L.A. Times zum Jugendschutz

(GP) Im Februar scheiterte das von Schwarzenegger initiierte Jugendschutzgesetz an der US-Verfassung. Es sollte die Abgabe von Videospielen an Jugendliche, die “besonders grausam, abscheulich oder verdorben” seien (Die Spiele, nicht die Jugendlichen!), unter Strafe stellen. Die Richter bemängelten die schwammigen Definitionen und dass das Gesetz übertrieben restriktiv sei. Auch gäbe es keinen Beweis dafür, dass Videospiele gefährlicher als Literatur oder Filme seien. Schwarzenegger will nun vor die nächste Instanz ziehen, wovon ihm die Los Angeles Times aber abrät:

Parents don’t need a law to urge makers of video games to strengthen their current voluntary ratings systems. More important, they don’t need permission from a legislator or judge to keep an eye on what their children are doing — or playing.”

7 Gedanken zu “L.A. Times zum Jugendschutz

  1. Also, in Amerika denken sie schonmal auf dem rchtigen Weg.
    Die Eltern müssen bestimmen, was ihre Kinder spielen, in Deutschland hilft ihnen dabei die USK/FSK, in ganz Europa die PEGI, in Amerika müssen die Eltern eben selber spielen, um einzuschätzen, ob es geeignet ist oder nicht.
    Auch die Aussage, das “besonder grausam, abscheulich oder verdorben” zu schwammig sei finde ich richtig.
    Da könnte sich Deutschland mal ein Beispiel an den USA nehmen.

  2. In Amerika kann man wegen jedem Müll klagen und reich werden…
    …ich wundere mich, das in den USA nicht auf Getränken steht:
    .
    “Achtung, trinken ersetzt nicht das atmen” weil irgendwer sonst beinahe ersticken könnte, während er die 2l Cola auf Ex leertrinken will und das ggf zulange dauern würde ;)
    .
    Aber: in den USA sind die Richter im Bezug auf Videospiele vernünftiger als hierzulande. WAHNSINN! Das bedeutet im Umkehrschluss, das unser Rechtssystem zumindest im Bezug auf Videospiele bekloppter ist als das Rechtssystem in den USA. Ich hätte das nie für Möglich gehalten !!!

    Mögen deutsche Richter sich an den denkenden Kollegen aus den USA ein Beispiel nehmen (das soll jetzt nicht heißen, das dt. Richtiger nicht denken… sie denken nur in unlogischen Bahnen…).

  3. Überschätzt die amerikanischen Richter in Bezug auf Toleranz gegenüber Videospielen nicht (besonders maSu). Sie sehen Gewaltdarstellung nicht ansatzweise so eng, wie man das hier in Deutschland tut, dafür halten sie an der nicht zu unrecht berüchtigten amerikanischen Prüderie fest.

    Den Skandal, den die HotCoffeeMod für GTA (war das Vice City?) in Amerika ausgelöst hat, habe ich noch gut im Kopf. Nicht auszudenken, eine Mod, die es dem Hauptcharakter ermöglicht, mit seiner Freundin im Spiel Sex zu haben – wohlgemerkt mit Klamotten. Skandal!
    Am Rande: http://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=4132
    Ja, das ist Pokemon. Ja, es wurde für die USA überarbeitet.

    Auch in Amerika fällt die Unterscheidung zwischen Spiel und Film auf, denn nach dem, was ich gesehen habe (GTA nie selbst gespielt), sind die obligatorischen Sexszenen in Hollywoodfilmen expliziter als dies in der HotCoffeeMod der Fall ist. Erstere scheinen jedoch toleriert zu werden.

    Der Aussage, dass die Formulierungen zu schwammig seien, muss ich zustimmen.
    Die letzten mir bekannten Begriffe im deutschen Jugendschutz sind “gewaltbeherrscht” und “jugendbeeinträchtigend”. Was diese nun genau bedeuten sollen, erschließt sich mir nicht. Ist Rasenschach (American Football) gewaltbeherrscht? Ist Popmusik jugendbeeinträchtigend?

    Klare Definitionen sind längst überfällig, zB “Gliedmaßen abtrennbar? ab 18!”, wobei dabei der Stil berücksichtigt werden muss. Itchy und Scratchy aus den Simpsons, die ja eine Satire auf die angeblich so gewalthaltigen Comics darstellen, scheinen ja nach Meinung der Jugendschützer auch für Jüngere geeignet zu sein, zumindest wenn man sich die Sendezeiten der Simpsons betrachtet.

