Studien #7

(mg) Zum Teil ist es Wortklauberei: Dass gewalthaltige Videospiele keine Gewalt oder Aggressivität hervorrufen können schließt logischerweise nicht aus, dass sie nicht ein Gewaltpotential schaffen. Ob die Gewalt dann auch ausgelebt werde sei ein anderer Faktor. Videospiele allein (aber auch?) können dies nicht bewirken. Übrigens hat die Dauer des Spielens keine Auswirkung auf die Aggressionsbereitschaft sowie regelmäßige Nutzer von Shootern diese auch nicht mit Gewalt sondern mit Freude am Spielen und Zeitvertreib in Verbindung bringen (Gewalt als Freude und Zeitvertreib?). Dagegen führt selbst der Hinweis an einen Probanden, dass er “Killerspiele” spielen müsse, zu einer Steigerung der Aggression. Ursache:

Wir führen das auf die negative mediale Beeinflussung zurück.”

24 Gedanken zu “Studien #7

  1. Genau so ist es Seth !
    Komisch, so langsam kommen immer mehr Studien heraus die sich gegen die von Pfeiffer und Spitzer stellen.
    Hmm Wissenschaftler 2 sagen “Killerspiele machen aggressiv, stumpfen ab” und viele andere Wissenschaftler wiederlegen dies.
    Da stellt sich einem wirklich die Frage : Haben wir Aliens unter uns die die Spieleindustrie leiten um so die Menschheit für einen bevorstehenden Krieg zu rüsten XD

  2. @admin
    ein rechtschreibfehler, das erste “das(s)” muss dass geschrieben, tschuldigung, bin da aber ein bisschen pingelig

    ich finde es sehr interessant, wie stark sich die Qualität der Studien beziehungsweise der Auswertung der Ergebnisse unterscheidet.

    Diese Studie darf eindeutig als qualitativ hochwertig gewertet werden, trotzdem würde ich gerne eine Frage stellen: Wie misst man Aggression respektive die Steigerung der Selbigen.

  3. @Mystical13

    Kein Ding, ich bin da selbst eigentlich penibel, nur eigene Fehler übersehe ich meist.
    Allgemein misst man die Herzfrequenz, die Leitfähigkeit der Haut, die Reaktionszeit um ein bestimmtes Wort anzuklicken oder mit welchem Buchstabe man “Schla_” ausfüllt.

  4. Also würde ein Killerspieler SchlaG schreiben? Kann ja auch Tastenschlag bedeuten, das würde ich mit schreiben assoziieren, und schreiben muss man bei dem Test doch.^^

  5. Afaik stellt man damit nur kurzfristige Auswirkungen nach dem Spielen fest. Dabei soll die Aggressivität bei Nicht-Spielern höher als bei Zockern sein. Bei Studien bezgl. langfristiger Folgen stellt man Fragen wie:

    – Jemand schüttet ausversehen Cola auf deinen Pullover, welche Reaktionen würdest du als angemessen bezeichnen: Nichts machen, Beschimpfen, Mit Messer bedrohen.

    Parallel wird gefragt wieviel Zeit man mit Medien verbringt und was für Spiele man nutzt. Dabei kommt dann raus, dass diejenigen, die viel und exzessiv “harte” Spiele spielen auch zu den extremeren Reaktionen neigen. Manchmal werden die selben Personen nach zwei Jahren noch einmal gefragt und dabei stellt sich dann heraus, dass die gewalttätigen “Gamer” real noch aggressiver geworden sind. Z.T. wird die Aggressivität auch durch Lehrer und Eltern bewerten.

  6. Solche Fragebögen halte ich für Zweifelhaft.

    Gerade Kinder und Jugendliche haben keine gute Selbsteinschätzung. Wenn mich jemand nach positiven oder negativen Eigenschaften von mir fragt, dann beginne ich zu grübeln und sage meist er solle sich bei Menschen erkundigen, die mit mir zu tun haben.

    Wenn man mich fragen würde, wieviel Zeit ich mit Medien verbringe in denen Gewalt eine Rolle spielt, dann würde ich ersteinmal fragen welche vorm von Gewalt?! Sogar in meinem derzeitigen Lieblingsspiel “spielt man krieg”. Patapon2 ist aber doch harmlos.

    Und wenn man nach einzelnen Titeln fragt, dann müsste ich passen. Ich spiele derzeit kein CS(S), Quake, UT, Crisis usw usw usw. ich habe aber mal jahgrelang Egoshooter gespielt – würde das dann richtig erfasst?

