifft“ der meisten Shooter hinausgehen.
Kaiser Wilhelm II. hätte „GTA“ nicht verstanden. Dagegen hätte er an „Resistance 2“, „Gears of War 2“ und „Killzone 2″ vermutlich seine helle Freude gehabt.“

Zusammenfassend meint Christian Stöcker also, dass durch tumbe Videospiele wie „Killzone 2“ sein Intellekt beleidigt werde. Er verlangt Spiele mit Tiefgang, mit moralischen Dilemma. Solche würden bei „Spielefeinden“ jedoch auf wenig Gegenliebe stoßen. Es stimmt, es gibt wenig Videospiele mit „Anspruch“, aber muss er deswegen kurzweilige Shooter darartig tadeln? Und muss man zwingend den Landser ausgraben um sie noch plakativer demontieren zu können?
Was übrigens verschwiegen wird ist, dass ein im Artikel kritisiertes Nazi-Zombie Level in der dt. Version von „Call of Duty“ gar nicht enthalten und das ebenfalls heruntergemachte Gears of War indiziert ist. Zensur trifft nun einmal alle – unabhängig vom Anspruch. Auch kleinere Fehler haben sich eingeschlichen, so stammt dieses Bild nicht wie die Beschriftung nahelegt aus den 50ern und dass die Vertreter der vermeintlichen Alienrasse der Helghast nicht wie Aliens sondern wie Menschen aussehen könnte daran liegen, dass sie Menschen sind, Wikipedia: 

„the Helghast are a faction of human descendants who colonized the planet Helghan many generations ago.“

Auch im SPON-Forum springt man den Shootern zur Seite. So schreibt dbraaker, dass 90 % der Ergüsse der Medienindustrie platt und hirnlos seien und fragt, warum das bei Videospielen anders sein sollte. Auch Colorful ist eher der Pragmatiker:

Nach einem Arbeitstag voller geistiger Anspannung will ich mich nicht intellektuell mit multisozialen Problemstellungen anspruchsvoller Rollenspiele auseinandersetzen. 3 Bedientasten (links rechts Schuss) und vielleicht noch eine zum Waffenwechsel sind genug.“

In diesem Sinne: Frohes Zocken!

edit:

In den Kommentaren meldet sich auch der Autor:

„Hier geht es überhaupt nicht um Fundamentalkritik an Spielen, nicht mal an FPS. Der Artikel handelt davon, dass die aktuellen Shooter für die Next-Gen-Konsolen erschreckend einfallslos sind, öde Plots haben und alle drei aussehen wie „Call of Duty“ mit Aliens. […] ich habe manchmal das Gefühl, dass viele Spieler das überhaupt nicht wollen. Geschluckt wird, was die Branche serviert.“

31 Gedanken zu “Christian Stöcker zu „Killzone 2“

  1. Einer der ersten Posts in den Kommentaren zu diesem Artikel hat es treffend formuliert:

    „spiegel.de bringt erstaunliches an Licht: Bilder von Leuten, die Gasmasken und Waffen tragen ähneln Bildern von Leuten die Gasmasken und Waffen tragen.
    Investigativer Journalismus pur. Weiter so.“ (NSR80)

    Mehr braucht man dazu eigentlich nicht sagen. Es wird „Killzone 2“ nur wegen seines Aussehens schlechtgemacht bevor es überhaupt auf den Markt ist und man es spielen und letztendlich auch bewerten kann.

    Meiner Meinung nach ist es auch sehr undifferenziert „Resistance 2“ und „GoW 2“ in einen Topf zu werfen. Da es hier große Unterschiede in Story, Gameplay, Leveldesign und insgesamter Qualität gibt.

  2. „Das simple Gut-Böse-Schema macht das Töten zu etwas zweifelsfrei Richtigem“
    Wer bei einem Knopfdruck, der einen Lichteffekt, Soundeffekt und eine Texturveränderung hervorruft, von töten spricht, leidet ganz klar unter Realitätsverlust!
    Hab noch net gehört das ich Polygone oder Texturen töten kann. Was nicht lebt kann man nicht töten!

