24 Gedanken zu “Pfeiffer im Interview

  1. Habe jetzt den Part2 gehört:

    So wie es aussieht meint er auch, dass die Videospielindustrie Politiker korrumpiert. – Nach den Ergebnissen des Deutschen Computerspiele Preises glaube ich das aber kaum.

  2. Mahlzeit…

    also ich muss sagen, in Teil 1 hat Herr Pfeiffer schon ein paar gute Argumente. Gerade die Punkte über WoW kann ich vollumfänglich bestätigen (habe selber gespielt neben dem Studium (aber nie während der Lernzeit), und wie oft ich Kinder zu allen möglichen Uhrzeiten online gesehen habe war schon erschreckend).

    ABER… Seine „Gleichung“ zw. Sport (Tischtennis), „normales“- und „brutales“ Computerspiel ist VIEL zu wage. Ich meine… Spielt er ein Spiele wie Pixel Junk Monsters (niedliches Tower Defense) und Call of Duty 4 Online, oder eben etwas wie WipeOut HD… denn es kommt (in meinen Augen) sehr auf die Intensität der Spiele an, die gespielt werden, VIEL WENIGER auf deren Inhalt (also ob brutal oder eben nicht).

    Und, dass Jungen so viel schlechter als Mädchen sind ist KEINE Neuigkeit. Das war schon vor 10 und 15 Jahren der Fall. Es gibt Studien darüber, die besagen, dass die meist mit der Eingrenzung der Jungen zu tun hat. D.h. sie dürfen eben NICHT toben, wie es ihnen ihre Gene befehlen. Mädchen sind von Natur aus ruhiger und deswegen haben sie es in der Schule leichter sich zu Recht zu finden. Ich kenne dies nur zu gut von mir selber. Ich fand Unterricht SCHRECKLICH. Ich war unterfordert bis gelangweilt und habe deswegen irgendwann einfach garnichts mehr gemacht (weswegen ich sitzengeblieben bin… 2 Mal). Ich hatte bis zum Abitur 2 Spielekonsolen. Ein Megadrive, welches ich kaum gespielt habe und eine PS2, für die ich mir in dieser Zeit ca. 4 Spiele gekauft habe (GT3, FFX, GT4 und Resident Evil CVX). Ich weiß, bei mir handelt es sich um einen Einzelfall, jedoch weiß ich, dass es bei mir definitiv nicht an den Konsolen oder am Fernsehen lag (ich schaue monatlich wenn es hochkommt vlt 10h TV).

    Und nun Teil 2…

    Herr Pfeiffer… von wem bekommen SIE denn Ihr Geld? Lobbyismus ist doch Status Quo seit 50 Jahren. Was sollen diese „Argumente“? Und Ihre Glaubwürdigkeit hat seit dem Fall „Joseph“ auch nich gerade einen Höhenflug genossen. Aber dies nur am Rande!

    Sachen die Abhängig machen sind IMMER schädlich! Das sind genauso Fernsehen, Kartenspiele, Alkohol, Zigaretten und und und. NICHTS, bis auf das Fernsehen wird auch nur Ansatzweise so arg beschnitten und schlechtgeredet wie Computerspiele! Übermässiger Konsum von ALLEM ist schädlich. Wieso dürfen Jugendliche beim Macdonalds schlechte Nahrung kaufen?

    Aber meine letzte Frage ist eigentlich die… Wenn es hier doch NUR um Jugendliche geht (also Personen unter 18), wieso sind dann trotzallem Spiele ohne Jugendfreigabe oder mit einer Klassifizierung ab 18 teilweise aufs derbste beschnitten. Ich dachte es fände keine Zensur statt… Klar, die Spielehersteller fügen sich nur preemptiv, von daher ist es keine Zensur in dem Sinne, aber wieso ist es nicht möglich, solche Medien auch ohne Umwege über das Ausland als Erwachsener ungeschnitten in die Hand zu bekommen.

