Verbot von Paintball und Laserdrom

(Spiegel Online) Nach einer Meldung von „Spiegel Online“ haben sich führende Politiker der Koalition als Reaktion auf Winnenden auf einer Verschärfung des Waffenrechts sowie auf ein Verbot von Laserdrom sowie Paintball geeinigt. Man beruft sich dabei auf die „Neue Osnabrücker Zeitung“ und die „Berliner Zeitung“. Der Unionsfraktionsvorsitzende Wolfgang Bosbach begründete das Verbot der Spiele damit, dass „Dabei […] das Töten simuliert“ werde. Bereits seit 15 Jahren wird versucht reale „Killerspiele“ zu verbieten 1995 scheiterten Peter Struck und Rudolf Scharping damit, derartige Spiele über die Gewerbeordnung zu verbieten. 1997 hatte Günther Beckstein ebenfalls keinen Erfolg eine entsprechende Regelung in das Ordnungswidrigkeitengesetz einzufügen. Zuletzt versuchte 2007 der Freistaat Bayern ein Verbot von Paintball durch die Schaffung des § 118a StGB, „Menschenverachtende Spiele“ zu erreichen. Diese Initiative wurde aber nach Beratungen im Bundesrat terminlos vertagt. Es bleibt abzuwarten, ob ein Verbot nun im 4. Anlauf durchgesetzt werden kann.

34 Gedanken zu “Verbot von Paintball und Laserdrom

  1. Da stellen sich mir dochspontan ein paar Fragen:
    1. wo bitte ist der zusammenhang zwischen Paintball/Laserdrom und „Amoklauf“
    2. wieviele der Täter haben tatsächlich mit Paintball/Laserdrom „trainiert“
    (soweit ich weiß eher mit Softair und realen Waffen im Schützenverein)
    3. warum beruft man sich auf Zeitungen statt Expertenmeinungen einzuholen, war gerade kein „Experte“ verfügbar, weil die alle gegen virtuelle „Killerspiele“ ins Feld ziehn?
    4. was soll ein Verbot bringen? schon jetzt fahren geneigte Paintball-Spieler lieber ins Nachbarland da dort weitaus weniger reglementiert wird.
    5. was will man am Waffengesetzt noch verschärfen? und
    6. wären Kontrollen was die Einhaltung der bestehenden Regeln angeht nicht um einiges sinnvoller und würden mehr zur Sicherheit beitragen, als erneute Verschärfung?
    7. glauben die Herrn politiker nicht, das jemand der eine derartige Tat plant, auch genug kriminelle Energie aufbringen kann, um sich Waffen auf illegalem Wege zu besorgen?
    8. wann werden die eigentlichen Probleme angegangen, sprich Lehrermangel, übergroße Klassen, mangelnde Ausländerintegration, schlechte Fachkompetenz vorhandener Lehrkräfte, übermäßiges Mobbing einzelner Schüler, allgemeine Perspektivlosigkeit der Jugend, zu wenig Jugendpsychologen an Schulen, fehlende auserschulische Angebote, CSU.

    ber verbieten von Killerspielen, ob reale oder virtuelle, ist natürlich billiger und erreicht sofort etwas, nämlich die Bevölkerung in falscher Sicherheit wiegen, das das Problem gelöst wäre.
    Bis zum nächsten Anschlag, aber da fällt denen sicher wieder etwas neues ein zum verbieten, gibt ja schließlich noch einiges zu verbieten bis wir wieder im 19. Jahrhundert angelangt sind.

    Ich möchte das ganze mit einem Zitat aus dem Artikel von Hans Schmid abschließen:

    „Wer also klatscht, wenn ein Politiker die nächste Verschärfung der Gesetze fordert, um einen Amoklauf wie den von Winnenden zu verhindern, sollte die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass er das Opfer eines Ablenkungsmanövers werden könnte. Man kann dann immer noch für solche Gesetze sein, sollte aber wissen, dass unsere Schulen dadurch um nichts besser werden und die Gesetze bisher zu einer Einschränkung der Freiheit von Erwachsenen führten, was mitunter grotesk anmutet und den Kindern wenig nützt. Auch aus Kindern werden Erwachsene (sogar die 2,4 Millionen, die nach Angaben der Arbeiterwohlfahrt derzeit in Armut leben). Wenn sie dann eine weniger freie und demokratische Gesellschaft vorfinden als die ihrer Eltern, weil die Eltern sie vor Schmutz und Schund bewahren wollten, ist etwas schiefgegangen.“

