Schock: Videospiele sind kommerziell!?

(heise) Auf Telepolis beschäftigt sich Rudolf Sturmberger mit einem Angebot der bpb, der Elternlan. Dieses Projekt sei skandalös, weil,..  ja, warum überhaupt? Das Problem soll die Zusammenarbeit mit der Turtle Entertainment GmbH , Ausrichter der ESL, sein. Diese würde sich nicht nur erdreisten Hard- und Software zur Verfügung zu stellen sondern darüberhinaus würden auch Mitarbeiter an den Veranstaltungen teilnehmen und Fragen der Eltern beantwortet.

Ob bereits dieser Punkt, dass die bpb mit einer privaten Organisation zusammenarbeitet, das Ärgernis sein soll, vermag ich nicht zu überblicken. Möglicherweise ist es auch der von Sturmberger festgestellte Einfluss. So würde die bpb eSport in Übereinstimmung mit der ESL als „Sport“ bezeichnen, obwohl der deutsche Sportbund da anderer Meinung sei. Zum Ende fährt der Autor dann noch schweres Geschütz auf. Durch eSport lasse sich Geld verdienen, Turtle Entertainment würde die ESL also (auch) aus kommerziellem Interesse veranstalten. Dass die bpb dies übersehen habe sei nicht nachvollziehbar!

Beifall hierfür gibt es von Sabine Schiffer, Leiterin des Instituts für Medienverantwortung. Sturmberger sei aber nicht weit genug gegangen. Eine Veranstaltung, bei der Eltern mit den Medien ihrer Kinder vertraut gemacht würden und von Medienpädagogen fachliches Wissen weitergegeben werde, könne man nicht mit dem Label „Medienpädagogik“ versehen. Auch sei es noch viel schlimmer, über das Projekt Spielraum sei auch EA an der Vermittlung von Medienkompetenz beteiligt.

(Danke an Shane_Fenton.)

55 Gedanken zu “Schock: Videospiele sind kommerziell!?

  1. das habe ich auch eben gelesen..und habe zuerst nicht verstanden worum es geht XD

    die werfen der bpb vor das ihre mitarbeiter teils in namenhaften „coumpter-drum-herum“-firmen arbeiten und die mit turtel ent./ESL…ja…die eltern „verblenden“ wollen XD

    ansich wäre das tatsächlich gefährlich….aber nur wenn die mitarbeiter der esl genauso ein spiele verständnis und argumentationsweise hätten wie herr pfeiffer und ich glaube doch das es ganz in ordnung ist wenn personen aus der computer und gamerszene zur aufklärung der eltern von der bpb herrangezogen werden.

  2. Wikipedia:
    – „Dennoch hat der DOSB Schach als Sportart anerkannt; das Internationale Olympisches Komitee (IOC) sogar Schach und Bridge.“

  3. Fußball ist doch auch komerzielund da sagt niemand was dagegen.
    Außerdem macht der Pfeiffer (meiner Meinung nach) seine Hetze auch nur aus komerziellen Gründen: Werbung für sein institut und evtl. später mal nachfolger der usk :-))
    .
    Gruß
    DerMarc42

  4. bei einem chat mit tom westerholt hat mal einer so was geschrieben wie: „ich bin gegen eine eltern-lan, sonst laufen die auch noch alle amok.“
    :D
    ich glaube der meinte das ernst, denn er war der einzige der was gegen „killerspiele“ hatte.

