Leider nicht wirklich eine Satire.

Guten Abend, meine Damen und Herren, Sie sehen die Abendnachrichten. Es hat einen Amoklauf an einer Schule gegeben. Schrecklich, schrecklich. Wir zeigen Ihnen nun grausame Bilder. Im Anschluss daran eine Live-Schaltung zu unserem Reporter vor Ort. Wie grausam war es denn, Herr Kollege? “Oh, es war schrecklich. Hier ein paar weinende Mitschüler, die ich vor die Kamera gezerrt habe. Und hier spreche ich mit geschockten Eltern. Und jetzt ein Straßeninterview mit verschiedenen Anwohnern, die nichts zum Fall sagen können, aber alle sehr betroffen sind.”

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22 Gedanken zu “Leider nicht wirklich eine Satire.

  1. Das is ja nur noch geil!
    Und so gut getroffen!
    Wirklich, ich muss dem Autoren dieses Textes meinen Dank zusprechen, dass jemand die Sache mal auf den Punkt bringt!

    Schlimm eignetlich, dass das schon nahezu komplett der Realität entspricht.

    Der Herr mit weißen Haaren ist wohl unverkennbar unser lieber Herr Pfeiffer,
    die in der Tat keine Ahnung von Jugenkultur, die zu großen Teilen aus digitalen Medien besteht.
    Ich möchte noch einmal erwähnen, dass ich Schwerverbrecher bin!
    Jaja, ich habe FarCry, FarCry 2, Call of Duty, CounterStrike 1.6, Assassins Creed und Sacred2 gespielt und spiele diese Spiele immer noch, obwohl sie ab 18/16 freigegeben sind.

    Und ich denke natürlich wie jeder andere Gamer in Deutschland darüber nach, morgen mit einer Waffe in die Schule zu laufen, und mal so richtig CounterStrike RealLife zu spielen.

    Zu den Spielen möchte ich sagen, dass ich diese wirklich spiele, obwohl ich erst 14 bin.
    Ich habe sie alle im Internet bei amazon.de oder bei Läden um die Ecke gekauft, und wurde nicht einmal schief angekuckt.

    Ich wurde außerdem sieben lange Jahre (1-6 Klasse) gemobbt, und bin deshalb potenziell gefährlich. (das ist wahr!)
    Dass aber von meinen Verwandten keiner einen Waffenschein, geschweige denn eine Waffe besitzt, ist wohl dabei eher nebensächlich.

    Ich denke, es gibt viele Menschen, denen es geht/ging wie mir in meinen ersten 7 Schuljahren und das finde ich nicht richtig.
    Aber zu denken, „Killerspiele“ (die es nachwievor nicht gibt) wären der Grund für eine solche Tat, halte ich für um einiges schlimmer, weil dieser Gedanke schon nahezu alle Politiker erreicht und natürlich überzeugt hat.

    Der Staat mobbt uns sozusagen.

  2. Die sind einfach alle so schockiert, das sie sich wohl noch schnell auf die nächste Horrormeldung einen runter holen müssen – sorry für Wortwahl, aber es ist nunmal so.

    Der normale Pöbel in Deutschland ist dermaßen abstoßend, das ich mir oft genug die Frage stelle, warum ich hier lebe… und die Antwort lautet dann meist: weil es woanders nicht viel besser wäre.

    Ich habe vom Amoklauf gehört und seitdem 2h TV geschaut um einmal zu wissen was wo passiert ist und wie Computerspiele wieder als Sündenbock herbeizitiert wurden. Alles weitere ist mir nach wie vor zuwider.

    Wenn die Leute auch nur ansatzweise so betroffen wären, dann würde sie nicht die Bilder sehen wollen und nicht diese Sündenbocksuche starten, wie sie es bereits getan haben.

    Ich persönlich litt von der 5. bis zu 10. Klasse unter extremen Mobbing, dann wurde es bis zum Abitur aufgrund der Klassenauflösung und Kurseinteilung etwas weniger.. aber nicht wirklich gut.
    Es gab Tage, da wollte ich nur das es aufhört. Völlig egal wie. Völlig egal welches Opfer ich bringen müsste. Wäre mir an den Tagen eine Waffe zugeworfen worden, ich hätte geschossen. Aus purem Hass gegenüber den vielen Menschen, die einen wie Dreck behandeln.

