Programmhinweis

(PP)

SWR, 24.04.2009 – 22:00 Uhr “Weg mit den Waffen, Schluss mit der Gewalt?”

“[…] Auch der 17-jährige Amokläufer von Winnenden kam an Waffen und richtete am 11. März ein Massaker an: Für Gisela Mayer ist seitdem nichts mehr wie vorher –  Tim K. erschoss ihre 25-jährige Tochter Nina. “Der Amoklauf ist das Ergebnis einer Zunahme von Brutalität unter jungen Menschen!”, sagt die 52-jährige Lehrerin und setzt sich für eine Verschärfung des Waffenrechts sowie für ein Verbot von Killerspielen für Jugendliche ein. […]” 

“[…] Die derzeitige Aufregung über Computer-Spiele und sogenannte Ballerspiele kann Ibrahim Mazari nicht nachvollziehen. Der 34-jährige ist selbst leidenschaftlicher Spieler und veranstaltet Egoshooter-Parties. Allein auf seiner Plattform sind 2,5 Millionen Fans organisiert, die von der taktischen Herausforderung am Bildschirm fasziniert sind: “Gefährlich wird es nur, wenn bei Jugendlichen ohnehin eine psychische Erkrankung vorliegt”, sagt der Sozialwissenschaftler. […]”

“[…] Steffen Holle flüchtete sich in die Welt der Killerspiele. Bis zu 16 Stunden am Tag zockte der 21-Jährige am Rechner, vernachlässigte sich und seinen Freundeskreis, brach seine Ausbildung ab: “Diese Spiele haben mich gefangen genommen. In der virtuellen Welt habe ich immer mehr Anerkennung bekommen, die mir im realen Leben fehlte”. Der Computerspielsüchtige unterzog sich einer Therapie, die er soeben abgeschlossen hat.[…]

“Durch die ständige Berieselung des Gehirns mit Gewalt durch Fernsehen oder Computerspiele gewöhnt man sich Gewaltbereitschaft an und stumpft gegenüber Gewalt ab.”

– so die Erkenntnisse des Ulmer Hirnforschers Prof. Manfred Spitzer. Die Folgen, so Spitzer, sind Brutalisierung und Gewaltverbrechen, weil Ballerspiele und Morde auf dem Bildschirm langfristige Spuren im Gehirn junger Menschen hinterlassen. […]”

40 Gedanken zu “Programmhinweis

  1. Eine weitere Veranstalltung von Herrn Spitzer. Ibrahim Mazari wurde nur als “Alibi”- bzw. “Quotengamer” genommen. Sprich wird wohl der typische Bericht sein.

  2. @Modgamers
    Dem stimme ich nur zu.
    Außerdem denke ich das der Typ Ibrahim nur ein Statist ist der sich als Gamer ausgeben soll.
    Außerdem : was können die Games dafür das er seinen Hintern nicht mehr kriegt ?
    Ich spiele auch gerne Games die ich neu habe, aber essen, trinken mit freunden treffen tue ich mich trotzdem weiterhin.

  3. lol geil
    “veranstaltet Egoshooter-Parties”

    Egoshooter-parties? Geil das ist mein neues lieblings unwort.
    Und wer möchte mit mir wetten das der 16 stunden killerspiele spieler eigentlich nur WoW gespielt hat?

  4. 16 Stunden spielen… Naja wenn man es lässt es zulässt kann man von allem süchtig werden. Wenn der Typ dann alles hinschmeisst können die Spiele ja nichts für.
    Entweder haben wir hier nen Statisten oder einen Menschen der krampfhaft versucht die Schuld für sein eigenes Versagen abzuweisen.

  5. yo…wer süchtig wird ist meist selbst schuld…genauso bei Alkohl und Zigaretten…wenn man etwas exesiv betreibt besteht nunmal die gefahr das man daran zugrunde geht…es gab schon immer geistig labile menschen die anfälliger für suchverhalten waren

  6. Und nicht vergessen liebe Jugendlichen: Bei jedem Samenerguss sterben Massen an Gehirnzellen ab bis man schließlich total verblödet – haben amerikanische Experten vor laaanger Zeit bereits herausgefunden ;- )

  7. Leute? Es ist doch im Endeffekt wurscht wer oder was in der Sendung sitzt. Der Schaden der wieder angerichtet wird ist doch das was zählt, oder? (Schaden anrichten: Siehe “Heute”)

  8. Ego-Shooter-Parties…
    …omg…
    …was kommt als nächstes?

    “Killerparty”? “Metzelparty”? “Mord-und-Todschlag-feiern”?

