8 Gedanken zu “Programmhinweis

  1. Meine Meinung zum ZDF-Beitrag: Naja, aber deutlich informativer und vor allem neutraler als sonst – das Wort „Killerspiel“ (okay, dafür „Gewaltspiel“) wurde nicht einmal erwähnt. Nur: der „Probespieler“ hat keine [wirkliche] Ahnung, worum es in Drakensang geht – hier wäre ein Interview mit den Entwicklern passender gewesen…aber welcher Entwickler will dem ZDF schon ein Interview geben?

  2. 3Sat- und NDR-Bericht klingen beide recht offen und fast schon spielerfreundlich…
    Muss später mal die Streams anklicken wenn ich daheim bin ;)

  3. Auszug aus dem NDR-Stream:
    „Killerspiele haben eine ganze Branche in Verruf gebracht.“
    Erstmal glaube ich dass dieses Kunstwort immernoch zu oft benutzt wird. Außerdem haben wohl eher die Politiker und „Experten“ die sich ständig neue Schauermärchen einfallen lassen die Games in Verruf gebracht.

    Werd mir auf jeden Fall die Sendung auf 3SAT ansehen. Klingt schonmal nicht so parteiisch wie andere.

  4. Also Betreff des Beitrags des NDR bin ich denn doch enttäuscht! Warum? Es wird das „serious game“ also das „pädagogische“ Computerspiel hervorgehoben, das meiner Meinung nach keinen wirklichen Benutzer von Computerspielen hinter dem Ofen hervorlockt. Das da „Die Siedler“ als Alibispiel herhalten muß finde ich schon sehr arm.
    Nebenbei stimmt es ja auch gar nicht, das ein anständiges Computerspiel 30 bis 60 Euro kosten muß. Man braucht ja nur eine Zeitlang zu warten. Man bekommt genügend ältere Spiele für 10 Euro und weniger. Und kostenlose Spiele kann man auch im Internet finden.
    Jedenfalls um die Kundschaft hinter dem Ofen hervor zu locken, und amit meine ich nicht die Eltern, Omas, Opas und sonstigen Verwandten, die ihren armen Kindern so einen Pädo-Mist schenken, und sich dann wundern, wenn die dag Gegenteil von begeistert sind, müssen die „serious games“ Programmierer noch gewaltig zulegen.

  5. @Arbol01
    Was sind den „wirkliche Benutzer von Computerspielen“? Bei den Serious Games ist die Zielgruppe eine andere und dienen letztlich dazu Menschen anzusprechen, die sonst keine Spiele spielen, aber mit solchen Knobelein dann doch etwas anfangen können. Zudem lassen sich die SGs auch im Unterricht einsetzen, um etwa, wie im Beitrag gesagt, eine neue Form der Lernmotivation zu schaffen, die eben nicht darauf abzielt, dass man z.B. nur auf dem Papier rechnet, sondern spielersich Mathe lernt und am Ende noch eine Art Belohnung kriegt (wenn auch virtuell), was einer Art Erfolgsgefühl schafft.
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    Und die Siedler sind nun mal einer der Klassiker bei dem Genre der Aufbauspiele, man hätte auch Anno nehmen können. Zudem wirkt Siedler eben wegen der Grafik recht niedlich und darauf springen eine ganze Reihe von Spielern an, sonst würde die Reihe trotz ihres Alters nicht immer wieder neue aufgelegt werden. Schließlich findet sich auch das grundlegende Spielprinzip (Erschaffung von Siedlungen mit verschiedenen Produktionskreisläufen) in soooo vielen Spielen.
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    Das mit den Preisen stimmt natürlich, allerdings meinte der Typ im Video nicht, dass man 30-70 EUR zahlen MUSS, sondern das sie so viel kosten, was bei neuen Spielen meist stimmt. Es gibt nun mal eine ganze Reihe Spieler, die sich ein Spiel kaufen, wenn es rauskommt und nicht ein-zwei Jahre warten, bis man’s für wesentlich weniger bekommt. Dafür kann die Industrie dankbar sein, denn ohne diese Leute würden die Umsätze aus Spielen wesentlich geringer ausfallen und in noch weniger Fällen die Produktionskosten decken, als sie es ohnehin schon tun, was dann zum Ruin vieler Studios und weniger neuen Spielen führen würde.

  6. @Crusader:

    „Bei den Serious Games ist die Zielgruppe eine andere und dienen letztlich dazu Menschen anzusprechen, die sonst keine Spiele spielen, aber mit solchen Knobelein dann doch etwas anfangen können“

    Sicher? Es gibt, abseits der unseligen „Serious Games“ (die gab es schon in der 80er Jahren, und nie ist etwas besser geworden) auch gute, und teilweise kostenlose, Knobelspiele. So Enigma und Oxyd; es gibt die Spiele von kaser.com, die Ausgezeichnet sind.
    Ein anderes Negativbeispiel würde ich „Edna bricht aus“ nennen. Man kann sich (kostenfrei) ScummVM aus dem Internet besorgen, und dann, mit etwas glück, günstig aus dem Gebrauchtbereich „Day of the Tentacle“, „Sam&Max“, „Legend of Kyrandia“ und andere ältere SCUMM-Adventures besorgen. Die sind zwar alle schon aus den 90ern, aber von der Technik und dem Witz fegen die Edna wie nichts weg.
    Nee, dabaei bleibe ich: „Serious games“ taugen alle nichts!

    Und nichts gegen „Die Siedler“ selbst. „Die Siedler II“ war das Beste Siedler überhaupt. Aber als Alibi-Spiel für „Serious games“ finde ich „Die Siedler“ zu schade.

    Apropos Warten: Verleirt ein Spiel, auf das ich warte, wirklich an Spannung? Ich habe mir erst letzte Woche Bioshock gekauft. Prey habe ich mir von der Pyramide geholt. Half Life 2 und Doom 3 auch erst, als ich mir Oktober 2005 mal wieder einen neuen, für solche Spiele tauglichen, PC zusammengeschraubt habe. Nur „Hellgate: London“ habe ich mir zeitnah zum Erscheinungstermin gekauft, und „Portal“ auch.

    Ich bin ein Fan von älteren Spielen, und das, was mein Vater für meine Nichte und Neffe an „pädagogisch wertvollen“ Spielen gekauft hat, davon bekomme ich die Krätze (Schüttel). Wir haben 2009, und 1987 gab es schon super Computerspiele wie „Dungeon Master“, „Mercenary“ und Konsorten.
    Aber die Macher von „pädagogisch wertvollen“ Spielen machen sich mehr gedanken darüber, wie der erhobene Zeigefinger in das Spiel eingebaut wird, als darüber, wie ein Spiel wirklich technisch gut gemacht ist und auch Spaß macht.

  7. Hat einer von euch heute „Neues“ gesehen? Die Sendung war spitze und hat die Disskussion von einem neutralen Standpunkt aus betrachtet. So sollte eine Berichterstattung aussehen.

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