Sternstunden des Journalismus bei SPON

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Schon die sensationslüsterne Berichterstattung, bei der die aktuellen Opferzahlen wie Fußballergebnisse eiligst nachgereicht werden und eine “Highscore-Liste” von Amokläufen veröffentlicht wird, ist mir zuwider. Nicht zuletzt deswegen, weil eben diese die “Glorifizierung” der Täter in manchen Kreisen fördert. Schnellstmöglich wird gearbeitet, auch auf Kosten der Qualität. Von Carsten Hädler auf N24 und anonym bei SPON wird beklagt, dass die Ankündigung des Täters nicht ernst genommen wurde. Könnte es vielleicht daran liegen, dass er diese als Scherz dargestellt hat? Moment, wo steht dem beim SPON-Zitat was von einem Scherz? Gar nicht, die Stelle wurde weggelassen. Möglicherweise wusste man nicht, was “trollen” heißt. Die Kollegen von CNN scheinen dagegen fähigere Mitarbeiter zu kennen, die den Eintrag passend übersetzt haben:

Tomorrow you’ll be hearing from me. Take note of the name of the place. Winnenden. And don’t tell the police. Don’t worry, I’m just kidding.”

Ist das üblich, was man nicht versteht wird weggelassen? Auch bei N24 wurde der Teil um 14:23 weggelassen.

Update:

SPON hat mittlerweile den Absatz geändert:

Scheiße Bernd, es reicht mir. Ich habe dieses Lotterleben satt, immer das selbe – alle lachen mich aus, niemand erkennt mein Potential. Ich meine es ernst Bernd – ich habe Waffen hier, und ich werde morgen früh an meine frühere Schule gehen und mal so richtig gepflegt grillen. Vielleicht komme ich ja auch davon. Haltet die Ohren offen, Bernds, Ihr werdet morgen von mir hören. Merkt euch nur den Name des Orts: Winnenden. Und jetzt keine Meldung an die Polizei, keine Angst, ich trolle nur”, schränkte er die Drohung ein. Als Forentroll bezeichnet man jemanden, der sich in einer Online-Diskussion bewusst provozierend äußert, um Reaktionen hervorzurufen.
Doch Sein Gesprächpartner, ein 17-Jähriger aus Bayern, reagierte nur mit *LOL* – der Abkürzung für herzliches Gelächter
.”

Update 2:

Gerüchte, wonach der gesamte Eintrag ein Fake ist, scheinen sich zu bewahrheiten. Hier ein Screenshot des Originalpostings sowie das Posting im Googlecache.

33 Gedanken zu “Sternstunden des Journalismus bei SPON

  1. Das ist mir eben auch sofort aufgefallen, da ich die Pressekonferenz im Fernsehen mitverfolgt habe. Einfach unglaublich, damit wird einfach ein komplett anderer Sinn erzeugt. Als ob sein Gesprächspartner diese Ankündigung nicht nur leichtfertig verworfen, sondern sie auch noch begrüßt habe.

  2. Was wäre passiert, wenn der Chat ernstgenommen worden wäre?
    Ich erinnere nur an den Fall, in dem mit dem Täter vorher sogar noch darüber gesprochen wurde, sonst aber nichts geschah. Klar sollte man sich Gedanken machen, wenn jemand solche Pläne äußert, selbst wenn sie anschließend als Spaß bezeichnet werden. Es wäre auch ohne Tat ein seltsamer Spaß. Dennoch kein seltener. Man kann in Freundeskreisen sicher öfters derartige Gewaltphantasien hören. Mir hat mal jemand in einem Interview erzählt, er würde sich beim virtuellen Schießen reale Menschen anstelle der Computergegner vorstellen. So, wie sich jemand vielleicht ein Foto des Peiniges auf die Dartscheibe klebt oder eine Vodoopuppe kauft.
    Jetzt dem Chatpartner die Verantwortung zuzuschieben ist ein feiger Zug, besonders wenn man den Chat auch noch unvollständig wiedergibt. Ich bin natürlich auch dafür, dass man aufmerksamer mit seinen Mitmenschen umgeht. Das heißt aber nicht, dass man mit dem Finger auf die zeigt, die es hätten besser machen können.
    Versetzt euch in die Lage des Chatpartners. Hätte ihr das ernst genommen, nachdem er es selbst als Scherz bezeichnet hat und diese Scherze leider gar nicht so unüblich sind? Gerade nach den Vorkommnissen in Alabama.
    Wenn man es für möglich hält, dass ein Freund eine derart schreckliche Tat begeht, dann sollte man handeln. Es geht nicht um Verpfeifen, so wird es an Schulen erklärt. Dennoch ist die Sache schwierig. Würdet ihr euren Freund melden, wenn ihr überzeugt seid, dass er scherzt? Eigentlich müsste man jedesmal zur Polizei gehen, wenn irgendjemand derartiges äußert.
    Wo ist die Grenze?
    Der Täter wurde wiederholt nicht ernst genommen. Bis es schließlich für alle sehr ernst wurde. Es reicht nicht, nur auf gesellschaftliche Misstände aufmerksam zu machen. Man kann selbst auch viel zu einer Verbesserung beitragen. Wie jeder das konkret machen kann, sollten wir zusammen herausfinden.

