Ohne Worte

“[…] Depressionen allein produzieren noch keinen Massenmörder. Auch für Waffen und gewaltlastige Computerspiele hatte Tim K. eine Vorliebe. […] Mithin wird die Diskussion darüber neu entfacht. Zu hoffen ist, dass sie ernster und konsequenter geführt wird als in der Vergangenheit. Denn es ist erwiesen: Killerspiele am Computer fördern aggressives Verhalten bei Jugendlichen. […] Gestritten wird unter Wissenschaftlern lediglich noch über die Höhe des negativen Effekts. […] Es ist ein statistischer Zusammenhang, keiner, der auf jedes Individuum zutrifft. Und statistisch betrachtet ist es so: Bei der virtuellen Gewalt lernen Jugendliche, dass Brutalität belohnt wird, etwas Gutes ist. […]. Derart konditioniert verhalten sich die späteren Amokläufer bei ihrer Tat. […] Es ist kein Zufall, dass Killerspiele ursprünglich in Militärkreisen entwickelt wurden, um Soldaten emotionsloser, sprich: effektiver, zu machen. Was spricht für solche Spiele, abgesehen von dem “Kick”? Nichts, rein gar nichts. Jugendliche dürfen nicht wählen, keinen Joint rauchen, keinen Wodka trinken, aber sie dürfen am Computer lernen, wie man wehrlose Menschen hinrichtet? Das darf nicht sein, das darf nicht länger wahr sein!” (Malte Lehming, Tagesspiegel).

(Danke an mr.can.)

28 Gedanken zu “Ohne Worte

  1. Was für ein Verbot will er überhaupt? Die meisten Shooter sind bereits jetzt für Jugendliche verboten. Seine Vergleiche helfen da nicht weiter. Wählen ist für Erwachsene erlaubt (und nicht unbedingt negativ zu bewerten), Joints rauchen dürfen auch Volljährige nicht aber Wodka trinken schon.

  2. Es ist wirklich nicht zum aushalten. Kaum ein Tag ist vergangen, aber die “Propagandamaschine” läuft bereits wieder auf Hochtouren.

    Solch ein absoluter Schwachsinn: “Denn es ist erwiesen: Killerspiele am Computer fördern aggressives Verhalten bei Jugendlichen. […] Gestritten wird unter Wissenschaftlern lediglich noch über die Höhe des negativen Effekts.”

    Überhaupt gar nichts ist hier erwiesen. Eine einfach Googlesuche hätte aufgezeigt, wie umstritten diese Thematik in der Wissenschaft ist. Wie viele Studien ein komplett anderes Ergebnis aufzeigen.
    Aber da es sich bei diesem Erguss ja “nur” um einen Kommentar, eine persönliche Meinung handelt, kann man solche Kleinigkeiten ja schon einmal unter den Tisch fallen lassen. -_-

  3. Achja die Presse verdreht die Tatsachen wie sie meint das es ihr die hoeschten Auflagen bringt.Man muesste mal wieder ne grose Aktion ala Wir waehlen keine Kilerspielkiller starten.

  4. Denke nicht dass er konkrete Verbotsforderungen für Alkohol, Wählen usw. erhebt. Er will Assoziationen in den Köpfen der Leser erzeugen (möchte ich das meine Kinder trinken, kiffen oder wählen?), ähnlich wie Hermann der eine emotionale Verbindung zwischen “Killerspielen” und Kinderpornos herstellen wollte.

    Politiker und Populisten sind ziemlich gut bei solchen Dingen, man erinnere sich an “Hart aber Fair” als Bosbach Westerholt mit seinem “Baum im Regenwald” Beispiel abgewürgt hat (ohne jedes Argument!). Funktioniert ausgezeichnet in Situationen mit begrenzter Redezeit.

    Übrigens sollte jeder Achgut Leser protestieren:
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/malte_lehming_verbieten/
    Als alter Liberaler bin ich über so einen Artikel/Link dann doch verärgert, gerade wenn er von einer Seite kommt die aufgrund mangelnder wissenschaftlicher Nachweisbarkeit gegen die Klimawandel-Hysterie schreibt. Konsistenz bitte!

