Interview mit Dorothee Bär

(KSS) „Gamer gegen Gewalt“ hat ein Interview mit Dorothee Bär geführt, die in der Debatte um gewalthaltige Videospiele schon öfters Stellung bezogen hat. Während sie ursprünglich das von Bayern angestrebte Verbot von „Killerspielen“ befürwortet hatte, spricht sie sich nun dagegen aus. Auch wenn bei Amokläufen Videospiele nicht die alleinige Ursache seien, scheint sie hierin den größten Risikofaktor zu erkennen:

Welchen Schritt sollte die Politik gehen, um zukünftig potenziellen Amokläufern vorzubeugen?

„Ich plädiere für die Einführung eines Unterrichtsfachs Medienkunde. Sowohl Schüler als auch Lehrer müssen besser über Gefahren und Chancen neuer Medien aufgeklärt werden.“

15 Gedanken zu “Interview mit Dorothee Bär

  1. also ich find auch das es in der schule ein fach wie dieses geben sollte
    natürlich auch mit beispielen
    quasi testzocken
    gewaltvideos analysieren und so was jetzt nur mal als idee

    oder sagen wir es so sexualkunde für medien XD

  2. ich kann mir eig nicht richtig vorstellen wie so ein unterricht aussehen soll. ich glaube „testzocken“ würden viele politiker als eine art „erste berührung mit einer droge“ sehen oO
    ich befürworte aber fast alles was gegen ein verbot spricht.

  3. Ich finde Aufklärung im Stile wie es bei Sexualkunde ist reicht vollkommen aus.
    Allerdings muss dieses Fach auch zwingend für die Eltern sein, denn auch die müssen wissen welche Spiele und welche Jugendschutzgesetze es dafür gibt.
    Denn die Elter denken bei dem Wort Computerspiel eher an sowas wie Pong oder Pacman.

  4. Ich finde so was gut. Ein totales verbot würde sowiso nichts bringen, zumindest in meiner sicht. Aufklärung ist auch wichtig. Naja Medienkunde wäre interessant aber ich denke es wird sich wegen den kosten nicht durchsetzten.

    Trotzdem guter ansatz

  5. Hmmm…fällt das nicht in den Aufgabenbereich der Eltern?
    Und sowieso, wie soll das denn aussehen? Wird dann beigebracht, dass Film- und Spielehandlungen nicht real sind? Was anderes kann ich mir nicht vorstellen…
    Aber wenigstens ist das besser, als einfach mit KiPo-Vergleichen um sich zu schleudern.

  6. Gibts in Schottland nicht das Wahlfach „Gamedesign“?
    Medienkunde als Fach wäre glaube ich nicht umsetzbar. Ich mein was soll den da alles reinkommen. Bei meiner Schule gabs neulich einen erste Hilfe Kurs wo wir an zwei Tagen mit jeweils sechs Stunden aufgeklärt wurden was man in nem Notfall machen soll.
    Sowas würde ja wohl auch für Medien gehen. Testzocken wäre vielleicht auch umsetzbar aber ich spreche nicht von „Call of Duty“ oder „Dead Space“ sondern von einem zu diesem Anlass konzepierten Minispiel (ähnlich wie Half Life: Lost Coast bei CSS) das vor allem zeigen soll wie sich Videospiele vom 16-Bit Knöpfchengedrücke zu einer Kunstform entwickelt haben.

    Wenn man an die tollen Final Fantasy Geschichten denkt oder an die Atmosphäre wenn man bei Far Cry 2 mit einer Rostlaube durch die Pampa fährt dann sieht man doch, dass die Branche von Mini-Tripps um die Welt bis hin zur brachialen Action alles zu bieten hat.

  7. Also wenn es um Computerspiele als Kunst geht, würd ich eher sowas wie Bioshock oder We Love Katamari kommen. Ansich gibt es sowas für Eltern aber schon. Es gibt zB. den Verein „Gameparents“, welcher mit Eltern-LANs u.ä. die Eltern über Computerspiele (unterschiedlicher Freigaben) und das Internet aufzuklären versucht. Ansich eine lobenswerte Initiative.

