Weiß: Gamer meiden

(bkz) Der Medienpsychologe Rudolf Weiß referierte an einer Grundschule über gewalthaltige Videospiele und wie die Gesellschaft mit diesen umgehen solle. Wie selbstverständlich fordert er, dass nicht nur die Spiele sondern auch die Spieler von der Gesellschaft verstoßen werden sollten. So fasst bkz-online Weiß‘ Vorstellung von der gesellschaftlichen Ächtung von Videospiele(r)n wie folgt zusammen:

Die gesellschaftliche Ächtung von Horror-/Gewaltfilmen und von Gewalt-/Killerspielen beginne bei den Politikern, die die Herstellung und den Vertrieb dieses Genres gesetzlich einschränken könnten, und ginge bis zur jugendlichen Freundin, die ihren Freund vor die Wahl stellen sollte, sich mit ihr anstatt mit bluttriefenden Computerspielen zu beschäftigen.“

50 Gedanken zu “Weiß: Gamer meiden

  1. Ich habe leider auch solche Erfahrungen von persönlicher Ächtung machen müssen. Beim Kauf von Spielesoftware im Einzelhandel. Als ich mit der Spielhülle an die Kasse ging, um natürlich zu bezahlen und um den Bon zu erhalten, mit dem ich die CD-Rom am Info-Schalter abholen könne, wurde ich an der Kasse bewusst gemieden. Leute die sich anstellen wollten, nahmen doch die nächste Kasse, als sie mich und die Hülle auf dem Band sahen. Die hatten so einen merkwürdigen Gesichtsausdruck, als hätte ich die Pest oder sowas. Echt schockierend sag ich euch. Wenigstens war das Personal noch einigermaßen normal.

  2. Mh man sollte schon den ganzen beitrag lesen und nichtnur die zusammenfassung der bkz quoten.

    So findet sich vieles vernünftiges in dem beitrag und ich finde dieser ganze „freundin soll freund ächten“ satz wurde tierisch aus dem kontext gerissen.

    Damit war meiner meinung nach nur gemeint das die freundin sich dagegen aussprechen soll wegen des spielens vernachlässigt zu werden. Jeder der einen etwas aktiveren wow zocker im freundeskreis hat weiss wovon hier die rede ist. Ich kenne aus eigener erfahrung mehr als eine beziehung die durch wow zumindest ins wanken geraten ist weil ein partner einfach massivst am spiel hängen geblieben ist.

    Finde aber die art wie hier gequotet wird hat leichtes bild-niveu denn weiß hat anscheinend viel mehr angesprochen zB auch die von uns viel geforderte förderung der medienkompetenz.

  3. Und die Volksverhetzung geht weiter, alle schaun zu aber keiner sagt was… muß wohl an der deutschen Mentalität liegen.

    Warum hält der seine Hetze eigentlich an ner Grundschule ab?
    Die Freundin soll ihren Freund vor die Wahl stellen, lol… Make love not War.
    Ich würde mal sagen falsches Thema für die Grundschule, zumindest ging das bei uns damals erst irgendwann in der Mittelschule los.

    @hecter: kenn ich, nur war das bei mir noch nichtmal ein 18er Titel sondern Crono Trigger für DS. Einen Unterschied hat das für den Herrn hinter mir an der Kasse nicht gemacht, der hat mich trotzdem angesehen als würde ich Kinder fressen.

    Das führt mich zu der Erkenntnis, das es von der Ächtung gewalthaltiger Spiele zur Ächtung aller Spiele nur ei kleiner Schritt sein kann.

  4. Also das mit der Freundin finde ich auch in Ordnung.
    Die meine würde mir aufs Dach steigen, wenn ich mich, obwohl ich mich auch mit ihr treffen könnte, in WoW, GW, AoC oder sonstwas vertiefen würde.
    Zugegebenermaßen kann das ziemlich nerven, vor allem wenn man schon ne Woche vorher Bescheid gesagt hat dass man an diesem einen Tag mal raiden geht.
    Aber generell ist es in Ordnung. Es muss einfach immer gelten: RL>MMO.

