EMMA über Winnenden

(KSS) Alice Schwarzer hat für die EMMA einen Artikel über den Amoklauf in Winnenden verfasst, der eine doch recht eingeschränkte Sichtweise auf das Geschehen bemängelt. So würde neben dem Fakt, dass es sich bei den meisten Opfern um Mädchen handelt, auch das Geschlecht des Täters ausgeblendet. Als “Gewalt gegen Frauen” sei die Tat das Resultat der Identitätskrise der Jungen:

Männer von heute stehen an einem Scheideweg: Gehen sie auf die Frauen zu – oder schlagen sie auf die Frauen ein?

26 Gedanken zu “EMMA über Winnenden

  1. Frau Schwarzer hatte sich damals schon derartig geäußert, sollte auch in eine der ZDF-Debatten kommen, blieb jedoch verschwunden.

    Ich werde mich jetzt nicht weiter zu Alice Schwarzer oder jeglicher Männer-Hass-Hetze äußern – man(n) kann da ja nicht mitreden ;)

  2. Ich glaube in der neusten Ausgabe dieses Schundblattes ist der hauptartikel über einen
    jungen man der Amoklaufen wollte.Über diese Männerhassende Kampfamazone sollte man
    sich nicht aufregen aus der Frau kam schon immer wirres und dümliches zeug.

  3. vielleicht etwas unsensibel..aber wo ist der unterschied ob nun 11 mädchen und 1 junge oder 11 jungen und 1 mädchen erschossen wurden. is doch das selbe, da 12 menschen erschossen wurden. für frau schwarzer scheint`s wichtig zu sein. ich verstehts nicht so ganz.

  4. ich weis nicht, aber der Artikel ist nicht schlimm, außerdem wird man nach dem Anreißer “Warum will niemand wissen, dass Tim K. vor allem die Mädchen erschoss?” der mir eigentlich eher eine einseitige Sichtweise darlegte, positiv überrascht, weil eigentlich eher drinsteht, dass es keinen (mehr) interessiert.
    Finde ich lesenswert.

  5. mit Frau Schwarzer habe ich mich nie wirklich auseinander gesetzt.
    Aber sie stellt in diesem Artikel die Frage, wie es sein kann, dass bei weiblichen 11 von 12 Opfern in der Schule, die Ermittlungen und die Diskussion nicht mehr in diese Richtung gehen. Ich weiß nun nicht wie sehr die Ermittlung in diese Richtung gegangen ist. Frau Schwarzers Meinung nach nicht weit genung. Eine Diskussion in der Öffentlichkeit hat wirklich nicht stattgefunden, oder? ( Darauf hat ja auch schon Armin Laschet in der Phönixrunde am Rande hingewiesen)
    Der Rest des Artikels ist halt ihre Meinung. Ist doch in Ordnung, diese muss man ja nicht teilen. Aber ein paar Fragen, die sie stellt sind doch berechtigt. Sie hat vermutlicherweise keinen Plan von Games, aber sagt dazu ja eigentlich auch nichts.

  6. Ich glaube es gibt einfach zu wenig Informationen… Wenn ich an meine Klasse denke fällt mir auf, dass da in der ersten Reihe fast nur Mädchen sitzen. Meine Paralellklasse ist da noch eine ganze Ecke schlimmer. Dort gibt es nur 6 Jungen und 20 Mädchen. Würden wir also wissen wie die Opfer saßen oder wiegross der Jungen-/Mädchenanteil inder Klasse war könnte man eher Mutmaßungen schliessen. Dennoch ist es merkwürdig, dass Tim K. so oft in diese Klasse ging. Immerhin hatte er schon seinen Abschluss und deswegen dürfte er auch relativ wenig mit seinen Opfern zu tun gehabt haben.

  7. ekelhaft
    hat er das nun absichtlich gemacht oder sind ihm nur Mädchen über dem weg gerannt? Muss jeder immer solche Schrecklichen Ereignisse für seine Propaganda missbrauchen. Was wäre wenn er mehr Männer umgebracht hätte?

    will sie sagen das Tim K. Männer nicht umgebracht hätte wenn sie das unglück hätten im über dem Weg zu laufen? wohl kaum

  8. das mit den mädchen ist mir auch schon damals aufgefallen, konnte aber den erschossenen jungen nicht einordnen…das da irgendwas mit den mädchen gewesen muss ist klar und das der getötete junge nach schwarzer ein “frauenversteher” *hust* war klärt das doch etwas auf…was wäre wohl wenn eine grp aus 12 personen einen einzelne mobbt..man kennt doch diese Cliquen gebilde..das muss nicht mal als richtiges mobben durchkommen da reicht es schon andere bewusst auszuschließen um verletzend zu wirken (aber ich bezweifle das es nur sowas harmloses war), das rechtfertigt nicht die tat, klärt aber vllt das motiv etwas auf.

    das is übrigens reine spekulation mienerseits

  9. Also ich finde den Artikel Ok. Man muss nicht alle ihre Ansichten teilen, dennoch ist er solide geschrieben. Ich hab ihr eine Mail geschrieben. Mal schauen, ob sie Antwortet.

