18 Gedanken zu “Flickr-Aktion

  1. @alle

    Mein erster Gedanke war das Motto der Waffenlobby: “Guns don’t kill people, people do.”. Insoweit finde ich den Slogan “Games do not kill. Guns do.” nicht ganz überzeugend. Mit der langen Version: “There are no guns. Not in my life.” Komme ich besser zurecht. Imho kommt dabei zum Ausdruck, dass es auf die Überzeugung der Person (“my life”) ankommt sein Leben ohne Gewalt (“no guns” als Metapher dafür) zu gestalten. Dass auch friedliche Leute Waffen, aus welchen Gründen auch immer, Waffen haben können ist da etwas unglücklich.

    Wobei ich, auch wenn es sich jetzt etwas danach anhört, schon glaube, dass die Verfügbarkeit von Waffen die Welt potentiell gefährlicher macht. Natürlich liest man immer wieder, dass nicht die legalen sondern die illegalen Waffenbesitzer das Problem sind. Aber leider ist – wenn ich dafür jetzt die Quelle noch parat hätte – der Anteil von Personen mit Zugang zu Waffen (Soldaten/Polizisten) bei manchen Gewalttaten (Ich glaube es waren sogar Amokläufe) höher als bei der restlichen Bevölkerung. Es macht eben einen Unterschied, ob eine Person in einer Extremsituation Zugang zu einer Waffe hat oder nicht, und dann gibt es auch noch Unglücksfälle mit spielenden Kindern etc.

    Als Beispiel dafür, dass ein erschwerter Zugang zu Waffen wirklich helfen kann, würde ich den Amoklauf in Emsdetten anführen.
    Er kam nur an diese legal verfügbaren Waffen ran:
    http://www.bild.de/BTO/news/aktuell/2006/11/21/amoklauf-killerspiele/amoklauf-selbstmord.html
    Ich denke, dass es bei deren Nachladezeit und Handhabung nicht sehr verwunderlich ist, dass nur der Täter selbst starb. Mit einer mehrschüssigen Pistole hätte es ein weitaus schlimmeres End enehmen können. Das Argument, “Wer eine Waffe haben will kriegt sie auch (illegal).” hat sich hier also wohl nicht bewahrheitet.

  2. Mit dem Spruch “Games do not kill. Guns do.” bin ich zwar nicht ganz einverstanden (denn Menschen töten, nicht Waffen), allerdings weisen die Fotos auf die wichtige und leider oft von Computerspielegegnern ignorierte Tatsache hin, dass Gewalt in Computerspielen lediglich virtuell ( = NICHT existent) ist.
    Stattdessen wird oft krampfhaft versucht, die virtuelle Gewalt _irgendwie_ in reale umzuwandeln,
    was mich manchmal ins Grübeln bringt, wer hier wirklich an Realitätsverlust leidet…

  3. @admin
    Mit Slogans ist es ohnehin so eine Sache, weil so ziemlich alles schon mal in irgendeiner Form dagewesen ist. Man denke nur an die “Du bist Deutschland” Aktion vor einigen Jahren. Die Nazis hatten den gleichen Slogen und trotzdem wurde er verwendet. Das muss nicht zwangsläufig was schlimmes sein, allerdings darf die Frage angebracht sein, ob es nicht auch kreativer / anders geht. Dieser hier ist zumindest griffig und eindeutig in der Aussage.

    Meine Idee: “Guns make it easy to kill. Games don’t.”

    Die Aktion als solche findet auch meine Zustimmung. Leider wird sie wohl von den dt. Medien komplett ignoriert werden, selbst wenn man allen den Link um die Ohren haut.

  4. @equal
    auf dieser Seite steht bereits geschrieben, dass Spieler die virtuelle von der realen grundsätzlich besser unterscheiden können als Nicht-Spieler.
    insofern leidet eigentlich niemand unter Realitätsverlust, es ist nur so, dass Politiker, Kritiker und “Experten”, die niemals ein solches Spiel spielen, die Spiele sehr realitätsnah finden, und wir (also die Spieler) das einfach nicht verstehen können, weil wir genau wissen, dass die Formel Maus = Pistolengriff nicht gilt.

    Also leiden gerade deshalb die Nicht-Spieler unter dem, was sie eigentlich von uns denken: der Nicht-Fähigkeit, Realität von Virtualität zu unterscheiden.

  5. @Crusader
    Gerade dass Spiele es leichter machen würden zu töten, durch “Einübung” etc., wird ja leider oft behauptet.

    Obwohl ich auch finde, dass es sich die Aussage “Games don’t kill people, Guns do” ebenfalls zu einfach macht.
    Denke es wäre wichtig das Leben von SpielerInnen, und welche Bedeutung reale Gewalt – oder halt Waffen – darin haben, in den Mittelpunkt zu stellen, also gefällt mir das “There are no guns. Not in My life” wirklich gut.
    Schließlich kann reale Gewalt vielfältigste Formen haben – welche auch zu berücksichtigen
    wäre. Ein Opfer von Mobbying oder Bullying ist schließlich auch ein Opfer von Gewalt: es wäre ja schonmal viel getan meine ich mit einer Kampagne die Bedeutung des Wortes “Opfer” mehr Ursprünglichkeit wieder zu verleihen, wenn das tatsächlich auch außerhalb von meiner Meinung nach schlechtem Rap im Hip-Hop in für mich erschreckenderweise die Stellung eines Schimpfworts inne hat.

  6. Was haltet ihr hiervon:

    “I kill politicians in videogames.
    But I have never killed a politician in real life.
    Not because there are no politicians.
    There is no violence. Not in my real life.”

  7. Top Aktion. Dass die meisten Gamer gegen reale Gewalt sind verstehen die Spielegegner scheinbar garnicht.

    @Mystical13: Echt? aus dem wird man wohl nie was ausschrauben können sondern man muss es “aus dem Zusammenhang reißen” ^^.

  8. Ich find den slogan auch nicht wirklich gut. Ich selber halte überhaupt nichts von Waffen und kann auch keinen Gefallen an Schützenvereinen finden. Aber es gibt diesen Sport und er sollte auch nicht verboten werden.
    Auch wenn man so einem Sport macht ist man nicht gefährdeter als ein “Killerspieler”

    ganz davon abgesehn… welche Nazis hatten bitte den Slogarn “Du bist Deutschland”?? Wenn dann eher du bist deutsches Reich…
    also das is eher Quatsch

  9. @goTAN
    Kann das nur bestätigen was Crusader gesagt hat. Allgemeiner bezog sich die Kritik an “Du bist Deutschland” an die zumindest vorhandene Möglichkeit eines Bezugs auf “Volksgemeinschaft”. Konkret wurde es während einer Veranstaltung 1935 Angewendet, allerdings auch ausschließlich auf die Person Adolf Hitlers bezogen.

  10. @Admin
    nein, brühend heißer Luft.
    weißt du, solche Gehäuse sind für Prozessoren und Grafikkarten, die es erst in eineinhalb Jahren geben wird (wer sioch auskennt, der weiß, was sich in der Computertechnik so alles in eineinhalb Jahren entwickeln kann)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.