Corporate Responsibility

(KSS) Nachdem bereits Galeria Kaufhof Medien mit einer höheren Freigabe als „USK/FSK 16“ aus den Regalen verbannt hat fühlen sich auch kalaydo.de und mysuccess.de der Gemeinheit verpflichtet. Während Kalaydo angekündigt hat solche Angebote zu unterbinden:

In den Rubriken […] wird zudem darauf geachtet, dass sich keine Angebote finden, die erst ab 18 Jahren zugelassen sind. So genannte „Killerspiele“, […] gelangen so erst gar nicht auf die Plattform. „

Setzt mysuccess bereits bei den Mitgliedern an:

Wir als Schüler-Community haben […] eine große Verantwortung. Um dieser gerecht zu werden, muss sich bei uns jedes neue Mitglied einem Verhaltenskodex unterwerfen, der den vollkommenen Verzicht von Killerspielen beinhaltet.“

22 Gedanken zu “Corporate Responsibility

  1. „muss sich bei uns jedes neue Mitglied einem Verhaltenskodex unterwerfen, der den vollkommenen Verzicht von Killerspielen beinhaltet.“

    Hab ich das Richtig verstanden ? Freunde von Shootern sind also nicht Willkommen ? tut mir leid, aber das grenzt schon nichtmehr an Diskriminierung, das ist Diskriminierung !

  2. Ich habe es bis eben nicht geglaubt…
    Und wem es selbst noch ein bisschen an Überzeugung fehlt, einfach mal unter Mitglied werden schauen „distanzierst du dich von Gewaltspielen im Internet, auf deinem PC oder Laptop.“ ist als letzter Punkt fett aufgeführt.
    http://www.mysuccess.de/index.php?option=com_content&task=view&id=17&Itemid=30

    Falls es sich einer traut eine Beschwerde zu verfassen gibt es auch ein Kontaktformular.
    http://www.mysuccess.de/index.php?option=com_contact&task=view&contact_id=1&Itemid=40

    Und so etwas, was die Meinungsfreiheit und das Persönlichkeitsrecht anderer nicht toleriert in dem es Personen an hand ihrer Freizeitgestaltung diskriminiert will fördern…

    (Ich hoffe das ist hier nicht zu hart formuliert. Wenn ja den letzten Teil bitte entfernen. Denn obwohl ich klar gegen das Vorgehen von mysuccess bin möchte ich als Toleranter Mensch niemanden beleidigen. )

  3. Habe meine Meinung schon an mysuccess geschrieben. Ist meiner Meinung nach nur der Versuch kostenlose Werbung zu bekommen, und auf den Suchseitenindizes ein besseres Ranking zu bekommen. Warum denn kein Wort über Alkohol, Drogen, Fremdenfeindlichkeit? Das sind Probleme die Jugendliche eher betreffen als Computerspiele. Ist einfach nur albern.
    @admin:imho könntest du den link zu mysuccess entfernen, damit die nicht kostenlose (unverdiente) werbung von referenzen durch die search-engine robots bekommen. musst du aber selber entscheiden.

  4. „mysuccess“ hat für mich eher Ähnlichkeit mit einer Sekte als mit einer Online-Community.
    Die Besuchsanzeige (3 Gäste und 1 Mitglied online) spricht ja auch für den enormen Erfolg dieser Plattform… ;-)

    Man schaue sich nur mal die Preise an!

  5. Hier wird wieder so selbstverständlich von Killerspielen geredet.
    Das Wort gibt es nicht!
    Es gibt keine gültige Definition für dieses Wort.
    Jeder kann das für ein Killerspiel halten, für das er will.

  6. @Stigi
    stimmt. Scheint sich zumindest ganz dem Leistungsdenken verschrieben und ich ward spontan auch an einen gewissen Konformismus erinnert. Statt dem Schäuble lächelt dort in einer Ecke am Eingang ein kleiner Junge die Besucher an, der zum Eintritt in die Community wirbt.

  7. > “mysuccess” hat für mich eher Ähnlichkeit mit einer Sekte als mit einer Online-Community.
    lol, erinnert doch stark an sc1ent0l0gy da hast du recht… und es wäre nicht die erste schülercommunity die von denen kontrolliert wird.

  8. Bei kalaydo.de kann ich das ja sogar noch ein Stueck weit nachvollziehen, auch wenn denen vielleicht mal jemand sagen sollte, dass das beruehmteste „Killerspiel“ schon ab 16 freigegeben ist.
    Bei mysuccess.de halte ich das ganze fuer einen ganz billigen Versuch die Plattform ins Gespraech zu ruecken

  9. Der Text von mysuccess klingt für mich auch irgendwie nach Sekte.
    Ob es die Kumpels von Tom Cruise sind sein mal dahingestellt.

    Im allgemeinen dazu muss ich pEaNiZ Recht geben. Diskriminierung hoch10.

