Aktuelle Stunde

(Bundestag) Gestern wurde im Bundetag über Konsequenzen aus Winnenden diksutiert. Hier einige Zitate:

Die Gesetze sind da. Entscheidend ist, dass sie eingehalten werden. Der Vollzug vor Ort muss kontrolliert werden, damit die Gesetze wirken.“ (Von der Leyen)

Wir als Grüne haben schon mehrfach vorgeschlagen, bei der Altersfreigabe endlich das Suchtpotenzial von Computerspielen zu berücksichtigen.“ (Kai Gehring)

Das alles ist zutiefst makaber und hat mit Journalismus nichts zu tun„. (Monika Griefahn)

Wir wissen, dass nur eine kleine Minderheit von jungen Menschen dafür anfällig ist, Scheinwelt und Wirklichkeit bei dauerndem Konsum von Gewaltspielen nicht mehr unterscheiden zu können. Aber jeder Einzelne ist zu viel. Es macht eben besorgt, wenn die natürliche Erfahrung von Gewalt in der Realität, welche im Regelfall mit Schmerz, Tränen, oft auch mit Blut verbunden ist, von einer Wohlfühlatmosphäre überdeckt wird, die herrscht, wenn am Bildschirm, zurückgelehnt in einem angenehmen, körperangepassten Sessel, Gewaltorgien gespielt werden. Wenn sich herausstellt, dass Gewaltspiele eine hohe Gefahr von Abhängigkeit erzeugen können, dann, glaube ich, muss in der Tat die Altersgrenze erhöht werden, und wir müssen auf Nummer sicher gehen.“ (Johannes Singhammer)

Wollen und brauchen wir den freien Zugang zu Spielen, in denen auf bestialische Weise gemordet und gefoltert wird?“ (Jürgen Kucharczyk)

32 Gedanken zu “Aktuelle Stunde

  1. “Wollen und brauchen wir den freien Zugang zu Spielen, in denen auf bestialische Weise gemordet und gefoltert wird?” (Jürgen Kucharczyk)

    Aha, den freien?!
    Kein kommentar…

  2. Kaum welche von den potentiell süchtig machenden Spielen, und auch nicht alle Gewaltspiele sind USK18. Das oft angesprochene CS ist ja bekanntlich ab 16, das steht sogar beim Kaufhof noch in den Regalen^^

    Gruß
    Aginor

  3. „Wenn sich herausstellt, dass Gewaltspiele eine hohe Gefahr von Abhängigkeit erzeugen können, dann, glaube ich, muss in der Tat die Altersgrenze erhöht werden, und wir müssen auf Nummer sicher gehen.”

    Je gewaltätiger ein spiel, destö höher die Suchtgefahr?
    Mal wieder wird der Gewaltaspekt mit der Sucht verknüpft, großartig.
    Damit wird impliziert, das die Gewalt in den Spielen süchtig macht, nicht das Spielprinzip selbst.

    Zustimmen muß ich hier Frau v.d.Leyen und beim Vorschlag von Herrn Gehring kommt es dann auf die Umsetzung an, d.h. man sollte Spiele nicht dafür bestrafen das sie spaß machen und damit die Suchtgefahr erhöhen.

    Wenn Frau Griefahn die Berichterstattung der Medien zum Thema Amoklauf meint… dito.

  4. Was ich blöd finde ist das wenn die CS 1.6 oder CSS in Fernsehn zeigen immer die Englische Version zeigen bei der Blut fließt. Bei der Deutschenversion von CSS legen sich die getroffenden auf den Boden und machen die Hände hinter den Kopf.

  5. @ego
    komisch ich hab die deutsche version von cs:s und bei mir liegen trotzdem leichen und blut ist auch drin, ich weiß auch nit was ich da falsch mache

    was frau von der leyen sagt finde ich sehr vernünftig was ich von ihr jetzt nicht umbedingt erwartet hätte.

    könnte mich vieleicht wer darüber aufklären welcher politiker welcher partei angehört? ich hab da recht wenig ahnung

  6. @PeaNiZ:
    Die Spracheinstellung von Steam ändert nichts an der Sprache der Softwarepakete, die man runterlädt, bzw. runtergeladen bekommt. Die lesen die IP des Nutzers aus und wählen dann das Paket aus, wer also eine Deutsche IP hat, bekommt auch nur Deutsche Pakete. (So habe ich das zumindest mitbekommen, es kann natürlich sein, dass ich da falsch liege, ich selber nutze Steam nämlich nicht).

