Liberale stemmen sich gegen Verbot

(KSS) Nachdem die FDP bereits in Bayern Pläne zur Wiederaufnahme der Verbotsausweitung stoppen konnte, stellt man sich nun auch in Niedersachsen der Union in den Weg. Stellungnahme der JuLi:

Der Amoklauf von Winnenden hat uns tief erschüttert. Unser Mitgefühl gilt daher allen Angehörigen und Freunden der Opfer. Computerspiele sind aber nicht die Ursache für solche schrecklichen Taten. […] Jetzt müssen durchdachte Reaktion der Politik gezeigt werden und keine polemischen Verbote, welche die wahren Ursachen für solche Amokläufe sichtbar verschleiern.”

17 Gedanken zu “Liberale stemmen sich gegen Verbot

  1. Ja, sie stellen sich zwar immer wieder in den Weg was Killerspielverbote angeht, was sie durchaus sympatisch macht für Spieler, aber meiner Ansicht nach, macht die FDP nicht wirklich genug um gewählt zu werden. Ich sehe die FDP eher als eine Gruppe Querschläger, die meistens gegen alles ist was die großen Parteien möchten. Auf mich wirken sie so als ob ihre Agenda daraus bestehen würde, den großen Parteien die Suppe so gut es geht zu versalzen.

  2. @ Aqua-Man:
    Das ist genau das, was die Opposition ja auch tun sollte.
    Und ich sehe lieber dass sich eine kleinere demokratische Datei gegen die Ziele der großen stellt, und dann auch gewählt wird, als dass irgendwelche Linken oder Rechten es tun. Denn man muss immer daran denken: Die FDP wird vielleicht Koalitionspartner, und kann dann in der Regierung etwas tun, mit den Linken und Rechten wird sich auf absehbare Zeit (hoffentlich) keine der großen Parteien zusammentun.

    Ich werde jetzt auch nicht plötzlich zum FDP-Wähler, aber Pluspunkte hat diese Partei bei mir in den letzten Wochen durchaus gesammelt. Man sollte nur nicht den Fehler machen, eine Partei lediglich nach einem Punkt ihrer Agenda zu beurteilen. Immer die Partei- und Wahlprogramme der Parteien durchsehen, bevor man wählt. Das machen erschreckenderweise nur SEHR wenige Wähler. Zumindest den Wahl-o-mat sollte man machen, wenn man lesefaul ist oder keine Zeit hat. Oder nicht lesen kann, oder etwas vergleichbares.

    Gruß
    Aginor

  3. Ich nehme einfach mal an das die letzten 2 Sätze nicht direkt an mich gerichtet waren. ^^
    Ja, ist schon klar, das es nicht die einzige Sache sein darf an der man sich ausrichtet, und Parteiprogramme lese ich auch (zum Teil :-). Aber ich wollte so ein bisschen der Euphorie entgegenwirken die die beiden Poster über meinem ersten Beitrag verbreitet haben.
    Pluspunkte hat die FDP bei mir auch, aber eigentlich auch nur weil sie gegen alles ist, und ich auch meistens gegen das bin was die CDU will, die SPD besteht ja fast nur aus Ja-Sagern. Naja, meine politische Parteienansicht gehört hier jetzt nicht hin.
    Das hier war jetzt nur als Erklärung gedacht das ich die FDP schon auch aus anderen Aspekten sehe, und mein geäußerter nur einer war.

  4. Es ist zwar gut, dass die FDP gegen diesen Killerspiel Aktionismusunsinn ist, aber ihre Pläne für Wirtschaft und Soziales lässen doch zu sehr zu wünschen übrig, als das ich sie wählen würde. Was bringt mir “kein Videospiel verbot”, wenn ich nach einem theoretischen Sieg der FDP früher oder später so arm geworden wäre, dass ich mir keine Videospiele mehr leisten könnte?

    Meiner Ansicht nach hat sich sowohl die SPD, als auch CDU/CSU selbst disqualifiziert, nachdem sie nach den Amokläufen(nicht nur Winnenden), immer wieder bewiesen haben, dass es ihnen sowohl an Kompetenz, als auch am Verständnis für die Medien des Internets und der Videospiele fehlt.
    Die Linkts Partei und die FDP fallen bei mir aufgrund ihrer radikalen Forderungen in unterschiedlichen Berreichen weg und sofern mir die Grünen als kleineres Übel nicht gefallen, muss ich wohl eine der kleineren Parteien wählen, welche nicht in der Regierung vertreten ist.(Wobei ich da noch keine Forderungen und Programm Inhalte kennen.)

  5. Bei Wahlen geht es doch immer nur darum das kleinere Übel zu wählen.
    Bis auf CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP und Linke dürfte es doch keine weitere Partei für die Erststimme geben. (die braune soße lass ich gleich mal ganz außen vor, sind eh alles Deppen). Meine Zweitstimme kriegt eh der Tierschutzbund.