  5. Zunächst einmal wollte ich anmerken, dass es mich immer Rasend macht, dass dann auch solche Spiele, vorzugsweise Counterstrike (das meines Wissens nach bei weitem keine so große Szene mehr hat wie zu 1.4 Zeiten), an den Pranger gestellt werden. Ich spiele es nicht, dennoch finde ich es furchtbar, wie immer Spiele oder Musik oder Videos als Sündenbock missbraucht werden, um die vielen, viel schlimmeren Gründe zu vetuschen.
    Muss ein Mensch 4000 Schuss in seinem Waffenschrank haben (für 15 waffen, dass sind rund 260 Schuss pro waffe)? Kann es sein, dass ein Junge offensichtlich große Probleme hat, die nichtmals die Eltern bemerken? Ich bin nciht sicher, was das mit den Depresionen war, die genannt wurden, wenn er die wirklich hatte, wie kann es sein, dass er die Ambulaten betreuung ausfallen lässt?

    Ich finde, was an änderungen folgen könnte, die ich für sinnvoll halte sind beispielsweise vermehrtes pochen auf Krippenplätze, Ganztagsschulen etc. Die Eltern fallen doch leider heutzutage als Erzieher komplett aus, da entweder die Eltern geschieden sind und der Elternteil, bei dem das Kind lebt viel arbeiten muss oder aber das Kind behütet wird wie der Augapfel, sogar gegen Lehrer, die auf Fehlverhalten hinweisen wollen…

    Ich fühle mich so hilflos gegen diese Anschuldigungen, die nunmal die Leute, die keine Ahnung haben aufsaugen wie ein Schwamm.

  6. Diese Suche nach Schuldigen geht mir echt auf den Keks. Wir (die Computerspieler) sind ne große Zielscheibe. Im Gegenzug suchen wir unsere Schuldigen (Eltern, Waffen). Dabei könnte die Eltern genau so wenig Schuld treffen. Wen der Junge die Zähne nich auseinander kriegt können die Eltern es ja nicht riechen wie es ihrem Sohn geht. Und wenn ein jugendlicher Sportschütze hier liest, dass er nicht an Waffen kommen sollte könnte er genauso empört sein wie wir als wir von der Propaganda der öffentlich Rechtlichen hörten. Und wenn der Vater Waffen hat kann er ja nicht damit rechnen, dass sein Sohn plötzlich abdreht. Klar man sollte Sie vor nem Kind vor Verschluss halten aber mit 17 Jahren?? Wenn mein Vater Waffen hätte würde es mich vermutlich nicht interessieren. Eine Waffe kann nicht töten, ein Spiel auch nicht. Es gehört immer ein Mensch dazu.

  7. Guten Morgen,
    Mich frustriert eher der Automatismus der hier abläuft. Gerade dieser Automatismus der hier wieder in Gang kommt versperrt, vernebelt doch die Chance endlich was zu bewegen und an die Wurzeln zu gehen. Dieses Elende ungerechte Schulsystem z.B.
    Ich behaupte sogar, die die sich jetzt nur wieder auf Medien oder Waffen stürzen machen sich mitschuldig, weil wie oben gesagt, damit die öffentliche Diskussion um Wesentliches unmöglich wird…Mann ich bin genervt und frustriert…

    Grundsätzlich bin ich langsam auch der Meinung wir müssen und Organisieren. Man steht geradezu Ohnmächtig und Hilflos den allmächtigen Medien gegenüber. Der verlinkte Artikel ist nicht nur beängstigend sondern eben, wie oben beschreiben, der Weg in die Phantomdebatten die wieder kommen werden. Und die sind so schön einfach, wie eine warme, weiche Decke in der man sich hüllt und versteckt. Alles ist gut…Das Problem ist gelöst. Jetzt nur noch schlafen.
    I
    Ich vermute dieses mal wird der schrei nach Verboten und Zensur lauter den je. Verbotsaufrufe wie der „Kölner Aufruf“ werden wieder stärker in den Fokus geraten.

