Killerspielverbot erwünscht?

(AZ) Dass bei den Umfragen der einschlägigen Institute die Mehrheit der Befragten für ein Verbot ist wundert mich nicht, aber dass selbst bei Onlineumfragen die Verbotsbefürworter die Mehrheit haben:

poll

29 Gedanken zu “Killerspielverbot erwünscht?

  1. Hmm in North Carolina ist heute morgen ein 45 Jahre alter Mann in einem Altersheim Amok gelaufen, diese Nachricht finde ich heute irgendwie interessanter, als irgendwelche halbgare Umfragen.

  2. Muss schon sagen, entweder hier wird schnell reagiert oder es gibt doch mehr Leute, die für Games sind, die die Seite im Link besuchen, auf jedenfall wollen nur noch 46,6% ein Verbot, 42% sagen nein und 11,5% sind der Meinung, dass zuviel Gamen schadet.
    Wobei ich diese Antwortmöglichkeit doch seltsam finde, denn was hat diese Sache mit dem Verbot zu tun? – Nichts! Alles schadet, wenn man zuviel davon konsumiert, Fernsehen, Zeitung, Schnitzel, Alkohol, Zigaretten, Kaffe, etc. und diese Dinge stehen auch nicht mehr in der Verbotsfrage.

    Frohes Zocken.

  3. Das ist in der Tat komisch mit der letzten möglichen Antwort.
    Ich bin für eine Umfrage auf dieser Seite:

    1. Alkohol verbieten!
    2. Alkohol nicht verbieten!
    3. Zu viel Kartoffelsalat essen ist schädlich.
    Stimmt alle ab!

    So in der Art ist das. Nummer drei mag zwar wahr sein, hat aber nichts mit der Frage zu tun.

    Gruß
    Aginor

  4. War wirklich nicht leicht zu finden.
    Naja, erstmal ist das mit den über 50% bei ja auch etwas dem Umfragetitel und den Antwortmöglichkeiten zu schulden.
    Jemand der “Killer-Videospiele” liest, ist eher geneigt die Verbotsfrage mit ja zu beantworten, als jemand der “Videospiele die ab 18 sind” liest.
    Zudem ist mir das ganze wiedermal zu stark auf die Games focusiert.
    Und wenn man dann die antworten noch so clever formuliert und schreibt:
    a) Ja, schützt die Jugend.
    b) Nein, bringt nichts
    und
    c) Zu viele games schaden

    dann nimmt das erheblichen Einfluß auf das Ergebnis.
    Is ja auch klar, ich bin auch für Jugendschutz und ebenfalls der Ansicht das zu viel zocken schadet, aber ich weiß eben auch um die schon bestehenden gesetzlichen Regelungen und das es keiner weiteren Verschärfung bedarf, maximal einer besseren Kontrolle und der Sensibilisierung der Allgemeinheit für das Thema.

    Gegenumfrage (bewußt darauf getrimmt das Gegenteilige Ergebnis zu erreichen):
    Sollen Medien die ab 18 sind verboten werden?
    a) Ja, ich bin für staatliche Zensur
    b) Nein, keine weitere Verschärfung
    c) weiß nicht, kenn mich damit nicht aus

    Wenn man diese Umfragen jetzt mal gegenüberstellt, erkennt man deutlich welchen Einfluß die Meinungsforscher auf Umfragen haben können.

    Ich würde denen ja gern mal meine wirkliche Meinung mitteilen und einen Komentar posten, aber:
    “Einsendungen erscheinen nicht automatisch auf dem Netz, sondern werden von der Redaktion überprüft und freigeschaltet.”
    “Gewähr für das Erscheinen in der AZ besteht nicht. Über die Auswahl wird keine Korrespondenz geführt.”
    Ich glaube nicht das die an echten Meinungen interessiert sind.

    Zudem ist das ne Schweizer Zeitung und ich muß ehrlich gestehen, ich weiß nicht so genau wie das mit dem Jugendschutz und der Altersfreigabe von Spielen in der Schweiz gehandhabt wird, nur das es bisher nicht so streng ist wie in Deutschland.
    Aber was nicht ist… .

