Erstes Bußgeld verhängt

(KSS) Die Aller-Zeitung berichtet, dass in Niedersachsen – wie angekündigt – erste Testkäufe von „Killerspielen“ stattgefunden haben. Es wurde bereit ein erstes Bußgeld gegen eine Verkäuferin verhängt, die einer 17-Jährigen ein Videospiel überlassen hatte:

Während eine Supermarkt-Mitarbeiterin an der Kasse den Ausweis des Mädchens kontrollierte und ihr das Spiel abnahm, verkaufte eine andere Kassiererin der 17-Jährigen das Killerspiel – trotz Blicks auf den Ausweis. Ihr droht ein Bußgeld bis zu 1000 Euro.“

41 Gedanken zu “Erstes Bußgeld verhängt

  1. Wow da hätte man ja früher drauf kommen können…
    Wo kann ich mich einschreiben? Das schreit ja nach extra Taschengeld vom Staat.
    Endlich wird was getan.

  2. Das ist eine vernünftige Aktion! So muss es sein!
    Statt zu verbieten sollte man die Kontrollen straffer machen,
    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

    Verzeiht bitte die etwas aggressive und totalitäre Äußerung, aber jetzt sieht man endlich mal, dass auch mal jemand nachdenkt, sich mit der Gesetzlage auskennt und dann auf die Idee gekommen ist, das richtige zu tun, statt blinden Aktionismus, der im Endeffekt nur noch stärker nach hinten losgeht, zu betreiben.

    Frohes Zocken noch, Poddel

  3. Traurig. Da sind die Gesetze seit Jahren draußen und jetzt wird sich mal darum gekümmert zu schauen, ob sie denn auch eingehalten werden.

    Erfreulich. Es zeigt, dass die bestehenden Gesetze genutzt werden, was die geforderten Verbote sinnlos machen wird („Superwahljahr“ außen vor). Auch wird damit der Öffentlichkeit gezeigt, dass solche Gesetze überhaupt existieren. Und es wird bei den Händlern bzw. VerkäuferInnen das Bewusstsein geschaffen, dass sie auf die Gesetze achten müssen.

    Bedenklich. Vergleichbare Aktionen bei Alkohol sind mir nicht bekannt und bei Zigaretten dank Zigarettenautomaten ohnehin weitgehend sinnlos. Dies könnte noch mehr Händler dazu veranlassen, auf „ab 18“-Titel zu verzichten, natürlich nur um den „pösen Killerspielen“ keine Chance zu geben und zu zeigen, wie sehr man Gewalt doch verabscheut, jawoll! *mit der Faust auf den Tisch hau um zu verhindern, dass jemand etwas auf das haltlose Argument antwortet und damit selbiges entkräftet*

    Insgesamt eine lobenswerte Aktion, der hoffentlich weitere Folgen werden. Aber die Frage, wieso solche erst jetzt durchgeführt werden, müssen sich die Verantwortlichen doch gefallen lassen, die Gesetze bestehen ja nicht erst seit kurzem!

  4. Wenns typisch deutsch ist, dann werdense wohl entsorgt/vernichtet nach Kauf.
    Könnten ja auch nicht die Spiele weiterverkaufen – Deutschland ist das Land in dem Milch und Honig fließen, daher verkauft unsere Regierung keine pözen pözen Spiele ;D

  5. @Mortipher: Soweit mir bekannt wurden ähnliche Aktionen auch mit Alkohol und Zigaretten gemacht.

    Ich denke allerdings dass es da auch noch mehr Möglichkeiten gibt. Wenn man Alk kauft gibt es ja an den Kassen so einen doppelten Ton und die Kassierer müssen bestätigen, dass sie die Sachen an den Kunden verkaufen dürfen, genauso bei Tabak. Das könnte man ganz einfach auch für Spiele/Filme einführen (eigentlich auch für Bücher^^).

    Mir ist heute im Media Markt aufgefallen, dass Filme nun auch ihre Alterseinstufung vorne haben und nicht mehr hinten versteckt. Im Vergleich zu den Alterseinstufungen bei den Spielen ist das Symbol allerdings besser gestalltet, da das Quadrat nicht so sinnfrei auf dem Kopf steht.

    Die Meldung zeigt doch mal dass das einfach durchsetzen der Gesetze schonmal ein erster Schritt ist…

    mfg, hopfen

  6. Da kann man doch nur sagen: Gute Arbeit. Weiter so.
    Wenn die bestehenden Gesetze konsequent durchgesetzt werden kann doch garnichts schief gehen (naja höchstens noch Eltern die damit der verzogene Nachwuchs ruhe gibt ihm trotz seiner knapp 10 Jahre ein Game mit roter Plakette kaufen).

