Lesehinweis

In der Berichterstattung nach Winnenden sind in der Flut von Texten einige Artikel untergegangen, die doch etwas mehr Beachtung verdient hätten. Amegas hat zwei davon ausgegraben. So schliesst sich Torsten Kägler bei Onlinewelten dem Ruf Pfeiffers nach Ganztagsschulen an, und bemerkt, dass man doch Videospiele bei dem schulischen Freizeitangebot nicht vergessen solle. Ob das im Sinne des Erfinders ist? 4 Players versucht dagegen die Rhetorik von Joachim Herrmann mit einer Reise durch die Philosophie zu erschließen.

29 Gedanken zu “Lesehinweis

  1. sehr schön, vor allem letzterer. aber wie es auch dort in den reaktionen heißt:” schade nur, dass die breite masse dies nie lesen wird”.

    wie gern würde ich doch herrman und seinen aller bestesten freunde club mal mit seinen aussagen konfrontieren. er hat sie ja auch immer noch nicht zurück genommen, bzw. sich bei der gamerschaft hier für entschuldigt. ganz im gegenteil, er “brabbelt” immer noch den gleichen nonsens.

    wie sehr gerne würde ich ihn damit konfrontieren und ihm einfach mal seine (es tut mir leid, es passt kein anderes wenieger beleidigendes wort) dummheit vorführen.

    wie gern würde ich seinen argumenten und untersuchungen (killerspiele->weil armee soldaten will) in der luft zerreißen und sehen wie er wie ein fisch am land mit aufgerissenen augen und mund am japsen ist.

    leider sitzt er im elfenbein turm und blickt von oben strafend und allwissend auf uns hinab. leider wird er nie in gegenwart von mehr als einem gamer und ohne verbale, verlogenen aber publikums wirksame, unterstützung seiner “experten” (ein begriff, der in etwa so viel mit der realität wie der begriff “killerspiel”) kollgen, rede und antwort stehen. leider ist alles was und bis zum gegenwertigen zeitpunkt bleibt, beinahe nur das was auf “4 payers” aufgetaucht ist. frust von der seele schreiben und hoffen, dass es den weg, durchs netz an die grauen zellen der politik findet. “grau” bekommt hier irgendwie eine ziemliche doppeldeutigkeit.

    schade nur, dass die ausgesprochene kritik im internet von der gegenseite, wenn denn mal gehöhrt, nicht mit entschuldigungen oder gegenargumentation sondern schlicht mit herabwürdigenden und verspotenden(letzter begriff ist meines erachtens nicht zu hart gewählt) überheblichkeiten beantwortet werden.
    ((hier verweise ich wiedereinmal gerne auf mediengewalt.eu, im forum hab ich hierzu das thema “unlautere methoden der gegenseite gegründet.))

    –verzeihe ihnen denn sie wissen nicht was sie tun; verzeihe mir, denn ich habe… eine saukalue, selbst im netz–

  2. Ganztagsschulen sind mit der CDU/CSU nicht machbar. Schließlich verstoßen sie gegen das konservative Bild der Hausfrauenehe.
    Die Erziehung muß in der Familie stattfinden, nicht in der Schule.

    Der Witz ist das sowohl SPD/Grüne als auch CDU/CSU von funktionierenden Systemen ausgehen.
    Ein junger Mensche der in der Ganztagsschule positive Erfahrungen macht oder der in intakten Familienverhältnissen aufwächst wird keinen Terroranschlag planen und durchführen.

    Was ist mit einem jungen Menschen, der trotz Ganztagsschule oder einer Mutter die sich um ihn kümmert keine positiven Erfahrungen macht, weil er gemobbt wird oder seine Eltern zu hohe Erwartungen (Abi, Studium, Firmenchef in spe) haben ?