    „Zusammenfassend meint Christian Stöcker also, dass durch tumbe Videospiele wie “Killzone 2? sein Intellekt beleidigt werde“
    Vielleicht sollte Herr Stöcker auch öfter mal den Fernseher anmachen, da wird er wohl zu jeder Uhrzeit Intellekt beleidigendes Material finden und kann dann darüber herziehen (was auch wenigstens mal sinnvoll wäre).

  3. Wenn sie nicht Anleihen von anderer Genres nehmen, sind Shooter nunmal sehr einfache Spiele. Gerade das scheint nicht verstanden zu werden. Ob künstlerisch-abstrakt (Everyday Shooter), oder kriegerisch-konkret (Call of Duty). Bei letzterem, so wie hier mit Science-Fiction-Szenario, noch von „Landser“-Romantik zu reden, halte ich für sehr daneben – das eine schließt das andere sogar aus für mich. Schonungslose Brutalität verträgt sich damit nicht.
    Aber bereits Mathias Mertens hat „Doom“ als Artefakt mit dem rassistischen Spielfilm „Birth of a Nation“ verglichen, und nachfolgende Shooter als kaum davon verschieden betrachten wollen.
    Die Ablehnung des ganzen Genres, seiner Ästhetik und so weiter, hat also eine lange Tradition in Deutschland, und ist wohl nicht zuletzt auch ein Mitgrund für die gesamte „Killerspiel“-Debatte.

    Stöcker spricht ernsthaft von Vorurteilen gegenüber den „Helghast“, wahrscheinlich bezogen auf deren rote Augen. Das Spiel suggeriert nämlich, dass wenn man diese sieht Gefahr im Verzug ist und damit Freund von Feind unterschieden werden kann.
    Doch die Extremsituation, welche das ausmachen soll, wird dabei übersehen oder verschwiegen. Eine Situation welche im Laufe der Kampagnen-Handlung auch noch durchaus ambivalent werden soll. Was Kaiser Wilhelm II. und womöglich ein deutscher Imperialismus aus dem 19. Jahrhundert damit zu tun haben soll, blieb dabei auch Nicht-Spielern verschlossen, wie man im angehängten Forum zum Artikel auch sehen konnte. Anstatt davon wollte man anscheinend lieber gleich noch heftigere Vorwürfe und Vergleiche hören, wie so oft, zusätzlich zur Rede von „Landsern“ – der Autor wusste aber vermutlich, dass er sich mit einer allzu deutlichen Faschismuskeule für viele Spieler eben noch lächerlicher oder ärgerlicher gemacht hätte – je nachdem, wo er die Nazis doch auch bei den Aliens als Gegner schon überall vermutet hatte. Eine der ganzen Sichtweise zugrundeliegende Täter-Opfer-Umkehrung blieb in dem Artikel aber dennoch erhalten, auch wenn man an die Rede von „Mordopfern“ denkt.
    „Mordopfer“ mag es in einem „GTA“ geben, sogar zu Hauf, aber wohl kaum in „Killzone 2“.

    Sicher hat das Shooter-Genre so seine Grenzen, etwa dramaturgisch, von der Inszenierung her wird es da niemals mehr Substanz geben als es etwa ein „Call of Duty 4“ vorgemacht hat. Aber auch seine Möglichkeiten, die liegen aus meiner Sicht vor allem in der Unmittelbarkeit und Ausreizung technischer Möglichkeiten.

    Wer an einer differenzierten Shooter-Rezension bei einer deutschsprachigen Mainstream-Zeitung interessiert ist, kann ja hier mal vorbeischauen: http://derstandard.at/?id=1233586608530

    LG Aus Österreich

  4. @ Kirk
    Stimmt. Es ist für mich auch einfach keine Beschreibung etwas „platt und dämlich“ zu nennen.
    Sachen zu beschimpfen oder mit Todschlag-Argumenten zu kommen sagt für mich eher etwas über den Autor des Spiegel-Artikels aus, als dessen Thema. Hier sogar relativ viel

  5. @ Timmy
    Für mich ist diese ganze Arroganz, den eigenen Intellekt als etwas dermaßen besseres hinzustellen, und damit indirekt selbst den Geschmack und das Empfinden andersdenkender SpielerInnen von „Killzone 2“ zu beleidigen, die Wurzel des eigentlichen Problems. Ich würde ja eine solche Ablehnung akzeptieren können, wenn ich bei dieser blasierten Borniertheit auch nur einen Funken Toleranz ausmachen könnte, dass andere Meinungen ebenfalls was Wert wären. Bei jemandem der in so etwas gleich eine Romantisierung der Weltkriege sieht, scheint mir da jedenfalls nichts vorhanden.

