Mehr von Herrmann

(SPON) Mittlerweile haben die Aussagen von Joachim Herrmann auch Spiegel Online erreicht – für einen eigenen Artikel hat war es dann aber doch nicht wichtig genug. Dort werden auch nur die Reaktionen der Branche und nicht die der Spieler erwähnt. Interessant ist auch ein Interview, dass Bayern 2 mit dem bayrischen Innenminister geführt hat. Der Moderator führt aus, dass „Die Abläufe von Winnenden haargenau dem entsprechen„, was man in gängigen Videospielen einübt und auch Herrmann führt an, dass gewalthaltige Videospiele ja „ganz offenkundig Hemmschwellen herabsetzen„.

(Danke an amegas.)

29 Gedanken zu “Mehr von Herrmann

  1. Ich such mal. GTA: San Winnenden, Counterstrike:Amok und den Hemmschwellenherbansetzungs-Mod für UT3… nix gefunden. Seltsam

  2. Liegt ja auf der Hand.
    In Call of Duty muss man ein Klassenzimmer aus dem zweiten Weltkrieg stürmen, In Counter Strike entführt man regelmässig Autos und wer in Battlefield noch nie ein Autohaus gestürmt hat weiss nicht was er verpasst hat.

    Wenn man so argumentiert. Ist jeder Geiselnehmer, Bankräuber, Mörder, Terrorist und jeder Amokläufer ein Killerspieler. Auch die Idee von dritten Reich kommt ja eindeutig von Warcraft 3, die NASA schiesst Raketen seit „Mass Effect“ ins All und wir existieren nur weil Gott „Die Sims“ so toll fand.

    Spiele basieren doch auf der Realität, sie sind aber nicht real.

  3. Was erwartet man auch von Sendern wie Bayern 2 die natürlich CSU loyal sind?

    Und wo wir gerade von „Vergleichen“ reden.
    Im S-H Coutier stand ein toller Satz zum Thema Nordkorea und Militär.
    Wenn Nordkorea das eigene Volk nicht mit Essen versorgen kann, dann präsentiert es sein Militär, damit das Volk sein Land und seine Regierung als „Super toll“ empfindet.
    Das gleiche haben wir auch hier nur mit dem Unterschied : Wenn Politiker ihr Volk nicht mit den richtigen Antworten füttern kann, dann wird halt mit falschen Antworten gefüttert.

  4. „Man hört jetzt von jungen Leuten, dass die Abläufe […] haargenau dem entsprechen, was von bestimmten Computerspielen geboten wird“
    Scheinbar ist der Begriff „jung“ neuerdings ganz schön dehnbar…

  5. Ich kann den Sarkasmus in den Kommentaren gut verstehen.
    Aber ich frage mich allmählich, ob man wirklich nichts tun kann (Leserbriefe oder ähnliches werden ja eh mit einer Standardantwort abgespeist).

    Die Aussagen bei Bayern 2 verlassen die unsachliche Ebene und gehen zu dreisten Lügen über. Lügen, nicht schlecht recherchiert, sondern ganz bewusst die Wahrheit verfälscht, um damit zu manipulieren. Eine Aussage, dass die Tat von Winnenden mit der in einem Spiel haargenau übereinstimme, ist nicht recherchiert. Sie ist dreist erlogen.
    Sich dabei auf eine Guppe dritter zu berufen ändert nichts an der Pflicht eines Journalisten, zu recherchieren. Sonst kann man ja alles in Berufung auf eine diffus bestimmte Gruppe behaupten („junge Leute haben gesagt, Brot macht dick, dumm und traurig!“).

    Auch die Aussage, dass durch das Internet jeder zu allem freien Zugang hätte, ist schlichtweg erlogen und dient nur der Stigmatisierung eines neuen Mediums, mit dem viele nicht mehr klarkommen. Ich habe im Internet nicht mehr freien Zugang zu Waren als im Laden am Regal. Wenn ich mir diese aneigne ohne zu bezahlen, ist das Diebstahl.

    Immerhin, Herrmann gibt uns seine Definition von „Killerspiel“ preis: Spiele, in denen der Täter in die Rolle eines Gewalttäters schlüpft. Das umfasst, nun, jedes Rollenspiel, jeden Shooter, jedes Action-Adventure vom Schlage eines Zelda oder Herr der Ringe oder gar vielleicht Mario, möglicherweise Strategiespiele und vielleicht eingeschränkt auch diverse Sportspiele (NFS: Underground könnte ich mir da vorstellen). Na dann.

    Ich hoffe, dass diese Definition Schule macht. Da damit ein Großteil der Spiele überhaupt bezeichnet wird, kann man sich trefflich über den Begriff lustig machen („Hey, schon das neue Drakensang-Killerspiel gekauft?“), wodurch er schnell seine politische Wirkung verlieren dürfte.

  6. „Ich habe im Internet nicht mehr freien Zugang zu Waren als im Laden am Regal.“
    Ich schon, die Orange Box hab ich mir schoen ungeschnitten aus UK bestellt, da haette ich in den Warenregalen vor Ort lange such koennen.