  3. Was ich furchtbar fande war dass bei einiegen Berichten die rede von NUR 15 Toten war.

    Das hingegen “…der Amokläufer sei wegen Depressionen in psychiatrischer Behandlung gewesen” Habe ich bisher nur 1 mal gesehen. Und auch dass die Waffen dem Vater gehörten und sie nicht richtig verschlossen wurden. Wird wenn überhaupt nur beiläufig erwähnt.

  4. @Wirbel
    Dass der tote Täter einfach weggelassen wurde in manchen Berichten – mich verwirrte die Rede von “15 Toten”, aber darauf wäre ich nicht gekommen

    Grundsätzlich möchte ich mich für die hervorragende Berichterstattung hier einmal bedanken

  5. Mich stört schon sein einer ganzen Weile wie die Medien sich immer mehr selbst beweihräuchern.
    Moderne Berichterstattung sollte neutral, sachlich, objektiv und informativ sein.
    Stattdessen ist sie populistisch, subjektiv, reißerisch und Informationen und Zusammenhänge werden sich einfach aus den Fingern gesaugt.
    ES änelt eher dem Spiel “stille Post”. Einer sagt Etwas. Und alle Anderen sagen es nach, ob es nun korrekt ist oder nicht. Meist Interpretieren sie dnan auch noch die Worte der Anderen falsch, oft hat man dein Eindruck dass es absichtlich ist, und geben dass dann munter weiter. Es wird dann natürlich behauptet dass nur man selbst die volle Wahrheit kennt und nur dort ist alles richtig und gibt es alle Details.
    Ich habe oft den Eindruck von Marktschreierei. Nur wer am lautesten brüllt und die den Anderen mit seinen Angebot übertrumpft. Wird auch gehört.

  6. hier mal eine Liste der im TV erscheinenden Sendungen bezüglich es Amoklaufes.
    Sobald wie möglich werde ich die Aufzeichnungen (falls vorhanden) bei uns auf der Seite unter der Video-Rubrik (http://www.gamer-gegen-gewalt.com/?path=contentarchive&type=1) reinstellen…

    16:15 Uhr: NTV: busch@n-tv
    Letzter Ausweg Amok – Was treibt die Täter
    Gast: Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstitus Niedersachsen
    Moderator Leo Busch diskutiert mit seinen Gästen und Zuschauern in seinem interaktiven TV-Format busch@n-tv über aktuelle Themen. “Die Häufigkeit solcher Amokläufe nimmt zu, die Abstände werden kürzer. Woran liegt das? Wie kann man das verhindern? Wie müssen die Schulen der Zukunft aussehen, damit man noch beruhigt seine Kinder hinschicken kann?”

    17:00 Uhr NTV: Live
    Pressekonferenz der Stadt Winnenden
    Die Stadt Winnenden bezieht Stellung zum gestrigen Amoklauf des Tim K.

    19.20 Uhr ZDF: ZDF Special
    Schock nach dem Amoklauf
    ZDF wirft einen Rückblick auf die Geschehnisse des gestrigen Tages, schildert noch einmal den Ablauf der Bluttat und geht auch dem “Warum?” auf den Grund.

    19:30 NTV: Thema des Tages
    Protokoll eines Blutbades
    (Wdh. 00.15)
    NTV schildert noch einmal den Ablauf der Bluttat und liefert gesammelte Informationen zum Tathergang, neueste Erkenntnisse aus den Pressekonferenzen der Polizei und Stellungnahmen.

    20.15 Uhr ARD: Brennpunkt
    Amoklauf in Winnenden – Der Tag danach
    Moderator Fritz Frey fasst die Geschehnisse des Vortages in 15 Minuten zusammen, leistet Vorarbeit für die 23 Uhr-Sendung.