    Gruß
    Aginor

  5. Die Gesellschaftliche Ächtung hat bereits begonnen und abgesehen davon, dass der Artikel auch gute Seiten hat sollte man bedenken, dass eben nicht nur die Spiele geächtet werden sondern die Spieler natürlich auch gleich mit dazu und ich frage mich wie Menschen so etwas gut heißen können, mehr noch, so etwas GEZIELT verlangen können? Denken die nicht nach? Wegen solchen Leuten wie Rudolf Weiß hällt meine Mutter mich inzwischen für den nächsten Amokläufer und das ist kein Witz! Da ich viel am PC sitze und auch Computerspiele Spiele zeigt ihr das anscheinend.. Die tatsache, dass ich keine Ego-Shooter spiele und in meinem Leben c.a. 4 angespielt habe interessiert sie dabei natürlich nicht denn der allwissende Fernseher hat ihr etwas anderes geprädigt..

    Gruß, Darki

  6. „…jugendlichen Freundin, die ihren Freund vor die Wahl stellen sollte, sich mit ihr anstatt mit bluttriefenden Computerspielen zu beschäftigen.“

    Falls das nicht der komplette Artikel ist, liege ich falsch, aber das verstehe ich nicht an eine WOW Anspielung. Das WOW Thema hat auch nichts mit Killerspielen zu tun, sondern mit Suchtverhalten. Wenn hier „bluttriefend“ im Satz vorkommt, hat es nichts mit WOW zu tun. Mag sein, dass es beim Originalvortrag anders gesagt wurde, aber dann liegt der Fehler bei bkz. Falls der komplette Text irgendwo vorliegt, bitte Link angeben. Die Leute, die bkz lesen, werden es aber so verstehen wie wir es hier diskutieren.

    Freundin vernachlässigen hat absolut nicht mit der Art des Computerspiels zu tun, sondern mit dem Umfang mit dem man es spielt. Ich kann meine Freundin auch mit Kitty Online vernachlässigen, wenn ich es 10 Stunden am Tag spiele.

  7. http://www.bkz-online.de/modules/news/article.php?storyid=421128&storytopic=8

    Das ist der komplette artikel, man muss nur auf das (bkz) in den news klicken ;)
    Aber achtung im vollen artikel steht noch mehr witziges zeug, aber auch wirklich sinnvolles.

    Und nur weil dort von „gewaltspielen“ geredet wird heisst das nicht das von ego-shootern geredet wird. Das WoW von den „experten“ als killerspiel bezeichnet wird ist nix neues, von daher finde ich an der aussage mit der freundin nix falsches.

    Was natürlich ist das auch ne frage der interpretation, die einen verstehen unter dem satz „Omg lass den zocker stehen und ächte ihn!!1“ andere wie ich zB verstehen darunter den hinweis das viele leute nunmal ihr rl vernachlässigen fürs zocken und oft dem game vorrang geben.

  8. @Densor

    Wenn Weiß wirklich nur meinen würde, dass man doch gehörigst Zeit mit seiner Freundin verbringen würde, würde ich ihm zustimmen. Er stellt die Forderung aber so, als ob sich das gegenseitig ausschließen würde. Es ist anscheinend nicht möglich sich in seiner Freizeit auch mit Videospielen zu beschäftigen und trotzdem eine Freundin zu haben, mit der man Zeit verbringt. Und in dem Kontext der da besteht, mit der gesellschaftlichen Ächtung, bekommt das für mich noch eine ganz andere Note. Für mich liest sich das so, dass die Freudin ihren Freund eben verlassen solle (oder das zumindest androhen soll), wenn er sich (überhaupt) mit solchen Spielen beschäftigt. Dass er nicht nur darum geht, wieviel Zeit der Freund mit der Freundin verbringt, wird doch eigentlich auch schon aus dem Satzbau deutlich. Er spricht doch von einer „gesellschaftliche Ächtung“ der Spiele, die eben nicht nur durch gesetzliche Verbote sondern auch durch die Freundin erzwungen werden solle. Mehr Zeit mit seiner Freundin zu verbringen kann man doch wohl schlecht als „gesellschaftliche Ächtung“ von Videospielen zu bezeichnen. Die Ankündigung seinen Freund zu verlassen, wenn er sich mit solchen spielen beschäftigt, aber schon. In eine ähnliche Richtung geht ja auch der weitere Text. Zwar soll bei Jugendlichen die Spielzeit nicht nur begrenzt (lobenswert!) werden, sondern Jugendliche sollten sich „bewusst von gängigen Spielen und deren Inhalten distanzieren“. Hier geht es also nicht darum wieviel manche Spiele legalerweise von Jugendlichen gespielt werden dürfen (z.B. CS) sondern darum diese Spiele (und im obigen Zusammenhang eben die Spieler) komplett zu ächten. Isoliert betrachtet mag meine Interpretation vielleicht etwas weitgehend sein, aber in den Kreisen will man allgemein die Menschen und nicht nur die Spiele angreifen. So sind von Lukesch zuvor bereits die Hersteller angegangen worden. Der meint, dass es von „der Gesellschaft geächtet werden [sollte], wenn jemand mit solchen Spielen Geld verdient“.