  6. Ich bin verwirrt: Es gibt also Nazis und Aliens, die gleichzusetzen sind, doch wo stehen Mutanten, Terroristen und Paramilitärs, wo die Big Daddys und wo die Roboter (nein, echte Roboter in Spielen, keine Robonazis, die Schrauben „bluten“ ;))? Schon kurios das jemand Shooter nach Muster F als dümmlich darstellt so eine Aussage zu Aliens = Nazis macht.
    .
    Inhaltlich hat Stöcker in soweit Recht, dass viele FPS tatsächlich vom Szenario stark ähneln. Allerdings werden solche Titel i.d.R. ohnehin wegen Ideenlosigkeit vielfach abgewertet und verkaufen sich nicht wirklich dolle. Dazu kommt die oft miserabel geringe Spielzeit von um die 6 Std., die keine 45 Euronen rechtfertigt. Glaube der letzte Weltkriegsshooter, den ich gespielt hab‘ war MoH:Pacific Assault, der ein anderes Setting hatte als Amis/Briten/Russen gegen Nazis und zudem insgesmat stimmig war, doch das ist Jahre her.
    .
    Apropos: Ging es nicht auch bei Donkey Kong schon in den 80ern um Gut gegen Böse? :D

  7. Ich selbst bin mir nicht sicher, ob der Artikel so überhaupt „gewollt“ ist. Die Grundthese wird doch gewesen sein, dass in den Augen des Autors viele ähnliche Shooter rausgekommen sind, die recht einfach gestrickt sind. Er vermisst hier etwas Abwechslung und würde sich auch über anspruchsvollere Titel freuen, die aber gesellschaflich – siehe GTA – ziemlich kritisiert werden. Wenn er das so geschrieben hätte, hätte ich daran kaum was auszusetzen.
    Aber um aus dieser These einen Artikel zu schreiben macht er in meinen Augen einfache Shooter unnötig schlecht, stellt deren Nutzer als Leute dar, die nach 2 Weltkriegen und der Emanzipation den Schuss immer noch nicht gehört haben und buddelt dann auch noch den Landser aus. Und dann der ganze Kram mit dem Kriegsspielzeug und der Romantisierung. Hat das was mit dem eigentlichen „lemma“ zu tun?

  8. Habe das Spiel seit dem WE gespielt. Kann nur sagen, dass dieses Spiel auf den Krieg vorbereitet!
    Es zeigt ziemlich gut, dass es K E I N E N Spass macht, in den Krieg zu ziehen! Und btw: Krieg ist mit friedlichen Mitteln nicht zu lösen, es ist Krieg!

  9. ich habe den artikel nicht gelesen. Aber hier klingt das für mich so als würde der Herr Stöcker Kritik an der von ihm wahrgenommenen Eintönigkeit und Einfallslosigkeit von vielen FPS üben. Und ich finde das voll in Ordnung. Ich kenne nicht alle Spiele die er nennt, bin deswegen nicht einer Meinung mit ihm. Aber ich kann auch nicht sagen dass er unrecht hat. Aber seine Meinung ist doch vertretbar und er hat doch das Recht sie zu äußern. Dass mit Nazi=Alien ist denke ich so gemeint, dass in den Spielen meist ein Gegner herhalten muss, der zweifelsfrei als das Böse ausgemacht werden kann, ohne dass ein moralisches Dilemma entsteht.Darunter leidet wohl seiner Meinung nach der Anspruch. Wieder eine vertretbare Meinung. Ich glaube wenn ein Redakteur der Gamestar oder 4Players oder so sowas schreibt, sagen alle: yo recht hat er, EA und Konsorten produzieren nur noch den selben Mist.
    Dem Herr Stöcker verlangt es nach Games mit mehr inhaltlichen Anspruch. O.K mich eigentlich auch

