Pfeiffer bloggt

(via KSS) Regine Pfeiffer, Schwester des Kriminologen Christian Pfeiffer, ist unter die Blogger gegangen. In Ihren ersten drei Beiträgen soll sie sich nach KSS mit dem Suchtpotential von dem MMORPG „World of Warcraft“, der Kooperation von Turtle Entertainment mit der Bundeszentrale für politische Bildung (Bezeichnung als „unheilige Allianz„) sowie den roten Zahlen von dem Publisher Electronic Arts auseinandersetzen. Letztere scheint sie als Strafe für ein Konzept zu sehen, dass „auf Verkaufsförderung durch Gewalt setzt„. Eine Kommentarfunktion ist derzeit nicht vorhanden, so dass ein Dialog nur über Mail möglich ist.

51 Gedanken zu “Pfeiffer bloggt

  1. Ich bin sehr froh das es keine Kommentarfunktion gibt.
    Wir brauche nicht noch mehr Kleingeister die seitenweise Beleidigungen u.Ä. in ihrem Blog schreiben und nichts anderes erreichen als das Gamer noch schlechter dastehen.

  2. Hab grade ihren Beitrag über GTA4 überflogen.
    Ist vielleicht tatsächlich, wie Athoron bereits sagte, keine SO dumme Idee, dass es kein Kommentar Fenster gibt.

  3. Es gibt allerdings eine E-Mail Adresse.

    Da ihr werter Herr Bruder leider nie auf meine E-Mail geantwortet hat, kann ich es ja einmal bei ihr versuchen.

    Höflich und zurückhaltend versteht sich. Bin ja kein Internettroll oder sowas.

  4. Mit Frau Pfeiffer kann man sehr gut und sachlich diskutieren. Das ändert aber nichts daran, dass man diametral entgegenstehende Meinungen hat. Ich habe sie als freundliche und informierte Diskussionspartnerin erlebt.

  5. Irgendwie habe ich mehr und mehr das Gefühl, dass die beiden Pfeiffers ein kindliches Trauma haben was Computerspiele angeht.

  6. Interessant an ihrem WoW Artikel finde ich das sie am ende behauptet, das nur gelangweilte Menschen mit realen Problemen dieses Spiel spielen. Allein der Titel „Spion in World of Warcraft“ ist meiner Meinung nach schon eine Frechheit. Für wen spioniert sie denn? Die Alten? Die Dummen? Die Unverständigen? Als ob sie eine Undercover-Agentin in irgendeiner Verbrecherorganistation wäre. Und das man keine Kommentare hinterlassen kann finde ich persöhnlich auch bezeichnend. Sie hätte es verdient, von hunderten aufgebrachter Spieler widerlegt zu werden, und verdammt nochmal, sie hätte auch den ein oder anderen Troll verdient. Das alle immer nur sagen „Lieber nichts tun, weil sonst nur ein schlechteres Bild auf uns fällt“ geht in die falsche Richtung. Denn:

    An die dumme Stirne gehört als Argument von Rechts wegen die geballte Faust.
    -Friedrich Nietzsche

  7. @Booomboy

    Bei beiden kam der Kampf gegen Videospiele erst recht spät. Noch 1999 wurde pfeiffer kritisiert, dass er bei Studien zur Jugendgewalt die Mediennutzung nicht berücksichtigt habe. Erst nachdem er Korrelationen zwischen Videospielnutzung und Gewalttaten festgestellt hat, „schießt“ er gegen diese.

    Bei seiner Schwester ist es ähnlich. Sie hatte als Lehrerin auch viele Migranten unterrichtet. Bei denen sie oft einen unbedarften Umgang mit Medien erlebte und auch problematische Auswirkungen davon. Während sie sich mit der Sucht und am Rande auch mit Antisemitismus in Videospielen beschäftigt hat ihr Bruder es ja vorrangig auf die Schulnoten und etwas auf Gewaltprävention abgesehen.

  8. ach ihre Forschung findet beim Bruder im KFN statt.
    Nun, dann sollte die gute Frau sich auch nicht wundern, wenn Leute ihre Website „Word-Press für Dummis“ nennen.
    Denn dies kann man nur bestätigen.
    Vorallem wundert mich bei dem Forschungsbericht das Jahresdatum was auf 2007 datiert ist, das Spiel wurde aber meines Wissens erst vor kurzer Zeit released.

  9. Ich muss sagen, dass ich doch auch überrascht war, dass sie immerhin die Gamestar und die GEE zitiert. Immerhin muss sie ja dann mal in die Hefte geschaut haben. Sie scheint mir auch nicht ganz so panne zu sein wie Fr. Schiffer zm Beispiel. Ich muss sogar sagen, dass ich ihre Untersuchungen zum Antisemitismus in GTA 4 interessant finde und ihr zum Teil zustimme. Leider ist der Rest den sie schreibt und vor allem die Krassheit ihrer Forderungen (sie hat keine Problem mit dem Verbieten von E-Sport-Turnieren usw.) schon wieder so daneben, dass ich mich kurz daürber aufregen musste.

  10. @Booomboy

    Nein, Regine Pfeiffer hat mit dem KFN wenig zu tun. Sie informiert und „forscht“ auf eigene Faust und unabhängig von ihrem Bruder. Dass ist auch schon deshalb naheliegend, weil sie sich offenbar weit mehr mit der „Sucht“ als Pfeiffer auseinandersetzt. Manchmal steuert sie aber als „freie Mitarbeiterin“ Artikel fürs KFn bei, wie jüngst den über WoW.

