Studien #6

(eurogamer) Manchmal gehen Studien auch „daneben“. Wissenschaftler der Huddersfield University hatten eine eigentlich eindeutige Versuchsanordnung erdacht um die mit Videospielen einhergehende Aggressivität ermitteln zu können. Die Probanden mussten ein Tischtennisspiel, ein Rennspiel (Project Gotham Racing) oder einen Shooter spielen. Das überraschende Ergebnis: Das Rennspiel hat an meisten Aggressionen verursacht. Und damit nicht genug, selbst das Tischtennisspiel landete vor dem Shooter. Auch ein Bremer Wissenschaftler wurde mit unerwarteten Ergebnissen seiner Studie konfrontiert und entschied sich sie dennoch zu veröffentlichen. Die Ergebnisse kann man in Form eines Vortrages (Stream), eines Interviews (Stream) sowie diesen Sonntag bei neues sehen.

(Danke an robin.)

25 Gedanken zu “Studien #6

  1. Wenn ich so an Need for Speed oder Burnout 3 denke… Ja da war echte Wut im Spiel.
    Kommt vielleicht auch drauf an ob der Shooter sehr leicht war und das Rennspiel knochenhart.

  2. Na das ist ja quatsch (rennspielverbot), diese Studien ensprechen halt nicht dem populistischen zeug was grad rumfleucht, darum werden sie wohl wiedermal einfach ignoriert.
    Ich meine, wenn sie diese, und viele andere studien, ernst nehmen würden, statt der „killerspiele sind böse“-studien, müssten sie ja tatsächlich mal was für die menschen, eltern, kinder, schulen usw. tun. Was das kostet! Das geht doch nicht. Dann lieber eine undifferenzierte undefinierte form der Videospiele (killerspiele/egoshooter wie zb WoW) verbieten, und dann ist erstmal ruhe bis zur nächsten wahl.

  3. Naja, eigentlich geht in der Wissenschaft ja nichts daneben, wenn man andere Ergebnisse erhölt als erwartet, das gehört dazu. Da kommt es nur auf die Einstellung des Wissenschaftlers an. Die Frage ist nun ob er die Studie veröffentlich hat, weil er uns die Ergebnisse mitteilen will oder weil er nachweisen muss wo seine Forschungsmittel geblieben sind. ;-)

  4. Was ein Unfug. (beziehe mich auf die amerikanische Studie)
    Welcher Shooter? Welcher Modus? Wie erfahren waren die Probanden?

    Das einzige, das da gemessen wurde, ist, wie die Probanden kurzfristig auf das Spiel reagiert haben. Und kurzfristig „aggressiv“ reagiert man worauf? Sehr richtig: Frust.
    Das einzige, das damit bewiesen wird, ist, dass ein Spiel, das allgemein eher als kompetitiv angesehen wird, stärker zu Frust führt. Wow. Für die Erkenntnis brauchte man natürlich unbedingt eine Studie.

    Rennsport ist kompetitiv, das dürfte kaum jemand bezweifeln. Tischtennis kann kompetitiv sein, viele sehen es aber nur als Spiel an (zumindest weniger, als Rennsport als Spiel ansehen).
    Über den Shooter ist nichts bekannt. Von daher kann man über das Frustpotenzial nur mutmaßen. Bei unerfahrenen Probanden halte ich es durchaus für möglich, dass sie es auch nur als Spiel angesehen haben, anders, als beim Rennspiel, bei dem sie gewinnen wollten. Bei erfahrenen Probanden hätte es schon im Multiplayermodus abgehalten werden müssen, aber auch dazu ist nichts bekannt.

    Kurzum absolut lächerlich. Die Aussagekraft ist gleich null. Sie sollen die selben Tests mal bei Fußballern o.Ä. machen, einmal beim Rumtollen, einmal im Finale. Die Ergebnisse kann ich jetzt schon prophezeien. Sowohl für Fußball als auch für alle anderen kompetitiven Sportarten inklusive eSport.

  5. Ich kapier den Test nicht. Braucht man wirklich nen Wissenschaftler um herauszufinden, dass man nach einem negativen Erlebnis negativ reagiert?
    Rennspiele sind oft schwierger als Shooter. Während der Shooter ja einfach in den leichten Schwierigkeitsgraden am Anfang mit 5 dummen Einheiten kommt und später dann mit 20 kann ein Rennspiel ja nicht immer mehr Gegner kriegen. Also muss man die Gegner besser fahren lassen damit das ganze knackiger wird.

    Nun kommen ja nicht Profigamer in so Studien sondern Leute die wenig bis garnicht zocken. Macht ja Sinn ein CS-Profi interessiert sich nicht für tote Gegner, wird nicht gefordert und muss keine Aggressionen aufbauen. Ich werde ja auch nicht wütend wenn ich eine Strohpuppe trete.