  9. „Bei vielen Gewalttätern habe sich im Nachhinein exzessives Spielen bis hin zum Realitätsverlust feststellen lassen. “
    was ist bitteschön „viele“ eine relarive Mengenangeba…10 von 15 sind viele…aber 10 von 1000…wobei auch 2 von 1000 viele sein können…kommt halt immer darauf an worum es geht.

    wenn ich mich wie z.b. das bsp von Aginor mal herranziehe, ich also einen raid habe oder clanwar whatever und meine freundin weiss das seit ner woche…sorry aber würde sie mich auch ächten wenn ich fußballtrainig habe und nunmal keine zeit? also nicht rl>vl sondern vielehr rl+vl=l nur weil man zuhause ist bedeutet das nicht automatisch: „der hat nix zu tun.“, könnt ja auch jedes mal den pc schultern und zu nen hotspot latschen….

  10. Hmm, ich kenne da so einige Mädels aus meinem alten Abschlussjahrgang die begeisterte SeriousSam, GTA3 und GTA4 SpielerINNEN waren und noch sind.
    Aber ich werde dann wohl mal in der Mittagspause bei Saturn einen Shooter kaufen gehen – macht sich bestimmt gut mit Anzug und Krawatte ;-)

  11. @Danny

    Ich habe mal zusammen mit einer bekannten „Serious Sam“ im Koop gespielt, hat Laune gemacht. Und auf LANs wurde ich in Rune schon von der Freundin meines Kumpels enthauptet, böse Sache^^.

  12. „exzessives Spielen bis hin zum Realitätsverlust“ -wer kennt das nicht? ohman…

    mich macht ja die aussage der 2ten mutter etwas stutzig.
    ihr kind spielt diese spiele nur weil es auch die „coolen kids auf dem pausenhof“ tun?
    ich denke mit dieser agumentation wird sie bei ihrem schützling richtig punkte machen.
    ergo: killerspiele sind etwas wie rauchen oder alkohol wo viele auch von freudend angefixt werden?

    sehr schlüssige argumentation…

  13. @Densor,
    ich sehe in dem Beitrag nur die üblichen Weisheiten. Aber dazu braucht es keinen Herr Weiß um mir zu sagen dass die Kinder auch mal raus sollen… ums verkürzt zu sagen. Darum sehe ich in dem Artikel auch nichts erwähnenswertes Positives.

    „Killerspiele gehören gesellschaftlich geächtet“ – mit dieser Kernaussage beendete Gastreferent und Medienpsychologe Dr. Rudolf Weiß aus Auenwald seinen Vortrag in der Grundschule Burgstetten.

    Welche Objektivität, kann ich von jemanden erhalten, der solche Aussagen an Leute weitergibt, die Information suchen??? Das obige, das bleibt hängen. Erinnert euch mal was in der zwischen zeit als Killerspiel gilt…Warcraft 3 ist der Beginn der Messlatte, nicht irgendwelche beschlagnahmten Titel wie früher.

  14. „Also merkt euch Kinder, wenn euch fremde Menschen mit Süßigkeiten locken, nicht annehmen. Die sind böse.
    Aber was viel böser ist, als solche Bösen Menschen sind GAMER!!! Haltet euch bloß von dieser Kreatur fern. Wie Teebeutel des Bösen verteilen sie ihre Aggressivität durch die Luft, bis ihre gesamten Umgebung verpestet sind.
    Das einzige was hilft, ist sich ducken und bedecken, und warten bis die Halbwertzeit um ist (ca. 35 Jahre).“

  15. @kraid: offensichtlich geht es heute halt schon in der Grundschule los, und das macht mir auch gehörige Sorgen wenn 8jährige Games ab 18 zocken.

    Insgesamt finde ich den Artikel eigentlich ziemlich nett, die Forderungen die er aufstellt sind zumeist in Ordnung, gerade dass er die Beschäftigung der Eltern mit den Games hervorhebt finde ich höchst sinnvoll.