    Wird die Seite wirklich von manchen als „WordPress für Dummies“ bezeichnet? Ich dachte sie hätte nur geschrieben, dass sie das Buch liest. Was du mit „bestätigen“ meinst verstehe ich nicht. Ich finde es lobenswert, dass sie noch in ihrem Alters die Energie aufbringen kann sich in die neue Medien einzuarbeiten.

    Der Forschungsbericht betrifft, wie es auch drin steht, auf „Der Pate – Die Don Edition“. Sie hat den wohl nur anlässlich der Veröffentlichung von „Dem Paten 2“ herausgekramt.

    @LeChuck

    Sie hat ein Abo der GameStar.

    Wegen dem Antisemitismus: Wenn manche parallelen gewollt wären wäre das schon ein Skandal. Zum Teil wurden die Zusammenhänge aber wohl von ihr konstruiert oder falsch verstanden. So soll – ich habe das Spiel selbst nicht – der Ausspruch des Mädchen sich nicht auf eine sexuelle Belästigung beziehen sondern der Standardspruch von NPCs sein, wenn man ihnen mit einer Waffe begegnet.

  11. Weiss ja nicht wirklich was ich davon halten soll… zumal ich stark bezweifle das die aussage „Ich studiere dieses Spiel, seit es auf dem Markt ist“ bei WoW wirklich zutrifft.

    Den beweis dafür liefert sie schon selbst wenn sie dann in ihrem „spionin in wow“ artikel gleich einleitet „Seit drei Jahren bin ich dabei“. Toller wird das ganze dann wenn man sich den restlichen einleitungstext anguckt: „Ich weiß, wovon ich rede“ gefolgt von der aussage: „Ohne Account und ohne selber zu spielen“. Aahja.. das passt sehr gut zusammen…

    Die restlichen beschreibungen sind wie immer nett aus dem kontext gerissen zB über die „wegrennenden bauern“ nach dem motto dort wird abgeschlachtet. Das diese bauern sich allerdings doch sehr gut wehren können und nur wegrennen wenn sie kurz vor dem tod stehen um verstärkung zu holen wird mal wieder fein unterschlagen sonst könnte man ja nicht den eindruck erwecken der spieler ermordert arme wehrlose menschen die nichts tun ausser wegrennen.

    Auch finde ich die aussage zum paten ein bischen platt, das ganze hört sich frei nach dem motto an „Pate 2 floppt wegen gewaltanteil!11 das hatte die böse schweinefirma davon!“. Allerdings floppt pate hauptsächlich deswegen weil mit Saints Row2 und GTA IV einfach ziemlich harte konkurrenz auf dem markt ist mit der kann der Pate 2 einfach nicht wirklich mithalten was allgemein am content und den features der spiele liegt und viel weniger an irgendwelchen gewaltdarstellungen.

    Da bekommt man doch arg das gefühl Frau Pfeiffer meint bei Videospielen geht es hauptsächlich nur um gewalt.

  12. also ich habe GTA lV.

    „In einigen Fällen bedient das Spiel zusätzlich spezifische Ressentiments und Gewaltbedürfnisse. So muss der Spieler einen Homosexuellen ermorden, gegen den nichts weiter vorgebracht wird, als dass er dem Auftraggeber Geld schuldet, und schließlich zwei jüdische Diamantenhändler (dazu eine große Anzahl weiterer Juden, die am Ort des Mordes anwesend sind).“

    dass die person homosexuell ist, ist eigentlich nebensache, auch wenn sie klischeemäßig dargestellt wird. unter anderem sagt er bevor er erschossen wird folgendes: „If there is one thing that I hate more than cripples and fat people, it is poor guys.“ später trifft man auch auf einen alten kriegskameraden, der ebenfalls nach new york gezogen ist und dort schwul „wurde“. man arbeitet sogar für ihn.

    ich weiß ja nicht welche version frau pfeiffer da hat, aber in meiner kommen keine juden vor, außer so ziemlich am ende, da aber auch nur kurz und mit sehr wenig dialog. da hatte ich mich aber auch gewundert, dass da plötzlich juden anwesend sind.
    „In der entsprechenden Spielsequenz – late checkout – transportieren die Entwickler und die Übersetzer der deutschen Untertitel eine ganze Reihe antisemitischer Vorurteile und Klischees.“
    die sequenz ist mir unbekannt. wahrscheinlich die uncut-version?

  13. naja, was da beschrieben wird sind die startmissionen des todesritters und bis zu letzten mission in den pestlanden dient man da dem böen dann kommt der moralwandel da der lichking seinen „untertanen“(spieler) verrät.
    Ein Todesritter der nett ist von der story her wäre absoluter schwachsinn, aber um das zu vestehen muss man warcraft zumindets teilweise gespielt haben auch warcraft 3 + tft(das addon)
    die todesritter-startmissionen sind die besten im ganzen spiel.

  14. ich finde es gut, dass sie dort kein forum hat… mir tat schon nach dem pate text der kopf weh (ok, das tut der gerade im allgemeinen aber dennoch) und jukte mir in den fingern… vllt war der parte nie ein ervolk weil das spiel einfach nur öde war und nicht weil es zu blutig war?! R-star schreibt ja auch keine roten zahlen weil man in gta autos klaut… man man man.
    und dann noch meinen, dass man ein absolutes und unwiederlegbaren anspruch hat die warheit zu wissen.

    @admin wegen gta:
    das der Typ im zimmer des mädesl sagt übrigens zu ihr, (beim zweiten mal, wenn man die mission einmal verbockt hat (ich bin vom dach gefallen-.-)) „rette dich selbst“. ich habe das glaub ich schon iwo mal gepostet.