    Ja, ich möchte mein Hobby schützen, mir („dem gamer allgemein“) aber vorzuwerfen ich / wir würde „Jaulen wie ein getroffene Hunde“ ist perfide. Wir haben schon seit Jahren immer und immer wieder Diskussionsansätze geliefert, die wie immer im Getöse untergehen werden…

    Aber vielleicht täusche ich mich auch… vielleicht wird dieses mal so bitter das ist die Möglichkeit genutzt endlich mal den Fokus der Diskussion auf unsere ungerechte Gesellschaft zu richten. Ich hoffe…

    mfg
    amegas

  8. @ Ragy

    Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass Gesetze zunächst eingehalten werden sollten. Die erde ist keine Scheibe, und so ist auch ein Amoklauf nicht nur eine Sache schuld. Von den hirnrissigen Anschuldigungen, man könte bei spielen wie CS zielen üben für den Amoklauf, will ich hier nciht sprechen. Dennoch glaube ich, dass es von 10 Milonen speler, die ein Spiel spielen, bestimmt 2 oder 3 gibt, die krank im Hirn sind und das ganze spiel zu ernst nehmen (In Wow gab es doch den vorfall in china, wo jemand seinen Nachbarn gekillt hat, da dieser ihm was “weggewürfelt” hatte…). Ebenso gibt es unter die 10 Millionen anständigen Schützen in Deutschland einige wenige, die ihre Waffen in ihren Phantasien zur Problemlösung benutzen.
    Beides hat man bereits mit scharfen Gesetzen versehen. Ich kenne kein Spiel, in dem es Schusswaffen gibt, welches minderjährigen erlaubt ist zu spielen.
    Ebenso sind die Schusswaffengesetze sehr klar geregelt.
    Dennoch beibe ich dabei, dass man bis 18 jahren und selbst darüber hinaus eine gewissen Verantwortung (nicht nur gesetzlich) für seine Kinder hat. Ich meine damit nicht, dass sie ihn auf Schritt und Tritt verfolgen müssen, dennoch sollten sie sich stehts um ihr kind sorgen und für ihn ein offenes Ohr haben, und nicht noch ne Konsole kaufen, damit sie ihre Ruhe haben.

    Wie viele Eltern unternehmen etwas mit ihren Kindern, regelmäig? Wieviele Eltern siehst du beispielsweise mit ihren kleineren Kindern in Schwimmbädern? Wieviele Eltern siehst du mit ihren Kindern spazieren? Wieviele Kinder siehst du beim Mutter und Kind turnen? Das sind doch alles dinge, die man machen könnte.
    Viele Eltern werden doch mit ihren eigenen Kindern nicht fertig, und damit wiederum kommen im Prinzip die Kinder nciht klar.

    Ich glaube, dass so Amokläufe ein Ausdruck einer Gesamtheit an Dingen in unserer Gesellschaft, die falsch lafen. Es gibt niemals nur einen Schuldigen.

  9. Dass die schlimmsten Amokläufe (Opfermässig) vor dem Killerspiel-Zeitalter stattgefunden haben, interessiert scheinbar niemanden. Stattdessen wird einfach die alte Diskussion aufgewärmt, die ewiggleichen z.b. faktisch falschen Argumente gebracht und diese schlimme Tat schamlos für die politische Agenda von Politikern missbraucht.
    Und wenn dann eine Bild-Zeitung kommt und was von bösen Killerspielen erzählt, aber gleichzeitig ein Video von den letzten Minuten des Amokläufers anpreist, dann ist dass schlicht und einfach pervers.

    Was mich persönlich aber wieder einmal mehr aufregt (abgesehen von diesen selbsternannten):
    Wo bleiben die Spielehersteller?
    Wo bleibt die Lobby der Computerspiele?
    Ist es EA und Co. schlichtweg egal?
    Autoindustrie, Alkoholindustrie, Pharmaindustrie, alle haben eine Lobby bzw. wehren sich jeweils gegen politische Vorstösse. Nur die Spieleindustrie scheint das überhaupt nicht zu kümmern.