    Sie würden sich doch auch nicht freuen, wenn in Goethes Werther das Ende fehlte, da es wegen Jugendgefahr herausgeschnitten worden ist. Es geht hier um Gesamtwerke. Wenn hier herumgeschnippelt wird wie in Schönheitspraxen, dann ist das Endprodukt eben nichtmehr das, was der Produzent einmal erreichen wollte!

  3. @Aleä
    Also ich hab ihn noch nie so pauschal negativ über „Computerspiele“ reden gehört. Da wird, ähnlich dem „Kölner Aufruf“, scheinbar gar nicht mehr unterschieden und das gesamte Medium bis auf wenige Ausnahmen, welche mit Titel aber (auch) gar nicht genannt werden, schlichtweg verurteilt. Wirklich nicht gehört noch sowas – allein schon wie einfach hier „Persönlichkeitsveränderungen“ festgestellt werden wollen, wie hier ganze Leben denunziert werden – von Schuljungen oder erwachsenen Männern? Allein diese Frage ist doch zum Beispiel schon völlig unklar. Und abgesehen vom Normgedanken kommt dann noch dieses ganze Klassendenken hinzu – von Eltern die Playstations oder Fernseher ihren Kindern kaufen… Ob es dabei nun um Jugendschutz geht oder doch etwas ganz anderes, das wird mit Schulbeispielen auch so verwendet wie es gerade gebraucht wird dem Anschein nach… Das hat schon wieder eine ganz neue Qualität für mich

  4. @Robin
    so wie ich das vorhin verstanden habe wurden zunächst Computerspiele aufgrund ihrer Gewaltdarstellungen unterschieden, wobei eines das dabei weniger explizit oder gar gewaltfrei ist – obwohl es davon nicht allzuviele wirklich gibt – als „harmlos“ und demnach weniger schädlich auch für Mathematikergebnisse gehalten…
    Ansonsten wird einmal von „jungen Männern“ gesprochen, und das bezieht sich wahrscheinlich doch auf erwachsene Personen

  5. @Shane_Fenton
    At first he’s referring to an experiment with young males: three groups – one group played table tennis, the other two playing a „harmless“ videogame or a „verty brutal“ one. According to Pfeiffer, the best efforts in mathematics afterwards had the ones who played table tennis while the worst output in mathematics had the ones playing the brutal game.
    Then he’s reffering to another experiment with scenes of real violence where those scenes had less impact on players of a brutal game. There’s also a distinction between movies, literature and games mentioned, where games had also at least more negative effects than a brutal movie or a brutal novel. It’s the German „Abstumpfung“ term used there: he’s talking about an empathic centre of the brain involving that neurobiological experiment including a measurement of brainwaves. Pfeiffer also talks about longitudal effects according to this, a „change in personality“ of people playing games regularly. But I really don’t know if he means „the probands“ there, or is referring to this or another experiment at all.
    A person who already tendering towards violence would strengthen this bias with „Killerspiele“ – the term mostly used in the video(s) – while a „normal youth“ wouldn’t necessarily turn into a violent person, and so on.
    He then fundamentally attacks the lifestyle of people – escpecially families – their behaviour, interests and media habits – concluding to excessive gaming of children, dismissing an abscence of (real) sports and friends.

    In the beginning of the second video he attacks journalists, politicians and other social scientists.
    The video game industry would spend a lot of money to strengthen their interests with the help of these fields (in Germany?).
    He’s talking about „Korumpierung“ there – corruption being a similiar term – one time referring to other social scientists as „was“ (things) and „lobbyists“, sumarizing video games as generally worth- and senseless, with the exception of one game helping children with their diabetes.
    Giving awards to games would be „verantwortungslos“ (without responsibility). Before something like that should take place, „science“ had to prove positive effects of games – the games which should get the awards in particular? At the end he’s also talking about a „culture of awards“ in context of this, while no video games should play a role in this culture as long as their positive effects are not proven.