  7. Waffengesetze runterreden und sagen „Gesetze müssen eingehalten werden!“ aber bei Games gleich „Böse! Müssen weg!“. Herr H. soll einfach seine klappe halten. Er hat sich durch seine Aussagen für die weitere Diskussion disqualifiziert.

    Ich farg mich auch welche „jungen Leute“ die da gefragt haben. Rainer Fromm oder H. selbst? Ich kenne kein Game das haargenau so aufgebaut ist. Somal man in keinem mir bekannten Game in einer Schule rumlaufen kann (OK in einer Mod für Postal2 gabs eine Schule mit Zombis aber ansonsten war die leer).

    Ich will mal eine Studie sehen in der deutlich und ohne Zweifel bewiesen wurde dass mit Games die Hemmschwelle (komisch ist dass er nicht sagt welche) herabgesetzt wird.

    …und am Ende muss mal wieder behauptet werden dass Gamer „Menschen abknallen“.
    Der soll sich entschuldigen für seine beleidigenden Aussagen und endlich in die Realität zurückfinden.

    „Diese Spielen haben meines Erachtens nach bei uns nichts verloren!“
    Meines Erachtens nach schon und wenn man jetzt abstimmen würde (nachdem natürlich alle Lügen aufgedeckt wurden und alle richtig informiert sind) wäre Herr H. in der Minderheit.
    Politiker sollen eigendlich zum Wohle des Volkes handeln und das heißt objektiv und nicht subjektiv Entscheidungen fällen.

  8. aber er hat ja auch recht.
    wie viele die „sims“ spielen wohnen in einem haus? na?

    aber das ganze ist doch den stress nicht wert.
    die presse wird immer distanzierter, es melden sich immer mehr „experten“ und experten die sagen es gäbe keinen direkten zusammenhang und die csu ist doch auch auf einem abfallenden ast.

    darüber hinaus hat die „wir wollen entschuldigungen“-petition schon 2229 zeicher (ich finde deren gültigkeit zwar leicht fraglich…)

    @ Mortipher: zähl auch normale click and point advantures mit auf.
    soweit ich weiß prügelt man auch bei „largo winch“ (oder so ähnlich) und bei „black mirror“ begeht man suizid.

  9. @Murray / Mortipher
    Ihr saggt es! Das groteske ist ja schon, das Herrmann’s Definition eines bösen Killerspiels auch auf Drakensang anwendbar ist, was jüngst den Computerspielepreis erhalten hat. Skandal! Ein Killerspiel hat trotz aller Einflussnahme nicht nur am Wettbewerb teilgenommen, sondern auch noch gewonnen! Ich fordere Konsequenzen, das darf sich nicht wiederholen! Verschwörung der Industrie!!
    .
    Hallo Herr H.??? Wir wollen Namen! Mit welchen Spielen ließen sich die Ereignisse in Winnenden trainieren?

  10. Ach, es werden doch nie die Namen der angeblich betreffenden Spiele genannt. Eher wird mir irgendwelchen CDs vor den Kameras herumgefuchtelt.

  11. Und noch was !
    Herrmann findet ja, dass die Polizei vorbildhaft alles richtig gemachth at.
    Jetzt steht auf dem N-TV Teletex, dass es einen schwerwiegenden Fehler gab.
    Und zwar diesen hier, ich zitiere aus dem Teletex:

    Bei der Verfolgung des Amokläufers von Winnenden hat es nach einem Bericht des „Focus“ eine folgenschwere Panne gegeben.
    Danach hatte die Polizei den 17 Jahre alten Amokläufer Tim K. bereits gestellt, bevor er in ein Autohaus in Wendlingen laufen konnte und dort zwei Menschen erschoss.
    Die Staatsanwaltschaft bestätigte den Bericht.
    Nach bisherigen Angaben zum Tatverlauf hatte es geheißen, der Amokläufer sei erst nach seinem Eindringen in das Autogeschäft von der Polizei durch Schüsse getroffen worden.
    Zitat Ende.

    Dazu muss ich selbst aber noch eine schwere Panne dazu geben (achtung meine Meinung):
    Als die Polizei ihn mit einem Beinschuss durch einen Scharfschützen zu Boden brachten, wieso hatte die Polizei es zugelassen das er sich selbst umbringt, bevor die Polizisten sich zu ihn hinwagten?
    Theoretisch gesehen hätte der Scharfschütze es verhindern können, da der 17 Jährige ja mitten auf der Straße von ihm erwischt wurde.
    Und die Beamten auf der Straße hätten schnell zu ihm eilen können um ihn fest zu nehmen, stattdessen wurde gewartet bis der Junge sich selbst umbrachte.
    Wollten die Polizisten so Rache für ihre Kollegen üben?