  3. das schlimmste ist, dass kritiker die wut und den frust einiger gamer bzw. befürworter, die die kritiker selbst heraufbeschworen haben, gegen die gesamte gamerszene einsetzen.
    ein beispiel: letzten freitag, genauer gesagt am 24. april 2009, wurde im swr das nachtcafé gesendet(stigma-videospiele.de berichtete) mit dem thema -weg mit den waffen, schluss mit der gewalt- (aber trotz des themas, konnten auch hier die kritiker einen hanebüchenen weg zur gaming-szene finden) manfred spitzer, als gast und kritiker mit anspruch auf unfehlbarkeit *zwinker*, zitierte eine aussage, eines gamers, der ihm gemailt hatte. dieser gamer war wohl sehr gefrustet, er schrieb nämlich, er habe in seinen spielen keine ambitionen jemanden zu erschießen, doch sich ihm die gelegenheit biete, würde er sofort die waffe auf herrn spitzer richten. eine aussage, die in keinster weise repräsentativ ist und bei weitem nicht die allgemeine grundhaltung der gamerszene wiederspiegelt. man müsste allerdings einen mitschwingenden frust angesichts dieser mehr als hetzerischen argumentation von games und seinen befürwortern, dennoch kein grund, so ausfallend zu werden. aber das schlimme kommt ja erst: anstatt, wie ich es vom moderator für angebracht gehalten hätte, wurde nicht diese aussage als frustierte einzelmeinung, sondern als konsenz der gamerschaft wahrgenommen. es gab keinen einwand gegen herrn spitzer oder dieser äußerung, so dass er diese aussage eines einzelnen spielers, gegen die gesamte spielerszene verwenden konnte. :(

  4. @booomboy: ich meinte unser forum hier.
    mediengewalt selber bietet keine möglichkeit des posting. warum auch? die sagen ja alles was gesagt werden muss.

  5. “Dummheit verherrlichende Innenminister gehören ausgelacht, diffamiert und verspottet. Was bei tausenden durchgefallenen Schülern möglich ist, muss auch für einen Herrmann gelten.”
    So sehe ich das auch. Nur leider ist das ne Wunschvorstellung die daran scheitert das ,bis auf uns “Eingeweihte”, niemand die Unverhältnismäßigkeit des Vergleiches von Herrmann sieht.

    Insgesammt gefällt mir der erste Artikel aber besser, da der deutlich sachlicher ausfällt und sich auf die allgemeine Situation bezieht, während der zweite ein philosophisch angehauchter Kommentar zu Herrmanns Aussage ist.

  6. auch sone sache die mir öfters auffällt die leute reden andauernt aneinander vorbei und verstehen sich gegenseitig anscheinend absichtlich falsch, bzw gehen immer von der für sie beleidugsten möglichkeit der interpretation aus.

  7. Ich finde da muss man unterscheiden:
    In einer Diskussion unter Leuten, die sich im Grunde einig sind, und nur die Feinheiten herauselaborieren wollen, ist das meiner Meinung nach richtig und notwendig, spitzfindig zu sein und alles so präzise wie möglich zu machen. Natürlich sollte man auch da nicht beleidigend werden oder dem Gegenüber selbiges unterstellen. Das gehört zur Diskussionskultur.

    Wenn man mit Leuten wie Politikern diskutiert…. Naja. Ich denke da wird es auch auf die konkrete Situation und den Menschen ankommen. Und darauf, wie viele Kameras und Mikrophone auf ihn gerichtet sind. Ich werde es ja morgen herausfinden. :)

    Gruß
    Aginor

  8. Lest Ihr das Forum nicht?
    Unter “Aginors Aktionen-Thread” steht alles was ich so treibe zum Thema Games.
    Ich treffe mich morgen mit einem Bundestagsabgeordneten. Ich hab ihn per Email angeschrieben und er hat mich eingeladen.

    Gruß
    Aginor

  9. Argh, das steht doch im Forum, verdammich!!! :D
    Ne, im Ernst. Vorletztes Posting im o.g. Thread.
    Aber weil Ihr es seid: Gunther Krichbaum heißt der Mann.
    Vorsitzender des Ausschusses für Angelegenheiten der Europäischen Union des Deutschen Bundestages und einer der beiden Bundestagsabgeordneten meines Wahlkreises.
    Naturgemäß bin ich gespannt wie ein Flitzebogen auf das Gespräch.
    Die ganze Story steht im FORUM.

    Gruß
    Aginor

  10. huiuiuiui
    richtig High Society hier^^
    meiner einer ist ja froh, wenn er bei einer elternhorde aufklärung betreiben darf^^

    dann mal viel spass^^

  11. Ich will hier infos und nicht im Forum…
    ok ist egal, solange man hier ins Forum weiter gelinkt wird.

    Happy Coding und hoffen wir mal, dass der Mann noch nicht
    von den Lügen der Partei und TV verdorben wurde…

  12. www gamestar.de/index.cfm?pid=1396&pk=1955629&sortorder=asc&fp=5#liststart
    “Websurfer “zum Teil” Schwerkriminelle”
    “Dabei sagte sie, das rund 80 Prozent aller Provider-Kunden ” ganz normale User des Internets” seien. Die Zuhörer sollten sich fragen, wen sie kennen würden, der in der Lage sei, Sperren zu umgehen.
    “Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle”, so von der Leyen. Diese versierten Internetnutzer bewegten sich “in ganz anderen Foren” und seien in diesem “widerwärtigen Geschäft” geschult.”