  2. Verbot von Schneeballschlachten ist in Planung.
    Politiker der Regierungskoalistion haben festgestellt, das alle Amokläufer dazu neigten im Winter ihre Aggression mit dem Simulierten Kriegsschpiel mittels gefrorenen H2O2 abzubauen.
    Der Versuch gefrorenes H2O2 zu verbieten scheiterte an der Kühlschranklobby.

  3. Ob Paintball oder Softair ist doch egal. Ein Verbot würde in beiden Fällen nichts bringen und nur diejenigen bestrafen, die den Sportarten mit Spaß und Verstand nachgehen. Wobei ich zumindest im Falle von Softair nichts gegen eine Regelung hätte, diese Markierer nur noch ab 18 Jahren zu verkaufen. Denn vor allem die Kiddies sind es die diesen Sport immer wieder in Verruf bringen. Die Parteien des Softair und des Paintball Sports sollten sich mal zusammentun und eine groß angelegte Petition o.ä. starten, denn ein vollkommenes Verbot des einen kann gleichzeitig auch ein Verbot des anderen nach sich ziehen.
    Also Softairler, Paintballer und Laserdomeler…kommt zusammen und wehrt euch.

  4. BITTE verbietet endlich auch solche gewalttätigen „Spielzeuge“ wie Holzschwerter! Kinder üben damit das gnadenlose barbarische Abschlachten (Schwerter sind immerhin KEINE intelligenten Waffen!) von Mitmenschen ein!

    Und wie lange darf eigentlich noch Cowboy und Indianer gespielt werden? Sollten Kinder wirklich asymmetrische ethnische Konflikte mit Genozidcharakter einüben??

    Stoppt diese Gewaltverherrlichung! Gerade Kinder sind doch sehr labil und formbar, sodass sie von solchen Killerspielen nie wieder ablassen können!

    S.

    PS: Dass Herr Minister Jung – wie Ende März bekannt wurde – in Zukunft alle männlichen Wehrpflichtigen zur Bundeswehr einziehen will ist natürlich völlig in Ordnung und sollte nicht mit Diskussionen über Gewalt und Gewaltbereitschaft in Verbindung gebracht werden.

  5. Paintballer hatten das Problem das sie keinen starken Dachverband hatten und nicht zum Mainstream gehören. Andere Sportarten die mitunter mit echten Waffen ausgeführt werden (wie z.b fechten,triathlon etc.) sind unantastbar deswegen. Aber ein paar Freaks die im Wald alleine Spass haben sind dem Staat suspekt.

    Oh Mann, wo soll das noch alles enden? Ich hätte ehrlich gesagt übel Lust auf eine deutsche Flagge zu urinieren.

  6. War Laserdrom nicht schon vorher verboten?
    Aber eins ist klar, es ist der Anfang. Es hat zwar recht wenig mit spielen zu tun, aber man will die Reaktionen abwarten. Bleiben die aus, wird es auf Videospiele ausgeweitet, beginnend mit den wenig beliebtesten. WoW und GTA werden, falls es soweit kommt als letztes verboten, von daher ist es wichtig, jetzt Reaktionen zu zeigen!!!
    Aber nicht solche, wie die eines Michel Deutsch, dem alles kalt lässt und alles in sich hineinfrisst. Nehmt euch an den Franzosen ein Beispiel.

  7. Das gewerbliche Betrieben von Anlagen für Paintball und Laserdrom ist, wenn ich mich recht erinnere, schon verboten. Aber das nichtgewerbliche betreiben und organisieren sowie das spielen ist noch nciht verboten im Moment.
    (Angaben ohne Gewähr, is nur so ausm Kopf)