    Warum fällt es den Journalisten immer soooo schwer, auch nur einmal eine korrekte Bezeichnung zu verwenden: LAN-Party! Denn bei der ESL werden mehr Spiele als Egoshooter gespielt. Wenn man nun alle Games auf Egoshooter reduziert, die Egoshooter auf die ganz bösen 2-3 Titel reduziert, dann kann man aber auch gleich alle Deutschen auf einen Pornodarsteller reduzieren.

  9. nun ist der swr wieder einmal auf quotenjagd. aber was mich wurmt ist, das thema der sendung lautet “weg mit den waffen, schluss mit der gewalt´´, es soll über eine verschärfung des waffengesetzes diskuttiert werden, doch man scheint sich inzwischen so sehr auf videospiele eingeschossen zu haben, dass man vergisst oder sogar verdrängt, um welches thema sich die sendung dreht.
    habe übrigens gelesen, dass sich die innenminister nicht über eine verschärfung des waffengesetzes einigen können. naja…irgendwie seltsam, oder :(

  10. @maSu:
    nunja, es heißt doch auch lan-partys, nur dass hier die breite masse nicht genau weiß was gemeint ist. der begriff ist also noch akzeptabel, solange sie wirklich nur ge-egot haben.

    @hecter specter:
    der swr, war sehr öft distanziert und reflektiert. ich würde nicht zu voreilieg sein, obgleich ich mir selber auch nicht allzuviel verspreche.

  11. in einem extremen fall hielt ich mal acht stunden aus, allerdings nur mit pausen und seitdem halt ich mich bei so einer art “spiele-maraton´´ eher zurück

  12. laaangweilig nächstes thema, bitte!!!!!
    Die holen die Mitleids-Keule Raus o.O
    Wie hier schon öfters gesagt wurde, sollte man über einen amoklauf sachlich berichten und nicht nur so einen scheiß senden
    .
    Gruß
    DerMarc42

  13. @Malexwave
    “Das kann auch 16 Stunden Klavierspielen oder 16 Stunden Arbeiten sein… -.-”

    Wobei man mit 16 stunden arbeiten ja erfolgreich ist und gesellschaftlich hoch angesehen.
    @MaSu
    “Warum fällt es den Journalisten immer soooo schwer, auch nur einmal eine korrekte Bezeichnung zu verwenden:”

    Es fällt ihnen nicht schwer allerdings denke ich das dieser begriff das produkt eines versuchs war so zu klingen als würde man was von der materie verstehen. Zumindest dürfte so der begriff auf die meisten leute wirken die keine ahnung von games haben und sich somit durchaus vorstellen können das sich jugendliche zu “ego-shooter parties” treffen um so richtig die “fetzen” fliegen zu lassen.

    Man darf ja nie vergessen das 1. Nur jugendliche computer spielen und 2. Unsere ganze jugend verroht, gewaltverherrlichend und kriminell ist.

  14. Leider keine neutrale Berichterstattung. Ich hab da neulich das “Stadtgespräch” auf SWR3 Hessen gesehen. Das ist online auch noch verfügbar. Das fand ich eigentlich recht ordentlich. Dort wurde über Alkohol und Spiele berichtet und es waren einige Leute (ein Gamer, eine Mutter eines ehemalien Süchtigen, ein Politiker und eine Profesorin) eingeladen. Die haben eigentlich recht gut rausgearbeitet, dass es einen Unterschied zwischen Süchtigen (wobei die Suchtfrage noch nicht wissenschafftlich geklärt ist) und “normalen” Spielern gibt und sie haben geklärt, dass der Süchtige WoW gezoggt hat und nicht CS. Leider kannte der Politiker die Sperrfunktion nach 2 Stunden nur aus Chine und nicht auch von hier, das ist doch eigentlich auch hier zulande bei WOW möglich, oder? Allerdings wurde auch über die fehlende Medienkompetzend er Eltern geredet, welche dem PC allgemein ablehnend gegenüberstehen. Alles in Allem eigentlich ein recht guter Beitrag.

    mfg, hopfen

  15. Die Liste der Gäste hat sich erhöht.

    Dennoch wird Hardy Schober dabei sein? Jedenfalls steht dies auf der Aktionsbündniss Winnenden Seite.

  16. Hopfen mir wäre es neu das es so eine funktion auch in deutschland gibt.
    Zumal selbige ja sogar gesetzlich in jedem MMO vorgeschrieben ist in china, da wird dann immer zwangspause eingelegt (oder ein anderer account gespielt).