  6. Naja, es gibt schon ne Menge Parteien, das wichtigste bei einer Wahl ist einfach, jemanden zu wählen, der demokratisch ist, und von dem man sich am ehesten vertreten fühlt. Natürlich sind das meistens Kompromisse, aber von Kompromissen lebt eben die Demokratie.

    Und wenn ich morgen merken sollte dass die “Partei der regenbogenfarbigen französischen Hunde- und Kugelschreiberliebhaber” nen guten Mann aufgestellt hat, der mich total repräsentiert in allen mir wichtigen Bereichen, dann wähle ich den halt.
    Was ich schlimm finde, das sind so Aussagen wie “Die Roten” (oder analog dazu “die Schwarzen”) kann man doch nicht wählen!”, und das noch ohne Angabe von Gründen, einfach aus Gewohnheit. Und “Ich wähle schon immer Partei XYZ” ist auch kein Grund, jemanden zu wählen, und irgendwie nicht sehr basisdemokratisch, meiner Meinung nach. Leider gibt es sehr viele Leute die genau das tun.

    Gruß
    Aginor

  7. Frage: Darf mann seine Wahlentscheidung denn von so etwas abhängig machen? Oder muss man das sogar?

    Ich eröffne dazu einen Thread im Forum: Stimmvergabe und “Killerspiele”

  8. Ja darf man. Und zwar aus folgendem Grund:

    Eine Partei lügt bei Videospielen, wir wissen das, weil wir Videospiele spielen und mit der Thematik vertraut sind. Wer sagt und, das die Partei nicht auch lügt, wenn es um andere Inhalte geht?! Da kennen wir uns dann nicht mehr so 100%ig aus und laufen gefahr die Lüge als den richtigen Weg anzunehmen.

    Parteien, die im Bezug auf Videospiele Lügen begehen für mich einen Vertrauensmissbrauch und sind definitiv keine Partei mehr, die ich wählen könnte.

    Natürlich ist die FDP dadurch nicht gleich das Non-Plus-Ultra, aber ich werde zur Wahl hin für mich alleine überprüfen müssen, ob ich der Partei vertraue und mit ihrem Programm einverstanden bin.

    Vertrauen in die Partei schätze ich persönlich höher ein als irgendwelche Ziele, da diese ja auch gelogen sein könnten. D.h. ich wähle lieber eine Partei, deren Programm mir nicht 100% zusagt, aber doch mehrheitlich und der ich vertraue, als eine Partei, deren programm toll ist, welche mich aber dreist anlügt.

  9. Also (fast) unabhängig davon was Du wählst:
    Überhaupt wählen zu gehen ist die richtige Entscheidung!
    Ich freue mich immer wenn sich jemand dazu entscheidet.

    Gruß
    Aginor

  10. ‘Es ist zwar gut, dass die FDP gegen diesen Killerspiel Aktionismusunsinn ist, aber ihre Pläne für Wirtschaft und Soziales lässen doch zu sehr zu wünschen übrig, als das ich sie wählen würde. Was bringt mir “kein Videospiel verbot”, wenn ich nach einem theoretischen Sieg der FDP früher oder später so arm geworden wäre, dass ich mir keine Videospiele mehr leisten könnte?’

    Kann ich nur unterschreiben.

    Es gäbe da noch die Piratenpartei (die übrigens ein Ableger der schwedischen Pirat Partiet ist, die TPB betreiben…), allerdings ist sie relativ klein.

  11. Eine Partei, die sich nach einem Gewaltverbrechen benennt (Piraterie), ist für mich nicht wählbar, egal was ihre Ziele sein mögen. Ich weiß warum sie sich so nennen, aber das ist einfach nur falsch.
    Und bei denen dreht sich leider auch nur alles um ein einziges Thema. Wenn einem nur das wichtig ist, dann kann man sie wählen. Zu anderen Themen haben sie schlichtweg keine Ahnung und keine halbwegs vernünftige Planung.
    Ist in allen Ländern so, wo sie existiert. Weswegen sie auch keiner Ernst nimmt.

    Gruß
    Aginot

  12. Warum gibt es keine Partei speziell für Videospieler. Ich will nicht an die Macht, doch ich möchte einfach eine Möglichkeit meinen Unmut kund zu tun und mit dem knacken der 6% Hürde zu zeigen, das wir verdammt viele sind. Ich habe FDP Mitglieder in der Nachbarschaft und die sind für ein totales Killerspiel Verbot. Das ist also auch nicht die Lösung. Warum nicht hingehen “Gaming is not a crime” quer über den Zettel schreiben und abgeben? lasst das mal ein paar Millionen machen.

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