    Also alle die etwas mit Comuter zu tun haben sind diese 20%
    … nee da gibt es viel mehr!
    und diese sind dann zT “Pädokriminelle”…
    Ja eine Internetzensur mit Killerspielen durch zu bekommen war einfach zu schwer…
    Jeder Depp der YT oder CCC in Google eintippen kann wird da was finden…
    Man muss der CSU/CDU langsam die Stimmen abgraben ansonsten änden wir wieder in einen Land das wir nie wollten…

    Unhappy Coding.

  13. Ich werd gleich nach meinem Studium noch nen Informatik Studium anhängen, damit ich lerne wie ich über Systemsteuerung / Netzwerk nen neuen public DNS Server eintragen kann. Gegebenfalls auch noch Germanistik und Höhere Mathematik, falls ich dabei ganze Wörter schreiben oder Nummern eintippen muss.

    Und dann hau ich mein Kopf solange gegen ne Wand, bis ich alles vergessen habe und werd Politiker. Man muss ja auch irgendwie sein Geld verdienen.

  14. tja, egal was sie letztenendes meint, und wie toll es ist das man was gegen KiPo tut…aber solche sätze kommen natürlich net so doll an…haste nen i-net anschluss wunder dich net wenn die polizei bald vor der tür stehen mit ganz und garnicht scheinheiligen durchsuchungsbefehlen.

  15. @Seth:
    Nur für den Fall, dass du wirklich glaubst, dass vdLeyen etwas gegen KiPo tun will:
    .
    “Längst wurden sogar Forderungen laut, nach denen auf die Liste auch gewaltverherrlichende Inhalte und Glücksspielangebote gehören. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auch radikale politische Aussagen ausgeblendet werden sollen. Dann fehlt nur noch ein Gesetz, das jedes Umgehen der technischen Sperre unter Strafe stellt, und die Machthabenden hätten ein perfektes Zensurwerkzeug.”
    Quelle: http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere–/artikel/135867


    Worum es wirklich geht: (ja, ich weiß wie verschwörerisch es klingt, aber hey, das sind ein paar zu viele Zufälle auf einmal)
    .
    “Auf dem Kölner Forum Medienrecht haben Vertreter des Buchhandels und der hessischen Landesregierung Access-Blockaden gegen Urheberrechtsverletzungen und ausländische Glücksspiel-Anbieter gefordert.”
    Quelle: http://www.heise.de/ct/Medienrechtsforum-Forderungen-nach-Ausweitung-von-Internetsperren–/news/meldung/136764
    .
    “Der Entwurf sehe daher vor, dass es für die Strafverfolger möglich sei, “in Echtzeit” direkt beim Provider auf die IP-Adressen der “Nutzer” des virtuellen Warnschilds zuzugreifen. Eine Strafbarkeit liege schon in dem Moment vor, wenn nicht nachgewiesen werden könne, dass es sich um ein Versehen oder eine automatische Weiterleitung gehandelt habe. Generell mache sich strafbar, wer es unternehme, sich kinderpornografische Bilder und Schriften zu beschaffen. Die Strafandrohung liege dabei bei zwei Jahren.”
    Quelle: http://www.heise.de/newsticker/Bundeskabinett-beschliesst-Gesetzesentwurf-zu-Kinderporno-Sperren–/meldung/136556

    “Staudigl bestätigte in diesem Kontext, dass jeder Nutzer mit Strafverfolgung rechnen muss, wenn er dabei beobachtet wird, eine geblockte Webseite abzurufen: Ein “aufgrund der Umleitung zur Stoppseite erfolgloser Versuch, eine Internetseite mit kinderpornographischem Material aufzurufen, erfüllt die Voraussetzungen dieses Straftatbestands und begründet daher den für strafrechtliche Ermittlungen notwendigen Anfangsverdacht”. Die Unschuldsvermutung gelte aber weiterhin, denn “den Nachweis des Vorsatzes müssen selbstverständlich die Strafverfolgungsbehörden führen”.
    [.]
    Falls das Gesetz wie geplant in Kraft tritt, sollte sich allerdings jeder Internetnutzer genau überlegen, ob er noch unbekannte Webadressen ansurft. Geriete man etwa versehentlich oder durch böswillige Hinweise provoziert zu einem Stoppschild, würde dann de facto eine Hausdurchsuchung oder Schlimmeres drohen. Auch dies bestätigte Staudigl: “Ob und gegebenenfalls wer sich strafbar gemacht hat, wird regelmäßig erst durch die sich daran anschließenden strafrechtlichen Ermittlungen geklärt werden können.”
    Quelle: http://www.heise.de/newsticker/Kinderporno-Sperren-Regierung-erwaegt-Echtzeitueberwachung-der-Stoppschild-Zugriffe–/meldung/136769