  5. Öhm, ja…
    Zwar kann ich nachvollziehen, dass Herr Sturmberger es nicht gutheißt, dass hier von einer Organisation Aufklärung betrieben wird, die einen finanziellen Nutzen aus einer weiteren Akzeptanz und dadurch Verbreitung von eSport hätte. Aber wer soll es sonst machen? Wer sonst verfügt über die Hardware oder das Wissen? Vielleicht Spielezeitschriften oder die FH Köln, aber die stecken ja auch alle unter einer Decke. Oder so.
    Auch verstehe ich nicht, was man laut Herrn Sturmberger besser machen könnte. Spielegegner einladen, damit die Eltern 2 verschiedene Meinungen hören, weil sie die Meinung der Spielegegner ja nicht laufend von den großen Medien um die Ohren geknallt kriegen? Die Veranstaltung komplett sein lassen, weil sie eh nie vollkommen objektiv abgehalten werden könnte (selbiges dann aber bitte auch für andere Aufklärungsangebote fordern)?
    Mir ist leider kein ähnliches Aufklärungsangebot in anderen Bereichen bekannt, mit dem man das vergleichen könnte.

    Zum Thema Sport: der deutsche Sportbund übersieht hier eine Doppeldeutigkeit des Begriffes „Sport“. Einerseits die körperliche Aktivität, andererseits den kompetitiven Wettbewerb.
    Während ersterer im eSport sehr kurz kommt, ist zweiterer wesentlich besser umzusetzen, da man durch die Spielmechanik vieles ausschließen kann, das sich im „normalen“ Sport dem Einfluss der Spieler entzieht (Schiedsrichter, „unglückliche Treffer“ zB im Baseball, wenn man die Naht trifft und der Ball damit anders fliegt, als vom Schläger geplant etc.).

    Zu Frau Schiffers Beifall habe ich mich schon geäußert, deshalb sei nur kurz erwähnt, dass sie in meinen Augen durch die Erwähnung von Jörg Tauss und der damit suggerierten Verbindung von KiPo und Computerspielen nicht Ernst zu nehmen ist.

  6. „Durch eSport lasse sich Geld verdienen, Turtle Entertainment würde die ESL also (auch)aus kommerziellem Interesse veranstalten.´´ Sag bloß, das schockiert mich aber sehr! Jetzt bricht bei mir eine ganze Welt zusammen. Alles nur noch kommerz, am Ende werden beim Fussball auch noch kommerzielle Interessen verfolgt.

  7. Zitat aus dem Beitrag: „Wie abhängig das Eltern-Lan-Projekt von dem Unternehmen ist, zeigte der Bundesliga-Auftakt in München: Dort konnte keine Eltern-Veranstaltung durchgeführt werden, weil in der von Turtle Entertainment angemieteten Halle keine entsprechenden Räume vorhanden waren.“
    So ein Schwachsinn, da erübrigt sich echt jeder Kommentar

  8. Ich finde, die Aktion Eltern-Lan ist eine hervorragende Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, über eSport als Begriff und die eSport-Szene aufzuklären und Eltern mit dem Hobby ihrer(jugendlichen) Kinder vertraut zu machen. Dabei agieren sie so objektiv wie möglich. Ich weiß ehrlich nicht, was Kritiker an der Aktion auszusetzen haben. Vielleicht weil die Eltern-Lan, im Gegensatz zu manchen Kritikern, keine Hysterie unter den Eltern erzeugt. Vielleicht stört es ja manchem, dass nicht erwähnt wird, dass Ego-Shooter häufig mit Amokläufen in Verbindung gebracht werden.

  9. zum einen werden die eltern bei einer eltern-lan merken, dass alles nur halb so wild wirkt wenn man es selbst spielt, zum anderen könnten sie EVENTUELL sogar spaß haben, da sich die beteiligten spielerisch alle etwa auf dem selben level befinden.

  10. Was soll ich halten von Leuten die sich anmaßen nicht nur Minderjährigen, sondern auch Erwachsenen „Medienerziehung“ angedeihen zu lassen?

    Als Erwachsener verwehre ich mich entschieden gegen „Erziehungsmaßnahmen“.

  11. Das hier ist auch nicht schlecht

    http://www.medienverantwortung.de/imv/pdf/zukunft_10.pdf

    Zitat:

    „Betroffene der „Spiele“-Sucht berichten, wie sie reale Personen, die den Bildschirmfiguren ähnelten, zu hassen begannen oder auch, wie gut sie sich nach jahrelangem Bildschirmtraining mit echten Waffen auskannten oder gar gut schießen konnten.“

    Ist auch von besagter Frau Schiffer. Klingt doch sehr äääh wissenschaftlich.