    @Gunnar: Ich könnte mir vorstellen dass das Game zurück gegeben und der Kaufpreis zurückerstattet wird.

    @hopfen: Das gibt es schon eine Weile. Deshalb hatte auch Amazon bei Ein Quantum Bond (und ich glaube bei noch ein paar Filmen) die Rezensionen gelöschen weil sich alle über die verunstaltete Front aufgeregt haben und somit sehr viele negative Bewertungen waren die mit dem Film nichts zu tun hatten sondern nur mit der Verpackung.

    Ich finds OK auch wenn es mir etwas zu groß ist.

  7. Die Gestaltung der FSK und USK Siegel ist nach wie vor eher schlecht.
    Statt das wichtige, nämlich die Zahl, hervorzuheben wird durch Kreis und Raute der Platz verschwendet.
    Ein der PEGI Einstufung ähnliches, rechteckiges Design mit klarer Aussage, d.h. kein ellenlanger Text, nur ein 6+ 12+ 16+ 18+, die den Platz ausnutzt ist Tausendmal besser.
    Meinetwegen mit farbigem Hintergrund, da dies die Wirkung noch maßgeblich verstärkt.
    Des weiteren sollte auf der Rückseite vermerkt sein weshalb das Spiel diese Freigabe erhalten hat, z.B. wegen der dargestellten Gewalt, expliziter Kraftausdrücke usw.
    (ja genau wie bei PEGI).
    Das würde den Eltern schon vor dem Kauf einen gewissen Eindruck verschaffen können.
    Man könnte außerdem auch diese Symbole farblich codieren, d.h. wenn ein Spiel sowohl Gewalt als auch Kraftausdrücke oder sexuelle Anspielungen enthält, dann sicher nicht alles in gleichem maße. Wobei die Eltern dann etwas differenzierter entscheiden können was sie ihrem Sprößling zumuten wollen.
    Wenn das Spiel z.B. nicht durch seinen hohen Gewaltgrad sondern durch heftige Wortwahl oder sexuelle Anspielungen das entsprechende Rating bekommen hat und die Eltern meinen das Ihr Kind damit umgehn kann, dann ist eine derartige Aufschlüsselung doch recht hilfreich.

  8. Auch wenn diese AKtion spät kommt ist sie gut, nur nicht für uns!
    Denn ich glaube nicht, dass man diese Kontrollen nur aus „guten Willen für uns Gamer“ macht, sondern dass jetzt die Verbotsbrüller testen wollen wie viele Spiele ohne Alterskontrolle an Kinder und Jugendliche abgegeben werden und am Ende wird man sagen : „wir haben es probiert und es funktioniert nicht“

  9. @Boomboy: Wenn diese Strafe in den Medien so oft erwähnt werden würde wie der Amoklauf dann würden die Verkäufer/innen aus Angst davor warscheinlich gründlicher arbeiten.

    1000€ sind schließlich kein Pappenstiel.
    Das wird bei einigen fast (wenn nicht sogar mehr als) ein Monatsgehalt ausmachen.

  10. Ne 17-Jährige hat sich ein Spiel ab 18 gekauft und die Verkäuferin muss 1.000 € Strafe zahlen???
    Wenn das so ist ist das schon i-wie arm…

  11. Die 17-Jährige war eine angestellte Testkäuferin vom Staat (oder von der Stadt oder Polizei, iwie so), wie es sie auch bei Alkohol und Zigaretten gibt. Die werden dafür bezahlt, dass sie austesten wo die Verkäufer nicht aufs Alter achten, obwohl sie es machen sollten.

  12. Das Personal an der Kasse ist mal wieder der Dumme in der Kette. Knallharte Auflagen der Geschaeftsfuehrung, dass X Artikel/Sekunde ueber den Scanner gezogen werden muessen, und die Schlange nicht mehr als Y Kunden lang sein darf, fuehren letztendlich dazu, dass eine Verkaeuferin den Job nicht vernuenftig macht.

