Hauptsache Meinung

(SK) Am Attendorner St.-Ursula-Gymna­siums stellten sich die Bundestagskandidaten von SPD und CDU den Fragen der Schülerinnen und Schüler. Bei dem Umgang mit “gewaltverherrlichenden Computerspielen” waren sich die Politiker einig. Der SauerlandKurier berichtet:

“Sogenannte Killerspiele sollten ? zumindest für Minderjährige, wenn nicht gar grundsätzlich ? verboten werden. Auf Einwände einiger Zuhörer hin erklärten die Befragten allerdings, sich nicht wirklich in der Materie auszukennen. “Vielleicht sollten Sie mich mal zu solchen Spielen einladen”, schlug Petra Crone den Jugendlichen vor. Die reagierten prompt: “Wir kommen darauf zurück!”

Bei einem Blick ins Gesetz würden die Kandidaten übrigens feststellen, dass gewaltverherrlichende Computerspiele bereits verboten sind. Für Minderjährige und grundsätzlich.

15 Gedanken zu “Hauptsache Meinung

  1. Peinlich aber nicht verwunderlich… Wenn man keine Ahnung hat, sollte man sich eigentlich nicht einmal derartig äußern aber das ist ja nicht die einzige Panne von Kritikern der nicht definierten “Killerspiele”.

  2. Erst sagt sie “böse böse Killerspiele” um dann zuzugeben dass sie absolut keine Peilung hat.

    Wie kann man ein Verbot von etwas fordern von dem man keine Ahnung hat?

    Vielleicht ist das auch nur die Weiterentwicklung des klischeehaften menschlichen Grundverhaltens: Was der Mensch nicht versteht muss er zerstören.

    Heißt jetzt nur: Wovon der Politiker keine Ahnung hat muss er verbieten.

    Bin mal gespannt wielange es dauert bis Verbotsforderungen für das GG kommen^^.

  3. Oh…mein….Gott. Ist denen das nicht peinlich? Mir wäre es ja peinlich vor einem gesamten Saal von z.B. Atompyhsikern zu stehen und nach einem Verbot von Protonen zu fordern und auf Einwände zu sagen das ich mich nicht mit Atomen auskenne.

  4. Hahaha kensiko das ist wohl der absulut treffenste vergleich den ich seit langem gelesen habe :D

    Hoffe aber mal die schüler nehmen die frau beim wort und laden sie wirklich mal zu ner lan ein oder etwas ähnlichem.

  5. Inkompetenz so offen zur Schau gestellt.
    Ganz ehrlich: als Schüler würde ich mich da fragen, ob die Politiker wohl auch in anderen Bereichen so große Töne spucken, obwohl sie davon keine Ahnung haben. Bzw. wovon sie überhaupt Ahnung haben, wenn nicht von den Thema, für das sie ein Verbot fordern, das in einer freiheitlichen Demokratie ja eines der, wenn nicht das letzte Mittel der Wahl sein sollte, mit einer Sache umzugehen.
    Und da wundre sich nochmal jemand, woher die Politikverdrossenheit unter Jugendlichen kommt.

  6. Protonen verbieten ?
    Da fällt mir eine nette Story ein…
    Bei der Präsentation neuer Abwassergrenzwerte hat ein Fachman erklärt das die Politik die Einleitgrenzwerte von pH 10 auf 9 gesenkt hat.
    Angeblich ist dann ein Politiker aufgestanden und hat verkündet “Unser Ziel ist pH 0 !”

    Nun Ja, zumindest ein gutes haben die Berichte über Killerspiel und die dummen Sprüche der Politiker.
    Sie sorgen dafür das die Generation Game den Medien weniger traut und sich selber politisch einbringt.

  7. Ja, die Unkenntnis der Skala ist immer wieder bemerkenswert.

    Dass 7 die Mitte ist haben die meisten genausowenig verstanden, wie dass die Skala nicht linear ist…

    Gruß
    Aginor

  8. chemie unterricht 9. klasse..sollte eigentlich jeder wissen…das grüne zeug das sich rot bei säure und blau bei basischem zeugs verfärbt

  9. Nicht vergessen, die neunte Klasse ist bei den meisten Politikern (überspitzt gesagt) 40 Jahre oder länger her. Da entfällt einem sowas vielleicht. Zusammen mit so manchem anderen…

    Gruß
    Aginor

  10. Naja, einerseits kann ein Politiker ja nicht über alle Gesetze informiert sein, allerdings sollte man sich vor den Besuch einer Schule schon mit Medienfragen beschäftigen. WAas erwarten die Politiekr denn für Fragen? Richtig daneben ist allerdings ein Verbot erst zu befürworten und dann zuzugeben eigentlich keine ahnung zu haben. Dann müssten sie eigentlich zuerst sagen, dass die “Verbotsempfehlung” nur der Parteilinie entstammt. Aber vielleicht haben sie den Schülern ja auch nicht zuveil zumuten wollen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.