  12. @cyclonos: Dann tauf es um in „Aufklärung“ oder „Kompetenzschulung“, dann ist es was was wir brauchen. Jetzt reagiert hier nicht so empfindlich auf Begrifflichkeiten, entscheidend ist was drin ist.
    Und Medienkompetenz ist einfach etwas was wir ganz dringend Erwachsenen in Deutschland vermitteln müssen.
    Wenn du nicht mehr bereit bist dir von anderen was beibringen zu lassen bist auf gefährlichem Wege

  13. @Cyclonos: Stimmt wie können die es wagen zu versuchen die Menschen zu bilden.

    Bei den angeblichen Aussagen von „Spielsüchtigen“ frage ich mich wie die nur durch zcoken mit echten Waffen zielen konnten. Entweder saugt sie sich die Aussagen aus den Fingern oder sie hat mit anderen „Süchtigen“ geredet. Wer so den Realitätssinn verliert dass er Menschen hasst die zufällig einer Spielfigur ähneln der braucht ohne Zweifel eine Therapie (oder noch besser einen Entzug^^).

  14. Deren Fotos finde ich immer so aussagekräftig. Hatten wir nicht neulich schon nen CS-Wallpaper im Browser als „Gamer-Symbolfoto“? Hier dasselbe in grün. Und dann noch mit den Griffeln auf den F-Tasten. Wie würden von denen ein Symbolfoto zur Zahnhygiene aussen? Mit nem einer verkehrtherum gehaltenen Zahnbürste in der Nase bohren? Das erste Foto mutet auch gestellt an, zumindest ne Skimaske/Sturmhaube und darüber nen Headset finde ich wenig glaubwürdig.
    Die Dame hat leider auch schon etwas einseitig (schlecht) über mich geschrieben, aber ich glaube das muss man als Anerkennung auffassen.

    edit:

    @Trurl

    Das meinte ich.

  15. Aus dem Artikel von Frau Schiffer: „Bildschirmmedien sind also nicht a priori problematisch (außer im Vorschulalter!) nur werden gerade sie vielfach missbräuchlich eingesetzt.“
    Der Satz ist doch gut, leider ist das so ziemlich der einzige vernünftige Satz in dem Artikel. Viel was sie sagt ist ja bedenkenswert, aber bei der Formulierung ist gleich klar dass sich damit keiner beschäftigt.
    Das was die treibt ist pure Hetze.
    Leider!

  16. Die wirklich falschen Informationen währen von denen gekommen, die die Leute von der ESL vertreten hätten.
    Wer wäre denn das bitte schön gewesen? Welcher Mensch, der an das Böse im Spiel glaubt, würde sich dazu herablassen, eine solche LAN zu unterstützen.
    Man könnte das obige auch so formulieren; „Wir wollen nicht, dass jemand da mitmischt, der nicht unsere Meinung vertritt.
    Bitte weist erstmal nach, DASS diese Informationen falsch sind.
    Deutschland muss in die Luft gejagt werden!!! Im ganzen Staat geht es nur ums Geld!!!
    (Kommerz!)

    Wenn wir davon ausgehen, dass das beliebte Klischee, Politiker würden nichts tun als zu lügen, mal erwähnt wird, dann heißt es auch wieder: NEIN! Hier sind sich ja alle einig!

    VERKEHRTE WELT!!!

  17. Ich würde es für möglich halten, dass sie es tatsächlich gesehen hat. Jedoch versucht sie meine Kritik mit dem Verweis darauf, dass ich in der ersten Version eine Statistik aus einem falschen Jahr verwendet habe, zu entkräften. Es stimmt, dass die aus dem falschen Jahr war, aber die aus dem richtigen – die ich im neuen Video habe – sagt dasselbe aus. Meine Kritik ist also durchaus berechtigt, aber das verschweigt sie hier.