  17. Im Pressetext wurde dann auch gleich von “Killerspielen für Jugendliche” gesprochen. Man kann es natürlich so machen wie Regine Pfeiffer, und auch schon “World of Warcraft” (ab 12) oder irgendwelche Strategie- oder Rollenspiele dazu zählen, denn schließlich ist der Begriff von seinen Verwendern ja nicht definiert worden. Ansonsten sind aber solche Spiele ohnehin nicht für Jugendliche freigegeben (und selbst das KFN kam zu dem Schluß, daß “Counterstrike” mit “ab 16” richtig bewertet sei, weil dort der Wettkampf primär sei)…

  18. @ Martin Ebers:
    Ich glaube, ich kam noch nicht dazu, mich für deine Homepage zu bedanken. Informativ, mit Quellen belegt und auch ein Blick über den Tellerrand. Lässt mich vom Aktualitätsstand mal abgesehen wunschlos glücklich, dafür ein herzliches Dankeschön :-)

    Dass der KFN e.V. zu einem solchen Urteil kam, überrascht mich positiv.

    Der Kritik an der Begriffsverwendung schließe ich mich an, darüberhinaus begegnet uns auch hier wieder die Behauptung, die Jugend werden zunehmend brutaler. In meinen Augen ein klarer Beweis, dass die Propagandamaschinerie der Massenmedien ihre Wirkung tut, denn faktisch sieht das anders aus.

    Zu Herrn Spitzer: habe die Sendung nicht gesehen, seine These in der Zusammenfassung stimmt aber mit der in seinem Buch “Vorsicht Bildschirm!” überein.
    Sie lässt dummerweise die moralische Wertung einer Erfahrung komplett außer Acht und unterstellt einfach einen Gewöhnungs- und sogar einen Nachahmungseffekt, wenn man mit einem gewissen Sachverhalt oft genug konfrontiert würde.
    Praktisch würde das heißen, dass Polizisten die potenziell kriminellsten Menschen der Welt wären, da sie sich ja öfter mit Verbrechen beschäftigen als “normale” Menschen. Schlichtweg absurd und kompletter Müll (meine Meinung).

  19. @ Densor:
    Natürlich gibt es die Funktion bei uns auch.
    Heisst “Elterliche Freigabe”, und Blizzard macht damit sogar schon auf der Teaser-Page zu WoW, wo man den Testaccount kriegt, ganz groß Werbung.

    Gruß
    Aginor

  20. Das interessiert nur manche Eltern nicht. Woanders meldete sich eine Mutter ja völlig hilflos sie können ihren Sohn nicht abhalten WOW zu spielen und das böse Blizzard bucht einfach so vom Konto ihres Sohnes ab…

  21. Ja, das ist das traurige.
    Dabei gibt es nicht nur das.

    Möglichkeiten zur Einschränkung des WoW-Spielens:
    – Funktion “Elterliche Freigabe” in WoW
    – BIOS-Passwort auf den Rechner, das das Kind nicht kennen darf (ok, er könnte wo anders spielen, wenns WoW ist)
    – Manche Router lassen sich IIRC ebenfalls einstellen, sodass sie Verbindungen zu bestimmten Zeiten nicht erlauben
    – Im Firewall bzw. Router die Ports zumachen die WoW braucht.
    – EINE ORDENTLICHE ERZIEHUNG!!!!
    .
    .
    Gruß
    Aginor

  22. Das ist ja mal wieder so richtige Standardware. Leider.
    Anstatt einen stammelnden Ibrahim Mazari dort hinzusetzen der von 4Personen gleichzeitig Kontra bekommt sollte man eine Diskussionsrunde mit gleich vielen Befürwortern wie Gegnern einladen, man sollte sich Suggestivfragen sparen (“Wofür brauchen wir diese Killerspiele? Welches Wissen soll einem dabeivermittelt werden?” Na wofür brauchen wir Schützenvereine? Was lernen wir im Fernsehen? Was lernen wir beim Fußball? “Ball rund, Tor eckig. Eines muss ins andere.” – Na aber Hallo!.)
    Und Herr Spitzer erinnert mich bei jeder zweiten Aussage an die Michael Moore Szene von den Simpsons Kent an M.Moore: “Darf ich sie fragen woher sie diese Statistik haben?” – “Von ihrer Mutter!”…

    nur dass M.Moore in dieser Szene wegläuft. Herr Spitzer wird wohl leider die restliche Sendezeit sitzen bleiben.