    Ich wuenschte, ich saesse mal hinter einer dieser Kassen. Dann wuerde ich fluchs Gegensanzeige wegen Anstiftung erstatten :)

  13. yo wenn man sich mal in großen märken umsieht..die verkäuferinnen sind meistens eh voll gestreßt, für sowas gibt es kaufhausdedektive…die sollten auch das geschulte auge für das alter der kunden haben oder man bräuchte eine extra kasse nur für die pc-abteiung XD

  14. @hopfen:
    Dass ähnliche Testkäufe auch für Alkohol und Tabak unternommen werden, war mir nicht bekannt (wobei man es sich eigentlich hätte denken können). Gefällt mir gut, dadurch lassen sich dann die Zahlen vergleichen.
    .
    Zwar werden eh wieder viele Politiker behaupten, quasi jeder Minderjährige käme an Spiele ab 18 heran, aber dann kann man wenigstens dagegenhalten, inwieweit es bei Alkohol und Zigaretten (nicht) anders aussieht. Sollte die Anzahl an „ab 18“-Titeln, die an Minderjährige verkauft werden, tatsächlich recht groß sein, so wäre ich als erstes dafür, den VerkäuferInnen klar zu machen, dass die Altersgrenzen nichts freiwilliges sind.
    .
    Von diesem Warnsignal habe ich auch schon gehört, es jedoch nie in Aktion gesehen, da ich weder Alkohol trinke noch rauche und auch seit längerem kein Spiel mehr in einem Laden gekauft habe.
    .
    @Boomboy:
    Für ein Verbot reicht so etwas nicht (das derzeitige politische Klima mal außer Acht gelassen). Andernfalls müsste man auch Alkohol und Tabak verbieten, da ich wette, dass diese Güter auch teilweise an Minderjährige verkauft werden.
    .
    Es könnte allerdings durchaus dazu führen, wie ich oben schon schrieb, dass noch mehr Läden auf den „wir verkaufen keine „Killerspiele““-Zug (lies: wir wollen keine schlechte Publicity weil unsere Geschäftsregeln (siehe Paula) nicht mit den Jugendschutzgesetzen konform gehen) aufspringen. Solange die dadurch freiwillig ihren Umsatz beschränken, kann man dagegen, glaube ich, nichts machen.

  15. @ Mortipher:
    Ich als Jugendlicher kann nur sagen: JA man kommt leicht an Alkohol und Zigaretten, die man eigentlich nicht haben dürfte. Gerade diejenigen, die etwas älter aussehen müssen nur kurz den Perso hinhalten und die Verkäuferinnen nicken schon, geschweige denn von den Kiosks. Das beste Beispiel dafür wäre der Kiosk bei uns an der Schule, ohne den Tabak, den die an die Schüler verkaufen, würden die längst eingehen oder zahlreiche Artikel aus dem Verkauf nehmen.

  16. Eigentlich eine gute Sache.
    Ich bin mal gespannt was da an Bußgeld kommt, wenn die 1000 € ausgeschöpft würden fänd ich das im Vergleich zum Straßenverkehr zu heftig, aber immerhin.
    Schade auch dass nur die Verkäufering belangt wird und nicht die Vorgaben etc. kontrolliert werden.

  17. Endlich wird mal was richtiges getan!
    Naja, würd mich schon interessieren wann die jugendliche genau Geburtstag hat. Einer 17-Jährigen die in einem Monat 18 wird wür ich auch ein Spiel / Film ab 18 verkaufen. Ist ja nicht so dass jemand von einen auf den anderen Tag plötzlich „erwachsen“ wird.

  18. @BlaBlaBla: normalerweise müsste man solche Medien nur an Leute abgeben, die dafür reif sind. Das kann ein 16 Jähriger sein oder manch 20 Jähriger ist es nicht. Das kann aber denke ich kein Staat leisten, darum hat der Gesetzgeberr die Volljährigkeit eingeführt, die dann auch noch von 21 auf 18 herabgesetzt wurde. Irrgendwo muss die Grenze sein und der 17 Jährige dürft auch keine Schwierigkeiten haben seine Eltern zu überzeugen ihm das Spiel schon einen Monat früher zu kaufen und sonst wartet er halt.

  19. @hopfen:
    Die Sache mit der Reife ist so eine Sache.
    Eigentlich sollten genau hier die Eltern entscheiden, ob ihr Kind reif genug für solche Spiele ist (daher haben unter anderem meine Eltern mir auch Spiele wie FEAR oder dergleichen erlaubt, weil sie mich für reif genug hielten), oder ebene nicht.
    Leider missverstehen manche Eltern diese Entscheidungsgewalt und nutzen es einfach dafür aus, dass sie Ruhe vor ihren Kindern haben.