  6. Thanks Pyri !

    Well, I have to say something about the „game awards“. On one hand I hardly understand why we should wait so-called „positive effects“. Or, in other words, I hardly understand why we should wait that scientists feel the need or the desire to study the positive effects of some games they chose on their own criteria. On the other hand, I think that the „game awards“ as they are sponsored by the German government and endorsed by Gunther Beckstein are a joke. In my opinion, they’re not awards for video games, but for their own vision of video games. Therefore, the games that are rewarded are not the „best“ ones, but the ones which conform the most to their (insipid) vision of society. This may explain why 18-rated games are excluded. Once again, it’s just my opinion, quality should be the main criterion for an award, and some video games definitely provide this quality.

    Finally, I have the feeling that since Christian Pfeiffer signed this „Cologne call“, he radicalized his positions, especially against game industry and the place of video games in society. I remember an interview he gave 2 years ago to Krawall.de, in which he was much more „diplomatic“ and sympathetic.

  7. Den Mann kann man nur noch mit Verachtung strafen.
    Ernsthaft, einerseits behauptet er das Videospiele starke negaitive Auswirkungen haben können, andererseits spricht er ihnen jegliche positive Wirkung ab.
    Naja, bis auf dem einen Spiel mit der Diabetis, wobei ich ernsthaft bezweifle das es irgendeinen spielerischen Wert besitzt.

    Begründet wird das wie immer mit allerlei statistischem Geschwafel, indem sich dann aber auch etliches an Schätztungen verbirgt.
    Aussagen wie: jedes zweite Kind hat Computer und/oder TV im Zimmer sind so diffus und weder nachzuweisen noch zu wiederlegen.
    Das tolle an Statistiken ist ja, man kann sogut wie alles daraus ableiten und mit ein paar Tricks und Kniffen bei den Testbedingungen wird jedes gewünschte Ergebnis erreicht.

    Das mit den Leistungsunterschieden zwischen den Probanten die „harmlose“ Spiele spielen und denen die gewalthaltige Spiele spielen… über das Ausmaß des Unterschieds wird nichts gesagt, selbst wenn die Gruppe Gewaltspiele zufällig mit nur eine Punkt hinter den gewaltfreien liegt, so ist Sie dennoch schlechter.
    Es wäre wirklich mal interesant einzelheiten über den Versuch zu erfahren z.B. welche Spiele den benutzt wurden, wie die Zusammensetzung der Gruppen und der Testfragen war usw. Aber dann könnte man dem Herrn Pf. ja auf die Schliche kommen.
    Ich vermute mal das die harmlosen Spiele doch eher in Richtung „Diabetis Spiel“ gehn und die „Versuchskaninchen“ deshalb keine allzu große Begeisterung und Emotion drauf verwendet haben.
    Und wenn die Probanten dann noch selbst auswählen können in welcher Gruppe Sie sein wollen, dann ist ein negatives Ergebnis für die Erwachsenentitel auch schon vorprogrammiert.
    Das die Sportler (vermutlich mit jeder menge Frischluft gedopt) als Sieger hervorgehn ist ebensowenig verwunderlich.
    Die hätten mal lieber statt Tischtennis ausdauerlauf machen sollen, dann wäre das Ergebnis bestimmt nicht ganz so gut ausgefallen.
    Nicht falsch verstehen auch Tischtennis kann anstrengend sein, aber so richtig ausgepowert ist man eher nach 4000 Metern auf dem Platz.
    Wenn man überhaupt etwas aus dem Versuch schlußfolgern kann, dann das man nicht unmittelbar vor einem Test in nem kleinen stickigen Zimmer am Computer hocken sollte, sondern eher nochmal Frischluft tankt. Aber das Sauerstoffzufuhr die Denkleistung erhöht ist nicht erst seit diesem Test bekannt.