    Heute bin ich froh es nciht gemacht zu haben. Ich habe gelernt mich selbst durch zu boxen. Bin Einzelgänger und habe mehr als ausreichend Selbstvertrauen. Ich wünsche mir heute nicht, es wäre anders gewesen, allein weil ich den Menschen, zu dem ich geworden bin irgendwie mag und damit nun zufrieden bin.
    Aufgrund der Tatsache das ich Amokläufer generell verstehen kann, finde ich es umso Geschmackloser, wie sich die Medien völlig reißerisch auf den Fal stürzen. Das ist wider jede Menschenwürde, die der Opfer, wie auch die des Täters, der eigentlich auch nur ein Opfer war.

    Niemand denkt daran, das der Amokläufer eigentlich nur ein Selbstmörder war, der von der Gesellschaft zum selbstmord getrieben wurde. Niemand interessiert sich für die wahre Schuld. Jeder schaut weg und genießt noch einmal die heulenden Kinder im TV zu sehen, nur um dabei seine Gier nach Leid zu befriedigen. Eine Gier, die so selbstverständlich ist, das ein paar Menschen durch die Gier ihrer Mitmenschen so angewiedert waren, sie so sehr zu hassen gelernt haben, das sie soviele wie möglich töteten und dann selbst aus dieser ekelerregenden Welt fliehen wollten – mit dem Suizid.

    Was nun die Medien treiben ist die logische Fortsetzung von dem, was die Menschen jeden Tag treiben: Erst wenn es einem wirklich schlecht geht, dann schauen sie hin, nehmen das leid wahr, lachen innerlich, genießen ihren Höhepunkt und wenden sich schlussendlich wieder ab, in der Hoffnung es wird wieder passieren.

    Das ist krank !

  3. Forgive me for doing a bit of self-advertising, but I added my 2 cents (in French) on the Winnenden shooting : http://gamingsince198x.fr/?p=1072

    In fact, I made 2 points :

    – Counter Strike (especially the „castrated“ German version) simply doesn’t fit the profile of the „game that teaches to kill efficiently“, or the „games that trains for an Amoklauf“. From a graphical, technical or gameplay point of view, it’s not the good candidate. If some „school shooters“ and „amoklaufers“ play it… well, it’s because it’s one of the most played games on-line.

    – These shootings occur in quiet, violence-free places such as small villages and middle-class suburbs. Indeed, I think that these places, contrary to appearances, make a good environment for these shootings. I refer to James Graham Ballard’s novel „Running Wild – Das Pangbourne-Massaker“, as well as Katherine Newman et al’s book „Rampage : The Social Roots of School Shootings“.

  4. Tragisch realistisch diese „Satire“. Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Die Medien leben von solchen Ereignissen, denn da können sie mal wieder so richtig die volle Bandbreite ihrer „Fähigkeiten“ zeigen. Neben Experten besonders gern genommen: Das Interview mit Angehörigen von Opfer: „Ihre Tochter wurde erschossen – wie geht es ihnen?“ oder: „Du hast den Amoklauf überlebt, eine Kugel steckt noch im Bein und wird bleibende Schäden hinterlassen – schildere doch mal, wie du das Ganze erlebt hast“.
    .
    Diese mediale Pietätlosigkeit die solchen Ereignissen folgt, noch bevor die Patronenhülsen aufgesammelt sind, macht mich einfach nur krank. Und wird diese Praxis kritisiert, schwingen die Journalisten gern mal den Todschläger „Angriff auf die Pressefreiheit“. Leider kann ich nicht mehr machen als abzuschalten…
    .
    @Mystical13
    Ich fürchte ich bin ebenfalls sehr gemeingefährlich und sollte baldmöglichst von der Polizei festgenommen werden. Neben den genannten Sachen hab ich schon mit 12 Dark Forces (Killerspiel!) gespielt obwohl es ab 18 war. Seit einigen Jahren habe ich mehrere Softair Waffen vor denen keine Ü-Eierfigur bei mir zu Hause sicher ist (Schießtraining!). Zudem habe ich lange Zeit die Namen meiner Lehrer bei Worms verwendet und diese mit Bananenbomben und Miniguns behakt (Todesliste!).
    .
    Doch sehen wir mal den Tatsachen ins Auge: Dark Forces hat mir irre Spaß gemacht, weil es gutes Star Wars Feeling bot, nicht weil ich Stormtrooper über den Haufen geballert habe. Die beiden Softairs (Gewehr, Pistole) liegen in der Schusskraft unter 0,5 Joule, so dass schlimmstenfalls Augenverletzungen möglich wären, wenn ich auf Menschen oder Tiere schießen würde, was nicht NICHT tue. Jenseits dieser Gefahr verursachen sie nicht mal blaue Flecken. Und Worms: der Vorwurf von Todeslisten wird spätestens dann albern, wenn bei jedem neuen Spiel wieder alle auf dem Feld stehen. Stattdessen war es eine spaßige Sache nach einer Klassenarbeit gerne mal über den ungeliebten Lehrer zu triumphieren.

