Schäuble und Merkel zum "Killerspielverbot"

Auf den Plattformen direktzu.de und abgeordnetenwatch.de beziehen Merkel und Schäuble Stellung zu gewalthaltigen Videospielen. Auch wenn klar sei, dass „alleine mit einem Verbot von so genannten „Killerspielen“ Gewaltexzesse nicht zu verhindern“ sind, betont Schäuble, dass Studien „klare Risiken nachweisen„. Auch wenn eine Verbotsausweitung nicht konkret genannt wird deutet die obige Aussage, wonach allein ein Verbot nicht ausreicht, doch darauf hin, dass zu dem Maßnahmen auch aber eben nicht nur eine Verbotsausweitung gehören könnte. Ebenso liegt es bei der Äußerung von Frau Merkel:

Neben repressiven Maßnahmen wie gesetzlichen Verboten von Gewaltdarstellungen in den Medien geht es dabei vor allem um die Förderung von Medienkompetenz und der Verbreitung qualitätsvoller Inhalte im Internet. „

Die Union setzt bei dem Kampf gegen Killerspiele also auf ein Bündel verschiedener Maßnahmen, das neben der Vermittlung von Medienkompetenz (Angekündigte Kooperation der bpb mit dem KFN?) und der Förderung wertvoller Inhalte (Deutscher Computerspielpreis) auch auf eine Verbotsausweitung abzielt.

22 Gedanken zu “Schäuble und Merkel zum "Killerspielverbot"

  1. Warum kann ich im Vorfeld sagen, dass Politiker ihren Liebesbegriff „Killerspiel“ erklären sollen, auf den 131er verweisen? Ist es eine Gabe? Ist es…the shining? ;-3

  2. es ist die beste ausrede auf die sie verweisen können :)
    allerdings wird geht die merkel nicht drauf ein für was sie steht : jugendschutz um jeden preis oder jugendschutz der die erwachsenen jedoch nicht in ihren freiheiten beschränkt.

  3. naja, es ist doch erfreulich, dass der begriff „medienkompetenz“ so langsam genau so offt verwendet wirde wie der begriff „killerspiel“.
    und ersteres ist wirklich sinnvoll.

  4. @Hejoba
    Nur würde das Geld für die Schulen benötigen (was seit LANGEM nötig wäre) – und DAS ist ja nun nich´ drinne´. :- /
    Was auch interessant sein könnte, wäre die Information ab welchem ALTER man Medienkompetenz lehren sollte – Jugendliche? Teenager? Kinder?

  5. Was auch interessant wäre, mal zu überlegen, was genau sich die verantwortlichen Politiker, die Medienkompetenz fordern, sich darunter vorstellen. ich meine, reden sie nun von einem verantwortungsbewussten Umgehen mit Medien, oder eher etwas wie (jetzt folgt ein Extrembeispiel, nicht so ernst nehmen)eine Liste, die von „fachkundigen Medienexperten´´ aufgestellt, welche genau auflistet, ab welchem Alter man sich bzw. seinen Kindern ein Medium zumuten darf ?

  6. Öhm sind Jugendliche und Teenager nicht das gleiche?… Wie auch immer ich denke man sollte schon so ca ab 12 jahren anfangen, meiner Erfahrung nach fangen frühstens da die ab 16/18 spiele an für einen interessant zu werden…

    … Natürlich alles mal abgesehen davon, dass es ohnehin total sinnlose Steuergeldverschwendung ist, da Computerspiele zwar aggressiver machen können, diese Aggression jedoch nur in EXTREM seltenen Fällen ausreicht um auslösender Faktro einer Gewalttat zu sein. EXTREM SELTEN :D
    Vlt wäre das Geld besser angebracht in das zur Verfügung stellen eines Schulpsychologen, der Schülern bei Faktoren Helfen kann, die sehr wohl ausreichend Aggression erzeugen können um auslösender Faktor zu sein.

    Aber man kennt das ja. Gewaltspiele sind Böse und verderben die so soziale und freundliche Jugend deutschlands so sehr, dass diese plötzlich ein School Shooting starten, ohne, dass es einen Offensichtlichen Grund Gibt… *hust*

    Natürlich findet man nach eingehenden Untersuchungen heraus, dass der Täter Monate vorher das für seine Brutalität berüchtigte Drakensang gespielt hat und ihn das kloppen von Orcs zu einer Gewalttat animiert hat. Genau dieses Spiel hat wohl auch heimlich in der Nacht Pappi’s Waffenschrank aufgeschlossen und dem Täter ein riesiges Arsenal an Gewehren etc. bereit gestellt. Auch das Zielen mit waffen hat der Täter am Computer mit der realitätsnahen Killer-Simulation „Moorhuhn“ trainiert.