    20.15 Uhr Eins Extra: Hart aber fair
    Schule der Angst – was macht Kinder zu Amokläufern?
    Wiederholung der Hart aber Fair Sendung vom Mittwoch mit Frank Plasberg. Gäste: · Wolfgang Bosbach , Rebecca Bondü, Johannes Struzek; Prof. Christian Pfeiffer, Tom Westerholt

    20.15 Uhr Phoenix: Amok in der Schule
    Die Tat des Robert Steinhäuser
    Ein Film zum Amoklauf des Robert Steinhäuser im Jahr 2002.

    20.15 Uhr SWR Fernsehen
    BW: Zur Sache Baden-Württemberg! Amoklauf in Winnenden
    Hintergründe und Analysen zur Tragödie in Winnenden.

    22.30 Uhr ZDF Maybritt Illner
    Was macht Jugendliche zu Mördern?
    Die Menschen – nicht nur in Winnenden – stehen unter Schock. Wie konnte dies überhaupt geschehen? Was sind die Motive des jugendlichen Täters? Wie können die überlebenden Schüler, die Eltern die Tat verarbeiten? Maybritt Illner versucht die Hintergründe zu beleuchten.

    23.00 Uhr ARD
    Der Tag danach – Trauer und Ratlosigkeit in Winnenden
    Film von Benjamin Cohrs und Michel Stempfle

  7. @nomand:
    danke für die gute recherche.
    es bleibt zwar zu erwarten, was letztlich in den einzehlnen sendungen besprochen wird, aber zumindest in den titeln ist nicht von “killerspiele” die rede.
    wobei ich davon ausgehe, dass pfeiffer weiterhin recht eindeutig sein wird und davon, dass bei allen titel mit einem “?” auch ausführlich “berichtet” wird.

  8. Deutscher Journalismus ftw.
    1. Die Ankündigung ist wahrscheinlich ein Fake (so stehts zumindest auf der Webseite des Boards, das inzwischen zu großen Teilen down ist). But who cares?
    2. Es gab keinen “Chat”. In dem Imageboard, in dem er das gepostet hat, ist “Bernd” der Titel für User die anonym posten. So wie “Anonymous” bei 4Chan oder in anderen Imageboards.

    Finally, unsere Tageszeitung: “Er spielte wahrscheinlich blutrünstige Gewaltspiele wie (sic!) “Empire: Total War” und “World of Warcraft”. Ja, wahrscheinlich in die Saturn-Hitliste geguckt und die beiden Spiele, in deren Namen das Wort “War” vorkommt rausgesucht.

    Immerhin war “Hart aber Fair” (hab sonst keine Sondersendungen zu dem Thema gesehen) dieses Mal fairer. Tom Westerholt (Computerspiele-Experte bei WDR, wurde in der letzen HaF-Sendung zum Thema nur in einem kurzen Video gezeigt) und auch ein Schülervertreter (btw. auch Counter Strike-Spieler) waren in der Runde. Und auch Herr Pfeiffer und Herr Bosbach haben sich wenigstens bemüht, das Thema fair anzugehen. Auch wenn Herr Bosbach bewiesen hat, welche Sachkenntnis er hat (nicht wortwörtlich zitiert aber sinngemäß):
    Herr Bosbach: “Da gibt es ein Spiel, da laufen halbnackte und um Hilfe flehende Menschen vor einer Killermaschine flüchten, und anstatt, dass der Spieler ihnen hilft ist er die Killermaschine und muss diese Menschen töten!”
    Tom Westerholt: “Haben Sie dieses Spiel schon mal selber gespielt?”
    Bosbach: “Um den Regenwald schützen zu wollen, muss ich dort auch nicht als Baum stehen.”
    Aber da kann Herr Plasberg ja nichts für (der sich WIRKLICH darum bemüht hat, das Thema sachlich anzugehen. Er ist auf jeden Fall in meiner Achtung sehr gestiegen, auch dadurch, dass er dieses – meiner Meinung nach völlig zutreffende – Zitat von Johannes Rau nach dem Amoklauf in Erfurt an das Ende seiner Sendung gestellt hat: “Wir sollten unsere Ratlosigkeit nicht zu überspielen versuchen mit scheinbar naheliegenden Erklärungen. Wir sollten uns eingestehen: Wir verstehen diese Tat nicht. Wir werden sie – letzten Endes – auch nie völlig erklären können.”

  9. “20.15 Uhr Phoenix: Amok in der Schule
    Die Tat des Robert Steinhäuser
    Ein Film zum Amoklauf des Robert Steinhäuser im Jahr 2002.”

    Wahrscheinlich der einzigste Film, der sich mit den wahren Ursachen und den Folgen des Amoklaufs befasst.