  15. Nein nein seth das hat rein garnix mit story oder sonem blödsinn zu tun. Frau Pfeiffer hat doch die passende erklärung im text:

    „Aber das ist natürlich eine Setzung der Spiel-
    Entwickler, die sich von den „bösen“ Handlungsoptionen profitsteigernde Wirkungen
    versprechen, und zwar, wie ich glaube, vor allem auf Jugendliche.“

    Story pfff.. so ein blödsinn! Das ist alles durchdacht bis ins gehtnichtmehr um unserer jugend möglichst viel gewalt einzuflösen unter einem möglichst harmlosen vorwand :D

  16. @admin
    das mit dem Mädchen stimmt. Aber was den Antisemitismus anbelangt, muss man differenzieren. Ich habe mich als Politikwissenschaftler mit dem Thema lang beschäftigt und gerade die Darstellung von Juden als geldraffende Diamanthändler, bedient antisemitische Klischees. Das ist natürlich in GTA IV stark ironisiert und es ist bezeichnend, dass es daran (soweit ich weis) auch kaum Kritik von z.B. jüdischen Verbänden gab, aber ich finde es völlig o.k. wenn man zumindest über diese Szenen diskutiert und es auch kritisiert wenn man sich daran stört. Ich sehe darin zumindest keine Diffamierung des Mediums Compouterspiel als solches, denn auch ein Film mit einer solchen Szene hätte Kritik hervorgerufen. Im Übrigen wäre es mir lieber, man würde inhaltlich über Ideologien, die durch manche Computerspiele transportiert werden diskutieren, als immer nur über die Gewaltfrage.

  17. ach doch ich erinner mich :/ hattes es garnicht richtig wahrgenommen. ich würde aber auch sagen dass die ganze story von gta lV von einer gewissen ironie begleitet wird.

  18. Wir brauchen mal einen Jüdischen GTA/CS Spieler…

    Dieser Frau sollte man mal einen Schrecken bereiten zB Japan Urlaub mit H und L-Eroge-Spielen offen auf einer Messe gezeigt… Oder nur mal die Wiki Artikel verlinken…
    Würde sicher auch reichen *grins*

    Die fehlenden Kommentar Funktionen könnte man durch E-Mail auch erreichen. Offen in die Mail schreiben, dass der Inhalt offen auf seite xyz.de abgelegt ist und eben so die Antwort dort zu finden sein wird…

    Alternativ können wir auch die Idee mit RL dort anbringen…
    Wer kann mal schnell eine Seite (.com) auf der für ein brutales fiktives Spiel geworben wird aus dem Boden stampfen?… Dann eine Mail einer besorgten Mutter oder von meheren schreiben und dort hin senden.
    Mal sehen ob manche Menschen nicht doch ein Pawlowscher Hund sind.
    „Killerspiel“ *wuff*wuff*grrrrrr*

    Zum Paten man muss weder die Filme noch das Spiel mögen, aber es ist nun mal nicht für Kinder gedacht sondern für ERWACHSENE! Und wenn man Erwachsenen etwas verbieten will ist es ZENSUR…

    @Admin: Schon Links zu deinen Videos verschickt?

    Happy Coding.

  19. @ LeChuck
    was die stark ironisierten Klischees über Juden im Film anbelangt: Mel Brooks ist ja ein gutes Beispiel dafür

  20. @hecter specter:
    Alles kein Problem wenn Mel Brooks sich im Adolf Outfit und „Heil myself“ sagt…
    er ist ja Jude… deswegen könnte ein Jüdischer Spieler von GTA ja auch besser gegen das Gebloggte zu wehr setzen, ohne das man ihn gleich Antisemitismus an den Kopf werfen kann.

    Happy Coding.

  21. Zumal das bild vom jüdischen diamanten-händler nun wirklich kein neues ist.

    Neulich erst beim blutdiamanten oder wie der film heisst: Jüdischer diamantenhändler
    In der Terminator fernsehserie: Jüdischer diamantenhändler
    Snatch: Jüdische diamantenhändler

    Und das sind nur die beispiele die mir spontan in 10 sekunden einfallen.. würde man da mal gezielt danach suchen würde einem auffallen das es nix wirklich neues ist und vielleicht sogar ein fünkchen wahrheit dahinter steckt.

    Persönlich sehe ich daran auch nix verwerfliches daran Diamantenhändler als jüdisch darzustellen. Ist diamantenhändler sein was schlechtes? Wohl kaum..

  22. Kann dem Admin was Frau Pfeiffer betrifft nur beipflichten.
    Ich habe mit ihr meinen Frieden gemacht.
    Im Unterschied zu anderen hat sie sich auch einmal für länger der Diskussion gestellt – was ihr meiner Meinung nach sehr hoch anzurechnen ist.
    Ebenfalls stimmt, dass sie und ihr Bruder keine Vertreter einer typischen Medienkritik sind meiner Ansicht nach, wie es sie seit Jahrzehnten (in Deutschland) gibt – auch von Technikfeindlichkeit kann zumindest bei Regine Pfeiffer keine Rede sein glaube ich.

