Angehörige fordern Killerspielverbot

(SPON) Sechs Familien haben in der Winnender Zeitung Konsequenzen von der Politik gefordert (ganzer Brief):

Wir wollen, dass sich etwas ändert in dieser Gesellschaft, und wir wollen mithelfen, damit es kein zweites Winnenden mehr geben kann. [….] Wir wollen, dass Killerspiele verboten werden. Spiele, ob über Internet oder auf dem PC, die zum Ziel haben, möglichst viele Menschen umzubringen, gehören verboten. Gleiches gilt für alle Gewalt verherrlichenden Spiele, deren Aufbau und Darstellung sehr realistisch sind und bei denen viel Blut fließt.“

51 Gedanken zu “Angehörige fordern Killerspielverbot

  1. Grundsätzlich verlangen die Angehörigen ja genau das, was Eltern im Prinzip selber machen können: „Kontrollieren, was das Kind zu Hause macht.“ Aber auch hier will man, dass scheinbar der Staat die Elternfunktion übernimmt (auch in den eigenen vier Wänden). Ein weiterer Amoklauf lässt sich dadurch nicht verhindern.

  2. @Kirk
    genau das ist der Punkt!

    offensichtlich scheint das die Eltern aber absolut kalt zu lassen, vielleicht wollen sie sich bloß Arbeit ersparen.

    Und noochmal: Niemand in Deutschland, der nicht volljährig ist, darf in Deutschland ein Spiel ohne Jugendfreigabe kaufen. Das ist illegal!
    Wenn das eigene Kind doch übers Internet an ein solches Spiel herankommt, können die Eltern auch ruhig mal fragen: „Was ist denn in dem Paket drin, darf ich das bitte mal sehen, und können es zurückschicken. Sofern das „Kind“ schon volljährig ist, können die Eltern nicht sagen: du darfst das nicht spielen, und dürfen es auch nicht mehr ohne Zustimmung des Sohnes/der Tochter zurückschicken.
    Aber in diesem Alter ist es dann sowieso erlaubt, das Spiel zu kaufen.

  3. Das ist doch nicht zu Ende gedachter Aktionismus!
    In Deutschland legal erhältliche Spiele sind so sehr beschnitten,
    dass man sie im Großen gar nicht mehr gewaltverherrlichend nennen darf.
    Wenn man in Deutschland diese beschnittenen Spiele verbietet,
    werden doch erst recht die ungeschnittenen Spiele aus dem Ausland
    importiert oder aus dem Internet 1005ig illegal runtergeladen!
    Somit hätte man gar keine Kontrolle mehr!!
    Die Verkäufer sollten rigoros die Altersbeschränkungen einhalten
    und die Eltern mal gucken, was ihre Kiddies so spielen.

  4. Glaube die echt das dadurch was besser wird? Schusswaffen „einschränken“ aber Games verbieten? Ganz ehrlich das ist Schwachsinn!

    Der hat in den letzten 2 Wochen (nach dem was ich weiß) gerade mal 0,1h CSS gezockt und (wieder soweit ich weiß) gibt es in dem Game kein Blut und es ist (da bin ich mir diesmal sicher) nicht das Ziel so viele Menschen (ich schätze einfach die meinen mal wieder die Polygone) wie möglich zu töten (bzw. aus der Runde zu nehmen für die die was für Realität übrig haben) sondern man hat je nach Modus eine andere Aufgabe.

    Also was soll ein Verbot von Games die er nicht genutzt hat bringen?

    Mal ne ganz fiese Frage: Wieviel hat die Zeitung für diesen Brief gezahlt?

  5. Der beste Ansatz des Briefes könnte die Forderung nach einer Anonymisierung des Täters sein, denn dies würde vermutlich den größten Erfolg bringen doch die würde dann vermutlich erstens: Nicht durchgesetzt werden können und zweitens: Ist ein solches Verbot vermutlich verfassungswiedrig, da es gegen die Pressefreiheit gerichtet ist. Auch das Waffen weniger leicht zugänglich gemacht werden ist eventuell sinnvoll doch auch keine alleinige Lösung, da ein Zugang zu Waffen einen Amoklauf stark fördern mag doch er ist nicht die Ursache. Warum wird nicht stärker gegen Mobbing, soziale- und psychische Probleme vorgegangen? Das sind meiner Meinung nach die Ursachen, die nicht bei jedem Amokläufer gleich waren doch fast immer einem Amoklauf zugrunde liegen.