  10. “Was also macht den Mann noch zum Mann? Die Gewalt.”
    Also ich finde so ein Satz muss nicht sein. Vielleicht interpretiert sie auch einfach zuviel rein und macht sich dementsprechend auch nur zum Affen. Ich hab weder was gegen Frauen noch etwas gegen die Emanzipation also warum soll ich mich jetzt wie ein Primitivling darstellen lassen?

  11. Ich versteh Alice Schwarzer nicht ganz – wenn sie sich so für Gleichberechtigung der Geschlechter einsetzt (glaube ich), warum schafft sie dann diese Gräben zwischen den Geschlechtern, indem sie so viel in diese Tat allein aufgrund der Geschlechter der Beteiligten u. Opfer der Tat hineininterpretiert, alles mit allem verknüpft sieht – Amoklauf mit Gender, Frauen/Männerbilder, jahrhundertelange Traditionen etc.- und dann wieder vom Einzelnen (Amoklauf) auf das Allgemeine schließt (“Was also macht den Mann noch zum Mann? Die Gewalt.”)?

  12. Ach ja noch was, was viele wahrscheinlich auch schon vermuten:
    Der auffällig hohe Mädchenanteil unter den Opfern könnte auch durch Zufall entstanden sein.
    Vielleicht saßen die Jungen und Mädchen mehr oder weniger getrennt im Raum, und Tim K. hat den Teil, wo die Mädchen saßen, beim Reinstrümen zuerst vor die Pistole bekommen.

  13. Naja lieber Seth. Dann könnte ich genauso gut den Kölner Aufruf filtern auf alles was ich gut finde. “Ow nice Grammatik”.
    Generell geht es ja um die Meinung die, die Person vertritt. Wenn Alice Schwarzer einen anderen Aspekt beleuchtet als immernur die pösen Ballerspiele dann ist das schonmal gut. Wenn dieser Aspekt Sinn ergibt… Umso besser. Wenn aber dann die Hardcore-Emmanze durchgreift und mich zum Vollidioten erklärt, dann kriegt das ganze wieder den selben Beigeschmack wie der Kölner Aufruf, Frontal 21 usw. Damit schiesst sich Frau Schwarzer nur unnötig selbst ins Bein.

  14. Ich finde es auch sehr wichtig das dieser Aspekt genauer untersucht werden sollte.
    Hauptsächlich weibliche Opfer und seine Pornobilder….ist schon verdächtig.

  15. Naja, wenigstens Schreibt sie über ein Thema, mit dem sie sich schon länger beschäftigt hat. Das sollten sich andere Journalisten einmal abgucken.

  16. der kölner aufruf ist ein ganz anderes kaliber als der artikel in der emma ;)
    das eine sucht nach einem erklärungsversuch und zeigt fragwürde ermittlungswege auf das andere ist ein hysterischer nahezu volksverhetzender Aufruf.

    das sie natürlich zum einen zum gegenseitigen verständniss aufruft aber noch im selben artikel geraden diesen dialog mehr oder weniger in frage stellt (durch hemmungslose verallgemeinerung) ist dem artikel natürlich abträglich, aber alleine die fragen und der informative inhaltliche teil sind interessant.

    wenn andauernt auf die persönlichen macken von personen eingeht dann kann man ja ewig meckern.

  17. “Die Männergewalt eskaliert bei sich verändernden Machtverhältnissen zwischen den Geschlechtern.”
    Also ist die Emanzipation schuld?
    Dann sollten wir die verbieten. Frauen zurück an den Herd!!! ;-)

    “Normal sind auch die Gewaltspiele, die aus Jungs, die in der realen Welt kleine Milchgesichter sind, in der virtuellen Welt große Helden machen – auch das ist in der Tat die Norm, wie eine aktuelle Studie des Kriminologen Christian Pfeiffer belegt.”
    Also zumindest nebenbei geht’s auch gegen Games.