    Die Aussage mit „Ächtung“ macht mich auch mehr als nachdenklich.
    Wobei dazu anzumerken bleibt: Von Kids zu fordern auch mal nein zu Games zu sagen und ihre Freunde stattdessen in die Natur zu entführen ist ja sinnvoll, aber auch hier gilt: als Freund/in würde ich grundsätzlich fordern (zumindest wenn wir ne Beziehung hätten) dass sich mein Partner mit mir beschäftigt, egal was für nen Game da die Konkurrenz ist ;-)

    Im Großen und Ganzen scheint es aber doch für die Eltern ne sinnvolle Veranstaltung gewesen zu sein, wenn auch mit dicken schwarzen Wolken

  16. Das man mit der Freundin auch Zeit verbringen sollte ist ja klar, denoch haben die meisten auch mal unterschiedliche Interessen und sich gegenseitig den Ganzen Tag auf der Pelle hängen geht nicht lange gut.
    Mir würde es z.B. im Leben nicht einfallen DSDS/Jungelcamp/BigBrother oder Seifenopern zu schaun, das kannse mal gerne allein machen da geh ich halt derweil Zocken treffe mich mit Kumpels usw.

    Das Stereotype Bild des vereinsammten, süchtigen Killerspielers welches Weiß, ebenso wie viele andere sog. Experten, hier propagiert, ist inakzeptabel und schadet dem ansehen der ganzen Gamer-Gemeinschaft enorm.

    Da auch kaum jemand der Nichtspieler, genug Sachkentnis besitzt um zwischen „guten“ und „bösen“ Spielen unterscheiden zu können, wird es wohl oder übel zu einer Pauschalen Ächtung von Computer- und Videospielen kommen.

  17. Verwirrender Artikel.
    Einige sehr sinnvolle Forderungen (Spielzeit begrenzen, Eltern sollen sich mit dem, was ihre Kinder da machen, auseinandersetzen, Rückhalt für Jugendliche, wenn deren Einstellung von der der „Masse“ abweicht).
    .
    Aber der Text schafft es, diese irgendwie als „am Rande“ erscheinen zu lassen. Die Hauptaussage sehe ich in der geforderten Ächtung von „Killerspielern“ und ähnlich bösen Menschen.
    Wenig überraschend, dass der Begriff mal wieder nicht definiert wird, außer, dass er mit „Gewaltspielen“ und „Horror-/Gewaltfilmen“ gleichgesetzt wird. Die Begriffe sind wieder so schwammig wie eh und je:
    ist James Bond ein Gewaltfilm?
    ist Drakensang ein Gewaltspiel?
    müssen Menschen, die „Das Schweigen der Lämmer“ gesehen haben, geächtet werden?
    Wie steht es um Menschen, die Bücher von Stephen King lesen?
    .
    Die Aussage mit der Freundin ist in der Tat miserabel formuliert. So sehr ich auch zustimme, dass „real life“ immer (!) vor Spielen stehen muss, so sehr stört mich, dass man den Satz auch so lesen kann, dass die Freundin eingreifen solle, wenn man sich allgemein für „Gewaltspiele“ interessiert, nicht aber, wenn man zB Werke von großen Schriftstellern liest.
    Zum einen, weil der Begriff eben nicht definiert ist und sich somit jeder darunter vorstellen kann, was er mag, nicht, was auch tatsächlich gibt. Zum anderen, weil hier schon wieder einem neuen Medium die Rechte zur Darstellung und Verwendung von Gewalt aberkannt werden, die andere Medien (zB Literatur) längst etabliert sind. Oder wann wurde zuletzt gefordert, die Leser von Schillers „Die Räuber“ zu ächten?

    Inhaltlich zu den Studien:
    Die Aussage, dass die Schulleistungen mit übermäßigem Spielen sinken, ist ebenfalls miserabel formuliert. Ich lese sie so, dass man, wenn man viel spielt, weniger Zeit zum Lernen oder Treffen mit Freunden (außerhalb der Spiele) hat. Weltbewegende Erkenntnis, nicht wahr?
    Die Sache mit der Isolation ist nicht neu. Dummerweise gibt es da das Internet, so dass das Argument nicht wirklich weit trägt, schon gar nicht für ein Verbot.
    Die „vielen Gewalttäter“, ja? Wie viele denn genau? Und wie wurde das „im Nachhinein“ festgestellt? Und wie wurde festgestellt, dass sie sich um die Unterscheidung zwischen Realität und Virtualität gespielt hätten und hier nicht schon von vorne herein psychische Probleme vorhanden waren, die nicht erkannt (warum?) oder behandelt (warum?) wurden? Und wieso wird angenommen, das sei ein Risiko für alle Menschen, so dass allen Menschen der Zugang zu solchen Spielen verboten werden müsse?!