  10. Verbote müssen sein. Aber für Waffen. Wozu braucht eine Privatperson 15 Waffen?
    Im Sportschützen-Verein braucht man eine Waffe zum Schießen. Jedoch kann man die Waffen auch zentral im Vereinshaus lagern. Wozu muss ich die Waffe mit nach Hause nehmen?
    Schießen auserhalb des Vereins ist mit den Waffen sowieso verboten.
    Zumal für mich eine Baretta keine Sportwaffe ist.
    Die Sportwaffen sind teuer. Darum möchte man vieleicht selbst drauf acht geben, das ist nachvolziehbar. Aber wozu muss ich dann noch Munition im Haus haben?
    Was auch verbessert werden muss sind ganz klar die Schulen.
    Drittklässler haben heutzutage so große Lernpläne die ich damals als 9 Klässler hatte.
    Wenn der Schulranzen schwerer ist als das Kind selbst, wegen dem ganzen Büchern und sonstiges Material, da läuft doch Etwas schief. Oder wenn Es so viele Hausaufgaben auf bekommt, dass es nach 5 Stunden erst fertig ist.
    Es gibt Teilweise in Kindergärten schon Zensuren. Der Leistungsdruck und Konkurenzkampf wird in Schulen immer größer, die Lehrpläne immer enger und die Klassen immer größer.
    Ganztagsschulen halte ich für falsch. Dann kommt das Kind erst recht nicht mehr zum Abschalten.

  11. Wir (Gamer) müssen uns endlich organisieren und gegen diese Verteufelung unseres Hobbys vorgehen.
    Klar gibt es schon einige Ansätze wie diese und andere Seiten im Internet, nur leider erreicht man damit überwiegend nur die Gamer.
    Es fehlen nach wie vor Aktionen die eine breite Bevölkerungsschicht erreichen und aufklären können.

    Das junge Menschen viel zu wenig Mitspracherecht haben ist leider eines der Hauptprobleme und ich sehe da kaum eine Möglichkeit etwas daran zu ändern.

    Auf die Unterstützung der Medien kann man sowieso nicht bauen, da eher das Gegenteil der Fall ist.
    Zum einen weil z.B. das Fernsehn die Spiele immernoch als Kongurenzprodukt betrachtet, zum anderen weil dort die selben senilen Männer die Fäden ziehn.

    Zudem würde es vermutlich sehr schwer fallen, Geldgeber für eine Aufklärungskampange zu finden. Maximal ein paar Sponsoren aus der Spieleindustrie.

    ABER langsam sollte endlich mal etwas geschehen.

  12. Genau die Sponsoren sind das Problem.
    Das ist in den Augen der Spielegegner wie wenn man ne Kampagne für tollen Wein macht, und der Geldgeber ist die böse Akloholindustrie die uns alle mit dem Alkohol zu abhängigen gewalttätigen, lallenden Idioten machen will.

    Ich sehe kaum noch Hoffnung, denn immer wenn das Thema wieder auch für andere außer uns aktuell wird heisst es “Da muss was dran sein, so wie die sich wehren, die gewalttätigen Suchtis…”

    Da rutscht einem dann ein “Sie sind voll das Opfer, Herr Bosbach” raus, und damit bestätigt man in deren Augen was sie denken.

  13. beim Spielen tötet niemand,
    und es stirbt niemand, außerdem kenne ich kein populäres Spiel, außer Call of Duty, in dem man WEHRLOSE Menschen tötet, was ja rein physikalisch auch garnicht möglich ist.

    Und wie oft soll man es noch sagen???

    der erste, überhaupt von einer Armee gemachte Shooter ist “THE ARMY” von der Amerikanischen Armee, mit welchem eigentlich nur Leute angeheuert werden sollten.
    Das Spiel kann kostenlos heruntergeladen werden, und soll den amerikanischen Jugendlichen wohl die guten Seiten des Krieges zeigen, die es meiner Meinung nach sowieso nicht gibt.