  10. Gerade CoD und GoW sind ja eher bekannt für ihren großartigen MP-Modus. Der SP ist da eher mehr nette Beigabe. Und diese Spiele mit einem SP-lastigen GTA IV zu vergleichen, halt ich sowieso an den Haaren herbeigezogen.
    Ausserdem ist GTA für mich kein Shooter, in GoW hab ich noch keinen Comedy Club oder Bowlinghalle gefunden. GTA steht für sich, als eigenenes Genre in das auch ähnliche Spiele wie Saints Row oder Just Cause fallen, aber gewiss kein Shooter.
    Deswegen kann ich die Grundthese auch nicht ganz nachvollziehen, dann gebt ihm doch mal Bioshock oder Half-life 2, dann hat er Shooter mit Anspruch.
    Mit den Landsern hat er dann seine Argumentation komplett vor die Wand gefahren und sich unglaubwürdig gemacht. So kann keine Vernünftige Diskussion geführt werden wenn die Toleranz, wie pyri schon schrieb, und vor allem die Kompetenz fehlt.

  11. in gewisser weise hat er aber recht.
    klar, spiele sollen spass machen und „ey man wo ist mein auto“, und crank sind ganz wunderbare filme auch ohne wirklich viel grüblerischen tiefgang.

    aber ich finde das das Gerne „kriegsspiel“ langsam wirklich ausgenudelt ist. cod4 wird nachgesagt es sei cod und cod2 und cod3 sehr ähnlich. und inovationen sind was diese spiele angeht auch eher selten.
    etwa so wie die tollen kriegsstreifen die nachts auf RTL2 laufen…

    klar. er zickt ziemlich rum, das können wir aber auch.

    und er lästert auch nicht gegen spiele als solche, weil die ja böse sind, er meckert hier nur über ein Problem aus der Sicht eines Spielers. das sollte man auch bedenken.

    und ich spiele titel wie „hitman“ (man hat bei einiegen wirklich mitleid die auf der liste stehen), gta (1-4), oblivion, bzw. dessen postapokalypsenvariante fo3 100x besser als einen fließbandshooter.

    –meckert nicht über die Rechtschreibung, seit froh das wir nicht Galgenmännchen spielen-

  12. So viel ohne Sinn und Tiefgang…
    ja dass stimmt!

    ->Wie oft kann man nur die Amis in einen WW2 Shooter spielen? Gegner sind Nazis!
    ->Wie oft kommen böse Zombies, Aliens usw nur um die Erde zu erobern? Half Life 1&2, Beyond Good & Evil, C&C Tiberium Wars, Doom, Fear, X 1&2&3, Prince of Persia…
    -> Wo gibt es eine Story die so flach ist, dass man nicht mal die Füße heben muss wenn die Sory durch will?
    DOOM … Hölle Hölle Hölle, töte alles und gehe zum Ende des Schlauchlevels
    AREA 51 … Verschwörung Aliens Töte alles gehe zum Ende des Levels
    -> FarCry … Verschwörung, Mutanten, Mensch namens Krieger (Deutsch?) Töte alles… laufe frei durch den Forst… (ok mal was anderes *G*)
    -> Serious Sam … nach dem Intro lege den Finger auf die Feuertaste -> Endvideo nimm den Finder von der Feuertaste herunter!!!
    -> Prey … Töte alles Lauf an Wänden und Decke entlang…


    Gute Spiele wie
    – Beyond Good & Evil (nette Tiefgehende Geschichte, sogar Kinder freundlich)
    – Dark Projekt (Schleichen und einen Dämonischen Gott aufhalten. Gute durchdachte Welt)
    – Deus Ex (viele Entscheidungen Scleichen oder Ballern. 3 Ende Versionen mit einer epischen Entscheidung.)
    brauchen wir viel öfter. Bei vielen Shooter ist nun mal nicht mehr Story vorhanden wie Töte alles renne ans ende des Schlauches, wenn man aber Story will sollte man sowieso eher zu Rollenspielen greifen, wie Baldurs Gate und Co.
    Leider ist selbst bei einigen RPGs oft kaum Story enthalten wie DSA Drakensang die Chars sind da nun mal mehr 2D als 3D… Es ist leider ein deutlicher Trend den man bei vielen Firmen erkennen kann: Figuren werden nicht mehr aus gearbeitet, Welten an einander geklatscht und Fehler einfach akzeptiert werden.