  7. Man kann einmal STEAM auf englsich einstellen und CSS selber. Und man kann es vllt. noch irgentwo einstllen so wie ich STEAM kenne. Mein CSS z.B. ist auf Deutsch aber die Sprechen auf english…

  8. ich hab steam auf deutsch da ich vor allem dow und empire total war spiele und ich diese spiele doch auch deutsch bevorzuge, css selbst betreibe ich auch auf deutsch, also ich hab es nicht auf englisch umgestellt

  9. nene so wichtig ist mir das nun auch nicht^^,
    ich hab mich nur gewundert weil hier schon des öfteren erwähnt wurde dass die deutsche cs:s version ja geschnitten ist, was bei mir eben nicht der fall ist

  10. “Wollen und brauchen wir den freien Zugang zu Spielen, in denen auf bestialische Weise gemordet und gefoltert wird?” (Jürgen Kucharczyk)

    1. Freier Zugang?
    2. Was ist bestialisch? (vielleicht Metzger-Simulationen?!)
    3. Foltern in Spielen ist out <.<

    Meine Damen und Herren, ICH frage euch: Wollen und brauchen wir freien Zugang zu Drogen wie Alkohol, Nikotin und Coffein, die jedes Jahr Millionen Menschen grausam und bestialisch zu Tode richten? ODER, meine Damen und Herren, wir scheissen auf die wirklichen Probleme unserer wunderbaren Gesellschaft und schieben alles auf die Killerspiele, sogenannte „Ego-Shooter“ (was für ein abstrakter Begriff uhh)! *Kaffee schlürf und eine rauch* So. Jetzt gib mir mal ne Flasche Bier, dann ich habe fertig!

  11. „dann, glaube ich, muss in der Tat die Altersgrenze erhöht werden, und wir müssen auf Nummer sicher gehen“
    So, so die Altersgrenze erhöhen… Nur: ist die denn das Problem? Angenommen spiele die heute ab „18“ sind, würden auf „21“ erhöht, dann steigt das „Einstiegsalter“ von Shooterspielern doch nicht automatisch um 3 Jahre. Ziemlicher Unsinn, diese Forderung.
    Nochmal: In Shootern ist es nicht das Ziel möglichst viele Gegner über den virtuellen Jordan zu befördern, sondern die eigene Figur am Leben zu erhalten. Ein feiner, aber wesentlicher Unterschied. Abgesehen davon wird es doch wohl nicht besser, wenn ein 12-jähriger einen ab 18 Shooter spielt und dabei auf einem rostigen Nagel sitzt, damit Blut, Tränen und Schmerzen erleidet und die „Wohlfühlatmosphäre“ vermeidet. ;)
    .
    Hier stimme ich Bundes-Ursel zu: Die Gesetze müssen konsequent angewendet werden. Testkäufer sind etwa der beste Weg für Händlerkontrollen, nur wenn die mit albernen Begründungen wie der „Animierung von Jugendlichen zu strafbaren Handlungen“ abgelehnt werden, dann kann es nicht wirklich besser werden. Die Politik sollte endlich mal ihre Glaskuppel verlassen und zurück in die Realität finden.

  12. Die Zitate verwundern mich.
    Frau von der Leyen muss ich (wohl zum ersten Mal überhaupt) zustimmen, da hat sich endlich jemand tatsächlich mit der bestehenden Gesetzeslage auseinandergesetzt.

    Herrn Gehring kann ich nicht zustimmen. Eine Kennzeichnung auf der Spielepackung würde meines Erachtens nach völlig ausreichen. Eine erhöhte Altersfreigabe würde für mich bedeuten, dass Eltern hier die Verantwortung erlassen wird, sich mit dem auseinanderzusetzen, was ihr Kind den lieben langen Tag macht, ein Trend, der mir persönlich schon zu weit gegangen ist.