  5. @Shane_Fenton
    „killerspiele über alles“ I like that title.
    As far as I understood it, a vergy good analysis indeed, especially commenting on the locations and mentioning literature you certainly won’t here that often is kinda refreshing.

  6. ich mag eigendlich keine blogger.
    aber der hat wunderbar herausgestellt warum ich mir seit gestern keine nachrichte mehr angucke… zumindest nicht wenn es sich vermeiden lässt.

    selbst wenn icq startet sehe ich den amoker.

  7. @maSu
    ich verstehe den Amokläufer schon, ich hätte wohl ähnliches getan, wäre mir eine Waffe in die Hand gedrückt worden, vor allem Anfang der siebten, nachdem ich die Schule gewechselt hatte.

    Und wahrscheinlich wären die Amokläufe nicht passiert, wenn die Eltern der Täter (respektive Opfer) keine Waffen besessen hätten.
    sie wären letztendlich wahrscheinlich sogar darüber hinweggekommen.
    (ja, in emstetten ging es darum, dass der Schüler keinen Abschluss hatte, trotzdem hätte auch dieses Schoolshooting verhindert werden können)

    Und auch wir haben böse Spiele gespielt (ich nichteinmal in der Zeit, erst seit etwa eineinhlab Jahren).

    Und was lernen wir daraus?:
    Es geht um die Möglichkeit, wenn sie nicht vorhanden ist, nutzt man sie nicht!

    Und was lernen Politiker, Medien, Arbeitslosen-TV-Kucker und BILD-Leser (und auch andere) daraus?:
    Die Spiele sind schuld!

    Das soll nun einer verstehen.

  8. @Crusader
    genau da liegt das Problem!
    im Schubladen-denken, etwa nach Alter.
    Es gibt Leute, die Verkraften FarCry 2 auch mit 23 noch nicht, andere (ich, du, ander Spieler) können es mit 12-14 schon spielen, da sie sich sehr intensiv mit Virtualität auseinandersetzten, und so genau wissen; das is nicht echt.

    Außerdem fällt mir auf, dass viele Spieler in meinem Bekanntenkreis und ich einen hohen IQ (120-138) haben, und insofern auch das Gesehene besser reflektieren können.
    Womit ich nicht sagen will, dass man das nicht auch mit durchschnittlichem IQ schafft, es fällt mir nur irgendwie auf.

  9. @Mystical

    Nur weil man eine Gefahr kennt und einen hohen IQ hat heißt dass nicht, dass sie einem nichts anhaben kann. Von der Wirkung merkt man nichts. Sie ist, im Ansatz, bei jedem da. Also erhöhte Adrenalinausschüttung, andere Herzfrequenz und damit automatische schon eine kurzfristige Desensibelisierung. Inwiefern auch langfristige Effekte auftreten können ist nicht belegt, aber bei Kindern und Jugendlichen wären sie wahrscheinlicher, da dort die Persönlichkeitsbildung noch nicht abgeschlossen ist. In der Pubertät wird das Hirn, beinahe wie nach der Geburt, neu vernetzt. Wenn Videospiele langfristige Auswirkungen haben können würden sie sich hier am ehesten niederschlagen können. Das ist der Grund weshalb man meint manche Spiele nur Erwachsenen zumuten zu können.

  10. wohl war, ich sage auch gar nicht, dass das ein phänomen ist, dass auf hohe intelligenz zurückzuführen ist, mir ging es eher um die Wirkung im Überbewusstsein, so Gedanken wie;
    eklig! Das sowas nicht verboten wird! solche Sachen.