    Dass es dabei natürlich wieder Einzelfälle gäbe, liegt auf der Hand. Aber es würde unter Anderem den Entwicklern einen Katalog an die Hand geben, was sie dürfen, wenn sie noch eine “ab 16 Freigabe” erzielen wollen, wodurch man hoffentlich vor Cyborg-Soladten im 2. Weltkrieg oder ähnlichem verschont bliebe.

  4. @Mystical13
    “… in Amerika müssen die Eltern eben selber spielen…” – es gibt dort die ESRB Genauso wie Einrichtungen in anderen Ländern, und eine Verpflichtung für den Handel gibt es in Deutschland schon seit 2003.

    Im übrigen gilt-gelte eigentlich schon jetzt, dass ein Titel mit AO-Siegel es wirtschaftlich sehr schwer dort hat, Großproduktionen so ökonomisch kaum eine Chance hätten weil sie vielfach gar nicht in den Handel kämen, also werden Teen- und Mature(M)-Ratings angestrebt.
    Bei letzteren haben es bislang wie schon angesprochen wurde fast ausschließlich Sex-Inhalte schwer gehabt, etwa der deutsche “Sims”-Verschnitt “Singles”, vergleichbar mit der Situation im Filmbereich wo ebenfalls viele europäische Dramen (Bertolucci’s “Die Träumer” etwa) keine Chance haben.

    Im letzten Urteil steht auch (wieder), dass Gewalt-Inhalte grundsätzlich nicht als obszön bewertet würden, und dies nur für Sex gelte.
    In punkto Gewaltdarstellungen wurde bislang meines Wissens nach lediglich “Manhunt 2” unzensiert ein M-Rating verweigert.

  5. @Pyri
    von der ESRB hab ich ja noch nie was gehört.
    das die Titel auf M angestrebt werden, und dieses Ranking auch unzensiert kriegen, obwohl sie in Deutschland nichtmal zensiert für minderjährihge geeignet sind, zeigt eben, dass man in Amerika mit Gewalt einfach weniger Sorge hat.

    Dass in Deutschland die Handelsverplichtung existiert (sofern du meinst, dass Spiele nur an geeignete Altersklassen verkauft werden dürfen), ist eigentlich irrelevant, da ich sogar im Deutschen Onlinehandel von Amazon.de mit meinen 14 Jahren Spiele für 16-Jährige erwerben konnte, per Lastschrift von meinem mit Altershinweis versehenen Bankkonto, und mit korrekter Angabe meines Alters im Shop-Profil.

    @Mortipher
    Soweit ich weiss, gibt es den HotCoffeMod nur für GTA San Andreas, ich weis nicht mal ob man in Vice City überhaupt eine Freundin haben kann.

    Das mit dem Pokemon würde heißen, dass auch in Deutschland die amerikanisch beschnittene Version als Fernsehsendung erscheint. (Comic weiß ich nicht)
    Das hätte ich wirklich nicht gedacht, andererseits läuft die Fernsehsengung auch als Kindersendung, und da fände ich dann so übergroße Brüste schon etwas unpassend.

    Ich wette, ein Itchy und Scratchy Videospiel wäre ab 18^^

  6. naja, ich bin zwar eigentlich eher der Meinung”Make love, not war” aber das sehen die ammis wohl anders…
    naja, was erwartet man auch von nem land in dem man erst mit 21 die Möglichkeit bekommt sich nen Tripper einzufangen aber schon mit 16 ne Waffe führen darf…

    härtere Jugendschutzgesetze in richtung “wer sich nicht dran hält hat ein Problem” und weg vom aktuellen “was uns nicht gefällt wird weg zensiert” finde ich aber generell vernümftig… auch wenn ich meine, dass es letztendlich eine Sache der Eltern ist, was sie ihren Kinden kaufen (blabla erst mal aufklären bla bla ist mir klar. aber lieber geld darein, als in Gamer-Eltern-Vollzugsanstalten stecken)

    @Mortipher: meine güte^^ das ist aber auch ein anderes Kaliber von Pokemon als hierzulande^^ würde vllt die Spanne der Interessenten vergrößern^^
    naja, in Japan sind die da ja allgemein nicht so kleinlich (jaja Pornografie ist verboten da, hab ich auch schon mitbekommen)

    –jaja, ich weiß ja… —

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.