    Die Restlichen gehen alle eher ins Boulevard-Thema.

  10. Zitat Nomand:
    “Letzter Ausweg Amok – Was treibt die Täter
    Gast: Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstitus Niedersachsen”

    Leider schubbsen sie wieder Pfeiffer und andere seines schlags vor die Kameras…
    Psychologische Behandlung? Mobbing durch Mitschüler? Leichter Waffenzugang?
    ALLES KEINE THEMEN -> KILLERSPIELE VERBIETEN…

    Zitat Sam oder taff: [nach erinnerung vom 12.März]
    Er erlitt einen Realitätsverlust und dachte er hätte sieben Leben und sein Rum würde ihm dann in einen anderen Leben, wie im Computerspiel, weiter helfen. Dann würde er natürlich wieder alle niederschießen…
    .
    Reinkarnation gibt es im Buddhismus? Sind nun alle Buddhisten genau so?
    Da sie an ein neues Leben nach den Tot glauben?
    Komisch, dass niemand dazu erwähnt hat, dass der Täter in

    Internetwache will Amokläufe verhindern:
    http://www.tagesschau.de/inland/praeventioninternet100.html
    -> ÜBERWACHUNG
    Schäuble gegen schärfere Waffengesetze
    http://www.tagesschau.de/inland/amoklaufreaktionen104.html
    -> lieber KILLERSPIELE verbieten?

    unhappy coding.

  11. http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=4600618/9ja3jt/index.html
    Gewaltspiele auf Computer gefunden
    Bei der Auswertung des Computers von Tim K. wurden Gewaltspiele wie “Counterstrike” gefunden. Der 17-Jährige habe sich in letzter Zeit viel mit seinem Computer beschäftigt, hieß es. In seinem Zimmer fanden Ermittler auch einige Horrorfilme. …
    ———————————
    Schon wieder ist aus ConterStrike ein GEWALTSPIEL geworden. Ich dachte wir hätten das selbst bis zu manchen Fanatiker geschaft, dass CS nicht als Gewaltspiel zählt. -.-

  12. @admin: Naja, auf der Webseite des Forums (krautchan.net) steht ein Screenshot des (angeblichen?) Original-Postings. Die Wahrheit werden wir aber wahrscheinlich nie erfahren.

    @The Real Black: Da es keine wirkliche Definition von “Gewaltspielen” gibt, kann man CounterStrike rein wörtlich schon als Gewaltspiel sehen. Immerhin IST Gewalt ein Bestandteil des Spiels. Aber eben nur einer, der nur leider von den Medien zu oft als Einziger gesehen wird – natürlich, immerhin lässt sich mit der Meldung “Amokläufer spielte gewalthaltige Spiele” eine viel bessere Quote erzielen als mit der Meldung “Amokläufer spielte ein Spiel, in dem Teamwork und Taktik gefragt sind”

  13. Noch so ne Seite Zitat:
    http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0B1A7E…~Scontent.html
    .
    Wie kann das die Gesellschaft verhindern?
    “Es ist kein kultureller Verlust, wenn dieser ganze Schrott verschwindet und solche Computerspiele vom Markt genommen werden. Spiele können natürlich auch unterhaltend sein. Es gibt tolle Sport- oder Jump-and-run-Spiele, die auch sehr actionreich sein können, ohne dass man gleich jemanden umbringt. Für die Computerspielindustrie ist es an der Zeit, sich von den aggressiven Spielen zu trennen und diesen menschenverachtenden Schrott nicht mehr zu verbreiten. Es sollte in der Gesellschaft geächtet werden, wenn jemand mit solchen Spielen Geld verdient.”
    .
    Bald werden wir so singen:
    *erste Strophe* HH Adolf Adolf über alle…
    Treu und Blind müssen wir folgen …
    Einigkeit und Pflicht zur Gleichheit hat man uns schon eingebaut…

    Zensur die an Bücherverbrennung erinnert hat man nichts aus der Vergangenheit gelernt? Diese Leute könnten gut von Undeutscher Kunst reden, dann wüssen alle an welchen Menschenschlag man ist.
    .
    Wieso trennt man sich nicht erst von “aggressiven” Filmen und Serien?
    kein STAR WARS, kein Star Treck, kein Bond, kein Stirb Langsam, kein Die Unglaublichen … kein Garnichts mehr!
    .
    Zitat von einer Anderen Seite:
    …Counterstrike in verschiedenen Gewaltstufen, die man einstellen kann.
    .
    Klar!
    – wenig Gewalt (der nur 20 Liter/Treffer Modus)
    – normale Gewalt (einzelen Finger fliegen durch die Luft bei einen Treffer)
    – viel Gewalt (man tropft grundsätzlich Blut unter sich, selbst ohne Treffer)
    – KILLERSPIEL GEWALT (nach jeden MORD füllt sich das Level mit BLUT bis nach tausenden von MASSENMORDEN jeder Spieler im Level am Blut ertrinkt!)
    .
    Spielt ihr ein anderes CS? *fies*
    .
    @All Bild Reporter: NEIN man kann bei CS keine Gewalt einstellen!