    Aber mag schon sein, dass es besser ist, dass es dort keine Kommentarfunktion gibt.
    Das erste Mal, als sie ihre Mind-Maps in dieser Form online gestellt hat, gab es eine
    @LeChuck
    Ich denke, man sollte sich dabei schon die Frage stellen, weshalb ausgerechnet jüdische Stereotype festgestellt werden – in einer Welt voller Stereotype wie es GTA Nunmal ist – das kann schließlich auch auf sekundären Antisemitismus hinweisen.
    Darüber hinaus kann ich es nicht nachvollziehen, wie vom bloßen Vorhandensein von Stereotypen – egal welcher Art – auf Ressentiments geschlossen werden soll, auch wenn so Stereotype darin (einmal) zentral (gewesen) sein sollten. Und es in manchen Teilen der Welt heute noch sind. Ansonsten sind außerhalb rechtsextremer Milieus in westlichen Gesellschaften ja leider immer noch und womöglich unglücklicherweise wieder erstarkt, latentere Formen davon auszumachen.

    Weshalb es ein „Skandal“ sein soll, wenn in GTA Auf Antisemitismus Bezug genommen wird, kann ich weiterhin auch überhaupt nicht verstehen. Darin finden sich doch unzählige Hinweise auf rassistische Traditionen – sämtliche Gruppen im Spiel werden sogar danach definiert würde ich sagen, und diese Bezugnahmen zu Kultur und Gesellschaft der „richtigen“ Welt waren dabei auch immer die mitunter größten Stärken der Reihe. Selbst Frau Pfeiffer meinte mal, sie fände die Satire im Radio gar nicht so schlecht – oder wie der drogenabhängige Brucie im vierten Teil dargestellt wird. Weshalb diese Eindrücke vor wirklich relevanten Sachen für die „richtige“ Welt, wie der Gewalt, oder dem Rassismus/Antisemitismus, Halt machen sollten, verstehe ich einfach nicht. So wird man den Problemen in dieser Welt aber kaum angemessen begegenen können vermute ich, wenn man sich schon in Videospielen nicht damit auseinander setzen will. Und gewisse gefährliche Kreise werden auf den hiesigen Straßen weiter marschieren – fragt sich nur bis wohin…

  23. @The_Real_Black

    Ich glaube die Frau ist intelligenter als du denkst. Und manche Spiele treffen wohl außerhalb des japanischen Kulturkreises grundsätzlich auf Unverständnis. Es ist daher überflüssig andauernd diese „Spiele“ anzubringen um bei Regine Pfeiffer eine Borniertheit zu entdecken. Ich würde wohl kaum anders reagieren. Im Übrigen ist sie selbst schon nach Korea gereist umd sich dort über den Umgang mit Videospielsucht zu informieren. Von einem beschränkten Horizont kann man also wirklich nicht sprechen.
    Zu den Videos, sie kennt meine alten. Auf das neue habe ich sie nicht hingewiesen.

    @Densor

    Die Nazis haben schon damit angefangen.

  24. Ich frage mich bloß ,was diese FRau überhaupt antreibt. Hat sie keine anderen Hobbies?? Ist das ihre Lebensaufgabe „Schweinefirmen“ wie EA zu bekämpfen um arme deutsche Kinder und Jugendliche davor zu bewahren medial zu verrohen?

  25. „Die Nazis haben schon damit angefangen.“

    Die nazis haben aber auch wesentlich mehr negative eigenschaften damit verknüpft. Diamantenhändler sein kann man aber schlecht als negative eigenschaft bezeichnen, es ist schon ein großer sprung von der aussage dann zur „untermenschen“ aussage zu gelangen.

  26. „Wie sollte es der Bloßstellung der amerikanischen Gesellschaft dienen, wenn dem Spieler ein Messer zur Verfügung gestellt wird, mit dem er Frauen die Kehle durchschneiden, oder eine Kettensäge, mit der er Menschen auf der Straße verfolgen und diese dann zerstückeln kann oder wenn er aufgefordert wird, einen lebenden Bauarbeiter in eine Baugrube zu schieben und ihn dann unter einer Ladung Zement zu begraben?“

    Warum schreibt sie „mit dem er FRAUEN die Kehle durchschneiden“? Man kann jedem NPC messern nicht NUR Frauen. Nennt mich kleinlich aber es ist nunmal so.
    Das mit dem Zement ist eine etwas überzogene (oh welch böses Wortspiel wenn man bedenkt mit welche zwei Substanzen der Bauarbeiter „überzogen“ wurde) Mafiamethode.


    „GTA IV erschien am 28. April 2008, mit einer skandalösen Altersfreigabe „ab 18“, die dem Hersteller erlaubte, eine Werbekampagne zu starten, wie es sie bisher für ein Videospiel noch nicht gegeben hatte, und die zu einem der weltweit größten, wenn nicht dem größten Verkaufserfolg beitrug, den ein Unterhaltungsmedium je erzielte. Allein in der ersten Woche wurden Spiele im Wert von 500 Millionen US Dollar verkauft.“

    OMG! Ein Volljähriger darf Games kaufen und zocken die ihm zusagen!
    Ich fand es gut dass endlich mal ein GTA nicht geschnitten wurde bis es für ein USK 16 gereicht hat und man sieht auch dass es den Verkaufszahlen nicht geschadet hat. Klar dürfen sie Werbung machen wie sie wollen. In den Trailern sind außerdem keine Gewaltszenen zusehen somit konnten diese auch im Nachmittag- oder Abendprogramm laufen. Da brauch sich weder die USK für ihre Bewertung noch RSG für die Trailer irgendwas vorwerfen lassen.


    „… und nach wie vor ist das Auto Mordinstrument Nummer eins.“

    Ist zwar nicht dafür gedacht kann aber so verwendet werden (wie im richtigen Leben) und wenn man dies tut und ein Bul..äähh…Polizeibeamter einen dabei sieht gibt es Probleme (wie im richtigen Leben).