  18. du hast vor allem ja noch andere Punkte gehabt, erinnere ich mich z.B. korrekt an die geschnittene Szene mit dem Witz im TS und den Schüssen auf ne Leiche?

  19. Finde ich ja Klasse!

    Killerspiele (oder hier gesagt „Metzelspiele“) werden verbrannt!
    Die, die ein bisschen dafür sind, gleich mit!

  20. Ist doch klar was deren Problem ist: Turtle Entertainment, ESl und Electronic Arts sind allesamt Teil des „Militärisch-Industriellen Komplexes“ der unsere Regierung unterwandert und Amokläufe fördert.
    Verschwörungstheorie par excellence. Glaube kaum dass es sich lohnt mit solchen Aluminiumfolienmützenträgern überhaupt zu diskutieren.

  21. ja, der Artikel ist panne und ja, die Bundesliga ist auch kommerziell. Doch etwas gibt mir trotzdem zu denken: Beim Fußball oder auch in anderen Sportarten wurde das von einigen auch immer kritisch gesehen. Es gibt zig Faninitiativen im Fußball, die sich gegen die zunehmende Vermaktung des Sports wenden, in Manchester, Salzburg und irgendwo in Italien (habe ich jetzt vergessen) haben Fans deswegen sogar eigene Clubs gegründet. Der Kampf gegen den (reinen) Kommerz hat in vielen Sportarten, insbesondere in der Fanszene, eine lange Tradition und das ist wohl auch gut so. In der E-Sport-Szene wird das aber nie kritisiert, man hat sich absolut damit arrangiert, dass e-Sport nunmal ein durch und durch durchkommerzialisiertes Geschäft ist. Und das kann man schon mal kritisieren, finde ich.
    Im Übrigen: Heise ist bisher nicht durch unsachliche Kritik an „Killerspielen“ usw. aufgefallen, ganz im Gegenteil. Da finde ich muss auch so ein Artikel erlaubt sein, ohne, dass man gleich reflexartig unterstellt, da wollten uns welche unser Hobby madig machen. Nicht jede Kritik an den Aktivitäten von Spiele-Konzerne ist gleich ein Herbeiphantasieren eines „Militärisch-industriellen-Kompexes“.

  22. gestattet man mir hier nun etwas muffelig zu klingen?

    es ist doch wohl nicht war… es wird eine lan gemach,… unsereins bezahlt 50€ für ne teilnahme an einer offiziellen lan und wenn so eine mal für eltern gemacht wird um ihnen das medium pc näher zu bringen, dann schreien sofort alle möglichen pseudoaufgeklärte Zeter und Mordio.
    es ist natürlich auch eine metode pc spiele der ü (ich schätze mal) 40 generation abspinztig zu machen wenn man jedes, wirklich jedes mal wenn etwas aus der gamerschaft kommt sofort ruft, dass dies alles böse ist!

    wir haben ein neues spiel, es ist technisch auf der neusten generation und bietet eine story, die sich kritisch mit dem nationalsozialismus auseinander setzt. „KILLERSPIEL, KILLERSPIEL!!!“

    es wurde ein neuer survival shooter herausgebracht, er bietet den spielern ganz neue möglichkeiten des teamworks. „es wurde vom militär gemacht! unsere kinder sollen superamokläufer werden!“

    wir machen eine elternlan, damit sie einen einblick in die welt ihrer kinder bekommen. „KAPITALISMUS! und lobbismus und sie wollen die eltern auf ihre seite ziehen! die armen eltern! wir müssen unbedingt ein elternschutzgesetzt erstellen

    meine güte. ich drehe auch gerne leuten das wort im mund um und stelle absurde theorien auf, aber die nehme ich dann nicht ernst. langsam wirds doch echt lächerlich und der begriff „hexenjagt bekommt immer mehr bestand. so wird allmählich alles was in irgend einer weise mit spielen zu tun hat sofor als böse, kriminell und menschenverachtend abgestemmpelt und wenn nicht sofort deutlich, so wird solange gesucht, verfälscht und manipuliert bis irgendwo ein haar in der suppe gefunden wird. an diesem haar wird sich dann so dermaßen hochgezog, bis es als die erbsünde hochselbst erscheint.

    meine güte! täglich werden kinder misshandelt, schüler gemobbt, waffen an minderjährige ausgeteilt und und und. und worüber wird sich aufgeregt? über spiele.