  23. Sorry, jetzt ist es mit mir durchgegangen, hab ich die Hälfte noch vergessen ^^
    Das wäre natürlich schön in einer Fernsehdiskussion, aber das kann man wohl leider nicht erwarten. Ich für meinen Teil werde mich sicher an den Sender wenden, vor allem würde mich interessieren wieso es in einer Sendung unter dem Thema “Weg mit den Waffen, Schluss mit der Gewalt? – Konsequenzen nach Eislingen und Winnenden” gefühlte 80Prozent der Sendezeit nur über gewalthaltige Computerspiele geht.

  24. Das ist wirklich eine der schlimmeren Diskussionen. Die Alten wollen alles verbieten und brüllen da die jungen Alphamännchen-like nieder. Das ist wirklich eine furchtbare Sache.

  25. Also ich fand es jetzt insesamt eine gute Diskussion.
    .
    Zeitlich auch passend, nicht so kurz, wie die anderen.
    Überhaupt gehört diese zu den besten Diskussionen um dieses Thema, die ich bisher gesehen habe.
    .
    Die einzigste Situation, die mich geärgert hat, war die, wo dieser Wissenschaftler (Der mit den ganzen Studien) deutlich gesagt hat, das die Spiele dazu entwickelt wurden um die Soldaten beim amerikanischen Militär zu trainiren.
    DAS IST FALSCH.
    Hier hatte ich die ganze Zeit gehofft, dass der ESL Mann (Sorry, ich weis nicht mehr die Namen der Diskussionsbeteiligten) irgend einen Einspruch einlegt.
    .
    Die Frage, warum wir solche Spiele überhaupt brauchen, und was der Wert dieser Spiele, stand noch weiter im Raum.
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    Meiner Meinung,… ja…, sie sind halt Kulturgut und Kunst. Bei Resedentevil eher schwer zu glauben, aber dazu kommen wir gleich…
    Spiele, wie Super Mario oder Tomb Raider Kult.
    Früher als die Spiele rauskamen wurden sie eher belächelt. Und auch ich hatte noch nicht wirklich ihren Wert erkannt.
    Aber wenn man Spiele, in der Kindheit einmal gespielt hat, und sich dann Jahrzehnte lang nicht mehr mit ihnen beschäftigt hat, dann kommen wieder all die schönen Erinnerungen die man in dem Spiel aber auch in der realität, zur Zeit des spielens erlebt hat, wieder hoch. Es ist so, wie als wenn man ein uraltes Fotoalbum wiederfindet. Nur, dass wenn man sie wieder spielt, es kein stummes, unbewegliches, verstaubtes Foto ist, sondern es ist genauso, wie vor 10 Jahren.
    “Genau an dem selben Ort im Spiel war ich vor 10 Jahren. Ich kann mich noch erinnern, was ich dort gemacht habe, und was ich vor und nach dem spielen gemacht hatte.”
    Das ist ein sehr schönes Gefühl.
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    Eigentlich interessiere ich mich nicht so, für Egosooter.
    Eigentlich spiele ich eher Strategie und Aufbauspiele, wie Sim City, Anno, Black & White, Paraworld, Age of Empires usw…
    Mir macht es Spaß, mir meine eigene Welt aufzubauen, oder mein Imperium auszubreiten.
    (Ob friedlich oder kriegerisch liegt an der Sitation in der ich mich im Spiel befinde)
    .
    Ich spiele wenige Gewaltspiele.
    Trespasser, Dino Crysis, Half Life, Splinter Cell, Far Cry 2 und ein paar Demos sind die einzigsten.
    Ich möchte in die Welt eintauchen, weil ich von der Atmosphäre fasziniert bin.
    Bei Trespasser und Dino Crysis, war es so, dass ich mich schon seit meiner Kindheit für Dinosaurier interessiere und auch ein Jurassic Park fan bin.
    Auf Splinter Cell bin ich erst durch eine Vollversion in einem Spielemagazin gestoßen.
    Ich habe es durchgespielt. Die Geschichte (auch ihre entwicklung) ist einfach faszinierend, sich an seine Gegner heranzuschleichen auch sehr spannend. Und überhaut ist Sam’s Outfit das coolste der Geheimagenten. ;-)
    Von Far Cry 2 war ich von der Atmophäre, die das Spiel bot angetan. Die sehr gute Grafik, weite Savannen, dichter Dschungel…
    Auch wollte ich mal ein wenig mehr Action.
    Schade, dass es Story Maßig eher lahm ist.
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    Was ich damit sagen möchte, dass es wie normale Kunst den Menschen glücklich macht. Weil er sich mal vom Alltagsstress absetzen kann, und in seine eigene Welt eintauchen kann, die er sich ausgesucht, oder selbst erstellt hat.
    Auch bei den gewalthaltigeren Spielen, die von den Medien als Inhaltslose Killerspiele angesehen werden, in denen es um nichts anderes geht soll, als möglichst viele Menschen umzubringen.
    Dass diese auch eine Geschichte beinhalten können, wird dabei gerne unterschlagen.
    Ich könnte auch von James Bond alle Szeenen zusammenschneiden, wo getötet wird und sagen, dass es im Film um nichts anderes geht.
    Trotz (auch hoher) brutalität kann ein Spiel qualitativ hochwertig sein. Genauso, wie beim Film: Der Bader Meinhof Komplex.
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    Mich verärgert es, dass Kunst und Kultur Objekte geächtet und als “üble Produkte” bezeichnet werden.
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    wow, jetzt hab ich wieder viel geschrieben^^ :-)