  18. @Hybris: ja darfst du. Du darfst ihn sogar vor dem Bundesverfassungsgericht anzeigen, da er deine Freiheiten einschränkt und gegen „Minderheiten“ hetzt.

    [Sarkasmus] Bald wird er den bau von CKZ’s (Computerspielerkonzentrationslagern) fordern [/Sarkasmus]

    (vergleicht ihn mit nem Nazi, totschlagargumente sind was feines.)

  19. @ Varg:

    Diese Formulierung trifft es ziemlich genau. Anders kann man es nicht mehr ausdrücken. Ich kenne das Buch von diesem selstamen Herrn Weiß: „Gewalt, Medien und Aggressivität bei Schülern“. Weiß versucht hierin (in verheerend schlechter Sprache) das Wiederaufkommen des Rechtsextremismus auf „Horror – Gewaltfilmen“ zu begründen. Das Buch liest sich wie ein irres Pamphlet eines verwirrten Opas, voller inhaltlicher und sprachlicher Mängel.
    Konnte man aber über dieses Werk noch herzhaft lachen, geht diese Aussage eindeutig zu weit, eine Anzeige wäre auf jeden Fall eine Überlegung wert. Gut, dass es diese Seite gibt, die ihren Namen (wie man sieht) absolut passend gewählt hat.

  20. Das Problem ist doch, dass der Teil der Eltern, der sich für seine Kinder interessiert und bei dem die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Kinder vereinsamen oder in virtuelle Welten flüchten, eh sehr gering ist, durch diese Veranstalltungen und die mediale Hetze total verunsichert wird. Der andere Teil der Eltern, dem es absolut egal ist, was ihr Kind da spielt und wieviel, hauptsache es ist ruhig und stört nicht, wird nicht erreicht.

    Diese Veranstalltungen werden keines der gefährdeten Kinder retten. Wenn ich als Elternteil besorgt um mein Kind bin und extra solche Veranstalltungen besuche, versteht es sich von selbst, dass ich auch schaue was mein Kind so treibt im Kinderzimmer. Anstatt hier sinnlos und unbegründet Angst zu verbreiten, sollte man lieber zeigen, welche Möglichkeiten es gibt den Kindercomputer „sicher“ zu machen und zu erkennen, was sich auf den Computern abspielt.

    Wenn ich aus übertriebener Panikmache alles Richtung Computer verbiete, wird sich mein Kind halt bei Freunden die „coolen“ Spiele reinziehen oder Wege finden diese Spiele zu verstecken. Das Verbotene reizt immer am meisten. Schätze Wolfenstein oder Doom hätten weit weniger gespielt, wenns nicht verboten gewesen wäre. Diese, für Kinder nicht geeigneten Spiele werden immer mal den Weg auf den Kindercomputer finden. Dann ist die Frage, ob es ein Elternteil gibt, der dies erkennt und entsprechend handelt oder es ihm einfach egal ist und nur schreit „Mach mal die verdammten Todesschreie leiser, ich will hier Fernsehen !“

  21. @ Asterion:
    So wie es aussieht hat er sich noch nicht strafbar gemacht, da er nicht zu Gewalt aufruft und auch bisher noch nichts eingeschränkt hat.

    Gruß
    Aginor

  22. @Gauron: ja, das stört mich bei all den Experten auch. Auch wenn grad die Infoveranstaltungen immer besser werden und in letzter Zeit wirklich hilfreiches für Eltern dabei ist scheint kaum einer von denen auf die Idee zu kommen, dass man darauf hinweisen muss dass niemand kontrollieren kann was bei Freunden gezockt wird. Genauso wird hier anscheinend nirgends das Thema Handys diskutiert etc. etc.
    Diese praktischen Tipps, die du erwähnst, fehlen mir auch oft, denn genau die Dinge würden Eltern wirklich helfen.

  23. „Freund vor die Wahl stellen: Ich oder der PC“

    der pc hat damit eigentlich ehr weniger zu tun..ehr die leute die übers netz auch noch dran hängen… :)

  24. Unfassbare Aussagen.
    Und ich kann mich dazu hier nur wiederholen: für mich stellen Computer- und Videospiele die sich mit Krieg oder Gewalt auch explizit auseinander setzen eine wichtige, wertvolle und unverzichtbare Beschäftigung dar.
    Abschließend aber noch dazu gefragt: was ist, wenn die Freundin mitspielen will????