    Gruß
    Aginor

  8. Dann mal abwarten bis Fechten dran ist. Simuliertes abstechen von Menschen. Da muss schnell gehandelt werden. Vielleicht statt menschlichem Gegner ne Zielscheibe. Beide müssen nacheinander drauf zurennen und ins Schwarze treffen. Wär doch sicher der Renner bei Olympia.
    Anscheinend geht es ja primär um den Faktor menschlicher Gegner und da ist Fechten 1zu1 mit Paintball vergleichbar. Man wird sogar nur belohnt, wenn man besonders kritische Körperteile trifft. Wirklich abartig oder ? Nein natürlich nicht, da es ein Sport ist, bei dem es um den Wettkapft geht. Niemand wird verletzt und es geht um Körperbeherrschung, Reflexe und Taktik. Kein Fechter denkt beim Kampf ans Töten des Gegners. Und auch das ist 1zu1 auf Paintball übertragbar, aber wie schon erwähnt gibts hier kein Dachverband, mit dem man sich anlegen müsste. Da schreit der Politiker schnell Verbot, auch wenns wiedermal absolut sinnlos ist.

    Das schlimme hier ist ja nicht, dass es Politiker verbieten wollen, sondern dass auch hier wieder die breite Bevölkerung applaudieren wird, da es populisitisch, oberflächig leicht als Böse abgestempelt werden kann und niemand mal genauer drüber nachdenkt.

  9. Erstellt mal jemand eine Petition auf bundestag.de? Bin gerade aus Zeitmangel und Wut nicht in der Lage einen sachlichen und sinnvollen Text zu formulieren. Das Argument mit dem Fechten ist noch nicht mal so schlecht. Könnte man mit aufnehmen.

  10. Was mich an der Meldung beängstigt, ist dass hier diesmal nicht ein [insertrandom]-experte zu Wort meldet, sondern die Regierung selbst. Und die sitzt direkt am längeren Hebel mit ihrer Mehrheit…
    Woher kommt jetzt eigentlich pb als Sündenbock? Ist das vielleicht reiner Aktionismus?
    Verstehe das Ganze nicht mehr. Wie kann man denn so eine harmlose Sportart verbieten und gleichzeitig Fechten, Karate, Judo, Boxen, Triathlon, Schützenvereine, Jagd… weiter legal lassen?

    LG

  11. Wer entscheidet eigentlich was sittenwiedrig ist? Das ist doch ein über einen langen Zeitraum sich entwickelnde Moralvorstellung. Das kann man doch nicht von einem Tag auf den anderen entscheiden.

    Dann fordere ich auch dazu auf Wahlgeschenke verbieten zu lassen.

  12. Der Unterschied zu den Kampfsportarten ist schnell erklärt:
    Es wird nicht geschossen. Schusswaffeneinsatz gegenüber herrscht hierzulande schon immer eine andere Meinung als allgemein zu körperlicher Gewalt.

    Bewerten will ich diese Einstellung nicht. Es gibt Gründe dafür und welche dagegen.

    Gruß
    Aginor

  13. Ich finde es ironisch, dass ausgerechnet Scharping und Struck, beide ex-Verteidigungsminister, sich für ein solches Verbot eingesetzt haben. Hatten wohl Angst, dass sich das auf die Rekrutenzahlen der BW auswirkt…

  14. HäHäHÄ, ich hätte nich übel Lust bei der nächsten Fecht-WM als besorgter Bürger vor der Halle gegen das Killerspiel Fechten zu protestieren.
    Man könnte dann der Presse gegenüber die bekannten Experten zitieren (genauso schädlich wie Kinderpornos), das dürfte lustig werden.
    Offizelle Webseite der Organisation die in diesem Killerspiel Turniere organisiert -> http://www.fechten.org/

  15. yo..wenn man einen ww2-shooter spielt und sich dann vorstellt da in real mitzumachen hätte ich auch keinen bock auf bw..wobei..meine körperliche fittnes hat mir das ersparrt :D

  16. @ jorak:
    Ich selber bin u18 (17, um genau zu sein ;) ) und spiele Airsoft im Hannoverschen Verein „Schattenkatzen“ (ok, noch nicht ganz, bin in Probezeit). Allerdings muss ich dir recht geben, hauptsächlich sind es Pubertierende (ich sage bewusst nicht Jugendliche, das wäre im Kontext nicht korrekt), die den Airsoft-Sport in Verruf bringen. Und ich für meinen Teil würde auch gerne noch ein Jahr warten, wenn der Sport dann vor Kindern sicher ist.

