Branche fordert Entschuldigung

(Golem) Nach dem die gewohnte Diffamierung von Videospielern durch Politiker der CSU ein neues Level erreicht hat, fordern nun BIU (Industrie), G.A.M.E. (Entwickler) und ESB (Liga) geschlossen in einer gemeinsamen Presseerklärung eine offizielle Entschuldigung:

„Wir fordern von Herrn Herrmann eine deutliche Entschuldigung für diesen verbalen Fehlgriff.“
Stephan Reichart (G.A.M.E.)

„Wir fordern den bayerischen Innenminister auf, seine politische Geisterfahrt am rechten Fahrbahnrand zu beenden und zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren.“
Olaf Wolters (BIU)

„Der ESB erbittet vom Bayerischen Innenminister eine deutliche Entschuldigung! Solange dieses nicht geschieht, fordert der ESB seine Mitglieder auf, deutliche politische Signale gegen die CSU zu setzen.“
Frank Sliwka (ESB)

(Danke an Gunnar und Aginor.)

26 Gedanken zu “Branche fordert Entschuldigung

  1. Dringend nötig… Auch ich habe das in einer Mail an Hermann und das Innenministerium gefordert doch allein wird man da als Schüler kaum Erfolg haben.

  2. Nach den ganzen Hate-Mails an diverse Medien und Parteien, war es schön G.A.M.E. e.V. mal eine nette Email zu schreiben und sich für diese klare Pressemitteilung zu bedanken.

  3. ich sehe, daß sich langsam… gaaanz langsam widerstand regt.
    wie schön, daß solchen politproleten endlich mal was deutliches ins gesicht gesagt wird.
    gruß

  4. Ja endlich wird was gesagt aber wird es auch gehört?
    Immerhin hört sich das jetzt für die Killerspiel-Verbot Beführworter so an als würde Bin Laden höchstpersönlich eine Entschuldigung verlangen, dass seine Leute in der Presse schlecht gemacht wurden. Ich weiss krasser Vergleich aber so ist es ja nunmal und da wir ja sowieso alles Terroristen sind…

    Bald wird eine Antwort kommen und es sollte klar sein, dass sich die „Drahtzieher“ nicht entschuldigen werden sondern eher wie gehabt weitermachen.
    Das heisst : lügen, schlechtreden, Tatsachen verdrehen, noch mehr lügen, Propaganda verbreiten usw.

    Und solang die grosse Masse nicht aufgeklärt wird, werden G.A.M.E, BIU zund ESB von allen Seiten ins Kreuzfeuer genommen.

  5. Ja, klar. Das ist nur der erste Schritt. Aber ein wichtiger.
    Wir dürfen nicht nachlassen, uns nicht darauf ausruhen, das muss allen klar sein!

    Gruß
    Aginor

  6. ich kann die pessimistische einstellung nachvollziehen aber wie agino sagt sollte man das eher als stein sehen der eventuell zum rollen gebracht wird.

  7. Tut mir Leid… Diverse dumme Menschen haben mir meinen Optimismus geklaut.
    Ihr glaubt nicht wie sehr ich mich über einen Irrtum meinerseits freuen würde.
    Wir können uns auch ab jetzt als Killerspieler kennzeichenen xD.
    So das es jeder sieht. Wenn aufeinmal 2 Millionen Menschen mit Aufkleber auf dem Ärmel rumrennen fällt das schon auf.

  8. ROFL sehr schön… :D Merke: Nur möglichst krass beleidigen und schon gibt es Reaktionen.
    .
    Wobei, gab das nicht schon mal so einen Vergleich von Beckstein, damals auch Innenminister Bayerns? Er wurde damals verklagt, wenn ich mich recht erinnere, allerdings hat sich das wieder im Sande verlaufen, nachdem die Klage abgewiesen wurde.

  9. Hat aber ziehmlich lange gedauert.
    Eigentlich hätten sich alle 3 Firmen (oder was auch immer die sind) schon von Beginn dieser niveaulosen Diskussion zu Wort melden müssen, so wie es z.B. auch der Schützenverband getan hat und einen Tag später würde das aktuelle ach so beste Waffengesetz in den Medien in Schutz genommen.
    Die drei hätten sich genauso verhalten müssen, als klar war, dass nun diese Killerspielpropaganda wieder von vorne anfängt.

  10. wobei mir gerade einfällt, wenn sogar diese 3 firmen diese äußerung als diskriminierend, kriminalisierend ansehen, dann muss eine anzeige doch rein theoretisch möglich sein mit einer gewinnchance von sagen wir mal 70%.
    ansonsten könnte ihm diese aufforderung am allerwertesten vorbei gehen.

  11. Es geht in der Justiz nicht darum, was die meisten denken, sondern darum was im Gesetz steht.
    Deswegen zu klagen hätte wenig Sinn auf Erfolg.
    Das Problem wäre, dass man sich, um den Tatbestand der Verleumdung zu erfüllen, eindeutig persönlich angesprochen fühlen müsste, und so genau war die Äußerung nicht. (Wenn man den Text der Pressemitteilung des Innenministeriums liest wird das klar)

    Im Übrigen sind das alles drei Verbände, also Zusammenschlüsse vieler Firmen, bzw. im Falle des ESB die e-Sport-treibenden. Wenn sich nur drei Firmen beschweren würden, wäre das schwach.

    Gruß
    Aginor

  12. @Pyri
    Wahrscheinlich haste recht. Bisher hab ich nirgends was in der Zeitung oder sonstwo gelesen. Noch nichtmal so ne knleine Randnachricht, dass die Politiker die Beschwerde zur Kenntnis genommen hätten -.-

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