    Frohes Zocken

  20. Warum glaube ich nur, dass dies ein Strohfeuer ist, damit einige Politiker zur Wahl einen Beleg vorweisen können, um zu zeigen das sie doch etwas zur Einhaltung der Gesetze machen?
    Sobald die Wahlen dann vorbei sind, verschwinden diese Testkäufer dann wieder in der Versenkung.

  21. Ja, ja jetzt entdeckt die Politik diese sinnvolle Mittel um gegen die legale Verbreitung nicht jugendfreier Titel unter Minderjährigen vorzugehen. Wenn ich dran denke, wie sehr damals U-v-d-L (CDU) oder Sabine Bätzing (Dorgenbeauftragte SPD) dafür gebashed wurden, als sich so etwas forderten. Offenbar dauert es in Deu lange Zeit, bis Hirn vom Himmel fällt und sich gute Ideen tatsächlich durchsetzen.

  22. @Cyclonos:
    Nicht erst jetzt, Pfeiffer wollte WoW schon mal nachträglich ab 18 einstufen lassen, wegen der Gewaltdarstellungen sowie der Folterszenen (ein Buch von Stephen King ist da bei weitem heftiger).
    Als das nicht klappte, hat er wegen des Suchtpotenzials eine „ab 18“-Einstufung gefordert, was für die meisten Zeitungen wohl inzwischen die Definition für „Killerspiel“ zu sein scheint (also, die „ab 18“-Einstufung).
    .
    Mittlerweile fährt er zweigleisig, wie auch viele Politiker, was dann zu mehr oder minder expliziten Aussagen führt, dass die Gewaltdarstellung der entscheidende Suchtfaktor bei Compuerspielen sei (wird zumindest von manch einem Artikel / Fernsehsendung so suggeriert).
    Dass sich damit trefflich Wahlkampf betreiben lässt, weil man bei so „pösen gewaltsüchtig machenden Killerspielen“ (kein Zitat) gar nicht auf der falschen Seite stehen kann, erklärt sich von selbst – nebenbei gibt es noch schöne Publicity für den Verein (KFN e.V., nicht vergessen), der die ganzen Studien dazu rausgibt.

  23. Naja, ich einigermaßen gutter dinge, dass nicht jeder Politiker den Kram des KFN glaubt… selbst CDU-Politker. Vor ein paar Tagen saß Herr Pfeifer ja bei Phönix in einer Diskussionsrunde wo auch (zum ersten mal) jmd vom GAME e.V. vertreten war, und ein CDU-Politiker aus dem Familienministerium NRW, und der hat ansich genau das gesagt, was wir hier immer sagen und fordern. Und so wie es aussah hatte er Herrn Pfeiffer mindestens genauso gerne wie wir.

  24. Die höhe des Bußgeldes kann also in jedem Fall bis zu 50.000 € betragen.
    Was dann in der Praxis geschieht wäre mal interessant zu wissen.
    Ich meine laut der news waren es nur 1.000 € was angesichts der Maximalstrafe doch sehr wenig ist. Wie siehts da bei Alkohol und Zigaretten aus?

  25. @Atalker: Die Abgabe von Alkohol an Jugendliche ist weder für einen Verkäufer noch für eine Privatperson straffrei. Wenn du mit 18 nen Sixpack kaufst und den mit deinem 17 Jährigen Freund teilst machst du dich Strafbar. (Bier ist doch inzwischen ab 18, oder. Sonst duch Vodka ersetzen)

  26. @Video von Modgamers: Da kann ich dem Redner echt nur applaudieren! Ich werd mir gleich mal die ganze Diskussion ansehen.

    @kraid: Ich glaube die 50000 sind bei wiederholtem Verstoß das Maximum.
    Man kann ja nicht gleich in die Vollen gehen.
    Das wäre dann (auch wenn die zu bestrafende Tat als strafbar bekannt ist) unfair.

  27. @hopfen:
    Bier ist weiterhin ab 16 geblieben, auch wenn das nur die u18er und die Kassierer zu wissen scheinen :D.
    Alles andere außer Bier ist ab 18.

  28. @Poddel mit dem Bier haste recht…
    Mich wunderts nur, dass ich Reissdorf kriege aber V+ Energie (hälfte Alkohol) wollen sie mir nicht verkaufen. Naja ich brauchs nicht wirklich also was solls.
    Ich glaube der Grund warum so viele sich nicht an das Jugendschutzgesetz halten ist, dass die Grenzen nicht nachvollziehbar sind. Mit 16 kann mich auch kein Spiel mehr ab 18 erschrecken. Zumal CoD und Far Cry 2 ja nicht wirklich die Art Spiel sind die einen verängstigt unter die Couch kriechen lassen. Und das ich das superböse Killerspiel „Counter Strike“ zocken darf aber nicht reif genug für das Strategiespiel „Empire Earth III“ bin ist einfach nur lächerlich.