    Der einzige Punkt in dem Herr Pfeiffer nicht ganz falsch liegt, ist das mit dem Freizeitangebot für Schüler, welches stark ausbaufähig ist.
    Ich würde behaupten es liegt noch nichtmal nur an mangelndem Angebot. Viele Eltern würden ihr Kind sicher gern an ein paar außerschulischen Aktivitäten teilnehmen lassen, aber da das meiste nicht gerade billig ist, haben Kinder aus ärmeren Verhältnissen sehr oft das Nachsehn bei derartigen Aktivitäten.
    Flächendeckende Finanzierung von außerschulischen Aktivitäten durch den Staat wäre da die einzige Option und würde sicher zu einer beträchtlichen Ausweitung des Angebotes führen.

  8. Der erste Teil ist noch ganz gut, da werden genau die richtigen Argumente gebracht, so müsste eigentlich eine Debatte vonstatten gehen.

    Was aber im zweiten Teil passiert, ist unter fernerliefen!
    Wie unser lieber Herr admin bereits nachgewiesen hat, ist nur eine von 17 Studien von einer Spielefirma finanziert worden, was natürlich einen gewissen Zweifel weckt, aber das Politiker und Sachverständige von der Spieleindustrie bestochen werden, um gute Argumente zu bringen ist lächerlich. Gut, es mag wieder einige Ausnahmen geben, aber damit schießt sich Herr Pfeiffer nur selbst ins Bein, weil er dadurch den Verdacht erweckt, dass ihm die Argumente, die er im ersten Teil des Videos vorgebracht hat, eingetrichtert worden sind, oder die schlechten im Zweiten Teil von einem Forscher, der der Meinung ist, dass Gewalttätige Spiele schlecht wären.

    Außerdem kann ich kaum glauben, dass ein Brettspiel meine Persönlichkeit positiv verändern soll.
    Und den empirischen Nachweis dafür, dass gute Bücher auch gut für den Charakter sind, kann ich beim besten Willen auch aus eigener Erfahrung nicht bestätigen

    So ist der eigentlich gute Ansatz wieder nur zu einem von Fehlinformationen und Vermutungen gespickten, ich traue mich schon fast Propaganda- zu sagen, Interview, dass auch wieder nur ein großes Frage- und Ausrufezeichen hinterlässt.
    Schade!

  9. @Shane_Fenton:
    I think you’re right, he gets more radical especially since more and more gamers bring forward real arguments against his campaign instead of „f**k Pfeiffer“ and so on.
    .
    Ansonsten nichts neues im Lande CF: Wieder unterstellt er weitgehend monokausale Folgen anstatt mal kritisch zu fragen:
    -Warum spielen minderjährige Titel die „ab 18“ freigegeben sind?
    -Warum sacken die Noten bei Jungen mehr ab, als bei Mädchen?
    -Warum ist Sport (nach Pfeiffers Aussage!) unattraktiver als Videospiele?
    -Welche Zusammenhänge zwischen familiärem Hintergrund und den o.g. gibt es?
    -Welche Rolle spielt die gesellschaftliche Stellung konkret (er vergleicht ja nur am Rande Hauptschüler mit Abiturienten)?
    -Gibt es Unterschiede zwischen Menschen mit Migrationshintergrund und Deutschen?
    -Welche Rolle spielen andere Freizeitbeschäftigungen?
    -Und zum 1000. mal Herr Pfeiffer: WAS IST EIN KILLERSPIEL?? WIE LAUTET IHRE DEFINITION??
    .
    Der Vergleich mit körperlichen Sportarten hinkt zudem, weil Tischtennis und Co. weitgehend körperlich belasten während Videospiele v.a. den Kopf fordern. Da Schulaufgaben ebenfalls ausschließlich den Kopf belasten muss der gleich zwei mal nacheinander viel leisten. Stattdessen sollte er seine Versuchskanninchen mal Tests mit geistigen Spielen (etwa Sudoku, Schach, Knobelspiele…) machen und dann Matheaufgaben lösen lassen. ;)
    .
    Und zu seinen arg paranoid wirkendem Lobbyismusvorwurf: Ist es denn kein Lobbyismus, wenn sich Parteien oder gar Pfeiffer und Konsorten dafür einsetzen, dass bestimmte Genres von Spielen vom Computerspiele Preis ausgeschlossen, der Jugendschutz mit fadenscheinigen Argumenten immer weiter verschärft oder gezielt gegen diese Genres Stimmung gemacht wird, um sich bei bestimmten Gruppen beliebt zu machen? Gut dabei wird wohl seltener Geld fließen als wenn die Wirtschaft tätig wird, aber dafür wird die große Moralkeule geschwungen, die wesentlich öffentlichkeitswirksamer ist und auch zur Durchsetzung der eigenen Ziele (Wählerstimmer, Aufmerksamkeit,…) dient.