    Was kalaydo angeht stimme ich roman zu. Denn DAS „Killerspiel“ ist doch laut Medien immer das Game gewesen wo man über zerfetzte Leichen läuft, überall Blut spritzt und man Waffendepots anlegt und das hat eine blaue Plakette (für die Verkäufer: USK 16 nicht 14^^).

  10. Vielleicht hat mysucceess die entscheidensten Gelübde noch gar nicht vorgebracht? Wo bleibt die Selbstgeißelung, wo das Zölibat, wo die Verfolgung aller Andersgläubigen? Vielleicht ist auch Kastration erwünscht? Man weiß es nicht…

  11. Man sollte bei Kalaydo auch mal auf die Google Anzeigen achten. Ganz gleich ob Anzeigen gefunden werden, wird man in den Anzeigen dann doch zu mindestens einem Onlineshop verlinktm, der Uncutspiele führt, die über USK 18 dann noch auf dem Index stehen oder sogar beschlagnahmt sind. Auch wenn Kalaydo vermutlich keinen Einfluss auf den Inhalt der Google Anzeigen hat, sollten sie sich mal überlegen, ob sie ihrer Werbeeinnahmen dann doch aus anderen Quellen beziehen sollten. Wegen dem Eindruck der Heuchelei und so… Soviel zur Corporate Responsibility.

  12. Ich bin ja schon gespannt ob Angebote wie oben verlinkt entfernt werden. Die Game Boy Spiele The Bugs Bunny Crazy Castle, RoboCop 2, Tetris, und Fortress of Fear scheinen ja keine USK Einstufung zu haben (auch laut usk.de) und müssten ja laut § 12 Abs. 3 JuSchG auch erst ab 18 Jahren zugelassen sein…

  13. @Arages,

    der Professor ist mein Liebling :D
    Knall hart sagt er im Liveinterview seine Meinung „sowas wird durch diese dramatisierten Bilder ausgelöst und sonst gar nichts“.
    Stimmt irgendwie, so kommen die Amokläufer auf ihre Berühmtheit.

  14. Springt doch nicht auf so billige PR-Maschen an. Das sind lediglich versuche bedeutungsloser Unternehmer sich Aufmerksamkeit zu verschaffen. Oder hat vorher schon mal irgendjemand was von mysuccess.de gehört?

  15. Nee, bis zu diesem Statement nicht.
    Gleiches gilt übrigens auch für den Pianisten Lang Lang, den ich bisher noch nirgends gesehn hatte, gestern zappe ich zufällig auf n-tv und wer grinst mir da entgegen, richtig.

    Ich finde es wiederwärtig das man so einer Tragödie noch zu PR zwecken ausnutzt.

  16. Ich hab mysuccess schonmal meine Meinung geschrieben, auch wenn sie sicherlich gelöscht worden ist. Leider habe ich sie bei Yahoo News entdeckt als ich nach „Killerspiele“ gesucht habe. Leider haben sie dadurch ihre Aufmerksamkeit bekommen, wurden bei yahoo.de erwähnt und das ist doch dass, was sie ereichen wollten. Das ist eindach eine Hexenjagd, da haben wir einen auf dessen Kosten wir uns profilieren können. Wobei die „Selbstverpflichtung“ ja eh schwachsinnig ist.

  17. Jupp, eindeutig eine Marktetingsache, um der Bekanntheit auf die Sprünge zu helfen. Das schizophrene an dieser scheinbaren Karrieplattform für Schüler ist in der Tat, dass „sog. Killerspielspieler“ ausgegrenzt werden, aber offenbar rassistische Junkies gern gesehen sind, denn für die gibt’s ja keinen entsprechenden Button. Zudem frage ich mich, wie die kontrollieren wollen, ob das Mitglied entsprechende Spiele spielt. Trojaner oder andere Spyware ist nach meinem Kenntnisstand illegal, ebenso wie Hausdurchsuchungen durch ein privatwirtschafliches Unternehmen. Vielleicht läufts ja mit subitlen Fragebögen im Zuge der „Karrieplanung“, über den sich dann entlarven lässt, ob jemand Kenntnisse über die Inhalte der Spiele hat (und demnach wahrscheinlich auch spielt!).

  18. ich hab mir den verhaltenskodex bei mysuccess mal durchgelesen:
    14. Verhaltenskodex: mysuccess-Mitglieder verzichten freiwillig auf Gewaltspiele im Internet, am PC oder Laptop
    …steht allerdings nix von ner konsole, also:
    RUSH RUSH RUSH!!!

  19. Mannoman, als ich mir eben mal mysuccess.de angeschaut hab, wurde mir richtig schlecht. Vollkommenes Leistungsdenken, Menschen werden ausgeschlossen, alles zielt nur auf (finanziellen) Erfolg, Menschlichkeit und Soziales bleibt auf der Strecke.
    Zu hoher Leistungsdruck und daraus resultierendes Abgehängtwerden sind schon eher Gründe für Depressionen und (im Extremfall!) Auslöser für Amokläufe und/oder Suizide als die bösen „Killerspiele“ denen dort abgeschworen werden soll.

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