    –und uns wirft man allen ernstes realitätsverlust vor?!–

  23. Thanks for the credit.

    I see that some of you are trying to know more about Sabine Schiffer’s thoughts and positions on computer games. But beware : it’s hardcore. Except the Hänsels (Rudolf and Renate), I’ve rarely encountered such hysterical, radical and one-sided rants about „killerspiele“, game industry, or simply video games.

  24. Frau Schiffer versucht mit allen Mitteln, das kritische Video zur Berichterstattung der ARD und des ZDF zu entkräften, um die Argumentation aus Frontal21 zu unterstützen, weil sich diese mit ihrer Meinung deckt. Dabei übersieht sie, dass ihr sauberes Frontal21 schon häufiger von verschiedener Seite Kritik einstecken musste.

  25. @Shane-Fenton

    I really don’t like that Schiffer and Pfeiffer don’t argue against other opinions. They just fight everyone who has an other one.

  26. So langsam bekommt die Sache ja schon fundamentale Züge. Alles was die eigene Meinung unterstützt wird gebetsartig wiederhohlt und alle Argumente, die die eigene Sache schädigen könnten, werden dem „Bösen“ zugeordnet. Jede Studie, jeder Artikel, jede Meinung die von der eigenen abweicht muss geradezu erkauft worden sein von der übermächtigen Spieleindustrie.

    Wieso E-Sport keine offizielle Sportart ist ? Weil die Verantworlichen, die dies bestimmen alle über 50 sind und keine Ahnung haben was E-Sport ist. Das Argument mit der motorischen Bewegung ist jawohl absoluter Schwachsinn. Beispiel Schach kam ja schon aber was ist mit Sportschießen ? Ist sogar olympisch und man muss sich entspannen, um zu treffen. Das ist quasi antimotorisch :)

    Ich halte zwar auch nicht viel davon Kindern unter 10 den Umgang mit Computern beizubringen, da sollte man lieber auf Bewegung und „soziales“ Lernen in Gruppen oder mit Eltern zurückgreifen und es keiner Maschine überlassen. Aber spätestens ab 12, 13 sollte der Umgang mit dem PC erlernt werden. Ich finde es allerdings schade, dass man heute absolut nichts mehr selbst machen muss und alles vorgesetzt bekommt. Was hat man nicht alles gelernt damals, indem man ein Spiel unter Dos zum laufen bringen wollte. Speicherverwaltung, Dateisysteme verwalten, Batch Dateien schreiben und und und.

    Klingt vielleicht hart aber es läuft wohl darauf hinaus, dass man einfach abwarten muss bis die Anti-Computer-Spiele Generation verstorben oder zumindest in Rente gegangen ist und nicht mehr an den artikelschreibenden oder studienverfassenden Stellen sitzt. Im Moment ist es wie der Versuch in die tiefste Pampa der USA zu fahren und zu versuchen dem fundamentalsten Christen, den man finden kann, davon zu überzeugen, dass die Erde mehrere Mrd. Jahre alt ist. Egal welche guten Argumente man auch finden mag, es wird die Meinung des Gegenüber nichtmal ankratzen.

  27. I have more respect for the Pfeiffer than for Schiffer, though. First, because at least, with Pfeiffer’s studies, we have a basis to discuss with. Second, because accordging to what I read from both of them, Pfeiffer is ready to accept some violence in video games (he just does not accept brutal violence in „The Godfather“ and some „Grand Theft Auto“ scenes), while Schiffer has extreme views, even about strategy genre or cute children’s games. I think the only video game she has no problem with is „Tetris“.