    Ich muss nochmal in aller Deutlichkeit sagen dass der Satz „leave me alone“ erstens an Nico ging und zweitens rein zufällig fiel. Jeder Passant könnte diesen Satz sagen wenn man in GTA IV einfach auf der Straße um sich ballert.


    „“Zerstückeln” bezieht sich auf die amerikanische Fassung. In der deutschen berührt der Verfolger seine Opfer mit der Kettensäge, bei äußerst realistischer Geräuschkulisse. Diese bleiben in einer Blutlache liegen. Es gibt aber leicht zugängliche Cheats, die Mordakte wieder in die Originalfassung zurückverwandeln.“

    Warum führt sie Punkte aus Versionen des Spiels an die in Deutschland garnicht frei erhältlich sind?
    Durch „Cheats“ ist das meines Wissens nach nicht möglich da das ja heißen würde dass es geplant ist dass man die deutsche Version auch uncut spielen kann (was natürlich die USK16 Bewertung gefährdet hätte). Man könnte einen Mod verwenden. Man könnte auch für FIFA einen wortwörtlichen „Blutgrätschen-Mod“ erstellen aber wozu? Außerdem werden Mods von dritten hergestellt und die Entwickler haben meist nichts damit zu tun.
    Wenigstens ein Lob für die Tontechniker (realistische Geräuschkulisse) hatte sie übrig^^.

  27. hunegotten, die hattens auch nicht besser als die juden…spielen jahrhunderte eine rolle wenn es um massenmord geht oder geht es hier nur um die schuldfrage?

    da steht jmd im weg und der wird weg gegeboxt. fertig. das sieht man andauernt und wird sich wohl auch nicht in absehbarer zeit ändern…is zwar schwarzgemalt aber leider wohl realität

  28. @pri
    Ich sehe das genauso wie Du, vielleicht wurde ich auch missverstanden. Ich glaube, dass es ein guter umgangen mit Stereotypen ist sich über sie lustig zu machen und das passiert ja auch in GTA. Ich würde das Spiel deswegen auch nicht als antisemitisch ansehen, es gab ja auch kaum eine relevante Diskussion darüber, fast keine Beschwerde von Betroffenen oder ähnliches. Die einzige Gruppe die sich mal über ein GTA-Spiel aufgeregt haben waren glaube ich Jamaikaner (oder waren es Haitianer?). Ich würde sogar soweit gehen, dass es kaum einen Nazi oder Antisemiten geben wird, der viel Spaß an GTA hätte, dazu ist der Subtext, den das Spiel vermittelt, viel zu intelligent.
    Was ich meinte, ist dass ich diese Diskussion überhaupt nicht schlimm finde, weil es sozusagen eine Normalisierung darstellt. Es wird über Rassismus/Antisemitismus in Musik, Filmen und Büchern diskutiert, mei, jetzt halt auch in Computerspielen. Das ist mir lieber als die dauernden Diskussionen über die Gewalt, weil darin wenigstens der Gedanke steckt, dass man sich inhaltlich mit dem Medium auseinandersetzen muss.
    Ich finde es halt immer ein bisschen blöd, dass man sich wirklich (von beiden Seiten) nur auf die Gewaltfrage bzw. auf das Genre fokussiert. Es kann politisch hochgradig intelligente 3D-Shooter geben (z.B. Bioshock, Stalker) und es kann auch politische total dumme „friedliche“ Spiele geben. Ein – zugegeben – ziemlich abstruses Beispiel dafür: Ich habe vorher City Live Deluxe gespielt, eine Art Sim City Clon. Dort gibt es verschiedene Gruppen von Einwohnern, also „Schlipsträger“, „Hippies“ usw. Ich fange also an meine Stadt zu bauen und plötzlich kommt eine Meldung, dass „Schlipsträger“ und „Hippies“ nicht im selben Viertel zusammenwohnen dürfen und ich jetzt bitte mal die Freizeiteinrichtungen für die Hippies abreißen soll. Ich soll also für jede Bevölkerungsgruppe ein Getto hochziehen. O.k. das ist wie gesagt ein Beispiel, das sehr weit hergeholt ist, aber ich finde, dass auch durch ein solches Spiel irgendeine Ideologie verkörpert wird, ungefähr so wie mir auch eine total friedliche, aber schlechte Doku totalen Bullshit vermitteln kann.

  29. @densor: Wegen den Diamantenhändlern: Das führt zu weit, ist kompliziert, trotzdem ganz kurz: Der Antisemitismus unterscheidet sich von anderen Rassismen, dass er nicht einer gefühlten Überlegenheit („Die anderen sind minderwertig“) sondern einem Komplex („Die haben mehr Geld als wir, verkaufen Diamanten und kontrollieren die Welt“) entspringt. Die Vorstellung Juden würden mit (Blut)diamanten handeln schon sehr sehr alt, knüpft an diesen Komplex an und hat tatsächlich eine große Rolle in der Propaganda gespielt. Das heißt jetzt aber natürlich nicht, das GTA partout ein antisemitisches Spiel ist und Fr. Pfeifer Recht hat(siehe Post oben).

  30. Wenn es nicht schon jemand getan häte, hatte ich jetzt an dieser Stelle Mel Brooks erwähnt.

    Mir fiel das ganz ehrlich nicht negativ auf mit dem jüdischen Händler. Ich habe mir nichts dabei gedacht. Als ich später (Christian) Pfeiffers Kommentare in einem Interview gelesen habe, dachte ich mir auch nur: ja und? Also, klar, natürlich könnte man jetzt lang und breit über Judenverfolgung im dritten Reich diskuttieren, aber ich empfinde den „jüdischen Blutdiamantenhändler“ jetzt nicht weniger „politisch inkorekt“ als den jamaikanischen Drogendealer“.

