Und so beginnt es:

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Oder auch nicht. Einen Zusammenhang zwischen Überschrift und Artikel konnte ich nicht erkennen. Anders das ZDF: Man habe erste “Hinweise für ein Motiv des Täters”, auf dessen Computer seien Gewaltspiele gefunden worden. Ich hoffe, dass der Zusammenhang nur durch knappe Ausdrucksweise entstanden und nicht gewollt ist. Die Polizei gab inzwischen an, dass auf dem Rechner des Täters die typischen Spiele, die zum Raster eines Amokläufers passen, gefunden wurden.

29 Gedanken zu “Und so beginnt es:

  1. Also, ich habe gelesen (lokale Tageszeitung), dass laut einem Nachbarsjungen der Amokläufer mit Computer/Internet nicht am Hut hatte, sondern vor allem Horror-Videos schaute (kann natürlich nicht stimmen)…

  2. einen stern.de-Bericht zufolge soll er auch angeblich keine Gewaltspiele gespielt haben:

    [quote][…] In der Schule war er nie besonders gut. Insbesondere in Mathe hat er immer schlechte Noten bekommen und war sehr sauer auf den Lehrer. Aber gedroht hat er dem Lehrer nie. Überhaupt war Tim kein gewalttätiger Typ. Er war nie aggressiv und hat meines Wissens nach auch keine Gewalt-Computerspiele gespielt. Über seine Hobbys weiß ich nichts […][/quote]

    http://www.stern.de/panorama/:Klassenkamerad-Einen-Freund/657471.html

    irgendwie alles widersprüchlich das ganze hier… mal abwarten…

  3. War doch vorherzusehen, dass diese Debatte nun wieder hochkocht. Ich bin eben erst auf diese Seite gestoßen… das einzige was mir dazu einfällt: Bleibt sachlich und bewahrt einen kühlen Kopf. Die Leute suchen nach Antworten und die Medien werden sie ihnen liefern! Aber die Spielergemeinschaft ist m.M. besser dran, wenn sie sich nicht auf das Niveau von haltlosen Behauptungen, Mutmaßungen und das Suchen nach Sündenböcken begibt. Diese Art von Debatte wurde schon immer geführt, sei es bei Einführung des Buches, des Radios, des Kinos oder des Fernsehens. Seht es als eine Art Reifungsprozess…

    Also bleibt sauber und macht weiter wie bisher!

  4. Auszug aus diversen Videotext Seiten von ZDF, NDR, N-TV, u.a.:
    .
    Erst Hinweise auf das Motiv:
    “Auf dem Rechner des Amokläufers wurden Killerspiele gefunden”, “Er soll häufig Killerspiele wie Counter Strike und Crysis gespielt haben.”,…

  5. Das Superwahljahr steht nun vor der Tür und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der Amoklauf von Winnenden als Wahlkampfthema für den Verbot von “Killerspielen” herhalten wird.

  6. wnn einer von euch vorhat amok zu laufen, tut das. ABER:
    löscht bitte alle spiel von euren rechnern und packt deutschen hibhob drauf.

    ist unsachlich, ich weiß… aber ich finden das ganze nur… naja, eine mischung aus pervers und albern

  7. Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang der Kommentar eines Mitschülers (weiss leider nicht mehr, wo ich ihn gehört habe), der sagte, dass Tim nicht mehr oder weniger am PC spielte als andere Schüler des Jahrgangs auch! (also alles potentielle Amokläufer???)

    Nebenbei: “Die Computer des Amokläufers werden zurzeit ausgewertet. Darauf befindet sich nach Angaben von Polizeisprecher Klaus Hinderer eine Variante der “Counterstrike”-Kampfspiele. Bekannte hatten Tim K. als Waffennarr beschrieben. ”

    1. Was hat der letzten Teilsatz mit Counterstrike zu tun? Das gehört wohl eher zum Thema Schützenverein, steht aber im selben Absatz.
    2. Counterstrike? ich kenne so gut wie niemanden, der das Spiel nicht auf dem PC hat oder hatte. Wenn man schon mit dem Thema “Killerspiele” kommt, dann sollte man vielleicht vorher überprüfen, ob er nicht wirklich Spiele gespielt hat, bei denen man – auch hier – noch überlegen könnte, ob sie nicht irgendwelche Auswirkungen haben könnten…nichts gegen CS, aber es gibt auch deutlich realistischere und brutalere Spiele.
    3. das Spiel ist auf dem Rechner? ahja…ich will jetzt hier nicht groß spekulieren, aber ich habe auch massig Spiele auf meinem Rechner, die ich nicht mehr wirklich spiele…

    aber hier sieht man es leider wieder: viele unbeantwortete Fragen, lauter Diskussionen…mal gucken, wann Frontal sich wieder einmischt…

  8. Das man irgendwelche gewalthaltigen Videospiele finden wird war ja eigentlich schon klar.
    Zum einen dürfte heutzutage fast jeder männliche jugendliche derartige Spiele zuhause haben. Und zweitens reicht den Medien ja schon die bloße Vermutung von irgendwelchen Nachbarn und Leuten die sich als Freunde ausgeben.