  29. @Ragy,

    und du vergisst, dass du mit 16 bei der BW mit echten Waffen rumhantieren darfst, aber keine virtuelle Ak47 benutzen darfst.
    Wie sagt einst Heinz Erhardt: Paradox ist, wenn sich jemand im Handumdrehen den Fuß bricht!

  30. @Boomboy: Du darfst doch auch mit 14 schon schießen lernen. Natürlich nur in echt, aber nicht mit dem „Killerspiel im Kinderzimmer“. Das hat mich bei dieser Diskussion mit dem „Ex-Süchtigen“ auch so gestört. Er immer mit seinem „2. WK im Kinderzimmer.“ Die Spiele sind ab 16/18 und da hat man kein „Kinderzimmer“ mehr.

  31. @hopfen
    Ich denke was hier immer gemeint wird ist die Vorstellung eines „Krieges“ an sich.
    Und den gibt es bei der Bundeswehr oder in Schützenvereinen im Ideal- oder Normalfall nunmal nicht.
    Man wendet sich sozusagen gegen diesen „Krieg“ der in Computerspielen „Spaß“ mache, und so weiter – dagegen meint man, auch im Sinne der Friedensbewegung, moral höchst gerechtfertigt und verantwortungsvoll argumentieren zu können.
    Der anderen Seite wird dann, wenn auch unausgesprochen, alles mögliche unterschoben was „für den Krieg“ sein könnte aus meiner Sicht.

  32. Warum wollen die Leute nicht begreifen dass „Spaß“(im Sinne von Freude) und „Unterhaltung“ zwei verschiedene Dinge sind?

    „Resident Evil“ zu spielen ist genausowenig amüsant wie „Saving Private Ryan“ anzuschauen.

    Beides ist Unterhaltung. Das heisst nicht dass es immer Spaß macht. Aber immer dieses „Und das soll Spaß machen???“ geht mir auf den Keks.

    Gruß
    Aginor

  33. Für mich wird das solange nicht verstanden werden, solange ein in der Bedeutung verschlechterter Unterhaltungsbegriff zur Anwendung kommt.
    Ich denke sogar, man hat überhaupt ein Problem mit „Unterhaltung“ (auch). Das passt nicht in ein althergebrachtes Bild erbaulicher Sachen. „Unterhaltung“ ist demnach an sich auch schon etwas niedrigeres und verwerflicheres als das was alljährlich kulturell in Bayreuth passiert um nur ein Beispiel zu nennen.
    Unterhaltung ist solange noch in Ordnung, solange sie harmlos wirkt (im Fernsehen zum Beispiel wenn Heinz Schenk früher auftrat oder heute noch bei „Wetten, daß…“) oder bei Krimis etwa moralisch eindeutig bleibt wie im „Tatort“.
    Ein Problem fängt es in Deutschland, zum Teil auch hier in Österreich öffentlich, im Kino etwa schon an zu werden, wenn eine neue „Harry Potter“-Verfilmung zu düster geriet oder selbst zuviel Gewalt enthält – sogar wenn in „Keinohrhasen“ zuviel über Sex gesprochen wird können schon lange Erklärungen bis Rechtfertigungen der FSK Zu lesen sein.

    Vielleicht sollte die USK Einmal deren Beispiel folgen und auf ihrer Homepage erklären, weshalb welches Spiel welche Altersfreigabe bekommen hat.
    Bei der Gelegenheit könnte man ja auch im Sinne der bereits bestehenden Gesetze darauf hinweisen, dass es überhaupt Titel gibt die gar kein Kennzeichen erhalten, wobei somit „Killerspiele“ auch diesbezüglich zu identifizieren wären.
    Nach Erfurt 2002 Gab es auch schonmal eine offensive Kampagne mit aufklärerischen Motiven von der USK. Seitdem ist mir leider nichts mehr so aufgefallen.

  34. So sehr es mich freut das endlich mal an der durchsetzung der gültigen regelungen gearbeitet wird trotzdem finde ich den ton dieser meldung schonwieder sehr bedenklich.


    Kann vielleicht daran liegen das ich inzwischen sehr gereizt auf das K wort reagiere aber in dem zeitungsartikel liest sich das ganze als hätte die verkäuferin ne geladene waffe verkauft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.