  25. Also, damit ich das jetzt richtig verstehe:

    Nachdem sich nun herausgestellt hat, dass alle unsere heimischen Amokläufer soziale Krüppel waren, fordert diese Psychodoktor also, Gamer gezielt zu solchen zu machen?

  26. ächten ist doch eigentlich nur ein anderes wort für „verabscheuen“ oder nicht?
    normal könnte man doch jeden der ständig mit dieser ächtungsmache kommt anzeigen, da diese person die das sagte zur sozialen verdrängung von gamern aufruft.

  27. @bonedaddy
    http://www.mediaculture-online.de/fileadmin/bibliothek/weiss_gewalt_medien/weiss_gewalt_medien.pdf
    Ein Auszug aus diesem Machwerk. Ist wirklich sehr „interessant“, es zu lesen. Ich zitiere mal einige Stellen:

    „Bei Pfeiffer wundert es mich nicht, wenn er denkbare Medieneinflüsse ignoriert, hatte er doch erst im Frühjahr 1999 bei der
    Vorstellung einer Schülerbefragung für Stuttgart am 22.6.1999, wo er sich ausführlichst
    über die Gründe der zunehmenden Jugendkriminalität äußerte, eingestehen müssen,
    dass er den möglichen Medieneinfluss bei der Ursachenerklärung von Jugendgewalt
    ausgespart hat – er hatte ihn gar nicht untersucht.“

    „Er [der Selbstmörder] war ausgesprochener Liebhaber der Literatur von Stephen King, dessen Bücher für die Horrorfilmszene oftmals verfilmt wurden. Das letzte Buch von Stephen King, das Martin vor seinem Suizid las, hieß „Stark – The Dark Half“, ein ziemlich verwirrender Roman. Dazu war Martin ein Fan der Rockgruppe „Nirvana“, deren Sänger sich etwa ein Jahr vor Martins Tod durch Erschießen das Leben genommen hatte. Von diesem und von der Gruppe hingen auch Poster in
    seinem Zimmer.“

    „Lt. „Stern“, Nr. 46 vom 11.11.1999 werden in einer sorgfältig recherchierten Reportage mit dem Titel „Im Rausch der Gewalt“ – Waffen, Videospiele, Hitlerbilder – folgende Medien, die man bei ihm [dem Amokläufer, nicht dem Selbstmörder von oben] fand, aufgezählt: Lange Zeit seien „Road Rash 3D“, ein Motorradrennen und „Toca“, ein Autorennen, seine Lieblingsspiele gewesen. Dazu einige indizierte Gewaltspiele, wie z. B. „Resident Evil“, in dem Zombies getötet werden. Videospiele waren Martins Hobby. Und Zeichnen, wobei er wiederum die Helden aus seinen Spielen zeichnete, wie Super Mario und Lara Croft (Stern, S.26).“

    „Die Bereitschaft, eigene Interessen auch durch Anwendung von körperlicher Gewalt
    durchzusetzen, steigt im gleichen Umfang wie der Gewaltmedienkonsum an. Gerade diese Risikogruppe von Gewaltmedien-Nutzern stellte sich in meinen Studien als besonders
    anfällig für rechtsextremistische Beeinflussung heraus“

    „Als weitere Forderung wäre eine Kennzeichnungspflicht in Programmzeitschriften und
    als Symbol auf dem Bildschirm der von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende
    Schriften indizierten Filme und anderer kindergefährdender TV-Produktionen inklusive
    der Zeichentrickfilme (z.B. Power Banger) zu fordern“

    Es gibt übrigens noch ein hübsches Diagramm, welches aussagt, das Jugendliche gleichstark durch ihre Umwelt und durch Suchtmittel beeinflusst werden (zu denen Weiß auch Sekten zählt). Außerdem ist Weiß anscheinend ein großer Wortschöpfer, seine Formulierung „Horror-Gewaltkarriere“ ist fast so schön wie „Hackfleischspiel“

  28. Hört sich für mich vernünftig an.
    Einfach den Umgang mit Klassenkameraden die im Ruf stehen Killerspiele zu spielen meiden.

    Schließlich ist es bekannt, das Amokläufe in Schulen nichts, aber auch garnichts mit Mobbing oder Aussenseitertum zu tun hat.

  29. @hellfridge: wenn du die alle als soziale Krüppel (übrigens furchtbarer Ausdruck!) bezeichnest, dann bist du in diesem Land von solchen nur so umgeben!