    Dennoch besteht hier das gleiche Problem wie bei anderen Dingen die ab 18 sind: Die Eltern kaufen es den Kindern wahrscheinlich trotzdem!

    Back to Topic:
    Meine Freunde und ich haben uns in einer Freistunde aus Jux mit Wasserpistolen beschossen, sollten sich die Lehrer jetzt sorgen machen, dass wir für einen Amoklauf geübt haben? o.O

    Frohes Zocken.

  17. „*beep* Sie erhalten eine Geldstrafe von einem Credit, wegen Verstoßes gegen das verbale Moralitätsstatut.“ — kennt noch einer den Streifen? ;-)
    Scheint als ob wir uns im Eiltempo auf diese Dystopie hin bewegen.
    Meine Idee: Wasserpistolen-Flashmob vor dem Rathaus! Wer macht mit?

  18. Nunja, das „Mittelalter“ fest wurde auch schon einmal verboten.

    Aber ich wäre für ein Verbot von Tötungs- und Amoklaufsimulationen an Schulen:

    – Schneeballschlacht
    – Völkerball
    – Brennball / Baseball
    – Zombieball ( wirklich stumpfes Abknallen von einem Schüler nach den anderen mit Bällen )
    – und wie sie alle unterschiedlich heißen…

  19. In unserem Land darf man bald wirklich nichts mehr. Nachdem bald diese spaßigen Spiele verboten sind, werden als nächstes alle anderen Aktivitäten „gekillt“ (bewußte Wortwahl), die keine Interessensvertretung haben. Da das aber immer noch nicht reicht, kommen dann die bereits genannten Sportarten an die Reihe. Die Biatletinnen sind zwar erfolgreich, aber es kann doch nicht angehen, dass der Einsatz von Waffen in der Natur (siehe Paintball) auch noch verharmlost wird!! Dann kommen andere Sportarten, wie Formel 1, sowie Motorsport generell (animiert zu Raserei!), das Internet (pfui, Pornos!) Alkohol (senkt Hemmschwelle zu Straftaten!), Autos (siehe Formel 1) Film und Musik (schafft falsche Rollenbilder!), Bücher (siehe Film/Musik, sowie subversive Beeinflussung!), Hochschulen (Hort des gesellschaftlichen Aufbegehrens!), Schulen (Schlägereien auf dem Schulhof, Mobbing!), Gleichberechtigung (soziale Unruhestifter!) und schließlich ruft sich ein Christsozialer zum neuen Feudalherrscher aus, der Nachmittags im Schützenverein ist, denn Waffen sind ja nicht verboten!
    .
    Und nein, ich bin weder zynisch noch geisteskrank. ;)

  20. „Der Versuch gefrorenes H2O2 zu verbieten scheiterte an der Kühlschranklobby.“

    maSu: *g* … H2O2 bleicht nicht nur die Haare sondern auch das Hirn…
    H2O, Dihydrogenmonoxid oder DHMO ist Wasser!
    Wasserstoffperoxid ist H2O2

    Sorry aber das musste jetzt raus…
    ..
    @Alrik: „ich hätte nich übel Lust bei der nächsten Fecht-WM als besorgter Bürger vor der Halle gegen das Killerspiel Fechten zu protestieren.
    Man könnte dann der Presse gegenüber die bekannten Experten zitieren (genauso schädlich wie Kinderpornos), das dürfte lustig werden.“
    *g* Mit Plakaten in der Hand so um die 100 Stück… könnte sicher Wellen schlagen…

    @Danny: Demolition Men.
    Guter Film…
    Aber welchem „Rathaus“?

    Wenn sie was verbieten dann sollten sie Fußball verbieten!
    Keine Fans die randalierend nach den Spielen durch die Straßen ziehen…
    Rauchen und Alkohol könnte man auch endlich mal verbieten oder?
    Ist Rauchen nicht viel schlimmer mit mehr Toten jedes Jahr?
    .