  8. Ich finde, dass man vor allem im allgemeinen am Computer besser ausgebildet werden sollte.
    Das Problem vieler Menschen ist, wie ich denke, nicht die Spiele, sondern dass sie den Computer nicht verstehen. Sie verstehen nicht, wie ein Computer funktioniert, dass er eigentlich nur mit 1en und 0en rechnet und dass das, was wir da „abknallen“ nicht Menschen sondern 1en und 0en sind (demnach könnte man auch Mathe-Unterricht verbieten – dort werden in großer Zahl Zahlen verstümmelt (durchgetrichen ;) ).

    Den Vorreiter dazu könnte man durch AG’s bringen (sowas hatte ich eh schon geplant, aber da man AG’s erst in der Oberstufe anbieten darf und da hat man dermaßen viel zu tun, dass man die Freizeit lieber nicht in der Schule verbringt (Und bei aller Liebe: ich kenne von 10 Schulen nur 2 Lehrer, denen ich zutrauen würde, so etwas gut durchzuziehen).

  9. @echo: Wenns die Eltern halt nicht machen muss sich eventuell jemand anders was überlegen, deshalb ist dsa Fach sinnvoll.
    Wie soll das aussehen? Man könnte z.B. in einer Stunde das Thema SchülerVZ und Datenschutz anschneiden.
    Dann wären so Dinge wie: wie surfe ich sicher im Netz, wie zitiere ich aus dem Internet … alles Dinge, die in so ein Fach passen könnten. Daneben sollte Gewalt z.B. ein Thema sein etc. etc.

  10. „Medienkunde“ …
    .
    Ist das dann wie Religion, Geschichte, Politik und Sozialwissenschaften, das man eigentlich kaum Bezug zum Fach hat und über das dritte Reich redet?! So war es zumindest bei mir in der Schulzeit. Vermutlich würde dann in Medienkunde ein Film zum 3. Reich gezeigt…
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    Mal im ernst: Medienkunde ist wichtig, ja, aber wer soll das Unterrichten?! Viele Lehrer auf meiner Schule waren nichtmal fähig eine DVD in den DVD-Player einzulegen, weil da kein breiter Schlitz für eine VHS-Kasette war.
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    Darüber hinaus wurde bei mir an der Schule ohnehin jedes Unterrichtsfach zum „reden über das dritte Reich“ missbraucht – nagut, Naturwissenschaften jetzt nicht so, aber in allen anderen Fächern dominierte das Thema alles.
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    Bevor man neue Fächer einführt, sollten ersteinmal die alten Fächer mit sinnvollem Stoff gefüllt werden und vernünftige Lehrkräfte ausgebildet werden, die diese Fächer dann auch unterrichten können, bevor die Schulkinder dann am PC das gleiche lernen wie in jedem anderen Fach auch.

  11. Hmm maSu bei dir etwa auch?
    Bisher dachte ich, dass ich in der Minderheit war, wenn es darum ging das ich in der Schule, anstatt anständiger Bildung(z.b. Geschichtliches Wissen) nur „Das dritte Reich war Böse mkay?“ zu hören bekam.

  12. Das war bei mir damals auch so.
    Ist angeblich je nach Bundesland verschieden. Wir aus BaWü hatten drittes Reich in allen Formen und Farben in allen Fächern. Mehrfach.
    Mit der Zeit konnte man es echt nicht mehr hören.

    Gruß
    Aginor

  13. Was ich mich dabei frage ist, welche Ästhetiken in einem solchen Unterrichtsfach in Deutschland denn beigebracht werden sollen, und da schwant mir ehrlich gesagt übles…
    Ansonsten müsste man seine als gesicherte Erkenntnisse geglaubten Ansichten über „Killerspiele“ ja vielleicht revidieren.

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