  6. @punish3er:
    Eine Anonymisierung des Täters kann nur durch eine freiwillige Selbsteinschränkung (oder nennt es Zensur) der Presse gelingen. Bei „normalen“ Selbstmorden klappt das ja ohne Probleme.
    Und soweit ich weiß stehen im Pressekodex genug Leitlinien, die, wenn eingehalten, schon eine weitgehende Anonymiserung des Täters und der Opfer gewährleisten würden. Nur leider geht den meisten Medien der Pressekodex am A**** vorbei…

    Zur Killerspielverbotsforderung:
    Ich schließe mich meinen Vorrednern an, die Forderung basiert auf vorschnellen Schlüssen und mangelnder Kenntnis. Ich befürchte nur, dass die Verbotsforderungen mehr Gehör in der Politik finden, da es sich ja um die Opferangehörigen handelt. Steilvorlage für populistische „Profilschärfung“ für den Wahlkampf….

  7. „Altersgrenze auf 21 Jahre unerlässlich“
    Tya dann ist man mit 18 immer noch nicht Erwachsen? Keine Wahl bis man 21 ist?

    „In der virtuellen Welt werden heute anonym und gefahrlos Gedankengänge artikuliert und diskutiert, die eine Bedrohung für unsere Gesellschaft darstellen. Wie diese Aktivitäten eingedämmt werden können, wissen wir nicht.“
    Keine Freie Meinung?!
    Selbst wenn sie gegen die „Gesellschaft“ ist, denn Demokratie war auch erst ein Gedankengang gegen die Monachische Gesallschftsordnung…
    Meinungen, geal ob sie einen gefallen oder nicht, muss man akzeptieren, denn dies ist ein Grundgesetz in einer Demokratie. Wenn man freie Meinungsäußerung verbietet ist die Demokratie gefallen!

    @Murray XVII:
    20 € für eine Träne und Kerzen anzünden…
    100 € für den Satz: er wurde gemobbt und spielte Killerspiele…
    (hochrechnung) 2500 € vermutlich…
    Es ist keine Fiese Frage, denn wenn man trauert macht man solche Anschuldigungen nicht!
    Wenn man trauert und man noch unter Schock steht kann man nicht klar denken, dies ist immer so, aber dann macht man auch nicht solche offenen Briefe! Bei diesen Brief muss den Familien jemand die Worte eingesagt haben…

    Happy Coding.

  8. Leider wird der Brief wohl bald von der Politik als Steilvorlage dafür genutzt, nun noch härter für ein Verbot zu kämpfen und wiedermal den Anschein zu erwecken, dass man handelt.
    .
    Doch zum 1000. mal: die Eltern sind diejenigen, die in erster Linie den Erziehungsauftrag inne haben und dafür verantwortlich sind, was aus ihrem Sprößling wird, NICHT der Staat, NICHT die Schulen und NICHT die Gesellschaft. Diese haben zwar auch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, aber deshalb können und dürfen sich die Eltern nicht ausklinken, sie müssen sich stattdessen sogar umso STÄRKER engagieren und ihren Kindern die Werte vermitteln, die für einen verantwortungsvollen Zusammenleben mit den Mitmenschen von Bedeutung sind!

  9. Update:
    Gerade läuft die Trauerfeier im Fernsehen und wer sitzt in der ersten Reihe? Deutschlands politprominenz wie Merkel, Steinmeier, Köhler, u.a. Trifft sich gut, denn dort sind sie von den Kameras gut zu sehen. *kotz*

  10. @Crusader:
    Tya dass war ja schon beim Gottesdienst so. Die Einwohner kamen nicht in die Kirche weil Presse und sonstiges Geschwerdel bereits die Plätze belegt hat…

    armes armes Deutschland…
    …Coding.

  11. Ich schau mir das gar nicht an. Ich bin zwar morbiden und makabren Dingen nicht abgeneigt, aber mich an einer Trauerfeier ergötzen, von Leuten die ich nicht kenne? Nein, danke!