    Furthermore, Pfeiffer sure said harsh things against game industry, but he also seemed to accept the idea of working with them on violence issues. Anyway, contrary to Schiffer, he never labeled the entire game industry as „Kindheitskiller“.

  28. Pingback: medienpaedagogik.at/blog

  29. Immer wieder interessant mit anzusehen, wie Spielegegner alles sofort schlecht reden und als Verbrechen ab tun.
    Mein Tipp : Zeigt diese Leute endlich öffentlich an

  30. @Shane_Fenton

    In an video interview (German) made by a gaming blog Pfeiffer said that videogames are nothing for children at all, even the harmless one – he just accept „serious games“ when there is no other way to teach a child sth. Because of this he dislike the German Computergame Award (which is for appropiate entertaining videogames for kids), in his view there are no appropiate entertaining videogames for kids. He said that it is a good way to encounter violent videogames and addiction with an total bann of computer in the childhood (age of 13). Than the school shall teach skills like word, excel, 10-finger typing, etc. One difference between Pfeiffer and Schiffer is (hmm… both with „ff“) that he dosn’t use the term „Killerspiel“ in serious debates. Schiffer does it and blame the one who refuse ist (like Pfeiffer *g*).

  31. @hecter specter
    Da stimm ich dir voll und ganz zu!
    Das sehr aufschlussreiche Video „wie recherchiert eigentlich Frontal 21(Kopfkratz)“ habe ich bereits im Forum unter „Mama, Papa, Zombie“ verlinkt:
    http://www.youtube.com/watch?v=a1jKYiSurZo
    Zitat daraus: „Stattdessen versuchten die Redakteure mit Suggestivfragen, ihren Interviewpartnern, die gewünschten Aussagen geradezu in den Mund zu legen.“

    Hier wird übrigens die Berichterstattung von Frontal 21 zu einem Thema angeprangert, das mit Computerspielen überhaupt nichts zu tun hat!
    Aber gerade das, verleiht der Kritik, die Matthias in seinem eigenem Video gegenüber Frontal21 vorgebracht hat, noch viel mehr Gewicht!
    In der Regel wird man nämlich von vorneherein nicht ernstgenommen, wenn man den Anschein erweckt, nur aus der Position des Computerspielers heraus zu argumentieren.
    Das kann nämlich bei ignoranten Diskussionspartnern leicht den Eindruck erwecken:
    „Der will doch nur spielen!“

  32. @Shane_Fenton
    I also do have more respect for Pfeiffer than for Schiffer. The only reference to her opinion she once gave me was from Dave Grossman. I really don’t know if that was any useful at all, yet she also seems to be a kinda friendly person.

    Ich verstehe die ESL In dieser Hinsicht eher als professionell aufgezogene Plattform, welche die BPB Eben so mitnutzt. Aufgrund ihrer öffentlichen Wirksamkeit. Ähnlich wie auch die BPJM Auf der Games Convention doch war, und demnächst auch in Köln sein wird?
    Und auch hier denke ich geht es in erster Linie um mangelhaften Respekt: Respektlosigkeit gegenüber Computerspielen, und Akzeptanz für das neue Medium passt diesen Leuten halt einfach nicht. Ob Sport oder nicht, Kultur oder Unkultur („Schund“-Schande), hier wird schon allzu offensichtlich in meinen Augen mit zweierlei Maß gemessen – gegenüber etablierteren Vorgängen. Gerade zu anderen, wenn man so will tatsächlichen, Sportveranstaltungen. Ereignissen oberster Kategorie. Oder hatte die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 In Deutschland etwa keinen kommerziellen Aspekt?

  33. „Mein Tipp : Zeigt diese Leute endlich öffentlich an“
    Hab leider keine Rechtsschutz die ich dafür bemühen könnte.
    Kennt hier jemand einen Anwalt oder ist vielleicht sogar selbst im juristischen Gewerbe tätig?