    Zusammengefasst, was da auf uns zukommen kann: das BKA (Exekutive), das nebenbei auch Zugriff auf die Daten aus der Vorratsdatenspeicherung hat, erstellt eine geheime Liste von Webseiten mit verbotenen Inhalten (sie bestimmen, was falsch ist = Legislative). Diese Liste wird nicht von der Judikative geprüft (Gewaltentrennung und so) und darf auch nicht von privatpersonen oder unabhängigen Instituten eingesehen werden, da sie geheim ist (Transparenz und so).
    Solltest du jetzt versuchen, auf eine der verbotenen Seiten zuzugreifen, sei es indem du zB einen tinyURL-Link anklickst (Rickrolling ’09), oder indem eine Spammail einen Link zu einem Foto auf einer entsprechenden Seite aufbaut oder indem ein Virus dich eine solche Seite anwählen lässt, bekommt das BKA vermutlich davon Wind.
    Die Folge kann eine Hausdurchsuchung ( http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30020/1.html ) sein, bei der all deine Datenträger beschlagnahmt werden und sehr wahrscheinlich auch deine Mitbewohner (zB Familie) und deine Nachbarn erfahren werden, dass gegen dich der Verdacht besteht, KiPo-Material zu besitzen, was aufgrund der sehr weiten Definition ( http://www.heise.de/newsticker/Strafgesetzbuch-kennt-ab-morgen-den-Begriff-Jugendpornographie–/meldung/118381 bzw. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29211/1.html ) noch nicht einmal unwahrscheinlich sein muss. Die Folgen für deine Reputation muss ich nicht ausmalen, oder?
    Je nach dem, wie genau sie sich bei der Unschuldsvermutung entscheiden, könnten auch 2 Jahre Gefängnis mit dazu kommen.
    .
    Ergebnis: besser gar nichts anklicken, dessen man sich nicht 100%ig sicher ist. Ergo: die “Schere im Kopf” aka Zensur ist erfolgreich installiert.

  16. @ Mortipher:
    Ich will das meiste was Du da schreibst gar nicht kritisieren, aber den Satz:
    “Das BKA […] erstellt eine geheime Liste von Webseiten mit verbotenen Inhalten (sie bestimmen, was falsch ist = Legislative) […]
    Der ist wirklich falsch. Sogar in zweierlei Hinsicht. Das BKA erstellt die Liste aufgrund von festgelegten Kriterien aus einem Gesetz. Sie bestimmen also weder was richtig und falsch ist, noch sind sie die Legislative. Letzteres würde nichtmal stimmen wenn sie selbst über die Inhalte entscheiden würden. Und die Judikative prüft durchaus. Nämlich das Gesetz. Das Ding ist noch nicht durch.
    Ich gehe gerne mit Dir zusammen auf die Straße wenn das Ding so in Kraft tritt, aber das ist es noch nicht, und deswegen ist die Stimmungsmache von manchen Teilen der Presse IMHO auch nicht gerechtfertigt.
    Natürlich muss man das kritisch sehen, und das tun auch Leute in der Politik, auch in den so gerne ausgeschimpften großen Parteien. Die Justizministerin z.B.
    Einfach mal abwarten.

    Gruß
    Aginor

  17. yo, das würde ehr der bnd machen :D

    Morti meinte glaube ich mit der legistavie das dieses gesetz zuviel spielraum lässt und nahezu einem freibrief gleicht, ob und wem dann rechenschaft abgelegt werden muss ist mir auch nicht ersichtlch.