    Außerdem werden die Spiele, die von der amerikanischen Armee gesponsert und verwendet werden, nicht zur Desensibilisierung benutzt, sondern zum Erlernen von Taktik und der Verbesserung des Reaktionsvermögens.

    Der erste Ego-Shooter der Welt war “Maze War”, der von Wissenschaftlern zu ihrer eigenen Entspannung entwickelt wurde.

    Das erste Killerspiel war wohl CounterStrike, obwohl es nachwievor kein solches Genre gibt.

    Für “solche Spiele” spricht grundsätlich nichts, genau so wenig wie für Fußball, Brettspiele oder Kinofilme.
    Aber eindeutig mehr, als für Drogen im Allgemeinen, aber im Besonderen Zigaretten und Alkohol.

    Das einzig wichtige angesprochene Problem sind die Waffen.

  14. @kraid
    was hältst du von einer Demonstration?
    alle Spieler sollen mal die Hauptverkehrsadern ihrer Stadt verstopfen, irgendwie sowas.
    Klar, das klingt jetzt sehr übertrieben, aber ich glaube allmählich, dass sowieso schon fast alle Hoffnung verloren ist.
    Es kommt noch soweit, da werden wir alle nur durch das Ausführen unseres Hobbys Verbrecher.

  15. @amegas

    Das mit dem Organisieren ist so eine Sache. Man braucht auf jeden Fall Leute die eine gewisse Erfahrung mit Medien und dergleichen sowie Diskussionen im Allgemeinen haben (man denke nur an die stammelnden 15-Jährigen aus einschlägigen Sendungen). In der Hinsicht verstehe ich gar nicht wieso wir keine Schützenhilfe von Spielezeitschriften bzw. deren Redakteuren erhalten: die hätten doch in jeder Hinsicht das Know-how die vulgäre CSU/CDU/Bild usw. Kritik in Grund un Boden zu schreiben.
    Klar: Die “Spielekiller” Kampagne war ein guter Anfang, aber was gab es seit dem sonst noch?

  16. Mystical13 :

    WEHRLOSE Menschen :

    In Fallout (1) (2) ?? (uncut) konnte man Kinder töten – aber dawurde man mit Minus-Punkten (etc . etc.) “belohnt” beschraft.

    Ich glaube er meint aber wohl die Terroristen in Counterstrike, oder die Deutschen in Call of Duty, im “Noob”-Schwierigkeitsgrad sind sie ja alle schon wehrlos ^^

  17. @mr.can
    Ich werde ja nicht müde darauf hinzuweisen, dass es in Amerika eine meinem Vernehmen nach richtig große Konsumentenorganisation gibt (Entertainment Consumer Association), wobei diese dort lange nicht so nötig wäre wie in Deutschland. Sicher sind etwa die beiden Rechtssysteme kaum miteinander vergleichbar, aber was die deutschen Verhältnisse betrifft, so meint schon die Industrie hier aus meiner Sicht schon sich eher arrangieren zu sollen – und damit verbunden auch die Gaming-Presse. Schließlich geht es hier auch um Arbeitsplätze und es wurde schon oft klar und deutlich festgestellt, dass andere Interessen über die Rede-, Kunst- oder Pressefreiheit zu stellen sind – also von daher bin ich auch skeptisch, dass es einmal wirklich organisierten Widerstand geben wird.
    Wenn aber weiterhin und jetzt noch verstärkt Verschärfungen der Gesetze und irgendwie doch weitergehende Verbote kommen werden, dann wird es sicher irgendwann (auch) an dem Verfassungsgericht in Karlsruhe liegen was da tatsächlich alles noch möglich ist an Maßnahmen gegen Gewaltdarstellungen in den Medien.