  12. Bei aller Antipathie für hohle Hetzparolen à la Herrmann bin ich froh, dass er endlich mal klargestellt hat, was für ihn „Killerspiele“ sind. Videospiele, in denen man einen Gewalttäter spielt.
    Damit wäre das Kriterium auch nicht mehr auf jedes beliebige gewalthaltige Videospiel anwendbar, da man z.B. in Call of Duty einen Soldaten und keinen Gewalttäter wie z.B. in Hitman spielt. Ich schätze aber mal, dass er das selbst dann doch nicht so sieht…

  13. Ich sehe das Problem bei dieser ganzen Debatte eher so, dass es jetzt Gewaltspiele sind und danach kommen Rollenspiele dran und danach wieder ein anderes Genres.
    Der schwarze Peter wird immer weiter geschoben, da es die Herren ja einen Scheiss interessiert wodurch ein Amoklauf entsteht.
    Hauptsache für die ist nur, dass sie sich profilieren können, dem Volk erzählen können „wir haben den übeltäter und wir schließen ihn weg“.

  14. @Crusader
    Das lustigste ist ja, dass bei Drakensang gut über die Hälfte der Charakterklassen, nur aus Dieben, Einbrechern, Soldaten, Piraten und Söldnern besteht.
    Und wenn man sich mal die rondragläubige Amazone ankuckt, gezählt die nicht als sexistische fundamentalistische Gotteskriegerin? ;)

  15. @Murnau:
    Und wenn man sich mal die rondragläubige Amazone ankuckt, gezählt die nicht als sexistische fundamentalistische Gotteskriegerin?

    Das ist doch der pädagogisch wertvolle Aspekt an diesem Spiel, weil sich hier eine emanzipierte Frau einer Männerdomäne befindet und dies so den Spielern nahe gebracht wird. Man denke nur eine Männermordende Kriegerin, das ist ja die Umkehr der von Frau A. Schwarzer uns Männern zugeschriebenen Rolle seit Jahrtausenden Evolution. Hier ist nämlich nicht die Frau Opfer und Mann Täter, nein endlich wurde in einem Spiel die Umkehr unserer Gesellschaft erreicht.

  16. @CannonFodd3r
    Wobei das auch wiederum Definitionssache ist, ich finde Soldaten wenden reichlich Gewalt an in CoD und anderen Spielen an. Der grundlegende Zweck (Überleben des Spielers sichern) ist zudem in beinahe allen Spielen gleich. Da hat Herrmannchen imo nicht genug unterschieden. ;)

  17. Auch wenn ich für jede Schellte von Herrn Hermann zu haben bin, so ist diese Aussage vom 12.3. also genau ein Tag nach der Tat. Das sollte man zumindest noch bedenken.

  18. Das ist jetzt nicht so interessant, immerhin gehts da nur um Quebec und nicht um ganz Canada.
    Zudem gehts es dort ja nur um „rein englischsprachige Titel“, also wird es die wenigsten Spiele betreffen, da sogut wie alle Spiele von Anfang an in allen möglichen Sprachen übersetzt werden, damit man sie auch in Europa verkaufen kann.

  19. @Murnau

    Es passt nun wirklich nicht zum thema aber ganz so einfach wie du es schreibst ist es auch nicht. Spiele erscheinen in verschiedenen versionen und in der regel bekommen die US spiele nicht die selben sprachen verpasst wie spiele die zB in der EU erscheinen.

    Von regionalcodes (PAL/NTSC) ganz zu schweigen, EU konsolen spiele können nur auf EU konsolen gespielt werden da dieser auf PAL laufen. Die US version welche nicht die ganzen sprachen enthält wie die EU version läuft allerdings nur auf NTSC konsolen.

    In kanada werden allerdings NTSC konsolen verkauft das bedeutet das die spiele-publisher nicht einfach die EU version des spiels verkaufen können da diese garnicht bei den leuten dort funktionieren würde. Stattdessen müsste dann eine extra NTSC Multilangual version des spiels gebastelt werden. Aber ob dieser aufwand wirklich lohnt für ein gebiet mit knapp 8 mio einwohnern? Eher nicht..

  20. @boomboy
    Also die quebecischen…quebecer….die…uhm

    Also die betroffenen Zocker haben leider den Nachteil, das die übersetzte Variante einige Zeit später released wird, ergo: alle um dich herum haben das Spiel einige Zeit vor dir.

    Was an der Quebec-Geschichte noch unangenehm ist, ist die Anmerkung, das franz. Stimmen in Spielen grauenhaft klingen (Quelle Quebecer-Zocker).

  21. hmm also wenn ich das richtig lese geht es ja nur um „rein englischsprachige“ Titel und L4D regular hat ja auch deutsch,englisch,französisch,italienisch ,spanish,russisch etc als subtitle.
    also zumindest bei diesem titel gibs kein problem, bei zukünftigen titeln müssen die entwickler halt franzöische sprachdateien mit einbinden und wenn es nur subtitel sind.

  22. Im Interview sagen sie ja nicht nur, dass “Die Abläufe von Winnenden haargenau dem entsprechen“, was man in gängigen Videospielen einübt, sondern sie haben sogar die Frechheit zu behaupten, dass ihnen das von Jugendlichen(jungen Menschen) gesagt und bestätigt wurde. Also noch krasser daneben kann man ja eigentlich nicht liegen.

  23. No One Live Forever mit Bananen Menschen töten. O_O

    Ich dachte Spiele sein von Army Entwickelt worden um Einsätz zu planen unterstellt er jetzt den USA Kriegsverbrechen zu planen? xD

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