    Den Kommentar mit „in der deutschen Version gibts leider keine Untertitel fürs Radio womit die ironische Botschaft untergeht“ finde ich eigentlich sehr beknackt. Also das kann man dem Titel nicht wirklich vorwerfen.

    Von den genannten Titeln hab ich bisher nur GTA4 gespielt. Könnte bitte mal jemand der sich ausführlicher mit Pate und San Andreas beschäftigt hat da etwas ausfürhlich den Spielinhalt kommentieren? Wenn möglich vielleicht sogar eher im Forum als in der Kommentar Sektion.

  31. WoW = Gewalt gegen Tiere?
    Kann man eigentlich Gewalt gegen Tiere ausüben die es nur in der Phantasie gibt? Muss der Tierschutz eingeschaltet werden?

  32. (1) „Aus dem gleichen Grund geht es nicht an, dass… in GTA IV die Ermordung von Juden Spielinhalt ist“
    (2)“Ihre Welt ist nicht nur durch die schamlose Produktion von Unterhaltungsgewalt geprägt, sondern vor allem auch durch bestimmte Denkgewohnheiten: Verharmlosen, Verdrängen, Nicht Sehen-wollen.“
    .
    @Admin:
    Nicht, dass sie Dumm ist, aber in den Texten die sie Bloggt zeigt sich eine extreme Verbissenheit. Besonders siehe Nr1 wenn es um nach dem Jüdischen Kulturkreis zugehörige Polygone geht, aber ist da nicht ein Zentralrat der Juden eher eine Organisation die sich darüber Aufragen DARF.
    „Und manche Spiele treffen wohl außerhalb des japanischen Kulturkreises grundsätzlich auf Unverständnis. … Ich würde wohl kaum anders reagieren…“
    Dies ist der Sinn… ich habe auch erst nicht anders reagiert bis zu einer Verlinkten Studie und einen Moment in der ich gefragt wurde ob ich ein „rechter“ bin…
    ich antwortete: NEIN. nächte Frage: Wer ich denn sei über einen anderen Kulturkreis zu urteilen…
    Und da erkannte ich, dass ich nicht nicht über „diese Spiele“ urteilen darf,
    da ich auch nicht möchte wenn man über „unsere Spiele“ urteilt.
    Dies war für mich ein Moment der Erkenntnis. Wenn man es in Japan anerkennt kann es nicht „so schlecht“ sein und sollte zumindest nicht als großen Tabubruch sehen da man sonst alle die es nicht so sehen verurteilt. Es zwingt ja niemend jemanden so ein Spiel zu spielen oder es sich anzusehen. Genau diesen Standpunkt erwarten wir ja auch uns gegenüber wir zwingen niemanden unsere Spiele zu spielen im Gegenzug wollen wir aber auch in Ruhe gelassen werden.
    Meine Meinung ist, wenn man ein offener Mensch ist, kann und sollte man egal was es ist, solange Nichts und Niemand verletzt oder geschadet wird, anerkennen und respektieren. Mögen oder Lieben erwartet niemand von soetwas, deshalb ziehe ich es gerne als Vergleichsmöglichkeit heran, denn es ist in erster Instanz erstmal gegen unseren kulturellen Wertekonsens und diese Sicht sollte man überwinden können.
    Sobald man aber diese neue Ebene der Ansichten erreicht erkennt man, dass viele sich von unseren „christlich“ geprägten Werten und Gesetzen viel zu viel vorschreiben lassen…

    In Korea werden diese Spiele sicher auch verboten sein. Wüsste kein anderes Land in den es offen verkauft werden kann und in Japan muss man als Ausländer erst mal darauf aufmerksam gemacht werden ansonsten übersieht man sowas oder hält es für was anderes…

    „Umgang mit Videospielsucht zu informieren“
    Natürlich ist es ein guter Pluspunkt für die Frau, aber in wie weit hat sie sich über E-Sport Liegen und die „E-Sport Kultur“ informiert. Diese E-Sport Veranstaltungen sind im Fernöstlichen Bereich in größen wie bei uns Fußball eingeordnert und dieses Bild von anerkannten Sport Liegen vermisse ich noch sehr (besonders von den Spielekritikern).

    Eine japanische News Show zur Zeit der „Second Life Krise“ hat auch so einen Moment der Erkenntnis gebracht… Als alle Auf dieser Welt gegen Second Life waren da jetzt da Sex, Sado Maso, Brutalste Gewalt und L-/Kipo-Inhalte offen gezeigt wurden hat diese News Show darüber gesprochen warum andere Länder sich darüber aufregen…
    Japan: legal Unterschied Real und Virtuell
    Deutschland: nicht legal: Unterscheiden nicht zwischen Realen und Vituellen Material…
    USA: Ja nach Bundesland verschieden: Süd Osten verboten und Nord Osten aber legal…
    .
    Es ist nunmal ein anderer Kulturkreis, dass man aber wenn alle anderen „Durchdrehen“ und „Igitt“ schreien darüber sprechen kann wie so die denn so drauf sind ist schon bemerkenswert.