    Bezeichnend finde ich auch, dass zumindest in den Deutschlandfunk-Nachrichten nur zwei Punkte aus dem Brief genannt werden: schärferes Waffenrecht und Spieleverbot. Von der Medienkritik ist nichts zu hören. Schon sehr bezeichnen. Die vierte Gewalt ist ja unfehlbar!

  12. @SkycladGuardian
    so läuft das im Land der Pressefreiheit, da wird das weggelassen, was einem nicht passt.
    Leider können wir uns diesbezüglich nicht beklagen, da wir selbst in eigenem Interesse auf die Pressefreiheit pochen müssen.

  13. SPON lässt ebenfalls den Teil weg, indem die Heroisierung des Täters angeprangert wird. Kein Wunder, sonst müsste man sich ja auch selbstkritisch mit der eigenen Berichterstattung rum quälen.
    Deswegen lieber Killerspiele an den Anfang des Artikels setzen, so kann man von eigenen Fehler ablenken.

  14. @Mystical13&Crusader: Tja es wird eben das berichtet was Profit bringt. Wen interessiert schon die Wahrheit? Die bringt keine Patte ins Haus.

    Was die Anwesenheit unserer hochgeschätzten Politiker (achtung tieffliegende Ironie) angeht bin ich auch genau eurer Meinung. Wenn die die wirklich betroffen sind in der ersten Reihe sitzen und die unbeteiligten Gäste sich im Hintergrund halten würden wäre es wenigstens erträglich aber so ist es nur ein „Guck mal wer hier ist!“.

    Eine solche Tragödie zu Prestigezwecken zu nutzen ist meiner Meinung nach absolut widerlich.

  15. Wow, das ist echt dummer Aktionismus muss ich mal so hart sagen. Fordern das Fernsehen und Spiele nicht mehr „voller“ Gewalt sind, damit sie sich nicht mehr darum kümmern müssen womit ihre Kinder konfrontiert werden oder was? Es ist und bleibt immer dieselbe Ausrede.
    Die Sache mit der Berichterstattung gefällt mir allerdings da haben sie recht.

  16. „Wir wollen, dass…
    Wir wollen, dass…
    Wir wollen, dass…“

    Werden so eigentlich immer Forderungen beschrieben? Als Kind lernt man ja schon immer von den Eltern „wollen – gibt’s nicht, nur möchten“ , aber anscheinend halten manche Familien selbst nicht daran.

    Und wie immer:

    Amoklauf mit Killerspielen zu begründen, die niemals gespielt wurden (0,1 Stunden) => ihr macht’s euch zu einfach!

  17. Ich denke, dass man Amokläufe nie vollständig verhindern können wird. Es ist schlicht unmöglich, dafür zu sorgen, dass kein einziger von den über 80 Millionen Menschen in Deutschland durchdreht.
    Außerdem beginne ich mich langsam zu fragen, wie manche die Gewalt vor Erfinung der Computerspiele erklären. Man hat ja langsam das Gefühl, dass Computerspiele als einzige Ursache für alles Böse in der Welt gesehen werden. Dabei gab es früher viel mehr Gewalt:
    Es ist gerade einmal gut sechzig Jahre als die halbe Welt in Schutt und Asche gelegt wurde mit fast 60 Millionen Toten. Außerdem gab es früher auch viel mehr Kriminalität – beispielsweise während der Weimarer Republik.
    „Bei Straßenkrawallen, Schießereien, Saalschlachten und Mordanschlägen gab es in den Monaten Juni und Juli 1932 etwa 300 Tote und über 1100 Verletzte.“ Quelle: http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=I2FWNH

    Und in der heutigen Zeit ist die Zahl der Morde stetig rückläufig: http://de.wikipedia.org/wiki/Mord#Kriminalstatistik

  18. „Der Bundespräsident forderte Politik und Gesellschaft auf, gegen gewaltverherrlichende Computerspiele und Filme vorzugehen. In „ungezählten Filmen und Computerspielen“ stünden extreme Gewalt, die Zurschaustellung zerstörter Körper und die Erniedrigung von Menschen im Vordergrund. „Sagt uns nicht der gesunde Menschenverstand, dass ein Dauerkonsum solcher Produkte schadet?“, sagte Köhler. „Dieser Art von Marktentwicklung sollte Einhalt geboten werden“, forderte der Bundespräsident.“

    Nein Herr Köhler, da nicht einmal wissenschaftliche Studien einen solchen Zusammenhang zweifelsfrei nachweisen können, kann der „gesunden Menschenverstand“ leider noch weniger als Begründung für Verbote dienen.