    Das mit der Emanzipation und der damit einhergehenden Gleichberechtigung der Frau ist so ne Sache, IMO werden Frauen heutzutage in einigen Belangen sogar schon bevorzugt behandelt und einige wissen diesen Umstand zu ihrem Vorteil zu nutzen.
    Das die Männer sich mit der neuen Situation oft überfordert fühlen, dürfte wohl eher bei der älteren Generation der Fall sein.
    Jemand der mit der Emanzipation der Frau aufgewachsen ist, wird damit weit weniger Probleme haben als jemand der noch die gute alte Zeit im Hinterkopf hat.

    Ich denke auch nicht das Gewalt gegen Frauen signifikant zugenommen hat, es wird nur einfach mehr angezeigt als Früher.

    Im großen und ganzen find ich den Emma Artikel auch etwas sehr viel Anti-Männer Propaganda und ich wage zu behaupten das diese art von Beiträgen einer wirklichen Gleichberechtigung der Geschlechter eher im Wege steht als nützt.

  18. Allein die Tatsache, das Frau Schwarzer den Begriff “Pornobild” hinterfragt, indem sie meint, es sei nicht klar, ob es nun ein Foto, ein Film oder gar(!!!) eine DVD sei (nun in diesem falle 200) grenz schon an… ich weiß nicht.

    @kraid: Frauen WERDEN mitlerweile bevorzugt behandelt. Schonmal ne onlinebewerbung geschrieben? dort steht meißt, das Frauen mit den selben Qualitäten etc den männlichen berwerbern bevorzugt werden.

    Die Emanzipation in Ehren (aber dann auch für Frauen die Wehrpflicht)

  19. @“Was also macht den Mann noch zum Mann? Die Gewalt.” der spruch muss nicht sein:
    nunja, ich, der ich auf dem land aufgewachsen bin, merke schon, bei meinen mitdörflern, dass diese sich sehr stark darüber defieneren, wie viel sie trinken können oder wie prügelfest sie sind. zur schule gehe, bzw. ging ich in bremen huchtigen (nettes viertel) wenn ich mir dort die jungen und jungen männer ansehe, so stelle ich fest: sie definieren sich definitv über ihr gewaltpotential (ich frage mich bei solchen menschen zwar immer ob sie etwas kompensieren wollen…).
    ich finde schwarzers aussage also dem entsprechend richtig.

    @ über alice geläster:
    ich habe sehr großen respekt vor alice schwarzer und bewundere ihre leistung. in ihren anfangstagen war sie zwar etwas… autonomer, was ich ihr nicht so ganz anrechnen kann, aber ich sehe dennoch keinen grund über sie, bzw. ihre aussagen her zu ziehen.
    ahc finde ich es nicht so ganz angebracht, dass ihre sicht als eingeschrenkt betrachtet wird. wie läuft es denn bei uns ab? 16 menschen sterben und wir diskutieren über spiele. DAS ist eine eingeschrenkte sicht, und eine solche ist auch völlig in ordnung, denn hier, auf stigma, geht es eben um spiele und in der emma geht es eben um frauen in der gesellschaft. also setzt sie ihren schwerpunkt auch dort. wo ist denn das problem?

  20. @admin

    sorry, aber was von Frau Schwarzer zu halten ist ist wohl klar. Allein schon die Tatsache dass sie mit der BILD kooperiert hat sollte jeden an ihren Motiven zweifeln lassen. Die Rhetorik von Frau Schwarzer hat sich in den letzten 30 Jahren nicht verändert, und wenn man sich mal mit ihren anderen Schriften auseinandersetzt, kann man durchaus zu dem Schluss kommen, dass es sich hierbei um eine “Geschlechterrassistin” handelt.

    Ne ne, ich brauch den Artikel nicht wirklich lesen, um grob zu wissen was auf mich zukommt. Alice Schwarzer ist für mich indiskutabel.

  21. @Hejoba: Dito. Man sollte Alice Schwarzers Verdienste nicht unterschätzen, und sie spricht in ihrem Artikel (der übrigens letzte Woche bereits in der Zeit stand) einen Punkt an, der mich ebenfalls irritiert hat. Ich glaube kaum, dass es ein Zufall ist, dass der Massenmörder hauptsächlich Frauen getötet hat. Aber über sowas wird nicht geredet, weil man dann ja auf gesellschaftliche Probleme stößen könnte, und die müsste man dann lösen. Schieben wir es lieber auf die Computerspiele, Verbote kosten nichts und stellen alle zufrieden. Zumindest bis zum nächsten Amoklauf, aber bis dahin lässt sich garantiert ein anderer Sündenbock finden.

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