    @Admin: Gerade aud RTL2 23:04 Law & Order:
    „Killerspiele als Grund für einen Mord“
    „Killerspiele machen Süchtig“
    „Automatisches Töten erlernen“
    „Frauen die Überfahren wurden noch in den Rückentreten um Geld zu bekommen“
    -> Es sollte GTA darstellen
    Und genau so Prägt man ein Bild in den Köpfen…
    Jack, NCIS, CSI hat das gleiche für Terroristen gemacht -> Böse Terroristen…
    CSI: Miami? -> hat auch schon mal KILLERSPIELE als Grund für eine Mordreihe gehabt.
    Ist dies nicht eine unterschwellige Botschaft?
    „Unser Land kämpft gegen den Terror… Wir sind die Guten“
    „Computerspiele sind böse…“

    Happy Coding…

  33. @LeChuck
    Zur Normalisierung: ach so. Grundsätzlich ist es wahrscheinlich schon ein Zeichen des Fortschritts, dass Videospiele mit solchen Vorwürfen „ernst“ genommen und neben andere Medien gestellt werden, wenn auch unbeabsichtigt – das ist sicher richtig.
    Auch ich erinnere mich da an eine Gruppe karibischer Herkunft – bei „Vice City“ war das glaub ich. Bislang gab es aber noch keine weiblichen GTA-Antiheldinnen, welcher der Spieler, die Spielerin, durch deren Geschichte steuern hätte können, und von daher wirds aber immer auch wohl oder übel einen Vowurf des Sexismus gegen GTA Gegeben haben – ganz abgesehen von der Prostitution und den Strip-Clubs im Spiel.
    Das Beispiel „City Live“ finde ich gar nicht abstrus – da sieht man mal wieder wie politisch problematisch vermeintlich harmlose Spiele sein können tät ich eher sagen. Eine Stadt so aufgeteilt sich vorzustellen macht bei Städtebauspielen im Alten Rom historisch gesehen noch Sinn, in der Gegenwart verortet ist das einfach nur daneben möchte ich hinzufügen.

    Meine Schwierigkeit mit der Argumentation von Frau Pfeiffer ist vor allem jene, dass sie sich zumindest im ersten Text den ich von ihr dazu las ganz ausdrücklich auf den widerlichen NS-Hetzfilm „Jud Süß“ von Veit Harlan bezogen hat.
    Nun hab ich mir den Film während meines Studiums angetan, und der Komplex den Du kurz angesprochen hast, ist darin auch ganz wichtig für die antisemitische Botschaft. Nur kann ich sowas in der Welt von GTA Halt überhaupt nicht entdecken: während seiner mehr oder weniger skrupellosen Verbrecherkarriere versucht der kriminelle Held im Spiel zwar alle möglichen anderen Leute zu übervorteilen, aber sicher nicht nur einzelne bestimmte Gruppen – oder gar denen irgendeine Schuld am Zustand der Welt (hier des Spiels) zu unterstellen. Das wär sogar regelrecht absurd für mich zu nennen – so funktioniert GTA Einfach nicht.
    Rassistische Stereotypen sehe auch ich in einem „Syphon Filter“ oder „Crysis“ (möglicherweise) gegeben, vielleicht auch noch im „Paten“ weil es dort ganz einfach hauptsächlich um das Wohl einer italienischen Migration geht, aber doch nicht in GTA…

  34. Nachtrag:
    @The Real Black
    ich hab das Zitat jetzt nicht überprüft, aber wird schon stimmen: „… Ihre Welt ist nicht nur durch die schamlose Produktion von Unterhaltungsgewalt geprägt, sondern vor allem auch durch bestimmte Denkgewohnheiten: Verharmlosen, Verdrängen, Nicht Sehen-wollen.”
    Eigentlich ist es doch so, dass Frau Pfeiffer bestimmte Inhalte in Spielen „nicht sehen will“. Ob sie damit womöglich etwas „verdrängen“ möchte, würde ich ihr nicht unterstellen. Aber „verharmlost“ wird Gewalt aus meiner Sicht auch eher dann, wenn sie ausgeblendet wird oder Folgen nach Selbstzensur geringfügiger dargestellt werden, so wie es in Deutschland aus Jugendschutzgründen der Fall ist, oder schon von Rechtswegen her sein muss
    Also, ich finde es schon merkwürdig bis bemerkenswert, die eigene moralische Empörung über eine Sache in dieser Form sozusagen noch der anderen Seite, hier den Spieleherstellern, in die Schuhe zu schieben. Doch wer einige Briefe Jack Thompsons diesbezüglich gelesen hat, wird eine solche Argumentationslinie ebenfalls schon kennen

  35. @The_Real_Black

    Mein „Problem“ mit der GTA-Reihe ist, dass ich keines der 3D-Spiele je gespielt habe und auch kein Verlangen habe das nachzuholen. Früher hat mich schon die konsolenartige Steuerung beim Zielen abgeschreckt, jetzt würde mich wohl zumindest die KI aufregen. Wenn das Spiel nicht bereits an meiner Hardware scheitern würde. Ich kann mich bei GTA also nur auf angelesenes Wissen und ein paar Youtube-Videos stützen, so dass selbst Pfeiffer mir etwas voraus hat. Ich selbst fälle also nur ungern eine Urteil über GTA, aber nachdem was ich gehört habe, ist GTA schon immer in jeder Hinsicht ein Spiel mit Vorurteilen über alles und jeden gewesen. Dass nicht nur Vorurteile über Schwarze, Serben, Jamaikaner, die amerikanische Gesellschaft, das Fernsehen, die Polizei, den Staat (Reihe endlos fortsetzbar) sondern auch über Juden vorkommen ist hier vielleicht wohl sogar ein Zeichen von einer Gleichbehandlung. Darüber, ob man vielleicht wegen des historischen Kontextes manche konkrete Bilder doch den Nazis überlassen oder hier auf Diskriminierung komplett verzichten sollte, kann ich nicht beurteilen. Dazu kenne ich das Spiel und andere Umstände nicht gut genug. Für mich ist es aber durchaus ein Umstand, den man – wie Pfeiffer – ansprechen kann. Ob auch sie sich darüber aufregen „darf“ finde ich eine seltsame Frage. Natürlich darf sie dass, sie hat in Deutschland die selbe Freiheit ihre Meinung in gewissen Grenzen kundzutun wie wir (noch) die Freiheit haben Videospiele mit virtuellen Gewaltdarstellungen zu nutzen.