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,614683,00.html

  19. Okay, das es alles Schwachköppe da draußen sind die so etwas fordern, wissen wir ja inzwischen alle.

    Die Frage: Was können wir Gamer dagegen tun?

    Sich in Foren und Kommentaren zu Blogposts auszukotzen hilft ja irgendwie nicht.

    Zwei Vorschläge:
    Verschafft Euch Gehör! Schreibt an Parteien, Medienunternehmen, Kaufhausketten und selbst ernannte Experten. Die Leute die das hier lesen sollten, tun es nun mal nicht. Bringt sie dazu.
    Und klärt auch unwissende Bekannte, Eltern, Großeltern (ja, die wählen auch…) auf.

    Oder holt Euch ein Bekenner-T-shirt (Basecap/Notebooktasche/etc.) (z.b. „Killerspiel Spieler“), oder macht Euch selber eins.

    Wie gesagt, nur Vorschläge. Aber vielleicht denkt Ihr mal drüber nach. :)

  20. „In der virtuellen Welt werden heute anonym und gefahrlos Gedankengänge artikuliert und diskutiert, die eine Bedrohung für unsere Gesellschaft darstellen. Wie diese Aktivitäten eingedämmt werden können, wissen wir nicht.“
    Gar nicht, denn das würde der im Grundgesetz verankerten freien Meinungsäußerung widersprechen!
    .
    Ich schließe mich The_Real_Black (auch seiner These, der Brief sei, zumindest teilweise, diktiert) und Crusader an. Weder durch Überwachung, noch durch ein Verbot gewalthaltiger Medien oder eine Heraufsetzung der Altersgrenzen werden Taten wie in Winnenden verhindert werden können.
    .
    Dass eine solche Tat im Nachhinein dazu missbraucht wird, die Freiheit der Bürger einschränken zu wollen, sowohl was den Zugang zu Unterhaltungsmedien, als auch was die Meinungsäußerung im Internet angeht, sowie die suggerierte Botschaft, das soziale Umfeld des Täters und die Massenmedien mit ihrer sensationslüsternen Berichterstattung seien schuldfrei (ich will nicht sagen schuldig, aber nicht schuldfrei), weil man die „wahren Schuldigen“ bereits ausgemacht hat, finde ich barbarisch!

  21. Wie wäre es mit einer Demo? Erstmal in allen internet treffpunkten von Spielern ankündigen und leute zum mitmachen bewegen und dann am Tag X in mehreren großen Städten in D. demonstrieren.
    Wir müssen denen zeigen das wir nicht nur ein paar vereinzelte, kranke Einzelgänger im jugendalter sind, sondern inzwischen eine nicht zu unterschätzende Anzahl von mündigen Bürgern in der Gesellschaft.

    Ich könnte mir auch Infoveranstaltungen zum Thema Gewaltmedien & Jugendschutz vorstellen.
    Damit die Allgemeinheit endlich mal was von den schon bestehenden gesetzlichen Regelungen mitbekommt.

    Ich bin es leid das mein Hobby immer wieder als Sündenbock herhalten muß, das einige sogar soweit gehen und vergleiche mit den wiederwärtigsten und abartigsten Dingen ziehen (ihr wißt was ich meine).
    Ich bin bereit etwas dagegen zu unternehmen, seid ihr es auch?

  22. ES WIRD LANGSAM MAL ZEIT AUF DIE STRAßE ZU GEHN! Mich würde mal interessieren, was in den Medien über ne Demonstration von hunderttausenden „Killerspiel Spielern“ gegen ein Verbot derselben gebracht wird…

  23. „Demo mit „Killer Spielern“?! OMG! Wir werden alle sterben! Bringt euch in Sicherheit, verbarikadiert euch und stört diese Fast-Amokläufer nicht!“ Mit sowas kann man dann bestimmt von der einen oder anderen Seite rechnen.

    Aber an sich ne ganz gute Idee.