    Die Berichterstattung ist mal wieder an einen Tiefpunkt angekommen, alle besonders bei Pro7 haben sich Bild als neuen Maßstab gesetzt! Es werden wichtige Tatsachen weggelassen es wird Unwahr und Übertrieben berichtet, eine Schande für jeden Reporter!
    .
    Sofort sind wieder Computerspiele in Verdacht ohne dass man berücksichtigt dass der Täter in Psychologischer Behandlung war oder er Gemobbt wurde!
    .
    Hätten wir in den letzten Tagen angefangen Unterschriften zu sammeln die sich gegen den Kölner Aufruf richten hätten wir eine Chance gehabt jetzt ist dies leider nicht mehr möglich.
    Der Aufruf wird sicher einen gigantischen Zulauf bekommen und die nächsten Verbote, härteren Einstufungen und GRÖßERE USK LOGOS werden bald kommen!
    (Irgendwie heben wir unsere Chance verpasst… die nächsten Monate werden bitter…)
    .
    Unhappy Coding.

  14. Also ich muss ganz ehrlich sagen das mir bei so einer sensationsgeilen Berichterstattung beinahe der Kragen platzt. Fakten interessieren nicht, man will schocken. Egal was man schreibt, auch wenn man es sich geradewegs aus der Nase zieht weil man keine Ahnung hat was genau passiert ist, wird schon niemandem auffallen das wir uns morgen widersprechen. Soviel zum sogenannten Journalismus. Dasselbe wie bei den anderen Amokläufen. Besonders die Killerspiel-Debatte die seit Erfurt besonders gut ankommt.
    Das ist echt krank wie darüber berichtet wird, ich mein das muss man sich mal richtig vor Augen führen. Es wurden Jugendliche Schüler abgeknallt und die Medien berichten in einem Tonfall darüber wie: “So schmiert man ein Brot”.

    Ich bin geschockt von der Tat (und das als “Killerspieler”) aber noch mehr geschockt von der Berichterstattung. Also, wer ist hier desensibilisiert?

  15. Ab gesehen davon, dass fast jeder über 16-Jährige CS besitzt oder gespielt hat, ist es klar, dass man auch bei Tim K. CS findet. Oo

    Da kann man auch gleich sagen, Windows ist für alle Amokläufe schuld.

  16. @The Real Black
    Es gab von Frank Schirrmacher (FAZ) schonmal eine antiamerikanische Rede, welche die unerwünschten Medien doch auch eindeutig lokalisiert hat

  17. Kommt schon Leute, weiß keiner hier was Krautchan ist? Es ist der übelst gescheiterte Versuch ein deutsches 4chan zu kreiern.
    Es ist einfach nur ein Trollforum, klar das man dort nichts ernst nimmt. Ebenfalls ist klar, dass niemand der so etwas ernst meint es dort reinschreibt.

    Einfach kurz zu googeln hätte diese Erkenntnis gebracht.

  18. @ Raknar:
    die beste Antwort auf “Um den Regenwald schützen zu wollen, muss man dort ja auch nicht als Baum stehen.” wäre gewesen:
    “Nein, aber, um ihn abholzen zu wollen.”

  19. Der Fake-Vorfall macht die Sache noch brisanter. Es ist offensichtlich, wie aufgeregt die Menschen und die Medienlandschaft ist. Wir werden die ganzen Zusammenhänge, die zur Tat geführt haben eh nicht aufklären können.
    Schulschießereien sind schrecklich, aber relativ selten. Durch den Medienrummel wird die Gefahr überbewertet, das schürt Angst, ähnlich wie bei Terrorismus.
    Es handelt sich trotz wiederholter Vorkommnisse um Einzelfälle.
    Dennoch halte ich es für wichtig, mögliche Ursachen zu untersuchen und Verbesserung anzustreben.
    Ein guter journalistischer Kommentar zum Thema übrigens hier:
    http://www.sueddeutsche.de/kultur/888/461514/text/

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