  10. @Mystical und Brettspielen:
    Doch mich hat Monopoly dazu gebracht viel mehr auf das Kosten-Nutzen Verhältnis zu achten und kapitalistisch zu denken, während ich bei Mensch-ärgere-dich-nicht alles darauf ausrichte, meine Gegner zu vernichten. Na wenn das nicht positiv ist. *Muahahaha* :D

  11. @Shane_Fenton
    You’re welcome :-) The interview may be just a concentration of things he already said earlier, yet I was very shocked watching it last night.
    He also mentioned a class differences, poor parents capable of and wanting to buy their children more „Playstations“ than those who are more educated… Gamer-Parents would also give bad impressions to their children, and so on. In my opinion really disgusting thoughts by Pfeiffer attacking the mind of other people.

    Regarding the awards, I guess representatives of the movie industry would burst out in laughter hearing someone suggesting that the last winner of a Grand Prix at the film festival in Cannes had first to prove its positive effects on society, before really deserving an award. What Pfeiffer said made it clear to me that he doesn’t understand video games as a form of expression but more as some sort of toy.

    There was also an interview with Pfeiffer in which he suggested better playing „Rugby“ than „GTA IV“: http://www.golem.de/0902/64991.html
    And a similiar one with Springer (Bild): http://www.computerbild.de/artikel/cbs-News-Bunt-gemischt-Prof-Dr-Christian-Pfeiffer-Interview-Killerspiele-Koelner-Aufruf-World-of-Warcraft-WoW-3935601.html His (Pfeiffer, 64) second hand an potential successor at the KFN, Matthias Kleimann (31), was also interviewed there.

  12. Klar das bei den Tests solche Ergebnisse kommen wenn alle beteiligten sowieso parteiisch sind und einfach nur „Killerspiele“ verteufeln wollen.

    Ich empfinde egal in welcher Situation Mitleid wenn ich sehen muss wie einem unschuldigen Gewalt angetan wird.

    Was hat es mit dem Bildungsstand der Eltern zu tun ob sie ihrem Kind eine Konsole kaufen oder nicht? Es ist doch eher so dass Eltern die sich die Konsole leisten können ihrem Kind auch eine kaufen. Was soll das damit zu tun haben ob sie Abi haben oder nicht? Je ärmer ein Jugendlicher um so warscheinlicher dass er eine teure Konsole hat alles klar Herr Pfeiffer.

    Wie soll man denn ein Fernsehgerät oder eine Konsole „missbrauchen“ (ist laut Aussage von Herrn Pfeiffer wohl häufiger der Fall)? Ich meine ich kenne keinen der was anderes mit einer Konsole macht als zu zocken oder im Fall der Wii (ich weiß nicht ob das bei den anderen beiden Next-Gens auch geht) im Netz zu surfen.

    Klar bringt die Computerspielindustrie Geld aber wenn das kein Grund ist einen Wirtschaftszweig zu erhalten (und das ist bei Games wirlich nicht der einzige Grund) dann sollte man erst die wirklich SCHÄDLICHEN Zweige die nur aus diesem Grund existieren abschaffen. Ich rede von Zigaretten, Alkohol und co.

    Ich behaupte: 3D-Games sind definitiv förderlich denn sie tragen zur Verbesserung des räumlichen Vorstellungsvermögens bei.