    Herr Singhammer begeht gleich 2 Fehler. Zum einen und wie bereits angesprochen vermischt er den Gewalt- und den Suchtaspekten. Das sind 2 paar Schuhe, die nur in den seltensten Fällen etwas miteinander zu tun haben dürften (ich will ja nicht bestreiten, dass es gewaltsüchtige Personen geben könnte).
    Zum anderen jedoch spricht er (wie auch Manfred Spitzer) der virtuellen Gewalt einen abschreckenden Effekt ab. Kurzsichtig, meiner Meinung nach, wurde doch zum Beispiel der Antikriegsfilm „Saving Private Ryan“ mit 2 Golden Globes und 5 Academy Awards ausgezeichnet. Eine Erklärung, weshalb Spiele keinen ähnlichen Effekt haben könnten, wird er uns natürlich schuldig bleiben…

    Herr Kucharczyk schließlich, nun, er hat in seinem kurzen Satz mehr Fehler gemacht als ich jetzt Lust habe, aufzuzeigen. Ein weiterer Beweis dafür, dass man keine Ahnung von einem Thema zu haben darf, um sich eine Meinung BILDen zu lassen.

  13. Wenn man nicht wüsste, dass sich die sogenannten „Politiker“ zum Großteil ihre Meinung aus den Medien holen, könnte man annehmen, dass die meisten Zitate dort als Scherze gemeint sind. Aber sehr gut finde ich das, was Ursula v.d. Leyen gesagt hat, zum Erstenmal kann ich mit ihr übereinstimmen. Was Jürgen Kucharczyk, Kai Gehring und Johannes Singhammeroh dort abgelassen haben… wäre ich von der Polizei, würde ich sie für groben Unfug belangen (Speziell das, was Hr. Singhammeroh dort gesagt hat, „Wohlfühlatmosphäre“. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber in einem Shooter hatte ich bisher noch nie eine Wohlfühlatmosphäre, lediglichden Nervenkitzel, wo der nächste Gegner sein könnte).

  14. Doch natürlich. Da fühlt man sich ja immer pudelwohl. So ein richtiger Happy Place.
    Nebenher streichelt man sein Kaninchen und trägt T-Shirts mit Hello-Kitty und ihren Freunden.
    Was haben die eigentlich für eine Vorstellung von solchen Spielen?
    Ich glaube nicht nur die CSU sollte einen Spieleabend machen….

    Gruß
    Aginor

  15. Wollen und brauchen wir Politiker die keine Ahnung haben wovon sie reden, geschweige denn sich mit der Gesetzeslage in Deutschland auskennen?

    Abgesehen davon, ich kann kaum behaupten das ich eine „Wohlfühlatmosphäre“ bei F.E.A.R. verspürt habe.

  16. Selten soviel perfide Unterstellungen gehäuft gelesen wie von dem Herrn Singhammer da. Wie hier über Menschen gesprochen wurde raubt mir schon den Atem. Eine „Wohlfühlatmosphäre“ bei Computerspielen automatisch anzunehmen – das ist mit einem Missverständnis für mich einfach nicht mehr zu erklären

  17. @Von der Leyen: Klingt vernünftig.

    @Gehring: Hab ich kein Problem mit. Ich bin 21 und hab mit WoW und co. so oder so nix am Hut^^.

    @Singhammer: Was die „Wohlfühlatmo“ angeht haben wir wohl alle die selbe Meinung. Da greif ich mal das Beispiel von Kensiko auf: Beim zocken von F.E.A.R ist mir ganz ehrlich an manch einer Stelle fast die Pumpe stehen geblieben.

    @Kucharczyk: Klappe du Person mit Realitätsverlust!!! (den BS den der verzapft hat hab ich oft genug auseinander genommen das muss so reichen^^)

    @Crusader: „Bundes-Ursel“ *rofl* Ich hau mich weg! Hab ich vorher noch nirgends gelesen. Der Nick scheint aber doch etwas bekannter zu sein.

  18. Ich möchte der Fairness halber einfach mal die ersten dreieinhalb Zitate loben, da man endlich wieder hoffen kann, die nächsten eineinhalb sind allerdings etwas bedenklich.

    Ich möchte darauf hinweisen, dass sich kein Gamer, den ich kenne, einen körperangepassten Sessel kauft, weil er sein Geld lieber in Hardware steckt, ich denke mal, das kann jeder im Thread bestätigen.
    @Trath: ich schließe mich dir an: wer volljährig ist, soll nicht noch aufs einundzwanzigste Lebensjahr warten müssen, um dann doch endlich alles zu dürfen. (ich weiß, hochprozentiges is erst ab 21, das ist aber auch schon irgendwie Bevormundung)

    Auch beim Nächsten scheint ein Politiker die Gesetze zu kennen, es gibt da sowas, das heißt FSK, und da werden böse Spiele mit so ner roten Raute angemalt, die die ganze Packung verunstaltet.
    +
    definieren sie bitte bestialisch. Nach eigentlichem Wortsinn muss man entweder ein Tier sein, oder aber mithilfe von Messern und Dolchen und außerdem auf folternde Weise töten, damit man bestialisch getötet hat.
    Außerdem wird nicht in allen Spielen gemordet. Ein Mord ist die Tötung einer Person, die sich nicht wehren kann. In Kriegssimulationen oder CS kann man also nicht morden.
    Und wie MtW schon sagte, ist foltern mitlerweile out, da die Entwickler verstanden haben, dass man am foltern keinen Spass haben sollte.