    Leider Übertreibt der gute Herr Stöcker bei vielen Punkten.
    Es gibt nicht nur Gut gegen Böse, es gibt auch Böse gegen Gut [C&C: Nod oder Dungeon Keeper]. Aber nehmen wir doch mal Literarische Werke oft gibt es da auch nur Gut gegen Böse, also warum sollte es bei Spielen anders sein?

    Einige Spiele aus einen fernen Land wo so Manches anders ist, Japan, kommen viele Spiele und Geschichten mit mehr Tiefgang als man sie in Europa oder gar USA gewöhnt ist.
    Filme wie „Prinzessin Mononoke“, „Mein Nachbar Totoro“ und „Kikis kleiner Lieferservice“ die in Japan als Kinderfilme gelten traue ich vielen Deutschen Teens nicht zu, dass sie alles verstehen oder die Story analysieren können.

    Spiele wie ein Vampir Spiel, dessen Name mit entfallen ist, in den auf verschiedenen Zeit und Realitätsebenen eine Geschichte erzählt wird die über eine Familie von Vampiren handelt. Welche einestages einen weiteren Vampir der von einen Blutdämonen (Toter Vampir) bessesen ist abhalten müssen die Welt zu erobern. Da scheitern sie aber, ihr Kind wird vom Dämon besetzt und nun muss man den bösen neuen Vampir spielen der… und da habe ich den Überblick über die Story verloren… *g*
    So viel Story auf verschiedenen Ebenen aus der Sicht von den verschiedenen Charakteren als Spiel zu bekommen ist mal eine nette idee… leider ist so manchen so eine Sotry viel zu unübersichtlich und sie Spielen lieber einen einfachen Shooter… ;-)

    Kommen wir mal zu einer zusammen Fassung
    bitte bitte liebe Gamedesigner nehmt nicht immer Zombies, Nazis als Gegner lasst den WW2 endlich mal in Frieden! Denkt euch neue Welten und Gefahren aus damit wir Gamer mal die Welt von was anderes Retten können…

    Happy Coding.

  13. In der Liste fehlen noch Mass Effect (schöne offene Welt, ausgefeilte Story / Charaktere, episch), die Total War Spiele (ewige Spieldauer, hoher Wiederspielwert) und StarCraft (Story, verschiedene Rassen, sehr gute Balance)
    .
    Bei der aktuellen Finanzlage bin ich eher skeptisch, dass es in naher Zukunft wieder mal einen orginellen Kracher gibt. EA schließt Studios und produziert bevorzugt Fortsetzungen nach, Eidos wird wohl bald von einem Japner übernommen, nachdem sich TR:Underworld und ein weiterer Titel enttäuschend verkauft haben. Allerdings ist auch das hausgemacht, denn grad‘ das erstgenannte hatte einige frische Ideen, die jedoch allesamt wirken, als ob sie aus der Alpha- oder Beta-Phase gerissen worden und so viel Potential verschenken. Im Ergebnis kommen mittelmäßige Spiele bei raus, die weitgehend verrissen werden und zudem kaum gekauft werden.

  14. Bei den ganzen Sehr Storylastigen Spielen die hier genannt wurden gingen Titel wie Metal Gear Solid 1-4 ganz unter, wie kommt das ? keine Konsolenfreunde hier ? =)

    Auf jeden Fall kann ich die Kritik von Christian Stöcker nicht wirklich nachvollziehen, bei Spielen handelt es sich ähnlich wie bei Filmen, Literatur oder Musik in erster Linie um Unterhaltung und was Unterhaltung angeht gibt es nunmal viele verschiedene Geschmäcker und die meisten Leute wollen sich eben in erster Linie gut unterhalten, deshalb haben Filme wie American Pie auch mehr erfolg als die meisten Dokumentationen und was erfolg hat wird mehr Produziert, das verhält sich bei Spielen (Leider) genau so, daran darf man aber nicht den Produkten oder den Entwicklern die schuld geben und für seinen Geschmack kann schlieslich auch niemand etwas :)