  18. Die Frage ist doch ob es was nützen wird. Der Nutzen wird 100% = 0 sein, da jeder mit nur rudimentärsten Kenntnissen und das trifft 100% auf alle zu, die sich illegal im Netz bewegen wollen, diese Sperre umgehen wird. Also Nutzen = 0. Der Schaden, der entstehen kann, ist im Idealfall auch = 0. In der Realität wird es aber sicher Fälle geben, in denen Leute durch Links, die anderen Inhalt vorspiegeln, auf diese Seiten zugreifen werden. Es wird 100% Leute geben, die solche Fallen stellen, nur um zu beweisen, dass es geht. Und wenn dann diese Zugriffe gespeichert werden und nicht bewiesen werden kann, ob der Nutzer auf diesen Seiten illegale Dinge machen wollte oder nur zufällig drauf gestossen ist, ist das große Problem.

    Zusammenfassend wird der Schaden im Idealfall gleich dem Nutzen sein, also 0, in der Realität wird der Schaden aber weit größer sein als der Nutzen. Wieso sollte man dann so ein Gesetz auch nur diskutieren frage ich mich. Die einzige Erklärung hierfür ist absolute Dummheit oder Hintergedanken. Ob diese Hintergedanken gleich totale Zensur sind, glaube ich persönlich nicht, aber es ist sicherlich mal Wahlkampf. Und auch im Wahlkampf und unter dem Deckmantel einer richtigen Sache, müssen saublöde, schädliche Maßnahmen verhindert werden.

  19. @Gauron:
    Du schreibst:
    “Wieso sollte man dann so ein Gesetz auch nur diskutieren frage ich mich.”

    Naja, die Begründung ist relativ einfach: Man darf es. In einer Gesellschaft wie unserer wäre es ja kaum tragbar, die Diskussion über ein Thema zu verbieten.

    Dennoch hast Du natürlich Recht: In der Fassung wie es präsentiert wird im Moment ist das Gesetz nahezu nutzlos (man würde nur die gaaaanz dummen Pädophilen fangen) und auch so nicht geeignet, um angewandt zu werden. Da erübrigt sich eine Diskussion eigentlich, weil so ein schlecht durchdachter Vorschlag von gebildeten Menschen nicht gemacht werden sollte.

    Gruß
    Aginor

  20. Das meinte ich damit ja. Verbieten will ich keine Diskussion, aber ich diskutiere ja auch mit niemandem ne Woche lang, ob 1 + 1 = 3 ist. Kurz sagen was Sache ist und falls das Gegenüber des Denkens mächtig ist, sollte alles schnell geklärt sein. Falls nicht, hilft auch Diskutieren nichts. Da liegt ja das Problem. Es gibt immer mehr Themen, bei denen nur ein kleiner Anteil der Gesellschaft überhaupt genügend Wissen hat mitreden zu können.

    Mit Angst, Panik und Sensation erreicht man heute viel mehr Leute als mit klaren, nüchteren Fakten. Das ist ein riesen Problem in unsrem Staat, besonders wenn es immer mehr von der Politik genutzt wird, um Entscheidungen durchzudrücken. Ist ja nicht nur bei recht neuen Bereichen wie dem Internet der Fall ( Neu ist hier auf die Politik bezogen :) ), auch in anderen Ecken wie der Energiepolitik, Umweltschutz, Sicherheit, Terrorbekämpfung und unsrem Lieblingsthema Killerspiele … sieht es nicht anders aus.

  21. @Aginor:
    “Einfach mal abwarten.”
    *seufz*
    Hast ja Recht. Sich solchen Verschwörungstheorien hinzugeben hat aber mitunter einfach etwas verführerisches, geradezu romantisches (die Epoche, nicht das fernsehromantisch).

    Die Sache mit der Legislative meinte ich so, dass bislang nicht erwähnt wurde, dass die tatsächliche Sperrliste von der Judikative geprüft werden würde, wodurch dann eben nicht auszuschließen wäre, dass auch Seiten, die nicht vom Gesetz her gesperrt werden sollen, dennoch gesperrt werden würden, zB indem die Liste, die man da täglich übermittelt, etwas ausführlicher ausfällt, als die, die dem Richter zur Prüfung vorlag.
    Klingt wieder schwer verschwörerisch, aber eine intransparente Verbotsliste hat einfach ein enormes Missbrauchspotenzial, wie eben alle Zensurmöglichkeiten. Zu einer solche sollte man (wenn überhaupt!) erst dann greifen, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, woran die Aktion von CareChild doch zweifeln lässt.

    @Seth:
    Nur eine Feststellung: die Abkürzung “Morti” scheint sich für meinen Nickname irgendwie anzubieten…

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