    Und wie sollen Eltern/Lehrer ein Kind bzgl seiner Aggressivität beurteilen können?! Dafür gibt es kein maß. Jeder misst anders – Stigi sagt es so völlig richtig.

    Dann führen die eine Punkteskala ein und allein durch völlig willkürliche Punkteverteilungen erhält man ein ergebnis:

    0Punkte nicht aggressiv – 10 Punkte sehr aggressiv

    Jeder wird sich mal streiten. Manche werden dann standardmäßig eine 5 geben. Manche werden relativ urteilen:

    Der Lehrer zB weiss: Fritz ist böse. Franz ist lieb. Frieda gibt dauernd Widerworte im UNterricht. Die Folge: Fritz bekommt eine 10, Franz eine 0 und Frieda eine 3.

    1. das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
    2. in jeder Klasse gibt es einen bösen. Manche böse Kinder sind aber lieber als andere böse Kinder, dennoch wird der lehrer beiden in der Klasse ultimativ bösen Kindern eine sehr hohe aggressivität nachsagen – wenngleich beide diese Kinder relativ zueinander extrem unterschiedlich sind.


    Lange Rede kurzer Sinn: Aggressivität lässt sich nicht sinnvoll durch Fragebögen messen. Kausalitäten lassen sich auch nicht durch Fragebögen erkennen.

    Alles Geldverschwendung. Sollen die Forscher lieber umschulen zum Gärtner oder so, dann würden sie was sinnvolles machen.

  7. @maSu

    Da soll es fantastische Formeln geben mit denen mal alle Verfälschungen von abweichender Selbstwahrnehmung bis zu scherzhaften Ankreuzen alles herausrechnen kann.

  8. Leitfähigkeit der Haut? Was hat das mit Aggressivität zu tun?
    Herzfrequenz ? Hmm wenn ich eine Kömödie angucke, zum Beispiel Der Kaufhauscop (kann ich nur empfehlen), dann steigt beim lachen auch die Herzfrequenz.
    Naja und diese Fragebögen halte ich für sehr zweifelhaft.
    Personen die von grundauf aggressiver reagieren würden dann natürlich auch die härteren Antworten ankreuzen.
    Und ich denke mal, dass Pfeiffer und Spitzer bevorzugt solche Personen zu solchen Tests einlädt.
    Schließlich muss er ja Studien liefern die unsere Verbotsbefürworter weiterhelfen, sonst gibs bald kein Geld mehr für sein Laden.

  9. @maSu:
    Die Selbsteinschätzung ist immer ein Problem, weil sie Vergleichbarkeit voraussetzt. Allerdings schätzt sich jeder Mensch individuell in dem Rahmen ein, der für ihn / sie bekannt ist. Dein Fritz ist aggressiv, würde sich aber wohl selbst nicht als “10” einstufen, weil er es vielleicht als normal empfindet, darum gibt er sich selbst vielleicht eine “5”, während der liebe Franz Fritz sogar eine “12” geben würde.
    .
    Selbsteinschätzung oder Fremdeinschätzung klappt also nicht wirklich neutral und das wissenschaftliche Verständnis vom Gehirn ist auch noch nich sooo umfangreich, weil nicht klar ist, ob sich Aggression tatsächlich an Hand bestimmter Merkmale genau nachweisen lässt oder ob es sich Überschneidungen mit anderen Emotionen gibt. Angenommen es wäre möglich, Aggression exakt nachzuweisen, dann bliebe immer noch die Frage, welchen Einfluss Spaß (“Freude”), Angst und andere Emotionen haben hat. Mindert der Spaß am Spiel das Empfinden von Aggression? Wie ist es, wenn man sich etwa erschreckt, wenn einem plötzlich ein Mutant vor die Füße springt? Gibt es eine klare, eindeutige Rangordung von Emotionen (überlagert Aggression vielleicht Freude, Angst, usw.)? To be continued… ;)
    .
    Solange Studien diese Komplexität nicht berücksichtigen, entwerten sie sich selbst.

  10. Also zu den Umfragemethoden kann ich nur sagen dass es quantitative Sozialforschung nicht erst seit gestern gibt und sie relativ ausgereift ist. Natürlich schätzt Jeder verschieden ein, aber ohne eine Einschätzung kann man garnicht forschen.