    War der Täter also auch nur ein Opfer? War der freundliche, in der Schule beliebte, jugendliche aus der Nachbarschaft, der nur friedlich mit echten waffen auf Zielscheiben eingeschossen hat ein Opfer der bösen Killerspiele?
    Nach eingehenden Studien und laut der Meinung vieler Experten steht die Antwort fest…
    JA…

    Sry hab mich gehen lassen >.<

  7. @Dno13
    Jugendlicher 13-21
    Teenager 13-18
    Insofern überschneiden sich beide Alterspersonifizierungen „etwas“ *hust* xD

    Was ich weiterhin nicht verstehen kann ist, warum Drakensang einen Preis bekommt während WOW böse ist – beide Spiele sind sich „recht“ ähnlich. Ist WoW nur deswegen das ultimative Böse weil es von mehr Leuten gespielt wird? Uh…das könnte man ausdehnen…*grübel*
    Wäre Drankensang auch so gesellschaftlich „preisverdächtig“, wenn es Millionen spielen würden? Online? Wo ist die Grenze zwischen einem Spiel das Preise verdient und einem das verteufelt wird?

  8. @Athoron: die leute die den preis verliehen haben bezeichnen wow aber nicht als „böses spiel“, oder? oder wen meinst du jetzt :s aber ich denke auch, wenn drakensang süchtig machen würde wäre es auch „böse“. eig genau wie bei CS. es wird nur so viel drüber diskutiert weil es so beliebt ist, obwohl es viel brutalere spiele gibt. sprich: um so besser ein spiel ist um so mehr wird es geächtet.

  9. Nicht ganz. Über Manhunt sind sich eigentlich fast alle einig, und das Spiel ist weit davon entfernt, als gut bezeichnet werden zu können.

    Interessanterweise wird das zweitbeliebteste MMO, nämlich Guild Wars, als deutlich harmloser als WoW eingestuft. (Ich habe beide gespielt und teile die Meinung nur zum Teil)

    Gruß
    Aginor

  10. Weiter unten steht in einer anderen Frage, dass ein Lehrer „Hackfleischspiele“ im TV verwendet hat…wie tief kann geht das Niveau noch runter!? Und das „Tötungsspiele“ dem Begriff näher kommt. Meiner Meinung nach ist dieser Begriff die freie Übersetzung vom „Killerspiel“.

    Btw: ich hoffe, das der Insolvenz-Verwalter, der Ascaron betreutet, neutral gegenüber Videospielen ist – schließlich kann SACRED 2 auch als „Killerspiel“ ausgelegt werden…

  11. @Athoron
    Im Sinne des JuSchG „sind Jugendliche Personen, die 14, aber noch nicht 18 Jahre alt sind.“ Der StGB definiert dies auch so (z.B. § 184c).

    The American Heritage® Dictionary of the English Language, Fourth Edition © 2004 definiert teenage als „Of, relating to, or applicable to those aged 13 through 19.“ eben thirteen bis nineteen

  12. Jaja Politiker: sage alles und nichts… Sie wollen sich nicht festlegen, ist ganz klar, so meinen sie, können sie es sich mit niemanden verscherzen. Man kann so regieren, dass man wieder gewählt wird, oder dass man was bewegt. „Neutral“ zu sein gibt Punkte für die Wiederwahl, da keiner wirklich was gegen einen hat, so die Theorie. Die Vertreter hier verhalten sich wie zu erwarten.

    Ich habs schon mal gesagt, auf der Seite unseres Bundestags und unserer Bundesregierung kann man unter Kontakt Kommentare/Kurzbriefe schreiben um seine Meinung zu sagen. Macht mit und schreibt dort eure Meinung. Glaubt mir das hat (schon etwas) Sinn. Meinugen, die da eingehen, werden hochgerechnet. Die rechnen damit, dass es für jeden, der da hinschreibt, noch ca. 100.000 Andere gibt mit der gleichen Meinung, die sich bloß nicht getrauen zu schreiben. Aber hir werden nur „ernste“ Meinungen gezählt. Also haltet eine gewisse Form, sonst stellen wir uns mit sowas nur selbst ein Bein.

    https://www.bundestag.de/interakt/dialog/kontakt/index.jsp
    http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Service/Kontakt/kontakt.html

    (Korrigiert ^^)

  13. Moment mal, sind Leute die sich für mehr Medienkompetenz aussprechen nicht Handlanger der militärisch medialen industriellen Komplexes* ?
    Wer hätte das gedacht, Merkel und Schäuble auf der Gehaltsliste der Killerspieleindustrie ;-)


    * C by Kölner Aufruf

  14. die frage ist aber ist jetzt : wieso erst jetzt?
    wieso erst nach wochen miesester und dreckigster berichtserstattung und falschen aussagen einiger politiker?
    haben vielleicht einige eu abgeordnete sich eingemischt?
    schließlich hat die eu ausgesagt, dass es ,wie beim film, spiele für kinder und spiele für erwachsene gibt.

  15. @hecter specter:
    Nein der zeigt genau das Bild was die Spielegegner erwarten…
    #LOL#
    ok die Aktion hat was… was genau? ka aber lustig auf jeden fall…
    Happy Coding

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