    Erstmal tät ich sagen handelt es sich aktuell um nicht viel mehr als populistische Polemiken – teilweise wird vielleicht doch auch zurückhaltender und vorsichtiger berichtet. Was wirklich erschreckend ist aus meiner Sicht, ist eine mangelhafte Kenntnis der Faktenlage – dass es in Deutschland schon jetzt die schärfsten Gesetze gegen Gewaltdarstellungen in den Medien aller westlich orientierten Industrienationen mit Ausnahme vielleicht von Singapur gibt.

    Und wenn das unfassbare Verbrechen welches vorgestern Morgen passiert ist so auf Computerspiele zumindest mitbezogen wird, sollte doch auch die Frage erlaubt sein, weshalb das ausgerechnet in Deutschland geschieht – diese Bezugnahme – wo sämtliche Nachbarländer, von Frankreich über Polen bis Tschechien, wesentlich liberaler im Umgang damit sind und ein solches Leid sowie Schrecken gar nicht zu beklagen haben, das sie darauf überhaupt beziehen könnten.

  18. In keinem einziegen Computerspiel werden Menschen getötet.
    Es sind nur Zahlenfolgen die durch Polygone und Pixel dargestellt werden.
    Sie haben nie gelebt und können daher nicht sterben.

    Jeder der diese Daten mit realalen Menschen vergleicht. Leidet unter Realitätsverlust. Und Beleidigt rund 7mrd. echte Lebewesen auf diesem Planeten.

  19. @Alea.
    ich meinte, dass es Spielinhalt ist, wehrlose Menschen (obwohl es in solchen Spielen wie gesagt physikalisch gesehen keine Menschen gibt) töten zu müssen, oder zmindest dazu aufgefordert zu wehren.
    Außerdem wollte ich zu “kein populäres Spiel” “in Deutschland” dazuschreiben.
    und da die Uncut Versionen in Deutschland höchstens unter dem Ladentisch oder bei Steam gehandelt werden, kann ich sie nicht als populär in Deutschland bezeichnen.

    ich werde mich nächstes mal gewählter ausdrücken.

    Wehrlos sind Noobstufen-KIs nicht, sie treffen nur nicht… :-)

  20. ich würde dem typen ja dirkt schreiben… aber man will sich ja nicht auf niederes niveau hinablassen und es ist auch garnicht nötig, die beiträge sind schon ziemlich eindeutig… auch wenn ich zugegeben zu diesem gesammten dummfug, der als eselsschwanz nach jedem amoklauf kommt, noch keinerlei inhaltlichen kommentar gegeben habe.
    meine güte, so ein unfug.
    genausogut könnte ich die these aufstellen, dass hunde schon nach 17 jahren und menschen erst nach 75 jahren sterben weil sie alkohol trinken. lehming schreibt nich wie ein jonalist sondern wie jemand der ein stammtischgespräch aufzeichnet. lauter halbwarheit, schlicht erfundene aussagen und persöhnliche interpretationen ohne jegliche wissenschaftliche grundlage.

    was ich noch viel schlimmer finde als die fantasy-novellen einiger “reporter” an die man sich mittlerweile schon gewöhnt hat und die allenfalls lästig sind, sind die aussagen einiger leser dieser machwerke.

    zitat:
    “Malte Lehming hat Recht – und die getroffenen Hunde jaulen!
    In der Regel übergehe ich Lehmings Kommentare, um mich nicht zu ärgern. Aber in diesem Fall: Chapeau und äußerst starker Beifall!
    Wie Recht Malte Lehming mit seinem Kommentar hat, merkt man an den Kommentaren. Ich greife mal einen Satz heraus (hontentonten):
    “Nahezu jeder männliche Jugendliche oder junge Erwachsene spielt gelegentlich oder häufig Egoshooter.”

    Ganz offensichtlich verändern derartige Spiele massiv die Wahrnehmung, daß man zu solchen Fehl-Einschätzungen kommt.
    Also: Mein Sohn hat es nie gespielt und wird es nie spielen und hat viele Freunde, die das ebenso halten.
    Und das ist das Verheerende: Die kranken (Spieler) halten sich für normal!
    Killerspiele sind genauso krank wie Gewaltvideos, sie gehören genauso verboten, wie Fernseher nicht in Kinderzimmer gehören.
    Das Ganze ist ein typisches Resultat der Medienverwahrlosung.”