  24. Überschätzt ihr da nicht die Zahl der Gamer die bereit sind für ihr Hobby auf die Straße zu gehen?? Die meisten denken sich doch eh dass sie selbst wenn ein wirklich rigoroses Verbot kommen sollte (was ich für unwahrscheinlich halte) sie sich ihre Spiele einfach vom kleinen deutschen Nachbar besorgen können oder eben gleich runterladen werden.

    Es ist ja nur ein Verkaufs und kein Besitzverbot im Gespräch (auser in den Köpfen einiger CSU Politiker)

    Ich denke eine Demo unter 1000 Leuten würde eher zum Gespöt der Medien werden als irgendeine positive Reaktion bewirken

  25. Also, eine Demo würde wahrscheinlich mehr bringen als sich an die Medien/Experten zu wenden. Ich habe bereits eine Mail an Spiegel Online geschrieben, in der ich u.a. die unsägliche Berichterstattung und die Uninformiertheit kritisiert habe, und darin explizit um Antwort gebeten. Bisher habe ich noch keine bekommen. Vielleicht würde ein offener Brief der „Gamer-Szene“ (die es so, wie sie in den Medien beschrieben wird, überhaupt nicht gibt – als ob die Gamer ein einziger, gleichförmiger Haufen wären) die öffentliche Diskussion dazu bringen, sich mehr mit dem Standpunkt der Spieler auseinanderzusetzen, statt immer nur die gleichen Verbotsforderungen, gestützt von falschen Informationen, zu wiederholen. Also quasi eine Gegenaktion zum Kölner Aufruf.
    (Mir fällt spontan sogar ein Motto ein: „FÜR Kunstfreiheit – GEGEN Computerspiel-Verbote“. Allein die „Frechheit“, Spiele als Kunst zu bezeichnen, könnte für Aufmerksamkeit sorgen.)

  26. Hm, das Problem ist doch auch, dass die Spieler kaum organisiert sind. Es gibt vllt. einige eSport Vereine, doch deren Größe hält sich denke ich in Grenzen (korrigiert mich, wenn ich falsch liege). Ich vergleich das mal mit den Sportschützen. Die sind organisiert und die würden auch ne ordentliche Demo auf die Beine stellen können, vor allen weil sich auch noch andere Parteien und Verbände mit ihnen solidarisieren würden (FDP, andere Sportvereine usw.). Bei Spielern sieht’s eher düster aus, was das angeht -.-

    @MtW: Ein Herstellungsverbot würde doch eigentlich nur Crytek treffen oder? Meines Wissens gibt’s sonst keine nennenswerten Shooter-Produzenten in der BRD. Ansonsten ist Deutschland ja eher für seine Aufbau- und Strategiespiele bekannt.

  27. rofl… wie lächerlich!

    Schusswaffen ab 21? Dann geht man mit 18 halt zur Bundeswehr … denken diese Menschen eigentlich?

    Dann kennen die das JuSchG gar nicht.

    Darüber hinaus fordern die, das man im Internet nicht mehr jeden Gedankengang kund tun darf – einschränkung der Meinungsfreiheit.

    usw usw

    Ich empfehle den Familien mal einen Blick in das GG. Wenn ihnen unser GG zu freiheitlich orientiert ist, dann sollen die meinetwegen in den Iran ziehen. Oder nach China. Da ist das mit der Meinungsfreiheit schon ganz anders!

  28. > Hm, das Problem ist doch auch, dass die Spieler kaum organisiert sind.

    Das lässt sich sicherlich ändern (-> Zentrale Anlaufstelle), und bei mehreren Millionen Spielern in Deutschland würden sich bestimmt ein paar mehr Leute als nur 1000 beteiligen. Die Chaosjungs von 4chan haben es ja schließlich auch geschafft die Demo gegen diese seltsame Sekte weltweit zu organisieren – und das sogar anonym…
    Und es ist ja auch eine weitere Zensur des Netzes „zum Jugendschutz“ geplant – vielleicht hat der CCC ja Interesse zu helfen… Freiheit statt Angst!

    > Ein Herstellungsverbot würde doch eigentlich nur Crytek treffen oder?
    NUR? Ist doch schlimm genug!

  29. So wie dir Politiker und Medien grad drauf sind gilt Drakensang auch bald als „Killerspiel“ und Radon Labs kann dicht machen…..