  19. Jop, es gibt nur wenige Sachen mit höheren Altersbeschränkungen.
    Mir fallen da nur Spielkasinos ein (21), Lastwagenführerschein (glaub 23 oder so) und Motorräder mit mehr als 34 PS (IIRC heissts da entweder 18+2 Jahre den Schein, oder 23+)

    Gruß
    Aginor

  20. “Wollen und brauchen wir den freien Zugang zu Spielen, in denen auf bestialische Weise gemordet und gefoltert wird?” (Jürgen Kucharczyk)

    kommt drauf an wie es umgesetzt ist, bis jetzt sind solche spiele immer indiziert wurden von einm freien zugang kann also keine rede sein.

    ist denn nicht gerade die brutale darstellung mittel zur abschreckung?
    in den konzentrationslagern, konnte man früher orginal filmaterial sehen, heute ist das soweit geschnitten das man es schon garnet mehr ernstnehmen kann.
    Die Welt is nunmal net Rosarot warum sollte man es dann verharmlosen also praktisch als „nicht so schlimm“ darstellen wollen, wegen der Zumutbarkeit, Vermeintliches Wohlwollen kann auch ma nach hinten losgehen wenn man die unangenehmen Aspekte des Lebens auszublenden versucht.

  21. Im Mittelslter ist man mit Kind und Kegel zu den öffentlichen Folterungen und Hinrichtungen am Marktplatz gegangen (denkt an Hexenverbrennungen, an Vierteilungen usw.), um das Spektakel mit anzusehen. Das war auch eine „Wohlfühlatmosphäre“, denn damals war das wie Volksfest. Man unterhielt sich, man kaufte Snacks und Erfrischungen von „fliegenden Händlern“ und hatte sowas ähnliches wie Kino.

    Der Konsum von roher Gewalt ist nicht erst seit der Erfindung von Doom bei uns etabliert. Was soll also dieses scheinheilige Getue??

    Ein anderer Aspekt ist aber durchaus ernst zu nehmen: Sucht. Computerspielsucht. Das Spielen an Automaten in Spielhallen ist ja auch erst ab 18 Jahren erlaubt! Ob man sein Geld verflippert, oder an Automaten mit Gewinnchance verspielt, ist Jugendlichen nicht gestattet. Und die Alterskontrollen funktionieren sehr gut!

    Inwiefern man das bei Computerspielen einführen soll, wäre zu diskutieren. Inwiefern eine Einführung überhaupt auf breiter Basis umsetzbar ist, wage ich sehr stark zu bezweifeln, da aus jedem Kinderzimmer jedes Spiel entfernt werden müsste. Eltern müssten kontrolliert werden, ob ihre lieben Kleinen auch wirklich kein Spiel mehr auf dem Rechner haben. Windows müsste fortan ohne Solitaire und dergleichen ausgeliefert werden (stellt Euch _dieses_ Windows Update vor, das bestehende Komponenten einfach entfernt!) und die Handyspiele und (gibt’s das noch?) Tamagotchis und was die Kiddies so alles daddeln müssten weg. Man darf dann fragen, was ein Computerspiel zu einem Computerspiel macht, um dann auch entscheiden zu können, ob diese „Lerncomputer“, die eigentlich nichts anderes als elektronische Spiele sind, auch darunter fallen.

    Wenn man nun „nur Gewaltspiele“ verbieten und ab 18 machen wollte, dann frage ich, wo fängt „Gewalt“ eigentlich an?

    Diese Diskussion ist doch aussichtslos! Wenden wir uns lieber der anderen – totgeschwiegenenen – Diskussion zu: Wann inverstiert der Staat in eine bessere Erziehung seiner Kinder, wenn schon die sich verändernde Gesellschaft diese Aufgabe immer weniger zufriedenstellend leistet? Wann werden in Deutschland Schulpsychologen eingestellt, sodass nicht mehr 12000 Kinder auf einen Schulpsychologen kommen???

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