    Ich finde es schon erstaunlich wie schnell die Medien auf dieses “Topthema” auszuschlachten beginnen.
    Man hat fast den Eindruck das die nur auf etwas derartiges gewartet haben.

    Der Aktuelle Fall hat jedenfalls gezeigt, das eine Nachrichtensperre für die ersten Stunden nach der Tat doch ein sehr sinnvolle Sache wäre.
    Zumindest liese sich dadurch einiges an Fehlinformation vermeiden.

  9. Das musste natuerlich so kommen,als haette es vor den Videospielen keie Amoklauefe9einer wurde sogar verfilmt: Der Turm aus den 70ern)gegeben.Das keienr von denne kapiert das das soziale Umfeld was damitzu tun hat.Mann wen ich koente wuerde ich in die Schweiz ziehen.

  10. Und die Maschine nimmt dampf auf:
    Spiegel. “Dass der 17-Jährige auf der Flucht noch weiter um sich geschossen hat, ist ein Verhalten, das Jugendliche auch in Spielen wie Counter-Strike oder Crysis lernen können”, sagte der Präsident der Deutschen Stiftung für Verbrechensbekämpfung, Hans-Dieter Schwind, der “Neuen Osnabrücker Zeitung”

  11. Leute, beruhigt euch. Alles was ich bisher gelesen hab war sehr vorsichtig mit den Killerspielen. Und dass sowas erwähnt, ist klar, schließlich wird ja sonst auch alles zusammengetragen.

    Also mach tnicht mehr Panik als nötig

  12. @Mars?
    Internet zusammen.” Auf den Computern des 17-jährigen Exschülers der Realschule wurde nach seinen Angaben ein Killerspiel, eine Variante der „Counterstrike“-Spiele, gefunden. Darin sei ein Teil des MOTIVS für den Amoklauf zu sehen.

  13. @amegas: hast Recht…

    es wird zwar wie immer über die bösen Killerspiele geschrieben, aber der Aspekt der Softairs im Zimmer, der Waffen des Vaters und auch die Horrorvideos werden teilweise noch deutlicher beschrieben…

  14. Was ich meinte ist: natürlich gibt es Blätter die so einen Mist schreiben. Aber das Meiste was ich bisher gelesen hab war recht ausgeglichen und hat versucht mehrere Gründe zu finden. In Killerspielen EINEN Grund unter vielen zu suchen ist ja auch voll ok. Wird meiner Meinung nach auch so gewesen sein.

  15. was ist eigentlich mit Herrn Pfeiffer los?

    wenn ich mir das hier durchlese, bin ich ja positiv überrascht:
    “Auch der Kriminologe Christian Pfeiffer äußerte sich eher zurückhaltend, obwohl er als Befürworter eines strengeren Vorgehens gegen „Killerspiele“ gilt. „Alle Amokläufer der vergangenen zehn Jahre, die jünger als 20 Jahre waren“, hätten diese gespielt. Allein reichten diese Games aber nicht aus, um einen Amokläufer zu erschaffen.”

    diese Kommentar von ihm ist ja vergleichsweise echt moderat….

  16. “… Nach Angaben des Waiblinger Polizeichefs Ralf Michelfelder waren auf dem Computer des Täters ‘CounterStrike’ und andere Spiele installiert, ‘die in das Raster eines Amokläufers passen’ …. ” (Reuters Online, 12.03.2009)

    Ich nehme an hier wird mit “Raster” (mal wieder) auf Erfurt angespielt und nach dem was ich hier gehört habe, hat der ja nun gerade CS nicht gespielt.

    “… Auf dem Computer des Täters seien Pornobilder und Gewaltspiele sichergestellt worden …” (Spiegel, LiveTicker 12.03.2009)

    Und was sagt uns das? (wie bei 75% und mehr der männlichen Jugendlichen) Er könnte auch ein Bild eines Politikers auf der Festplatte haben können (das wär mal was auffälliges), is das dann auch ein Indiz zur Gewaltbereitschaft?