  15. @hejoba: Erstmal danke ;-) und
    „vampire dawn“ 2 war das Spiel.
    Vampire die Masquerade (Bloodlines) ist als solches auch mal eine nette Abwechslung zu anderen Vampir Geschichten.
    @Crusader: Die Liste war nur das Erste was mir aus meinen Spieleschrank gefallen ist *g* ja Starcraft ist auch nicht übel gewesen…

    Zu verbuggten Spielen -.- Gothic 3 wie die ersten beiden Teile nette Welt, aber Objekte und Wälder die 1,20 über den Boden schweben und Fehler die einfach nur durch zu wenig testen entstehn können… machen ein Spiel auch nur schlecht.

    @pEaNiZ:
    Problem ist leider, dass es viele gibt die gerne FEAR oä als Horror Spiel zocken, aber bei Cliffhanger in Spielen bzw Story die auf eine DIN 6 Seite doppelt drauf passt kann es nicht an einen Geschmack liegen! Beide Probleme sind vermeidbar, denn warum macht man ein ansonsten gutes Spiel zB Lara Croft Legend aber am Ende bricht die Story einfach ab? Sowas macht einfach keinen Sinn und lässt die Story viel geringer erscheinen.

    Klar, Sam 1&2, GTA und Postal sind Satire auf die Welt (meist USA) und hätten sogar einen Anspruch darauf als Geschmack anerkannt zu werden. Leider verstehn viele nicht diesen Art von Humor und sehen nur die Gewalt. Doom aber ist nun mal keine Satiere sondern Zombies Töten und diese Spiele hat der Herr halt bemängelt…

    Happy Coding.

  16. @ pEaNiZ:
    aber ein spiel mit philosophischen tiefgang wie stalker ((der film, enstanden nach romanvorlage von „Piknik am wegesrand“, nicht zu vergleichen mit dem spiel s.t.a.l.k.e.r., das zwar auch recht viel tiefgang und eine sehr tolle atmosphäre hat, aber nicht wirklich im direkten kontext zu stalker steht.)) wäre doch auch mal super.

    @the real black: …bitter, ich hatte mich „versprochen“ ich meinte VD2.
    by the way: rpg-maker spiele sind zum teil storytechnisch echte geheimtipps.

    @ the realblack über Crusader: aber es ist immer ein fest für die mod-szene^^

    @the real black über pEaNiZ: naja, bei assassins creed hats super gewirkt. und ich finde story nulpen wie doom viel schlimmer. hier erübricht sich dann auch der cliffhanger (naja, doom 4 soll ja eine bekommen)… naja, da gehst du ja auch drauf ein^^

    –bla bla Rechtschreibung–

  17. Ich find das zweite Vampire auch viel besser als das erste ;-)
    Aber was ich bei dem Stöcker-Artikel noch nicht verstehen konnte ist seine Rede von „Erwachsenenspielen“, und damit meinte er dann nur Shooter.
    Für mich „Super Mario Galaxy“ ein Erwachsenenspiel wie jedes andere auch, aber ich weiß schon, dass das auch ein Begriff ist den die Industrie für KJ-Titel gebraucht – trotzdem wollt ich das noch anmerken.

  18. naja, damit meint er wohl spiele ü18…
    das sind ja zu 80% shooter (er rechnet da auch gta mit rein)
    nur wenn ich mir „das letzte einhohrn“ angucke wirds auch nicht unbedingt zum erwachsenen film^^

    noch was nettes aus dem netz.
    forum zitat:“achja noch was: Doom braucht keine Story, Stories nerven.“