  30. Herr Weis, man kann sich als Gamer mit Freund und Games beschäftigen, und auch noch in seiner Freizeit Agressive skaten.

  31. Herr Weis, man kann sich als Gamer mit Freundin und Games beschäftigen, und auch noch in seiner Freizeit Agressive skaten.

    admin, vorherigen post und diese Zeile löschen

  32. Ist schon irgendwie lustig. „Jugendkulturen“ wie Punk , die gezielt provozieren wollen, jucken heute noch nichtmal die älteste Oma mehr. Und die Gamer, die eigentlich nur akzeptiert werden wollen, sind jetzt wohl nach offiziellen Darstellungen die grösste Bedrohung für Recht und Ordnung seit der Erfindung von „Gut und Böse“.

    Es gibt seltsamerweise keinen grösseren Mittelfinger mehr, den man der Gesellschaft zeigen kann, als harmlos ein paar Pixelmännchen auf die Matte zu legen.

  33. Vielleicht stimmt Honda’s Werbesatz doch: Vernunft ist der neue Punk? :D

    Und jetzt noch was provokatives: Wer sich noch nie während er am Computer saß mit seinem Partner… „beschäftigt“ hat (Masturbation zählt nicht, Herr ****), der hat was verpasst.
    Genau, Sie zum Beispiel, Herr ******** aus Bayern.

    Ich weiß ich sinke gerade im Nivau ab, aber das brauchte ich jetzt.

    Gruß
    Aginor

  34. Ich weiß nicht was ich noch sagen soll! Ich bin schockiert, wie diese ach so soziale Domokratie immer weiter sinkt! Alter falter, ich weiß nicht, ob ich nicht doch aus diesem scheiss Land verschwinden sollte.

  35. “Die gesellschaftliche Ächtung von Horror-/Gewaltfilmen und von Gewalt-/Killerspielen beginne bei den Politikern, die die Herstellung und den Vertrieb dieses Genres gesetzlich einschränken könnten, und ginge bis zur jugendlichen Freundin, die ihren Freund vor die Wahl stellen sollte, sich mit ihr anstatt mit bluttriefenden Computerspielen zu beschäftigen.”

    Das klingt ja fast so als wenn der Kerl Gamern unterstellen will dass sie kein RL haben. Ich meine man kann sich mit seiner Freundin beschäftigen und trotzdem zocken. Erstens gleichzeitig wenn sie mitzockt und zweitens wenn sie nicht da ist oder keine Zeit hat (ist ja nicht so als wenn man jede freie Minute mit seiner Freundin zusammen ist auch wenn man das gern möchte).

  36. Nach Durchlesen des von Raknar gepostetem Artikels kann ich Herrn Weiss in einigen Punkten zustimmen, in anderen allerdings nicht. Was Gewalt mit Rechtsextremismus zu tun haben soll, kann ich nicht nachvollziehen. Sicher gibt es gewalttätige Rechte, aber auch Linke, Christen, Muslime,… und was sonst noch so auf dieser Welt rumrennt.

    Zudem stimme ich ihm zu, dass Kinder, die vernachlässigt werden, keinen Erfolg in der Schule haben und keine Zukunftsperspektive sehen durch fehlende soziale Kontakte und übertriebenen Medienkonsum ( auch durch gewalthaltige Spiele ) Probleme bekommen. Der Schluss daraus, den Medienkonsum gewaltlos zu gestallten wird dann aber nicht helfen. Werden diese Kinder dann plötzlich Pfadfinder, Umweltschützer, Quantenphysiker…. ohne den Medieneinfluss ? Ohne die Kernpunkte zu ändern ( kein Erfolg, keine Beachtung, keine Zukunft ) wird sich niemand gut entwickeln, auch wenn er von morgens bis abends nichts brutaleres als die Schwarzwaldklinik schaut.

    Das sich am Medienangebot was ändern sollte finde ich auch. Aber nicht nur in Sachen Gewalt, vorallem was den Punkt des Niveau’s angeht. In 60% der Serien / Filme gehts um Konsumgeilheit / Stars / Beliebtheit und Co. Erfolg, Geld, Aussehen, Anerkennung, Bewunderung. Wer dies nicht hat, ist der Looser. Das Modell bekommt heute jedes Kind von der Grundschule an eingeimpft. Gewalt spielt da in meinen Augen nur eine untergeordnete Rolle. Wer diesem Bild nicht entspricht, oder glaubt dem nicht gerecht werden zu können, muss sich zwangsläufig als Versager sehen und dies durch z.B. Gewalt kompensieren. Denn „Gangster“ ist ja auch cool. Bringt den Kindern mal bei was wirklich zählt und die Sache ist gegessen. Leider kann man schlecht Dinge beibringen, die man selbst nicht versteht. Und da liegt das Hauptproblem. Wir brauchen nicht mehr Kinderpsychologen, sondern mehr Elternpsychologen.