    Klar ist es schlecht für Kinder wenn sie von dem Punkt wenn sie von der Schule nach Hause kommen bis sie dann abends ins Bett gehen (vielleich zwischendurch noch Abendessen) nur zocken aber daran sind doch nicht die Games selbst schuld sondern die Eltern die ihre Kinder nicht dazu bringen was für die Schule zu tun. Sonst könnte man ja behaupten wenn ein Kind nach Hause kommt sofort Sportsachen anzieht und auf dem nächstgelegenen Fußballplatz bis abends spielt dass Fußball die Schuld dafür trägt dass das Kind nicht gelernt hat. Wenn die Eltern ihre Kinder richtig erziehen dann gestalten sie auch ihre Freizeit so dass ihre schulischen Leistungen nicht gefährdet sind.

  13. Nr2 ist ein Witz…
    Gibt es Filme die einen Diabetis Umgang lernen, gibt es Filme die einen Englsich lernen?
    NEIN. soviel zum Thema Lernspiele… wieso sollten denn Spiele nur einen lernen lassen.
    Brettspiele sind ja auch nicht fürs Lernen da:
    Schach? Was lernt man? NICHTS fürs Leben.
    selbst bei Monopoly hibt es keinen Lerneffekt fürs Leben wer kauft denn schon Straßen oder neuerdings Städte im Mio Bereich?
    (Es könnte aber auch klären warum so viele Firmen in letzter Zeit Pleite gegangen sind… Verbietet Monopoly! Es ist schädlich fürs Finanzwesen! *grins*)

    Den Rest haben andere Bereits zerlegt, darum werde ich micht nicht extra noch dazu auslassen…
    Happy Coding an alle.

  14. Im ersten Teil fand ich einige Argumente durchaus nachvollziehbar, wobei ich das „Tischtennis“-Experiment immer noch für nichtssagend halte. Ich lass die Probanten mal statt Tischtennis spielen, Achterbahn fahren und lass sie unmittelbar danach Matheaufgaben lösen –> Ergebnis: Achterbahnfahren schmälter Konzentration! Wie überraschend. Dass diese Auswirkungen nur vorübergehend sind, wird nur am Rande erwähnt…

    @Murray XVIII:
    Der Bildungsstand der Eltern hat leider mit dem Medienverhalten der Kinder zu tun. Wobei ich sagen würde, dass der Bildungsstand hier ein (ungenaues) Maß für die Intelligenz, bzw. Fähigkeit gewisse Zusammenhänge zu erkennen, ist. Ungebildete Menschen erkennen nicht unbedingt, dass zuviel Medienkonsum schädlich sein kann.
    (Es gibt natürlich auch den verzogenen Sohn reicher Eltern der alles bekommt, mit den gleichen Konsequenzen.) Gibt es nicht auch ähnliche statistische Zusammenhänge zwischen Bildungsstand und Suchtverhalten (v.a. Alkohol)?

  15. @kraid:
    Das kann ich so nicht stehen lassen, deshalb ausführliche Antwort. Zitate in **

    *Aussagen wie: jedes zweite Kind hat Computer und/oder TV im Zimmer sind so diffus und weder nachzuweisen noch zu wiederlegen.*
    Das beruht auf Befragungen und ist anerkannte wissenschaftliche Methode.

    *Das tolle an Statistiken ist ja, man kann sogut wie alles daraus ableiten und mit ein paar Tricks und Kniffen bei den Testbedingungen wird jedes gewünschte Ergebnis erreicht.*
    Jo, aber wir brauchen sie um hier der Wahrheit auf die Spur zu kommen.

    *Aber dann könnte man dem Herrn Pf. ja auf die Schliche kommen.*
    Da müsstest du jetzt die Studie kennen. Kannst ja mal in deiner örtlichen Uni-Bibliothek danach suchen.
    Nach allem was ich über solche Studien weiss sind die soweit ok, die Leute werden zufällig eingeteilt etc. Das Problem bei dem hier ist, dass nicht unterschieden wird ob es an der Gewalt liegt oder daran dass das Spiel so emotional anregend war dass der Spieler nicht mehr so konzentriert war.