    Klar auch, dass einige Spiele wirklich nicht in die Hände von Jugendlichen gehören, eines der besten Beispiele ist GTA IV, welches ich auch nicht spiele.

    Ich kann mir auch vorstellen, dass solche Spiele langfristige Effekte haben können.
    Das ist allerdings wahrscheinlich nur bei einschlägigem Einfluss relevant.
    Ja, vielleicht werde ich etwas aggressiver, aber das macht mich nicht zu einem kreigsliebenden und gewaltbereiten Menschen. Obwohl man eigentlich gewaltbereit sein sollte, etwa, wenn man überfallen wird, aber das nur am Rande.
    Bei ausgeglichenem Einfluss kann sich die Persöhnlichkeit aber wohl sehr natürlich entwickeln.

    Und deshalb finde ich das Schubladen-denken so schlimm, die Pubertät tritt schließlich in sehr unterschiedlichem Alter ein, bei manchen mit 13, vielleicht sogar 12, bei anderen geht es erst mit 15 los.
    Und so verhält es sich wohl auch mit der geistigen Entwicklung.

  11. bevor ich nun endgültig schlafen gehe hätte ich zu den neurologisch gemessenen follgen noch einmal eine frage in die runde:
    in wie weit werden die gemessenen unterschieden denn kategorisiert?
    ist die von pfeiffer genannte kurzfristige abstumfung innerhalb des bereiches „natürlicher ekel“ oder im bereich „ich find es nicht mehr schlimm“?

    natürlicher ekel würde ich so diffinieren, als dass man aufhöhrt gewalthaltige erlebnisse auf emotionaler basis (ekel/schrecken…) mit normaler intensität wahrzunehemen aber dennoch auf rationaler/moralischer ebene das gezeigte immer noch als verwerflich wahrnimmt.

    damit, dass man das gesehene nicht mehr schlimm findet, meine ich ganz einfach, das man anfängt gewalt mit dem moralischen eifer mit dem man auch eine kochsendung ansieht zu betrachten.

    ich finde es ist sehr wichtig hier eine differenzierung vorzunehmen, da ersters auch durch zu viel medienkonsum (stundenlange berichte über israel und gaza) oder zu viel persöhnlichen eindrücken (arzt, der täglich menschen wieder zusammen näht) entstehen kann und meiner meinung nach keinerlei auswirkungen auf gewaltbereitschaft, bzw. auswirkungen auf die zurechnungsfehigkeit und rechtsempfindung hat.

    –nicht jeder docktor wird zu mister hide. gut nacht–

  12. Genau das meinte ich mit der Berichterstattung. Die Menschen regen sich alle auf wie schlimm die Jugendlichen und diese Spiele sind die sie spielen und was machen sie? Berichten darüber wie Menschen abgeknallt wurden wie als ob sie über das Wetter sprechen. Wirklicher Wahnsinn.

  13. Ich weiß nicht, ob jemand von euch die BBC-Langzeitstudie „Die Kinder unserer Zeit“ kennt. Dabei wird in Großbritannien eine Anzahl im Jahr 2000 geborener Kinder, aller sozialer Schichten bis zum 18’en Lebensjahr begleitet. Läuft oft auf Vox, so wie auch heute morgen, wo es rein zufällig um die Auswirkungen von Computerspielen ging.
    Interessant war, dass einer der Probanden (zu dieser Zeit etwa 5-6 Jahre alt) stark unter Einschlafproblemen litt, ein regelrechter Kampf das Kind ins Bett zu bekommen.
    Nach eingehenden Untersuchungen konnte dies mit der Aufregung, die sein Lieblingsspiel „Halo“ hervorrief begründet werden. Bis hier könnte man dies als Wasser auf die Mühlen Pfeiffer’s & Co benutzen, allerdings zeigte selbiges Kind eine erstaunlich erhöhte Reaktionsgeschwindigkeit, Konzentration und Fähigkeit Situationen zu analysieren und darauf bauend Entscheidungen zu treffen. Damit nicht genug, hatte besagtes Kind keinerlei Probleme Beziehungen zu anderen Kindern aufzubauen (beliebtetes Kind der Kindergartengruppe, vor allem auch bei Mädchen).
    Ich finde diese Studie jedenfalls hochinteressant, weil ganz unvoreingenommen geklärt werden soll, welche Faktoren die Persönlichkeitsbildung eines Kindes beeinflussen.