    weisse bescheid

    –Rechtschreibung? phaa, 1stein konnte nicht mal rechnen–

  19. @hejoba
    ja also das versteh ich dann wohl falsch: ich schrieb ja schon, dass ich die Akzeptanz von GTA Eher darauf zurückführe, dass Ricky Gervais darin auftritt und Karl Lagerfeld Disco-Funk oder was moderiert.
    Von traditionellen Shootern unterscheidet es sich für mich nur vom Aufbau her, es gibt keine Dialogoptionen in den Gesprächen, nur in absoluten Ausnahmefällen können unterschiedliche Entscheidungen in den Missionen getroffen werden, in San Andreas waren wenigstens noch richtige RPG-Elemente vorhanden: Fahrzeuge gibt es schließlich auch in „Battlefield“, und ansonsten sehe ich auch dort nur Action.
    Ich finde halt, wenn man Dinge nicht nur oberflächlich betrachtet fände man auch in einem Killzone Ambivalnz und gegenläufige Dinge: warum negatives wie Gewalt ständig als positiv interpretiert wird in Videospielen, verstehe ich sowieso nicht
    Vorhin regte ich mich über den Springer-Verlag und seine Online-„Welt“ auf: Kommentare die zu kritisch ausgefallen sind, werden dort wohl umgehend gelöscht – meinte bloß, dass (auch) der Artikel „blanker Unsinn“ sei: http://www.welt.de/webwelt/article3257071/Videospiele-Nur-noch-Mainstream.html
    Das war wohl schon zuviel :D

  20. @Crusader
    Dass ich es nicht verstehe halt, dass es nur noch Mainstream-Titel geben soll – wo gerade die Download-Plattformen einen regelrechten Boom kleinerer, unabhängiger oder experimenteller Spiele ermöglicht haben. Der Artikel geht darauf überhaupt nicht ein. Weder auf diese Vertriebsmöglichkeiten, noch die Unmengen an solcher Titel welche für diverse Preise vorgeschlagen werden, noch die Serious-Games-Bewegung oder Community Games. Man könnte ja auch auf die am PC Sehr aktive Mod-Szene verweisen, und so weiter. Also ich habe zuletzt sehr viele derartiger Spiele gespielt, etwa das mehrfach ausgezeichnete „Dangerous High School Girls in Trouble“ – das womöglich erste feministische Computerspiel -, dann „Braid“ auf der Xbox 360 Oder „Flow“ und „Flower“ auf der PS3.
    „World of Goo“ für die Wii – „Schizoid“ auf der 360, eine sehr ungewöhnliche Produktion. Die „Pixeljunk“-Spiele auf Japan für Sony noch, und so weiter. Da sehe ich eine Menge Kreativität, aber was macht der Artikel dort: nennt „Little Big Planet“ „Retro“ – wobei ich mich schon auch frage, was das soll.
    Der Artikel scheint nur Mainstream-Spiele und die Umsätze dort, in dem Bereich, wahrzunehmen, und dann zu behaupten, dass es „nur noch“ solche gebe. Ja, wenn man sich gar keine anderen ansieht wird es diese Einschätzung zwangsläufig geben…
    Für Electronic Arts werden die erwähnten „Mirror’s Edge“ und „Dead Space“ übrigens weiterhin wahrscheinlich wichtig sein, allein schon wegen der guten Kritiken, und so schlecht waren die Verkaufszahlen dieser beiden Titel – beide jeweils doch über eine Million mal – auch nicht. Richtig untergegangen ist im letzten Weihnachtsgeschäft etwa ein „Tomb Raider“, und das vielleicht auch nicht ganz zu Unrecht…

  21. @Pyri
    Das mit den vielen Downloadplattformen und Mods stimmt natürlich und pauschale, undifferenzierte Urteile sind schon grundsätzlich falsch. Nur: Der Artikel wurde für eine Tageszeitung geschrieben, nicht speziell für Gamer und so ist auch die Zielgruppe eine andere. Gamer wissen ohnehin um die Möglichkeiten von Downloads und Mods (letztere übrigends nur selten kommerziell und daher nicht so sehr von der Finanzkrise betroffen), während die Leser der Zeitung, die sich eher am Rande für das Thema dafür interessieren, wohl zu viele Fragezeichen vor den Augen hätten, wenn das Thema zu breit geöffnet würde.
    .
    Was den Erfolg angeht: Klar sind eine Mio. verkäufe nicht wenig und werden nur von wenigen Titeln erreicht, doch wenn das nicht berücksichtigt / bekannt ist, kommen halt solche Aussagen zu Stande – übrigends auch dann, wenn die Ziele des Herstellers verfehlt wurden (was ich bei den Titeln allerdings nicht einschätzen kann). Was Tomb Raider Underworld angeht, hast du Recht: Die Verkäufe blieben unter den Erwartungen zurück, weil Eidos nichts aus der ersten Krise der Reihe vor 4-5 Jahren gelernt hat und wieder jedes Jahr ein neues Spiel produziert und das dabei die Quali leidet ist klar. Von den Grundideen war TR:U nicht schlecht und auch die Story war imho eine konsequente Weiterentwicklung zu Legend und Anniversay. Die Umsetzung im Detail war jedoch zumindest auf PC bestenfalls ausreichend: Schlechte Kamera sobald es „eng“ wurde, vielfach zu schnelle, abgehackte Animationen, miese Steuerung bei Kämpfen gegen menschliche NPCs, schlechtes HUD, unlogisches Schätzesuchen, diverse kleinere Bugs, usw. oder kurzum: Alles Dinge die man mit gründlicherer Arbeit, einem besseren Budget und mehr Tests hätte vermeiden können.