    NATÜRLICH verliert ein Nichtgamer beim ersten Kontakt mit PGR und, dass man sich nach dem achten mal aufregt ist ja wohl irgendwie menschlich.

    Kommt man mit dem Kopf-ist-Maus Prinzip klar ist ein Shooter auch für Leihen zu bewältigen.

    Ich bin 16 und musste nicht studieren für die Erkenntnisse.
    Gewinnen: gut
    Verlieren: macht böse
    Das ist alles.

  6. @Mortipher
    Wir verstehen uns^^
    Ich muss wohl Professor auf dieser Uni werden.
    Dann kann ich Studien über Sachen machen die mir eine halbe Gehirnzelle auch erläutern könnte.

  7. Nachtrag zur deutschen Studie:
    Sehr viel Gelaber, bei dem trotzdem nur wenig gesagt wurde.
    Das ganze Herumgespiele mit den farbigen Hirnregionen sieht ja lustig aus, aber irgendwo fehlt mir da eine Aussage wie „bei den Computerspielern, die die Compuerspielszene sehen, sind die Gehirnregionen für räumliche Vorstellung stärker aktiv, als bei den Filmsequenzen oder allgemein bei den Nichtspielern“. Einfach etwas handfestes. Auch vermute ich, dass es einen Unterschied gibt, ob man selbst spielt oder eine Sequenz vorgespielt bekommt, was nicht berücksichtigt wurde.

    Immerhin, die Schlussaussage klang schonmal gut. Anscheinend haben inzwischen einige Wissenschaftler begriffen, dass Menschen zwischen Realität und Virtualität unterscheiden können.

  8. Naja, das mit dem Pulse ist ja auch kein wirklicher Indikator für Aggression. Beim Tischtennis wird alleine schon durch die Anstrengugn der Puls hochgetrieben. Ebenso könnte man die Agression im Fitness-Studio über den Puls messen. So nebenbei kann auch eine kleinigkeit den Puls hochjagen. So eine Bewegung wie vom Stuhl aufstehen, oder eine zweite Tätigkeit wie Reden mit einer Person, während man ein Spiel spielt, oder auf dem Laufband läuft.

  9. @Ragy:
    Naja, grundsätzlich ist nichts daran auszusetzen, dass man auch scheinbar Selbstverständliches nochmal hinterfragt und überprüft (genaugenommen ist es unerlässlich, das zu tun).
    Dass die Amis aber aufgrund einer solche Studie zu einer Aussage wie „Given the high levels of realism in modern games a re-evaluation of the relationship between videogames and violence is needed.“ kommen, ist vermessen.
    Ihre Studie hat nichts mit Gewaltdarstellung zu tun, nur mit dem Frust, den man während des Spielens erlebt, und selbst dafür ist sie in meinen Augen unzureichend (zu wenig Probanden, zu wenig Informationen zB über den Shooter).

  10. @Arbol01:
    Ein Tischtennisspiel, also virtuell und auch nicht an der Wii. Die unterschiedliche körperliche Anstrengung sollte dadurch kaum in’s Gewicht fallen und das Ergebnis verfälschen.

  11. > Braucht man wirklich nen Wissenschaftler um herauszufinden, dass man nach einem negativen Erlebnis negativ reagiert?

    Hier offenbar schon ;-)

  12. @Mortipher:
    Also wenn ich Tischtennisspiel lese, sehe ich eine große Tischtennisplatte vor mir, und zwei Menschen, die an dieser Platte spielen.

  13. Und was genau sollte jetzt dieser Versuch zeigen?
    Der Redner hat so viel wirres Zeugs herumgebrabbelt das ich nicht verstanden habe was nun das Fazit aus dieser Studie / Versuch sein sollte.

  14. Hmmm… „an unnamed first-person shooter“ warum haben die den Namen nicht verraten?
    PGR haben die ja auch genannt und beim Tischtennis Spiel kann es sich eigentlich auch nur um das von Rockstar handeln.
    Zudem werden hier mal wieder die typischen Anfängerfehler gemacht, was hat das messen von Puls und Blutdruck bitteschön mit Agression zu tun.
    Demnach würde ein 4000 meter Lauf bedeutend agressiver machen als jedes Game.
    Spiele ohne Gewalt können trotzdem mentalen Stress verursachen, wenn man z.B. bei Tetris ne neue Highscore aufstellen will.

