"Super Nanny" und Polizei gegen Killerspiele

(KSS) Bei gamers.de hat sich Katharina Saalfrank zu gewalthaltigen Videospielen geäußert. Hoffentlich nur Kinder/Jugendliche betreffend.

Die müssen nicht sein! Sie machen Gewalt zu etwas Alltäglichem!”

Bei der hessischen Polizeigewerkschaft bestehen hingegen keine Zweifel. Der Vorsitzende Heini Schmitt:

Es ist bekannt, dass in allen Fällen, in denen es zu Amokläufen kam, die Täter einen ausgeprägten Hang zu sogenannten Killerspielen hatten. […] Die Welt wird nicht ärmer, wenn es keine Killerspiele mehr gibt.”

16 Gedanken zu “"Super Nanny" und Polizei gegen Killerspiele

  1. Ich glaube nicht mehr, dass dieser wahre Sturm der Entrüstung über (vermeintliche) Inhalte von Computerspielen mittelfristig politisch folgenlos bleiben wird – auch wenn die Verfassung durch weitere Einschränkungen schon arg in Mitleidenschaft gezogen werden würde

  2. Wenn sich doch nur manche Leute einfach ein Schild “Ich weiss nix! Ich kapier nix!” umhängen würden statt unqualifizierte Meinungen zu äussern…

  3. Die Welt wird nicht ärmer, wenn es kein Bier mehr gibt.
    Die Welt wird nicht ärmer, wenn es keine Zigaretten mehr gibt.
    Die Welt wird nicht ärmer, wenn es kein Oktoberfest mehr gibt.
    Die Welt wird nicht ärmer, wenn es keine Schützenvereine mehr gibt.
    Die Welt wird nicht ärmer, wenn es kein(e)[****] mehr gibt.

    Für **** kann man alles einsetzen, was man persönlich nicht zum leben braucht. Für mich als Nicht-Raucher,Trinker usw usw… fällt da doch so ziemlich alles weg, was manch ein anderer für wichtig hält…

  4. Jeder selbsternannte Experte in Sachen Mediengewalt muss mal wieder seine Meinung zum Thema “die pösen Killerspiele” abgeben. Auch wenn ma mal nur kurz irgendwo erwähnt wrd, dafür hat es sich für diese Leute dann mal wieder gelohnt.

    Manchmal frag ich mich ob die ihr Gehirn nur Phasenweise benutzen!

  5. Wird die Welt ärmer wenn man Killerspiele verbietet??? Diese Frage beschäftigte mich heute morgen auf meinen gut 10 Minuten zum Schulbus (bin 16 Jahre alt). War nicht Pong das Spiel, welches einer ganzen Generation die Angst vor moderner Technik nahm? Was hätte sonst die Rolle übernommen? Die ARD Tagesnachrichten? Wer weiss wie es ohne dieses Spiel aussähe, wenn wir alle auf altbewertes bestanden hätten.
    Plasmafernseher, Mp3Player, Handys, Computer, Digitalkameras usw. könnten alle noch in den Kinderschuhen stecken oder garnicht erfunden worden seien. Wer weiss was ein Killzone, ein Call of Duty oder ein Dead Space noch für eine Rolle spielen könnte?

    Davon abgesehen könnte man auch sehr gut ohne Frontal 21 leben (schliesslich kann man sich mittlerweile von 20 andern Sendungen bescheissen lassen). Luft, Nahrung, Schlaf. Mehr braucht man nicht zum leben. Wir könnten auch alle in eine Höhle ziehen und grunzend mit Matsch um uns werfen.

    Aber ich drifte ab. Der Punkt ist doch, dass man wirklich hervorragend ohne Computerspiele auskommen könnte aber wieso sollte man soetwas tun? Um Menschen unglücklich zu machen und sie um ihr Hobby zu berauben?

    Was die Super Nanny sagt ist ja prinzipiell auch nicht ganz falsch. In einem Spiel bekommt man das Gefühl der Anerkennung. Allerdings auch bei anderen Dingen. Ich hab gestern 2 Tore beim Fussball mit Freunden geschossen und am Montag einen Korb beim Schulsport geworfen da war ich auch glücklich. Diese Argumentationsweise ist doch dürftig.