    Statistisch gesehen würden diese Fehleinschätzungen bei Spielern genauso oft auftreten wie bei Nichtspielern und somit spielen sie keine Rolle. Entscheidend ist die Auswahl der Gruppen und die ist echt eine Herausforderung: Wenn ich Frauen mit Männern vergleiche kann ich relativ sicher sein, wen ich vor mir habe. Bei Spielern ist das eben nicht so, es kann eine unterschiedliche Intensität des Spielens geben, genauso spielen noch andere Faktoren wie mögliche sportliche Aktivitäten eine Rolle. Diese werden allerdings vom anständigen Forscher identifiziert und berücksichtigt, spätestens bei der Auswertung der Studie. Wenn dann am Ende nur ein sehr geringer Unterschied zwischen Spieler und Nichtspieler festgestellt wird wird es sich um einen Zufall halten um vom guten Forscher als solcher benannt werden. Wenn es einen größeren Unterschied gibt wird er als Signifikant herausgestellt werden. Dann kann aber imemrnoch ein Fehler im Versuchsaufbau vorliegen, der kann dann auch von anderen Forschern berücksichtig werden und sie wählen ein besseres Forschungsdesign.

    Meine beschreibung geht natürlich von einem anständigem Wissenschaftler aus, was durchaus der Knackpunkt sein kann, aber die gesammte Forschung in diesem Gebiet als Geldverschwendung zu bezeichnen ist grober Unfug.

    mfg, hopfen

  11. Wenn sich fehleinschätzungen herausstreichen, dann stellt sich mir die Frage: wer garantiert mir, das 2 Gruppen von je 100, 1000 Personen oder gar mehr, nicht rein zufällig schlecht aufgeteilt sind?!

    zB: in einer Gruppe habe ich überdurchschnittlich viele “Schläger”, die dann als aggressiv gelten, nach der Auswertung der Fragebögen. Wenn diese Gruppe dann die gruppe der Nichtspieler war, dann käme heraus: nicht-spielen mache aggressiv.

    Jede dieser Studien nimmt nur einen kleinen Ausschnitt aus der Bevölkerung wahr. wenn zB der Herr Pfeiffer seine Ausführungen beginnt mit: “eine repräsentative Umfrage unter Hauptschülern hat ergeben…” dann frage ich: warum nur Hauptschüler? Wie kam er zu der Auswahl?!

    Natürlich könnten GUTE Forscher das einigermaßen berücksichtigen, dennoch hängen die Ergebnisse in einem gewissen Grad vom Onkel Zufall ab. Denn der Zufall bestimmt ob meine “Gesellschaftliche Stichprobe” nicht evt aus vielen Ausnahmefällen besteht oder nicht.

    Insfern kann man da rechnen soviel man will, rein Naturwissenschaftlich betrachtet ist das stochern im Nebel und auf einem nicht viel höheren Niveau als irgendein Selbsttest in einem beliebigen Klatsch-Magazin und würde niemals ausreichen um irgendeinen Zusammenhang zu beweisen.

    Evt könnte man auch den Beweis führen: Personen schätzen sich bei solchen Untersuchungen tendenziell falsch ein. …hui… ;)

  12. sry für Doppelpost: theoretisch wäre jede Studie sogar dann ungenau, wenn man alle Deutschen dazu befragen würde, da dann immer noch die mangelhafte Selbsteinschätzung durch Onkel Zufall ungleich verteilt sein könnte.

    Jedes Ergebnis dieser Forschung müsste unendlich oft reproduziert werden können und sogar dann liegt kein(!) Beweis vor. Es würde irgendwann eine einzige Studie ausreichen, die zu einem anderen Schluss kommt um das alles, also tausende von Studien, über den haufen zu werfen.

  13. Der Onkel Zufall kann in beide richtungen Wirken. Es gibt mathematische (somit Naturwissenschaftliche) Methoden um eine Zufallsverteilung zu generieren. Somit kann man die erhobenen Werte mit Werten vergleichen, die absolut gleichverteilt sind. Wenn es von diesen gleichverteilten Werten signifikante Unterscheide gibt kann es einen Zusammenhang geben. Das ist dann eien Korrelation. Die Kausalität wird vom Wissenschafftler nur unterstellt und kann höchstens solange gelten, bis sie wiederlegt wird.

    Zum Thema Sozialwissenschaften contra Naturwissenschaften:

    Man kann am Wahlabend mit wenigen Tausend Befragungen das Ergebniss mit wenigen Prozentpunkten Varianz Verhersagen, das Wetter nur ca. einen Tag vorher genau bestimmen. Ist die Naturwissenschaft nun genauer?

  14. in einer dieser studien von mediengewalt.eu site wurde ein versuch mit hauptschüler,realschüler und gyms gemacht.
    jungen und mädchen und waren wohl angeblich zwischen 13 und 15 jahren alt.

  15. har das kenn ich auch :) man is grad in nem multiplayer-game eltern kommen rein und wollen was, und die schnallen nicht das man gerade nicht alleine spielt XD

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