  26. Ich fand die Diskussion grauenhaft.
    Wenn man schon allein die Gästeliste anschaut, kann daraus nichts werden. Spitzer war natürlich der typische Videospielkritiker. Er pauschalisierte Videospiele als Tötungs-Trainings-Maschinen, die das amerikanische Militär entwickelt hat. Seine Argumentationen widersprachen sich sehr oft. Er redete sehr viel, sagte aber sehr wenig.
    Im Gegensatz zu Mazari, der es zwar versucht hat mit recht guter Argumentation sich durchzusetzen. Er wirkte aber zu passiv und hätte viel öfter Spitzer angreifen sollen. Der Moderator ergriff eindeutig Partei und leitete die Runde sehr unprofessional, vorallem durch solche Suggestivfragen wie “Was lernt man aus Videospielen?”
    Steffen Holle hatte sowieso keine Chance sich durchzusetzen, denn durch ihn fühlen sich die Kritiker ja erst bestätigt.
    Dass Angehörige der Opfer solcher Tragödien natürlich gegen Gewaltspiele Abscheu empfinden, kann ich verstehen. Deswegen können das keine objektiven Gesprächspartner sein und sollten nicht in so eine Diskussion eingeladen werden.
    Der Rest hat überhaupt keine Ahnung, was so ein Computerspiel überhaupt ist.
    Was bleibt: Ein kompetetenter Gamer, der keine Chance gegen sechs Gegner hat, und ein selbsternannter Experte, der diffamiert. Plus Gästen, die keinerlei Erfahrungen mit Videospielen haben und sich eben eine Vorstellung aus Klischees und den eingespielten Gewaltszenen von Games machen.
    Also eine gemütliche Kaffee-Runde ohne Experten und ein Publikum, das ihnen alles aus er Hand frisst.

  27. Spitzers Argumentation mit der Mutter die ihren 14 Jährigen Sohn spielen lassen muss weil das Spiel nicht verboten ist, ist ja auch total falsch. Spiele mit exzessiver Gewaltanwendung SIND für sein Alter ja bereits verboten. Der Typ hat Bücher geschrieben? Die will ich bei so einer Sachkompetenz wirklich nicht lesen, wäre schlecht für meinen Blutdruck.

  28. Sehr einseitige Diskussionsrunde, war aber nicht anders zu erwarten.
    Ibrahim Mazari verteidigt eigentlich nur CounterStrike, nicht aber Spiele im allgemeinen.
    Hat jemand Hardy Schober im Hintergrund bemerkt?
    Das man gleich zwei Mütter die ihr Kind verloren haben einläd, fand ich auch etwas übertrieben.

    Die Frage nach dem “Nutzen” könnte man genauso für sehr viele andere Dinge aus dem Bereich Unterhaltung stellen.

    Die Antwort auf diese Frage im Bezug auf Videospiele ist aber genauso vielfältig wie die Art der Spiele selbst.
    Manchmal geht es darum in eine andere Welt einzutauchen um Abenteuer zu erleben, ein anderes mal nur um den Kick eines guten Schockeffektes.

    Es gibt auch keinen objektiven Grund warum sich Menschen an nem Gummiseil hängend von Brücken, Kränen oder ähnlichem stürzen oder Achterbahn und Karusell fahren.
    Es gibt keinen objektiven Grund sich Horrorfilme anzutun…

    aber genausowenig das Musikantenstadl, Oktoberfest, Formel 1 und vieles mehr.

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