    Auch wenn ein Christian Pfeiffer sagt, dass man durch den Konsum von Computerspielen schlechtere Noten bekommt ist dies ja auch irgendwie logisch. Würde ich stattdessen die ganze Zeit Fussball spielen wären meine Schulnoten ja auch nicht besser. Prinzipiell birgt ja JEDER Moment in dem ich nicht für eine Arbeit lerne, oder indem ich mene Hausaufgaben nicht erledige, die Gefahr, dass ich schlechtere Noten schreibe.

    Viel Text war das jetzt. Ich bin spielen ;)

  6. @ Ragy
    Theoretisch hast du Recht. Aber der Mensch lebt nun mal nicht vom Brot allein…
    Ich glaub das wolltest du auch damit sagen ;)

  7. @Ragy

    Pfeiffer sagt schon. Durch gewalthaltige Videospiele vor dem Lernen bist du zu verstört zum Lernen und durch Spielen danach wird das gelernte verdrängt. Bei Fußballspielen soll da snicht passieren.

  8. Die liebe Supernanny darf irgendwelche verzogenen Kinder und ihre assi Familien
    im Fernsehen einem Millionen Gaffer Publikum vorführen.Sie schlachtet das leid
    von Familien medial aus und bekommt dafür noch einen Preis. Ihre pseudo
    Erziehungsmethoden nützen auf dauer sicherlich nicht bei den Kindern bzw Eltern wenn die Supernanny mit ihrem Kamerteam wieder abzieht und die Familien verlässt sind die Kinder auch wieder wie vorher.Die muß auch nicht sein!

  9. Oh, die bösen Computerspiele machen Gewalt zu etwas alltäglichem.Zum Glück sind alle anderen Medien gänzlich gewaltfrei.
    Ich frage mich, wann Frau Saalfrank das letzte Mal RTL geschaut hat.

  10. Frau Saalfrank bringt reale Gewalt ins Fernsehen und beschwert sich über
    virtuelle Gewalt.Wer es nicht glaubt soltte sämtliche Folgen von ihr anschauen
    und mal selber sehen wie in jeder Folge der Fokus auf die Ausrastenden Kinder und
    die prügelnden Eltern gelegt wird.Pure Sensationsgeilheit!

  11. @Admin: Pfeiffer labert da ein ganz netten Unsinn, da er viele Punkte gar nicht erwähnt.

    Spielen am PC erfordert Konzentration. Spiele für Erwachsene sind meist schwerer und atmosphärisch intensiver, d.h. man muss sich mehr konzentrieren, da man schon von Spielelementen abgelenkt werden soll um sich dann zB zu erschrecken, wenn ein Gegner kommt.

    Es ist völlig logisch, das man nach einer längeren intensiven Konzentrationsphase eine Pause braucht, bevor man weitermachen kann mit einer weiteren Konzentrationsphase, in der man dann Mathematik-Aufgaben löst.

    Auch ist völlig normal, das wenn ich ein Gedicht auswendig lernen soll, dieses auch mache und danach Stundenlang andere Informationen in mich aufsauge, so das Gedicht “verdrängt” wird und ich beim Aufsagen des Gedichtes am nächsten Tag evt einige Dinge vermische, es also nicht richtig schaffe.

    Das alles sind Mechanismen, die sollten jedem Menschen klar sein, da sie jeder Mensch jeden Tag selbst spüren kann.

    Völlig Banane ob man nun ein Videospiel spielt oder was anderes. Es hängt nur davon ab, wie sehr man auf die derzeitige Aktion fixiert und somit konzentriert ist. Und der Fixierungsgrad, der wird vom Pfeiffer gnadenlos ignoriert und schon behauptet er Gewalt hätte eine Rolle gespielt, statt der Tatsache, das die Versuchspersonen ohne Ehrgeiz, ohne Punkte zu zählen einfach Tischtennis gespielt haben, auf lausigem Niveau ohne sich anzustrengen.

  12. @maSu: So in etwa hätte ich es auch geschrieben.

    Das ist das Selbe wie mit der Aussage dass es irgendjemandem “nicht gefällt”. Anderen gefällt es halt und sie haben Spaß dran. Also warum sollte man etwas verbieten wenn es nachgewiesener Maßen niemandem schadet?