    Frau Schiffner äußert hier ja einige Anschuldigungen für die das Wort Verleumnung ja noch geschmeichelt wirkt.

    Da ist mir der Pfeiffer ja tausendmal lieber.

  34. @LeChuck
    Zugegeben, der Kommentar zielte mehr in Richtung Schiffer als Sturmberger. Trotzdem, das Problem ist, dass hier keine Inhaltliche Kritik geübt wird. Die Veranstaltung ist einfach nur deshalb Böse weil Branchenvertreter beteiligt sind, und die Branchenvertreter sind Böse weil sie das sind was sie sind, so die ungefähre Logik der Artikel.
    Aber was ist das Problem daran, bei der Ausrichtung einer LAN-Party mit einem professionellen Veranstalter zusammenzuarbeiten? Mit Sponsoring im eSport hat das wenn überhaupt in zweiter Linie zu tun.

    Hier wird nicht versucht ein Hobby madig zu machen, hier wird versucht eine Aufklärungsveranstaltung zu torpedieren. Das finde ich fast noch niederträchtiger als populistische Politikersprüche.

  35. müssten sich die privaten nicht freuen den öffentlichen eins auszuwischen?
    zumal sie doch die fiktive zielgruppe 14-49 haben und somit auch an junge menschen gerichtet sind die sich für „killerspiele“ interessieren. warum also wird nicht wenigstens hier mal nicht über die brustvergrößerung von nem c promi sondern über die hexenjagt(das wort trifft es langsam richtig gut) gegen spiele berichtet?

    den glauben ans öffentliche verliert man ja so langsam gänzlich…

  36. when was that?

    pfeiffer surely isn’t as bad as shiffer but unfortunately their goal is more or less the same, no more games where the simple idea of killing is coming up.

    (also quite some time that i wrote english ;) )

  37. @Hybris
    habe mir den Schiffer-Beitrag erst später angeschaut und das ist echt der übliche Wahnsinn. Zu Sturmberger: Es ist doch klar, dass man sich als öffentliche Hand immer angreifbar macht, wenn man sich zu stark mit (egal welcher) Industrie einlässt. Das soll keine Entschuldigung für die Aussagen von Fr. Schiffer sein, die Frau ist eben eine Demagogin. Aber man macht es solchen Leuten halt doch einfacher als es sein muss. Die paar Rechner um 10 Eltern bzw. Lehrern (in München war es sogar nur eine Person, ich war da), Counterstrike und Warcraft zu zeigen, müsste die BPB wohl auch so im Kreuz haben.

  38. Evtl. kann man auch dieses aus der komödienhaften Killerspieldebatte mitnehmen: Auch medienpädagogische „Wissenschaft“ kann auf Seifenopern-Niveau betrieben werden. ;)

  39. Ich bin mir nicht ganz sicher was das Institut für Medienverantwortung ist.

    Sind es einfach nur friedensbewegte Hippies, oder Neosozialisten die für die totale Kontrolle des Bürgers durch den Staat sind ?

    Auf alle Fälle bin ich schockiert das sie was gegen Killerspiele und private Unternehmen haben.

    Würde mich nicht wundern wenn die Mitarbeiter der Instituts noch nie ihr Geld mit Arbeit in der freien Wirtschaft haben verdienen müssen. Ausser vieleicht die freien Mitarbeiter, was ja laut Neusprech = unbezahlter Praktikant bedeutet.

    Ach ja, ist Killerspiel nicht auch Neusprech ?

  40. @Alrik:
    „Killerspiel“ als Newspeak… (habe 1984 auf Englisch gelesen, die deutschen Begriffe klingen für mich mehr albern als alarmierend)
    Kommt durchaus hin, immerhin wird ein breites Spektrum an Begriffen (die allerdings nicht genau genannt werden, wodurch der Begriff „Killerspiel“ von Person zu Person unterschiedliche Bedeutung hat (anders als bei Newspeak) und ich jedes Mal an die Decke gehe, wenn ihn ein Journalist oder Politiker ohne Definition verwendet) auf einen einzigen Begriff zurechtgestutzt und per se mit einer von vorne herein festgelegten Wertung versehen (hier wohl doubleplusungood).