  37. @Soldat-Hans:
    NIMM MICH MIT!!!^^
    Ich kann das langsam echt nicht mehr hören selbst ich werde immer öfter blöd angeguggt wenn ich mir ein Spiel „Ab 6“ Kaufe(ich bin 15…).Man müsste sich wirklich was einfallen lassen, z.B.: „Die Gamer-Partei“(DGP) um den mal öffentlich zu sagen wie bescheuert die sind…einige Ideen sind zwar nicht zu schlecht aber jetzt auch die Spieler zu ächten…UNVERSCHÄMTHEIT!!!Wobei ich kenne genug Mädchen die auch Spiele spielen z.B: 4Story oder so…

  38. @Easi: Mir ist nur eine Partei bekannt welche sich hinter die Gamer, Ego-Shooter & Co. stellt… http://www.piratenpartei.de/ als Jurastudent muss ich allerdings doch sagen dass die grundsätzliche Forderungen („Reform“ des Urheberrechts) in meinen Augen weder sinnvoll noch praktikabel ist, und es mir persönlich auf Grund dessen eher nicht danach solch eine Partei zu wählen.

    Aber hier in Österreich hat die PirateParty sowieso weitaus weniger Mitglieder als in Deutschland ;)

  39. @Mars:
    Naja, laut diesem Herren werde ich in baldiger Bälde ja selbst zu seinem gemacht werden (sollen).
    Ich sehs schon vor mir, wie meine Freunde mir einer nach dem anderen die Freundschaft kündigen, weil ich diese komischen Videospiele spiele.

  40. @Hybris
    „Damit wäre es offiziell persönlich geworden. Darf ich Weiß jetzt einen Hetzer nennen?“
    JA.

    @Hybris: „ja darfst du. Du darfst ihn sogar vor dem Bundesverfassungsgericht anzeigen, da er deine Freiheiten einschränkt und gegen “Minderheiten” hetzt. Eine Anzeige könnte mal helfen, denn jetzt ist das Thema reif!
    Als es noch die Spiele waren ok kann man elbst als Progger verkrafen aber
    die Gamer ächten? DAS IST EIN SCHRITT ZU VIEL!
    .
    seth:“Freund vor die Wahl stellen: Ich oder der PC”
    Dilbert Comic: Freundin: „Hast du den PC lieber als mich?“
    Dilbert: „Nein ich habe dich viel lieber als diesen rechner!“
    Diblerts Gedanken:“ Bitte frag nicht nach dem Laptop…“
    Freundin: „Was soll da heißen DIESEN RECHNER?????“
    ..
    @Soldat-Hans:
    Wo hin? Österreich? Schweiz? Japan? USA? Frakreich?
    Österreich und Japan ist mal wirklich zu über legen…
    politisches Asyl beantragen und weg…
    Denn wir werden von unserer Regierung langsam aber sicher verfolgt…
    ok solange es nur ein „Medienpsychologe“ ist kann man noch was machen, aber sobald ein Politiker diesen Satz landet dann ist es höchste Zeit…

    Happy Kofferpacken…

  41. Wer wissen will, wen er wählen soll kann bei Abgeordnetenwatch per Forum Fragen an die Abgeordneten aus seinem Wahlkreis stellen bzw alte Antworten durchlesen:
    http://www.abgeordnetenwatch.de

    Manch einer wird sich dann wundern das z.B. Wolfgang Schäuble wenig von Verboten für Killerspiele hält und eher soziale Gründe für Amokläufe an Schulen aufzählt.

  42. @ Raknar:

    Dieses Buch ist für mich der tragikomische Ausdruck eines verwirrten Menschen, der psychologische Auswertungs – und Datenerhebungsmethoden benutzt um seine verqueren, ja beinahe schon skurilen Ansichten zu belegen. Und es sollte Mahnmal sein dafür, wie psychologische Methoden mißbraucht werden können, wenn man ein überholtes Menschenbild des Reiz-Reaktions – Deppen zu Grunde legt.

  43. Pingback: Lesenswert 09-2009: Lesenswert – Sehenswert – Hörenswert | Computerspielberatung

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