  13. die welt wird zwar nicht ärmer, Deutschland hingegen schon, schließlich steht auch auf Videospiele eine Mehrwertsteuer von 19%. Wenn man nun bedenkt, dass, statistisch gesehen, zwei Drittel der Deutschen Videospiele spielen (nein, nicht unbedingt Ego-Shooter), kann das schon zu Steuerverlusten führen.

    Wie der admin dieser Seite bereits in seinen Videos erwähnte, haben die ersten beiden Amokläufer im Vergleich zu anderen Jugendlichen erstaunlich wenig gespielt. (Ob das bei Winnenden auch so war, wird sich zeigen.)
    Daraus müsste, in der krampfhaften Logik von Nicht-Spielern, resultieren, dass man die Steuer auf Spiele senken müsste, um Amokläufe zu verhindern^^

    Und wie immer bringe ich im Bezug auf die Aussage der Supernanny (allein die Sendung ist schon so niveaulos, dass ich der Aussage keine Beachtung schenken sollte): Es gibt keine Gewalt in Computerspielen! Und wenn sie noch so echt aussehen mögen, es gibt keine Tode oder Toten in Spielen!

  14. Zitat: Die Welt wird nicht ärmer, wenn es kein(e)[****] mehr gibt.
    Die Welt wird nicht ärmer, wenn es keine Kunst mehr gibt. (Unnütz/Verschwentete Arbeit)
    Die Welt wird nicht ärmer, wenn es keine TV Serien mehr gibt. (keinen Lerneffekt)
    Die Welt wird nicht ärmer, wenn es keine Nachrichten mehr gibt.
    (warum wollen wir Mord, Tote und Krieg überhaupt sehen?)
    Die Welt wird nicht ärmer, wenn es keine “Bild” mehr gibt. (ohne Worte)

    Die Welt wird nicht ärmer, wenn es keine Abstrakte Kunst mehr gibt?
    (sieht ja schon von weiten komisch aus…)
    Die Welt wird nicht ärmer, wenn es keine Freiheit mehr gibt?
    (Die Pyramiden wurden von Sklaven erbaut… ohne Freiheit hat man mehr geschaft)
    Die Welt wird nicht ärmer, wenn es keine Demokratie mehr gibt?!!
    (Die Welt kam Jahrhunderte ohne sie aus, wieso brauchen wir denn jetzt eine?)

    Erinnert mich irgendwie an einen sehr bösen Witz…
    Schön, dass man solche Listen gut und gerne Fortsetzen kann, denn wenn einer sowas sagt kann man es gerne auch auf andere Bereiche erweitern. Die Menschheit hat soviel Geschaffen obwohl sie Jahrhunderte, gar Jahrtausende, ohne diese Sachen ausgekommen ist. Kunst ist ja nur eine Sache die sich Menschen ausgedacht haben um Freizeit zu füllen. Brauchen würden wir Kunst nicht, aber genau dieses unnützte Zeug unterscheidet und aber von Tieren! Wenn wir anfangen würden alles von Hinten nach Vorne wieder abzuschaffen könnten wir bald wieder von Baum zu Baum hüpfen…
    .
    Immer wenn jamenden keine Lösung einfällt muss man erstmal alles verbieten?… Von der Polizei hätte ich ercht mehr erwartet.
    (un)Happy Coding…

  15. Nur ne kleine Ergänzung meinerseits:

    Als ich vom “Vorsitzenden der hessischen Polizeigewerkschaft Heini Schmitt” gelesen habe musst ich mir erstmal am Kopf kratzen.

    Rein zufällig ist mir die Tochter des Vorsitzenden der hessischen Polizeigewerkschaft bekannt, und die heißt nicht “Schmitt” mit Nachnamen.

    Nach kurzer Recherche fand ich dann heraus, dass es wohl mehrere Polizeigewerkschaften gibt. Der Herr Schmitt ist Vorsitzender der DPolG(Deutsche Polizeigewerkschaft Hessen), der Herr Bruchmüller ist Vorsitzender der GDP (Gewerkschaft der Polizei Hessen).

    Der entscheidende Unterschied ist, dass die GDP weitaus größer ist als die DPolG, oder sagen wir sie hat mehr Einfluss, da diese bei den Personalratswahlen weitaus mehr Räte schickt als die DPolG. Es handelt sich quasi um eine Minderheitenmeinung. Also relativiert sich Herr Schmitts Spruch auch schon wieder.

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