    Schon wenn ich etwas davon lese das die Agression direkt nach dem spielen getestet wird, ist das für mich schon ein versagen auf ganzer Linie.
    Damit weißt man doch keine Agression nach, sondern nur das man durch den Thrill eines Spieles nachher kurzzeitig etwas aufgeputscht ist.
    Das kann man aber auch von sehr vielen anderen Sachen sagen z.B. Bungee-Jumping oder Achterbahn fahren.

    Der Prof. aus Bremen macht im Interview einen ganz vernünftigen Eindruck, er macht klar das er Persönlich die Gewaltdarstellungen für überzogen hält aber das er durchaus Verständnis hat für die Sichtweise der Jugend.
    Im großen und ganzen Objektiv und Seriös.

    Aber die Bemerkung mit der nicht Veröffentlichung von manchen Studien wenn diese nicht das belegen was sie sollen, das gibt einem doch zu denken.

    Wer weiß wieviele Studien zum Thema Wirkung von Gewaltmedien nie veröffentlicht wurden, weil dem Auftraggeber das Ergebnis nicht gefiel.

  15. Pingback: BRemen Aggression INventory « Killerspieldebatte

  16. @ kraid:
    […]Zudem werden hier mal wieder die typischen Anfängerfehler gemacht, was hat das messen von Puls und Blutdruck bitteschön mit Agression zu tun.[…]
    Natürlich hängt das zusammen. Puls und Blutdruck nehmen beim spielen (ohne wirkliche körperliche Anstrengungen) zu.

    B2T:
    Natürlich machen Rennspiele aggressiever. Ich als Gamer weiß das. Hängt damit zusammen, dass die meisten Rennspiele, was den schwierigkeitsgrad angeht, nicht so gleichmäßig steigen. Dann kommt mal zwiscchen 10 Rennen eins, wo man immer an der gleichen Stelle verliert. Dann wird man aggressiv. Bestes Beispiel ist die BurnOut Serie.

  17. kennt noch einer revs? das war ne formel1-simu.
    hab ich aufm c64 gehabt und dann vor lauter aggression meinen alten schwarzweißfernseher auf den boden geschmissen
    mann war das besch… schwer
    gruß

  18. yo ich hasse es auch gegen den pc zu verlieren ^^ max payne 2 -.- ich bin so grotten schlecht mit egoshootern aber tolle story :) muss mir mal teil 1 holen

  19. Rennspiel = gleichmäßig hohe Belastung weil man andauernd auf Straße und Gegner achten muss
    Tischtennis = wie Rennspiel nur einfacher
    Shooter = kommt wohl auf Shooter an aber meiste Zeit rennt man lustig rum und wartet auf den Feind, also wenig Anstrengung.

    Wobei ich mich noch an AvP2 erinnern kann, wie ich als Mensch durch dunkle Känale gerobbt bin und einen die Viecher plötzlich angesprungen haben. Hätte man da mein Puls mit Aggressionen gleichgesetzt, wär ich wohl heute in der Geschlossenen, weil mam mich fürn total ausgeflippten Psychopaten halten würde.

  20. Sowas hätte ich als erfahrener Zocker denen eigentlich auch sagen können. Kein Spiel hat mich gewaltsamer werden lassen, als Super Mario auf dem GB. Da flog der GB auch schon mal ins nächste Kissen oder Sofa (zum Glück, sonst hätte mein Taschengeld irgendwann nicht mehr gereicht).

  21. im nächsten „Welt der Wunder“-Magazin wird beschrieben, wie der Griff zur Waffe die Psyche eines Menschen verändert.
    Mal schaun ob ich mir das Ding mal am Montag hol.

  22. „Das überraschende Ergebnis: Das Rennspiel hat an meisten Aggressionen verursacht. Und damit nicht genug, selbst das Tischtennisspiel landete vor dem Shooter.“
    Verbietet Tichtennis… *LOL* ;-)

    Echt schön, leider hört man davon nichts aus den Medien!
    WO SIND DIE REPORTER?
    WO SIND DIE NACHRICHTEN IM TV?
    WO SIND DIE POLITIKER DIE ES OFFEN AUSSPRECHEN?

    Happy Coding

  23. Dieser Dr. Thorsten Fehr sollte mehr im Fernsehen auftreten.
    Der Mann ist perfekt, keine hetzerischen Aussagen, weder zu der einen noch zu der anderen Seite. Er sagt dass, was seine Studie ergeben hat, auch wenn es seltsame Ergebnisse sind. Er kommt sympatisch, ruhig und neutral darüber. Wenn er seine Meinung sagt, dann sagt er, dass es nur SEINE Meinung ist, (z.B. ich frage mich muss eine solche Gewalt in spielen vorkommen?) Er trennt gut die Fakten von seiner Meinung.

    Mit so einem Mann kann man sich unterhalten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.