  30. Ich hätte das „nur“ in Anführungszeichen setzen sollen. Ich wollte damit nicht ausdrücken, dass mir ein Herstellungsverbot gleich wäre ;-) Ich wollte nur damit andeuten, dass ein Herstellungsverbot bedeuten würde mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, da 99,9% der Shooter im Ausland hergestellt werden und ein Herstellungsverbot gar nix bringen würde. Mal abgesehen davon, dass es ein massive Einschränkung der Kunstfreiheit wäre.

  31. Kunstfreiheit gilt aber nur für Dinge die auch von der Gesellschaft als „Kunst“ anerkannt werden (ich weiß offiziel wurden Spiele glücklicherweiße inzwischen als Kunst anerkannt, aber eben nur offiziel…)

  32. > Kunstfreiheit gilt aber nur für Dinge die auch von der Gesellschaft als “Kunst” anerkannt werden
    Äh ja. Wir sind ja auch Teil der Gesellschaft.

  33. Das ist kein Wunder nachdem die Medien so verlogen berichtet haben und diese benutzten jetzt die Eltern als Mittel.

    Da erinnert mich wenn Angehörige von dem Dorf Mob eingeredet gehaben das „ne Hexe darn schuld“ war das ihre Kinder gestorben sind.

  34. Also wirklich langsam komt man sich vor wie bei enr hexenverfolgung,wir die Gamer die die boesen Spiele spielen sind an allem Schuld.Wir brauchen echt ne Demo.ich wohne in Lüdenscheid,wenn heir jemand eine veranstalten will,ich bin dabei.So klien ist unser Zockergemeinde doch gar nicht.Allein in Cod4(Xbox live) zocken 11 Millionen auf der Ps3 nochmal 4 Milionen.Also wir muesen uns aufraffen: Wehret den Anfaengen!

  35. „Doch zum 1000. mal: die Eltern sind diejenigen, die in erster Linie den Erziehungsauftrag inne haben und dafür verantwortlich sind, was aus ihrem Sprößling wird, NICHT der Staat, NICHT die Schulen und NICHT die Gesellschaft. Diese haben zwar auch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, aber deshalb können und dürfen sich die Eltern nicht ausklinken, sie müssen sich stattdessen sogar umso STÄRKER engagieren und ihren Kindern die Werte vermitteln, die für einen verantwortungsvollen Zusammenleben mit den Mitmenschen von Bedeutung sind!“
    […]Zitat von Crusader

    Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

  36. Also ich bin auch nciht der Freund von großen Aktionen wie Demos, aber wenn wir was größeres Organisieren wollen dann ist diese Seite hier zu schlecht besucht. Ich finde man sollte GameStar und PCGames mit ins Boot holen. (und wehe die beiden können angesichts der derzeitigen Entwicklung nicht ihre Rivalität mal kurz begraben)

    Gruß
    Aginor

  37. Sehr interessant finde ich diese forderungen ja vor dem hintergrund das diese familien ja höchst wahrscheinlich für die erziehung der kinder verantwortlich waren die den amokläufer gemobbt haben.

    Wir reden hier ja nicht von nen bischen ärgern wir reden davon jemanden so weit zu treiben das er in psychologische behandlung musste und am ende sogar amok lief. Aus berichten ist ja wohl bekannt der der amokläufer sich seine „ziele“ zuerst nicht zufällig ausgesucht hat sondern gezielt vorgegangen ist. Also liegt die vermutung nahe das er sich für das „mobbing“ rächen wollte und dann hats halt die mobber als ersten erwischt.

    Nicht falsch verstehen… ich will hier nicht das opfer täter verhältnis verdrehen finde es aber doch sehr seltsam wenn sich diese eltern nun hinstellen und gott&die welt anprangern/beschuldigen wenn der ursprung dieses furchtbaren vorfalls vielleicht sogar zum teil im eigenen hause zu finden ist.

  38. Ich glaube nicht dass es so gezielt war wie Du meinst. Also dass er konkrete Personen töten wollte.
    Denn wer wird in dem Alter schon von Leuten gemobbt, die mehrere Jahre jünger sind als er selbst? Da passt was nicht.

    Gruß
    Aginor

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