    *Wenn man überhaupt etwas aus dem Versuch schlußfolgern kann, dann das man nicht unmittelbar vor einem Test in nem kleinen stickigen Zimmer am Computer hocken sollte*
    Korrekt, das das nicht mit Langzeiteffekten gleichzusetzen ist hat er glaub im Video auch erwähnt.

  16. @mars
    Zitat von Pfeiffer; „allerdings kann das […] dann zu schlechteren Leistungen führen“
    Er meinte mit dem Test wirklich nicht die Langzeitauswirkung, die hat er mit dem häufigen Spielen erwähnt, das liegt aber nicht unbedingt an der Brutalität, sondern eben an der emotionalen Tiefe oder der Zeit, die man mit dem Spiel verbringt, auch Leseratten können in der Schule deshalb schlechte Noten haben.
    Bei dem Nachweis dieser Langzeitreaktion wurde also einmal nicht zwischen gewalthaltig, und nichtgewalthaltig unterschieden, darauf wurde allerdings mit „am schlimmsten ist dann aber zum Beispiel World of Warcraft“ hingewiesen.

  17. @Pyri:
    sehr interessant, das bei Golem.
    vor allem die Aussage, GTA IV ganz durchgespielt zu haben,
    das kann ich ihm einfach nicht glauben.

    Er versteht einfach den Witz hinter dem Spiel nicht, die Irrealität, die überzeichneten Charaktere, die Satire.

    Es ist fast so, als lebe er in einer anderen Welt, wie alt is der denn jetzt?
    Wenn ihnen ein Spiel nicht passt, Herr Pfeifer, dann spielen sie es nicht.
    Und warum ist der Sachkundige Herr Pfeiffer erst nach den Amokläufen und dem Entbrennen der Debatte aufgetaucht? Als „Sachkundiger“ hätte er die Gefahr der BÖSEN Spiele doch schon sehr viel früher bemerken müssen!

  18. @Pyri (weiter oben)
    Endlich! Einmal hat Bild irgendwas sinnvolles gemacht, und das Interview gefällt mir sogar richtig gut!
    Auch stellen sie in Frage, ob Herr Pfeiffer den Kölner Aufruf wirklich hätte unterschreiben sollen.

  19. @unsachmäßiges gemuffel: im großen und ganzen hat mars ergenzt was ich anmerken wollte.

    ich muss jedoch sagen, dass herr pfeiffer sehr distanziert vorgegangen ist. er hat nicht mehr wie früher oder seine schwester über killerspiele gelästert sondern über „gewaltätige spiele“ geredet und einer emotionalen bindung. auf diese hat er dann die nachlassenden leistungen der kitties zurückgeführt.

    fraglich finde ich jedoch, wie oben schon bemerkt ob die emotionale beanspruchung durch die gewalt oder durch die geschwindigkeit/spannung der spiele entsteht.
    für mich ist klar, dass man sich in ein snake nicht so reinsteigern kann wie in ein gta4, alleine gegen alle.

    by the way: frau pfeiffer meinte doch zu gta 4 es würde juden diskreditieren. als beispiel nannte sie die frau die aus isaacs zimmer rennt, mit den worten „leave me alone!“ laut frau pfeiffer würde dies auf ein unsittliches verhalten isaacs hindeuten.
    ich hab die mission gespielt, die frau hat das auch wirklich gesagt, bin ausversehen vom dach gefallen-.- und habs nochmal versucht. bei gta 4 ist es so, dass sich die dialoge in den missionen nach dem erstan versuch leicht verändern. wohl damit man nich zu gelangweilt ist. beim 2ten versuch sagte issac der frau als sie los lief, sie solle sich retten. so viel zum thema…

    weiß eigendlich jemand was der christian von den ansichten seiner schwester hält?

    –wenn sie 2 fehler finden bekommen sie den dritten umsonst–

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.