“Alle reden nur über Killerspiele.”

(KSS) In Nordrhein-Westfalen hat das Schulministerium einen Expertenkreis eingerichtet, der über Maßnahmen zur Vorbeugung von Amokläufen beraten soll. Die Mitglieder der Landesschülervertretung fühlen sich mit nur drei Plätzen nicht nur unterrepräsentiert, sondern kritiseren auch den Inhalt der Beratungen:

All das, was das Leben in der Schule härter macht, spielte keine Rolle: Kopfnoten, verkürzte Schulzeit, soziales Mobbing. Stattdessen reden die über Killerspiele und Maßnahmen, wie man lästige Presseanfragen vermeiden kann.” (Der Westen)

9 Gedanken zu ““Alle reden nur über Killerspiele.”

  1. und dafür sind killerspiele ja gut.
    mit den killerspielen kann man anfragen auf mehr gelder für schulen und soweiter ablenken, wer nach geld fragt bekommt dann wohl gleich die antwort :”blablabla killerspiele blablabla”.
    ich bin heute 26 und schon damals waren die klassen mit über 30 schülern überfüllt, die klassen waren mit so vielen schülern extrem klein und die lehrer haben damals nur ein thema 1x für alle erklären können, auf den einzelnen einzugehen war schon damals für keine zeit und das hat sich bis heute nicht geändert.
    und damit man nichts ändern muss, weil es ja geld kostet, lenkt man alle leute mit “killerspiele-themen” ab.

  2. Tja ist halt so. Warum sollten “Experten” ihre letzten paar grauen Zellen die vom Zerfall verschont geblieben sind bemühen um die wahren Gründe für Amokläufe zu finden wenn man nur einmal die BILD aufschlagen muss und die einem einen (wenn auch an den Haaren herbei gezogenen) liefert.

  3. “Klassen sind viel zu groß
    Ein Hauptproblem sind nach Einschätzung der Gewerkschaft die noch immer viel zu großen Klassen. Die pädagogisch verträgliche Obergrenze liege bei 25. „Tatsächlich sitzen in 6500 Klassen in NRW 30 und mehr Schüler”, so Meyer-Lauber. ”
    Tja dann wird meistens nur Unterricht mit der ersten Reihe gemacht und die in der letzten Reihe können guggen wie sie weiter kommen. Ist doch so die die sowieso keinen Bock auf Unterricht haben sitzen hinten und die Streber vorne.
    Klassen sollten nicht mehr als 20 Leute sein damit der Lehrer auch mal zu jeden gehen kann und sehen wie gut er wirklich ist… meistens ist es so, dass die vorderen den Takt vorgeben und die hinteren immer mehr Frust aufbauen…

    Eine kleine Geschichte…
    es war einmal (weil alle Geschichten so beginnen) eine weiterführende Schule in einen Land in dem die Demokratie noch nicht ganz angekommen war…
    Dort gab es eine Klasse, freudig auf das was auf sie zu kommen wird, aber dann kam der Lehrer. Er war und ist berümt berüchtigt… leider im negativen Sinn.
    Gleich nach dem er seinen Namen gesagt hat kläffte er, dass sowieso die hälfte der leute hier keine Chance hat! (Aufbauend, wirklich…)
    Dann wollte er wissen wer hier von den hohen Rängen der drei Klassen Gesellschaft stammt, denen stellte er dann die Frage: “Warum seid ihr denn überhaupt hier? Prüfung geschmissen? oder was?”
    Als diese Fragen geklärt waren Fragte er weiter wer denn von den Mittleren Rängen der drei Klassen Gesellschaft stammt, diesen teilte er mit, dass sie nur wenn sie wirklich viel Arbeiten eine kleine Chance haben…
    Die unterste Klasse hat sowieso keine Chance…
    also begannen wir mit dem Unterricht…

    Nach nicht ganz einen Jahr war die Klasse so gefrustet, dass viele diesem Leherer gerne Gewalt angetan hätten…

    Wenn man nach einen jahr von Hölle dann in eine andere (private) Schule geht erkennt man erst, dass der meiste Ärger nicht von den Schülern kommt… sondern von den Lehrern…