    Es war in einen Chat mit einen Onlinespieler:
    Er:“ die werden das schon nicht verbieten… So weit wird das nicht kommen!“
    Ich:“ So weit wird es nicht kommen sagte er und nahm seine Zigarette und ging vor die Tür“
    Er:“ ??? “
    Ich:“
    So weit wird es nicht kommen sagten auch viele Raucher…
    und jetzt ist Rauchen in Bierzelten usw verboten…
    Also es ist schon öfter so weit gekommen also sollten alle mit helfen, dass
    es eben NICHT soweit kommen kann!“
    Dies sollte alle die das Aussitzen wollen mal überdenken…
    .
    Happy Coding.

  21. sorry, aber wenn man was verbieten muss dann Schützenvereine.
    Denn wo haben Robert Steinhäuser und Tim Kretschmer das Schießen gelernt?
    Richtig, im Schützenverein.
    Und sehe ich das verbot von Paintball und Laserdrome als „Alternatives Verbot“ zu den Computerspielen, die wohl doch nicht verboten werden, da es dort hinsichtlich immer ruhiger wird.
    Und der Bosbach soll endlich mal sein Maul halten, sorry für diese harten Worte, aber er hat selber zugegeben von all dem kein bischen Ahnung zu besitzen, will aber hier mitmischen und erzählt irgendwelchen Unsinn.
    Sowas regt mich wieder total auf.
    Hauptsache die Schützenvereine dürfen weiter Kinder und Jugendliche an echten Waffen ausbilden, aber wehe ein 25 Jähriger läuft mit einer Farbkugeldruckluftpistole herum mit der höchsten blaue Flecke durch den Aufprall entstehen, dann ist das extrem gefährlich.

  22. mir kam da grad noch so ein gedanke : dürfen die eigentlich sowas wie paintball einfach so verbieten obwohl in der restlichen EU sicherlich auch überall gespielt wird?
    Verstoßen die nicht gegen irgendwelche EU Richtlinien?
    Meinte mal gehört zu haben, dass das zu verbietene Produkt mindestens die öffentliche Sicherheit gefährden muss, bevor man es einfach so verbieten kann.
    im grunde könnten dann einfach alle Paintballanlagenbesitzer sich beim BvG melden bzw. weiter zum EU Gerichtshof.

  23. ja kostet aber geld..außerdem steht noch nicht einmal fest was unser eigenes verfassungsgericht dazu sagt…hängt auch vom richter ab. wobei bin kein jurist, vllt ist das auch ein gremium oder so.

  24. Ja, Das Bundesverfassungsgericht besteht immer aus einem ganzen Stall voll Richter. Acht Richter in jedem der beiden Senate.

    Gruß
    Aginor

  25. kleine redaktionelle Anmerkung zum Verbtsversuch von 2007: § 118 OWiG, nicht StGB, vgl. BR-Drucks. 76/07; man beginge also nur eine Ordnungswidrigkeit, keine Straftat. Die damalige Fassung:

    § 118a OWiG, Menschenverachtende Spiele
    (1) Ordnungswidrig handelt, wer
    1. Spiele veranstaltet, die geeignet sind, die Mitspieler in ihrer Menschenwürde herabzusetzen, indem ihre Tötung oder Verletzung unter Einsatz von Schusswaffen
    oder diesen nachgebildeten Gegenständen als Haupt- oder Nebeninhalt simuliert
    wird,
    2. hierfür Grundstücke, Anlagen oder Einrichtungen bereitstellt oder
    3. an solchen Spielen teilnimmt.
    (2) Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen des Abs. 1 Nr. 1 und 2 mit einer Geldbuße
    bis zu 5.000 Euro, in den Fällen des Abs. 1 Nr. 3 mit einer Geldbuße geahndet werden.

    ansonsten denke ich: mal wieder weit übers Ziel hinausgeschossen, ganz besonders mit der Bußgeldandrohung für die bloße Teilnahme (für mich in etwa vergleichbar mit bloßem Besitz des eines Mediums)

  26. Hmm stelle man sich doch die Frage : was verstehen bzw verstanden die Verfasser dieses Paragraphen unter Menschenwürde?
    Für mich wäre diese erst dann verletzt, wenn jemand beispielsweise nackt ausgezogen an Armen und Beinen gefesselt und dann mit diesen Farbkugeln beschossen wird.
    Das ist für mich Menschenunwürdig, aber sonst einfaches markieren mit Farbe, mehr ist das nicht.

  27. Pingback: Die guten Gruenen « Killerspieldebatte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.