    g’nite von mir (und hallo an alle, bin neu hier ;o)

  14. aber ein gelungener start, hallo^^
    wirklich sehr interessant, zumal es wirklich nur reiner hohn für die spielegegner ist.
    aber ich finde es dennoch gruselig, dass 5 jährige halo spielen… zu der zeit fand ich carmen sandiego schon total spannend :-/

    –ich habe trotz pcloser kindheit keinerlei rechtschreibung–

  15. Habe mal nach nem Stream recherchiert, aber leider nur folgendes (trotzdem lesenswertes) Fazit zu angesprochener Sendung gefunden: http://www.open2.net/healtheducation/family_childdevelopment/2005/screen_time.html

    @hejoba – Ich bin auch der Meinung, dass Halo nichts für 5 jährige ist.
    Im Thread zum Köllner Aufruf habe ich noch ein bisschen was geschrieben, was ich an dieser Stelle noch ein bisschern ergänzen möchte. Mir ist kein Computerspiel bekannt, in dem man als Spielinhalt bzw. Spielziel Mobbing betreibt.
    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich in einem Mobbingopfer viel Frust aufstaut und der Wunsch es den anderen heimzuzahlen. Gerade auf die stillen, schüchternen Jungen schießen sich oft gerade erst die Mädchen ein. In meiner Schulzeit ist mir genau das passiert. Ich kann mich noch gut an eine Schulstunde erinnern in der ich total niedergemacht wurde, wärend die Sozialkundelehrerin überfordert auf ihrem Stuhl hockt, nix dazu sagt oder tut, sondern nur im Geiste auf ihre Rente zu warten scheint. Einmal bin ich ausgeflippt und habe nen Mitschüler, der mich laufend piesackte und triezte angegriffen. Dabei hatte ich aus Reflex oder was weis ich auf einmal meine Bastelschere in der Hand, mit der ich ihn auch bedroht habe. Im nachhinein habe ich mich selbst über mich erschrocken, aber zumindest wurde ich danach viel weniger gemobbt und es ging mit mir auch wieder in den schulischen Leistungen aufwärts.
    Computerspiele habe ich zu dem Zeitpunkt schon gespielt, müsste 4D Stunt Driving gewesen sein, ein Rennspiel in dem man Strecken selber erstellen konnte. Das brutalste zu der Zeit war wohl Wolfenstein 3D, was mich kaum interessiert hat.
    Um den Bogen zurück zur derzeitigen „Abendunterhaltung“ zu spannen, sehe ich dort vor allem eines. Menschen, die durch ihre Popularität eine Vorbildfunktion haben putzen, weil es anscheinend Quoten bringt, die Teilnehmer teils übel herunter. Sowas mag teilweise gefaked sein, aber welche Botschaft soll damit beim Zuschauer ankommen. Supermodel und DSDS sind die neue Familienunterhaltung, und wenn der Bohlen einen disst sehen das sehr interessiert auch 8’järige. Interaktiv seinen Star mobben kann man mittlerweile im Dschungelcamp (mir tat der Küblböck damals echt leid).
    Was wenn die Schülerin, über die sich der Herr Raab vor einiger Zeit so exzessiv lustig gemacht hat, Amok gelaufen wäre?
    Diese Belustigung auf Kosten anderer, auch wenn sie dies freiwillig mit sich machen lassen, sind für mich ein echter Missstand in der Gesellschaft.

  16. @hejoba
    und obwohl Halo erst ab 16 ist (also 1 und 2. 3 ist ab 18), konnte der Junge es besorgen.
    und auch in Großbritanien glaube ich, dass dort die PEGI gilt.
    Also müssen es ihm seine Eltern oder ein über 15-Jähriger Cousin/Cousine/Bekannter besorgt haben.
    Es stimmt also: Wer ein Spiel will, der kriegt es auch, aber wer eine Waffe will kriegt sie eben nicht unbedingt!

  17. @hejoba
    P.S.:
    sind deine rechtschreibfehler auf Legastenie zurückzuführen, oder möchtest du damit deine Protesthaltung gegenüber der Rechtschreibreform zum ausdruck bringen? :-)

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