    Happy Coding

  4. <= “Latein-Klasse” = macht kein Mensch + 3 wurden chronisch krank + 2 wechselten die Schule = höchstens 22 Schüler =

    HOLY CRAP, Habe ich extremes Glück, jetzt kann ich in Ruhe gegen mein Mobbing, den Lernstress, den Schulsystem, dem Lehrermangel, dem Hunger, der Ganztagsschule, den Klassenausflugmangel , den gestressten Lehrer, den sinnlosen Kopfnoten (die an meiner Schule Standart “gut” , statt “sehr gut” besitzt) …

    Ja verbietet ruhig mal Killerspiele, danach werdet ihr sehen, wie leicht wir auf Platz 1 im Land-mit-den-meisten-School-Shootings-Ranking kommen!

  5. Was machen drei Schüler in Expertenkreis zur Vermeidung von Amokläufen an Schulen ?
    Als Schüler sind die doch gar nicht qualifiziert, man braucht Kriminologen und unzählige Studien um das Problem zu lösen. Schüler zu fragen stört da nur. :zynisches Grinsen:

    Tja, ich hatte nie Probleme mit Mobbing oder Leistungsdruck. Ein Großteil meiner Mitschüler ist mir schlicht und ergreifend egal gewesen. Wie mobt man jemand dem es egal ist ob er beliebt ist oder nicht und der auf Beleidigungen nicht reagiert ?
    Ein paar mal sind Klassenkameraden der Meinung gewesen es währe lustig auf dem Schulhof den Strebern Arschtritte zu verpassen. Als mir das dass Erste mal passiert ist hab ich mich nicht gewehrt. Beim Zweiten mal hab ich den Kerl beim verlassen den Klos abgefangen, ihm in die Eier getreten und seinen Bauch mit meinen Fäusten bearbeitet. Da der Typ natürlich größer und stärker gewesen ist hab ich auch ordentlich was aufs Maul bekommen, aber danach hatte ich meine Ruhe.
    Niemand legt sich mit Leuten an, die ernsthaft bereit und fähig sind sich zu wehren.

    Ich persönlich glaube ja auch, das diese School Shootings damit zu tun haben das in der heutigen Zeit den Kindern beigebracht wird das körperliche Gewalt keine Lösung ist.
    Im Endeffekt führt das nur dazu das psychische Gewalt hemmungslos benutzt wird und die Opfer das solange in sich hineinfressen bis sie überschnappen.
    Es ist schon auffällig, das die Schoolshootings in Deutschland vor allen an Realschulen und Gymnasien stattfinden, nicht an den Hauptschulen die als soziale Brennpunkte oder besonders gewaltgefährdet gelten.

    Ach ja, nach meiner Schulzeit habe ich intensiv angefangen Killer- und Kriegsspiele zu spielen. RISIKO ist damals die Einsteigsdroge gewesen.
    Ehrlich gesagt glaube ich, das ich meinen beruflichen Erfolg dem verdanke was ich in diesen Spielen gelernt habe:
    Schnelles Erkennen des Wesentlichen, taktisches und strategisches Planen, Teamwork, Einschätzen von Mitspielern und Konkurrenten, Argumentieren, Erstellen von Problemlösungsstrategien sowie die Fähigkeit Detailprobleme zu lösen sobald sie auftauchen ohne das große Ganze aus dem Auge zu verlieren.
    Ach ja, ich arbeite in Bereich R&D einer Chemiefirma, habe aber auch Erfahrung als Produktionsleiter.

    Zum Thema School is Hell – und wie man damit umgeht – für die jüngeren Besucher dieser Seite der Klassiker aus den 90er:
    http://www.youtube.com/watch?v=fZ_i7RkPSBA&feature=related

  6. So schlimm die derzeitige Debatte für uns Spieler auch ist:
    dass sie hier echtes Potenzial zu sinnvollen Änderungen verschüttet, macht sie gleich doppelt so bitter.
    Hoffen wir, dass dennoch etwas dabei herauskommt, mit dem Schülern auch tatsächlich geholfen wird.

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