    –es kommt eben nicht nur auf die rechtschreibung an.–

  21. Das mit den Gewaltvideos finde ich auch dumm.
    SO ziemlich jeder TV-Sender zeigt irgend welche “lustigen” Clips.
    Und die ganze Welt lacht wenn ein Kind aus vollem lauf den Vater zwischen die Beine tritt. Wenn ein Skateboardfahrer über die Rampe hinaus springt und auf den Asphalt aufschlägt. Oder die Oma beim Tanzen ein Kind mit dem FUß gegen den Kopf schlägt.
    Klar Videos in denen Jemand verdroschen wird, vorsätlich sind nicht schön.
    Aber warum darf man die anderen Clips zeigen. Nur weil sie mit irgend welchen “bing” “boing” und “peng” Sounds versehen wurden?
    Und dann auch noch am Nachmittag.

  22. “aber sie dürfen am Computer lernen, wie man wehrlose Menschen hinrichtet? Das darf nicht sein, das darf nicht länger wahr sein!” ”
    He sowas hat der Mann wohl auf seinem PC. Welches legale Spiele erlaubt den hinrichtungen von unbewaffneten?

  23. // Massenmord? Für Makabere kann man auch die Klasse NPC durch Figur ersetzen…
    // *
    List opfer = new List();
    for(int i = 0; i < 10000 ; i++){
    opfer.Add(new NPC(NpcTyp.UnschuldigerZivilist));
    }
    // +
    foreach(NPC ziel in opfer){
    ziel.Kill();
    }
    // Wenn Computerprogramme töten sieht es so aus… (C# Quellcode)
    /*
    Man könnte jetzt auch sagen, bis auf ein oder zwei Spiele wurde nie ein Spiel vom Militär gefördert. In Computerspielen kann man genau so viel lernen wie bei allen anderen Spielen auch. Man kann mit jeden Brettspiel / RPG (AD&D /DSA) genau so viel zeit verprassen.

    “Und statistisch betrachtet” hatte jeder Amokläufer eine Waffe für seine Taten benutzt…

    Der Täter hat viel Tischtennis gespielt… verbietet doch erst mal Tichtennis!

    “Weder Depressionen, noch Liebeskummer, Geltungsdrang, unterdrückte Aggressionen oder Mobbing allein erklären einen Massenmord. Doch Killerspiele verhalten sich zu späterer Aggression wie das Rauchen zum Lungenkrebs”
    Depressionen: haben schon viel mehr Leute getötet…
    Liebeskummer: Schon mal von Romeo und Julia gehört?
    Mobbing: Unterdrückt ausgegrenzt und angegriffen werden lässt keinen durchdrehen?
    Killerspiele: Der einzige Grund oder was?

    “Das darf nicht sein, das darf nicht länger wahr sein!”
    Es ist ja auch nicht wahr!

    Happy Coding.
    */

  24. naja, wenn ich mal erlich sein darf…
    möglich ist dies u.a. bei der gesammten gta reihe.
    hier ist dies allerings eher ein nebeneffekt weil es doch eine ganze menge statisten gibt. nebenbei geht es sogar bei oblivion. da wehren sich diese jedoch.

    das schlimme ist meines erachtens jedoch, dass oft behauptet wird es sei hauptinhalt der spiele wehrlose menschen zu quälen. dies ist definitv nicht der fall (außer vllt. “punisher” und “manhunt”. beide in deutschland indiziert) man wirft schließlich auch nicht “need for speed” vor es würde “amokfahren” fördern weil man da autos rammen kann die nicht zum rennen gehöhren.

  25. The_Real_Black Your comment is awaiting moderation.

    ja ich habe < diese Klammern verwendet… sorry @ Admin…
    Happy Coding.

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