    Wenn ich allerdings grundsätzlich darüber nachdenke, so leuchtet mir Herrn Sturmbergers Einwand immer weniger ein. Wenn ich Informationen zu einem Thema möchte, wen frage ich dann?
    Den Politiker, möglichst noch im Wahlkampf, der schwerlich über seinen Parteientellerrand hinausschauen kann, ohne unglaubwürdig zu erscheinen?
    Den Journalisten, der sich Gedanken um Auflage oder Einschaltquote machen muss, weil davon mitunter sein Gehalt abhängen kann (glaube ich, kenne mich im Journalismus kaum aus)?
    Oder einen „Professionellen“ (zB einen Freund, der sich mit dem Thema schon intensiver auseinandergesetzt hat), der mir zwar natürlich auch nur eingefärbte, aber doch noch am ehesten gesicherte Informationen vermitteln kann? Ganz besonders, wenn ich es wie bei der Eltern-LAN selbst direkt ausprobieren kann um festzustellen, wie viel von dem, was der „Professionelle“ da sagt, eigentlich stimmt?
    Also, meine Wahl wäre da klar.

  41. @ adimin ja genau das wollt ich wissen, würde bedeuten das pfeiffer noch nen zacken zugelegt hat :/

    hmm *eier und tomaten in die sonne leg* vorbereitung für den rl-protest treffen -.-

  42. @admin: I prefer Pfeiffer because it’s different to tell people that, if possible, keep your children away from computers until they are 13 (which I find is too much, but may be a good advice for parents as then their children get a computer later) or to say: we have to ban games alltogether.
    I some interviews Pfeiffer also viewed different games differently, a position that I can’t find in Schiffers comments.

  43. Also ich finde viele der Kommentare hier sind unfair. Als ich sie las, sagte ich mir: Wenn man einem Hund auf den Schwanz tritt, dann bellt er.

    Dass Videospiele nicht aus jedem Menschen gleich einen Serienkiller machen, das wissen aufgeklärte Menschen, zu denen ich Sabine Pfeiffer durchaus zähle. Dass Massenmedien, die vor allem der Unterhaltung dienen und insbesondere Themen wie Sex and Crime transportieren, unter gewissen Voraussetzungen der Gesellschaft nicht besonders zuträglich sind, das beweisen genügend Studien (zu viele, um sie hier alle aufzuführen). Dass die Spiele- und Medienindustrie ein vitales Interesse daran hat, Ergebnisse der Medienwirkungsforschung, der Medienpsychologie, der Mediensoziologie und der Medienpädagogik herunter zu spielen, das dürfte auf der Hand liegen.

    Somit ist ein kritischer Blick auf von der Unterhaltungsindustrie forcierte Projekte nicht nur vertretbar sondern auch wünschenswert.

    Ich empfehle für den Umgang mit unterschiedlichen Meinungen, sich zuerst möglichst neutral über beide Meinungen sorgfältig zu informieren, dann nachzudenken, dann zu urteilen und sich gut zu überlegen, was man vom Stapel lässt und wie man es tut (Stichwort: faire Rhetorik).

    Befragungen sind übrigens ein weit verbreitetes wissenschaftliches Instrumentarium unter anderem in der Pädagogik. Sie zählen zwar zu den weichen Methoden, haben aber auch wissenschaftliche Gültigkeit.

    Demjenigen, der angeregt hat, Sabine Pfeiffer anzuzeigen, möchte ich mit auf den Weg geben, dass Zensur die Menschheit in den wenigsten Fällen weiter gebracht hat. Wir würden wohl heute noch glauben, dass die Erde eine Scheibe ist…

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