  17. Moin Leute,

    leider bin ich nun durch diesen traurigen Anlass auch wieder auf dieser Seite gelandet. Ich will mich nun nicht über einige Medien aufregen, da ihr sowieso alle wisst, wass ich dann schreiben würde. Nur ist mir etwas aufgefallen, was einfach nur von der Unwissenheit der Medien zeugt.

    Counter-Strike, wie schon von einigen erwähnt bei weitem nicht annähernd das brutalste spiel aber halt wohl das berühmteste/berüchtigste, wird dor meist als ein teil des Täterprofils gewertet. Und das zeugt für mich einfach von der Unwissenheit der Medien, da man so ein “Profil” erstellt, auf das die meisten männlichen Jugendlichen passen. Zudem haben viele jugendlichen auch Spiele auf ihren PCs installiert, die sie nur glegentlich oder kaum spielen. Ich hab grad mal anchgesehen und entdeckt, dass ich noch Fallout 3, Left 4 Dead, Doom3, Quake 3 und 4 auf dem PC installiert habe. Die habe ich alle bestimmt seit 3 Monaten nicht mehr gespielt, einige sowieso kaum und das dann schon Jahr her. Das sind also nun Spiele, die mich ins 2Täterprofil” bringen, ganz davon abgesehen, dass ich nebenbei in der CS-Liga spiele.

    Najs, lange Rede kurzer Sinn. Mir tun die Leute leid, die nun durch diese “Medien” informiert werden, mit solchen unausgereiften Halbwahrheiten, und man bekommt schon ein bisschen das Gefühl, dass manche Medien nur auf solche Anlässe warten um mit ihrer pseudowissenschafftlichen Hetze weiterzumachen. Schade, aber Qualität ist in der Medienwelt heute nichtmehr so gefragt.

    Meine Meinung dazu, weiter will ich mich dazu nicht aufregen, dazu ist dieser Anlass viel zu traurig. Meine Gedanken sind bei den Opfern. Allen hier einen schönen Tag,

    mfg hopfen

  18. @pEaNiZ
    Meiner Recherche zufolge hat zumindest der Internethändler Amazon die CD “Amok: Zahltag” von Kaas, welche morgen erscheinen hätte sollen, heute aus dem Sortiment genommen. Letzte Nacht fand ich sie jedenfalls noch dort

  19. @Pyri: nach einem Fehler im Presswerk wurde der Release des Albums bereits um eine Woche verschoben, wie dem Statement von Chimperator das ich im Forum gepostet habe zu entnehmen ist, wurde die veröffentlichung des Albums jetzt allerdings vorerst komplett auf Eis gelegt, auch das Video wurde soweit es geht aus dem Verkehr gezogen

  20. @hejoba
    der Artikel, den Du anführst
    “Motivsuche nach Amoklauf: Schuld sind die Killerspiele”
    ist ein Kommentar, der eher zu dem Gegenteiligen Schluss kommt, als der Titel annehmen lässt. Einige Zitate:

    “Ob und wie exzessiv Tim K. jedoch “Counterstrike” spielte, steht bisher nicht offiziell fest. Doch macht ein Computerspiel alleine aus einem Jugendlichen einen potentiellen Amokläufer? … Gäbe es tatsächlich einen … direkten Zusammenhang zwischen dem Besitz von Killerspielen und Amokläufern, so müsste man es angesichts der [11,1 Millionen] verkauften Spielen in der Tat mit der Angst zu tun bekommen.”

    “… Doch machen Killerspiele, Horrorfilme oder gar Musikrichtungen aus Jugendlichen Täter? Vielmehr in den Blickpunkt rücken sollten die Defizite im familiären und gesellschaftlichen Umfeld, die dann dazu führen, dass man versucht ist, sich in die virtuelle Welt der Spiele – ob mit oder ohne Gewalt – zu flüchten um dort den Rächer zu spielen. …”

    Ich teile die hier geäußerte Meinung, dass die Presse eher moderat reagiert, was “Killerspiele” angeht. Das gilt selbstverständlich nicht für jede öffentlich geäußerte MEinung – und ausdrücklich auch nicht für “Hart aber fair”.

  21. Das allerschlimmste ist aber, dass alle Amokläufer Wasser getrunken haben, alle haben außerdem eine Schule besucht, außerdem haben sie bestimmt auch Süßigkeiten gegessen!

    Da muss es doch einen Zusammenhang geben!:-D

    Nein, aber das alle Amokläufer die Waffen ihrer Eltern verwendet haben, ist das nicht auffällig?
    Vielleicht sollte man mal über ein generelles Verbot von Waffen nachdenken, anstatt von Spielen.

    Mir kommt grad ein Gedanke;
    Es kommt noch soweit, dass man für Spiele eine Gaminglizentz und einen Spieleschein benötigt!
    LOL

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