  5. Die Antwortmöglichkeiten sind ziemlich doof gewählt, das stimmt. Habe der Redaktion auch die Leviten vorgelesen (bin Betreiber des CH Game-Magazins GBase.ch).

    @kraid:
    In der Schweiz gilt das PEGI-System. Die Shops unterschreiben einen Code of Conduct, der sie verpflichtet das Alter zu kontrollieren. Aber was in den eigenen 4 Wänden abläuft, kann noch so jedes Gesetz und Kontrolle unterbinden.

  6. Online Umfragen dieser Art sind im Endeffekt wie TED Umfragen und daher bieten die nicht mehr als verzerrten Blödsinn. Das einzige auf das man evtl. schließen kann, sind die Nutzer des Aargauer Regionalportals und alle Leute die über Links, wie diesen auf die Seite kommen.

  7. Haben wohl noch nicht viele mitgemacht. Vielleicht liegts daran das die Abstimmung so versteckt liegt.
    Schade das die Gesammtzahl der votings nirgends steht und meist auch nicht erwähnt wird wenn die Resultate publiziert werden.

  8. Da hätten sie die Kategorien auch anders wählen können:

    1. Ja, und schafft das Grundgesetz auch gleich mit ab.
    2. Nein, finde ich nicht gut (anstatt bringt einfach nichts…)
    3. Kuchen ist toll!

    mfg, hopfen

  9. Ähm nur mal so Freunde, die Antworten die man wählen kann finde ich irgendwie fast gleich von der Aussage her.
    A : Ja schützt die Jugend
    B : bringt nichts
    C : zu viel Gamen schadet

    Also C ist eigentlich gleich A und die Aussage von B verleitet unwissende leicht zu A.
    Von daher hätten die Antworten eher “Ja” oder “Nein” sein müssen, um ein objektives korrektes Ergebnis zu erhalten.

  10. A: 26,7%
    B: 66,7%
    C: 6,6%
    stand 18:35Uhr

    langsam wirds…
    was haben die in der schweiz eigentlich gegen “killerspiele”. kann man da etwa auch panorama empfangen?

  11. @DerMarc42: Glaube schon aber der Hauptgrund wird sein: Die haben da einen der mal Stranglehold gespielt hat und es hat ihm Spaß gemacht.
    Da er aber dann dachte “sowas darf keinen Spaß machen” hat er bei Media Markt versucht es aus den Regalen zu klagen.
    Das hat nicht geklappt und jetzt regt er sich über solche Games im schweizer Fernsehen auf.
    Also ist das fast der schweizer Wallies (nur nicht so weinerlich^^).

  12. Bei dem Wallis ist nicht das schlimme, dass er “rumheult”, sondern das seine Formulierungen stark an den Kölner Aufruf erinnern. Hier noch ein schöner Beitrag aus dem bayrischen Fernsehn http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/kontrovers/kontrovers-manuskript-pdf-download-integration-ID1237285555610.xml?_requestid=627004 (stand 17.03., wurde aber am 18.03. ausgestrahlt… passt verdammt gut). Auch hier zeigt der Bericht und die Kommentare der Interviewparter deutliche Paralellen auf (sowohl Spitzer als auch Hopf sind Unterzeichner).

    Ist schon heftig sowas im Fernsehn zu sehn, besonders, in einer Sendung, die sich “Kontrovers” nennt, vor allem weil die Medien ja voll von kritischen Berichten über PC-Spiele sind. Die Sendung soltle sich in diesem zusammenhang, doch eher “Konformismus” nennen. Vielleicht sollte denen jmd mal den Gegenaufruf zum KöAuf. senden, wo gesagt wird, dass dieser Aufruf sich “an der Grenze eines Demokratischen Diskurses” bewegt.

  13. Ja der Näf ist hier bei uns (in der Schweiz) der “Anführer” der Anti-Killerspielbewegung. Er meint leider auch, dass er alle unmoralischen Spiele verbieten muss. Und seine Verbotsforderungen umfassen ein Herstellungs-/Einfuhr- und Verkaufsverbot, das soll man sich mal vorstellen.

  14. Das wäre etwas weit hergeholt, aber immerhin ist er einer der Erstunterzeicher des Kölner Aufrufs. Wundern tut mich also seine Einstellung nicht.

    Gruß
    Aginor

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