  22. Ja, es geht nicht um Fundamentalkritik, und die heutigen Shooter sind immer nach dem Gut-Böse-Schema gestrickt, aber wie bereits erwähnt, ist das auch bei anderen Dingen der Fall. Allen voran die Filme. Man sollte insgesamt Filme und Videospiele nicht so radikal voneinander trennen. Man findet sehr viele Paralelen, und manche Spiele, wie Metal Gear Solid 4, haben derart lange Zwischensequenzen, dass sie schon als interaktive Filme durchgehen. Und eben auch das Gut-Böse-Schema, das kann man besser machen, und ehrlich gesagt habe ich das auch lieber.

    Im übrigen möchte ich mal mit dem Gerücht, alle heutigen Egoshooter wären ein CoD-Abklatsch aufräumen. Diese Spiele sind alle sehr verschieden, wer als Laie mal 5-10 Minuten Spielt, wird höchstens das veränderte Setting bemerken.

    Es gibt eigentlich zwei Alternativen zu besagtem platten Schema:
    1. Das Gleichgültige:
    hier ist es egal, wer gut, und wer böse ist, man spielt wegen des Spielens, wegen der Herausforderung und als Sport. Keine Story. Keine komplizierten Handlungsabläufe. Es geht rein ums Können und manchmal auch um die Taktik.
    Beispiele dafür sind CounterStrike und andere Multiplayershooter.
    2. Das Tiefgründige:
    das Spiel soll einen zum Denken bringen: Mach ich das richtige? Kann ich das machen? Sollte ich das vielleicht auch lassen?
    Sie sollen einem Auch den fließenden Übergang zwischen Gut und Böse zeigen, oder die freie Wahl lassen, ob man gut oder böse ist.
    Bei Shootern funktioniert das entweder wie in GTA IV mit einem guten Setting oder als Mix ,it einem RPG, in dem man grundsätzlich mehr über seinen Charakter entscheiden darf.
    Beispiele sind GTA IV, Bioshock und auch Mass Effect, das ja eigentlich sowohl RPG als auch Shooter ist. Hier hat man die freie Wahl, welche Entscheidungen man trifft.

    Außerdem wird nicht geschluckt was produziert wird.
    Es ist nur so, dass man trotz der platten Storys Spass am Spiel hat, und eignetlich ist das manchmal einfach wichtiger, als tiefgründige Entscheidungen zu treffen.

  23. @Marc
    das kann ich bestätigen.
    Spiele wie CoD spiele ich einfach nicht, weil die Umgebung so abstoßend ist, dass man einfach keinen Spass daran hat

  24. @lanzelotz
    ja, die Meinung ist halbwegs vertretbar, allerdings ist sie so mießmachend und Laienhaft dargelegt, dass man schon in Rage gerät.
    Ein Autor auf 4players & Co. hätte sich anders ausgedrückt und wahrscheinlich hinzugefügt, dass die Spiele trotzdem Spass machen, dass man sich allerdings etwas mehr Tiefgang wünsche.

  25. mein gott ein quadro-post…
    hast du denn nicht gelernt, dass das pfui ist?

    auf mich wirkt der artikel übrigens nicht so, als würde er sagen das es NUR noch storygurken gibt, so wird u.a. auch gtaIV von ihm genannt. er meckert nur das es so viele sind. oder?

    –…–

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