    Zuerst habe ich nicht geschrieben, dass ich es verurteile, sondern dass es auf Unverständnis trifft. Das ist jetzt aber Wortklauberei. Der Punkt ist, dass ich hier eine andere Meinung habe. Ich denke, dass ein Verhalten auch dann von einer Gesellschaft verboten werden kann, wenn „Nichts und Niemand verletzt“ wird. Bzw. deine Aussage könnte man auch anders, als von dir gewollt auslegen. Natürlich wird durch manche Inhalte was verletzt. Zwar kein Mensch, kein Tier oder eine Sache. Aber Werte werden infrage gestellt. Und in meinen Augen kann sich eine Gesellschaft herausnehmen bestimmte Dinge zu ächten. Dass ich da prinzipiell nicht „besser“ als die bin, die was gegen gewalthaltigen Videospiele haben, weiß ich. Aber haben moralische Grenzen nicht an sich, dass sie „willkürlich“ sind? Fehlt moralischen Fragen in der Regel nicht immer das sachliche Fundament? Ob und wiefern man solche moralische Grenzen „braucht“ und diese auch noch rechtlich zementieren kann ist eine andere Diskussion. Ich denke aber dass es nach meinem Gewissen Verhaltensweisen gibt, bei denen ich auch ohne sachliche Rechtfertigung mit einer (rechtlichen) Missbilligung leben kann. Dass nimmt mir bei einer Argumentation um „Killerspiele“ Wind aus den Segeln, aber damit muss ich leben.

  36. Ist ja mal interessant mit was für einer (Aus-)Bildung sie sich als Wissenschaftlerin darstellt…eigentlich ist sie Lehrerin für Germanitik und Anglikistig, etwas Oberlehrerhaft kommt sie mir auch vor.

  37. Ach bitte! GTA ist ein Spiel, das über sämtliche gesellschaftlichen Gruppen und Ethnien mithilfe der jeweiligen Klischees drüberfährt und sie durch den Kakao zieht, gerade(!) Juden davon auszunehmen wäre rassistisch und antisemitisch.

    Das kann eine Deutsche natürlich nicht nachvollziehen: dass es auch Länder gibt in deren Geschichte Juden, Homosexuelle, Behinderte usw. nicht auf bestialische Weise ermordet wurden, dass deren Bürger daher nicht an damit verbundene Normen und Sensibilitäten gebunden sind, ist für sie wohl unvorstellbar.
    Als sei die jüdische Community darauf angewiesen, dass eine deutsche Oberlehrerin sie darauf aufmerksam macht was sie gefälligst anstößig zu finden habe!

    Gerade wegen Peinlichkeiten wie dem Antisemitismusvorwurf und ihrer generellen Wortwahl („Schweinefirma“) kann ich mir – sorry, admin – Pfeiffer wirklich als vieles vorstellen, „intelligent“ gehört nicht dazu.

  38. Ich bin mir ziemlich sicher das sich GTA 4 auch sehr gut in Israel verkauft hat und denke das es fatal wäre die GTA-Welt ernst zu nehmen. Das Spiel lebt doch von der knallharten Überzeichnung seiner Charaktere und den massiven Ansammlungen von klischees.Schaut euch nur mal die Freiheitsstatue an, da weiss ein intelligenter Mensch doch wo er bei diesem Spiel dran ist.
    Aber im Grunde genommen ist es ja in Deutschland immer schon eines der schärfsten rhetorischen Mittel gewesen etwas was einem nicht gefällt in eine rechte Ecke zu drücken und ihm Antisemitismus zu unterstellen. Dasselbe macht auch Rainer Fromm wenn er findet dass in Strategiespielen keine Giftgasangriffe sein dürften wegen des Holocausts.

  39. warum soll man seinen Frieden mit den Pfeiffers machen ?
    Sie haben beide den Kölner Aufruf unterschrieben, in dem von einem militärisch-industriell-medialen Komplex phantasiert wird.

    Warum soll ich also vor den Beiden mehr Respekt haben als vor jeden anderen Linken Spinner der Verschörungstheorien verbreitet ?

    Warum soll ich vor Christian Pfeiffer Respekt haben, der schon im Fall Sebnitz komplett falsch lag und damit ein ganze Dorf als Nazibrutstätte gebrandmarkt hat ?

    Warum soll ich vor dem Kriminologischen Institut Niedersachsen Respekt haben, das von einem Mann gegründet wurde der als Justizminister erst mitgeholfen hat den Bombenanschlag auf die Justizvollzugsanstalt Celle zu organisieren, und dann den Bürger der BRD in Gesicht gelogen hat, in dem er erklärt hat hinter dem Anschlag steckt die RAF ?

  40. @Alrik

    Ich versuche jeden Menschen Respekt entgegenzubringen (Wobei ich zumindest nach Wikipedia damit eher die anglo-amerikanische Auslegung des Wortes meine.).

  41. Soll demnach computerspielen als „Verhalten“ gelten???
    Eigentlich bin ich ja gegen einen Werterelativismus und Videospiele sind für mich in erster Linie halt eine Ausdrucksform wie andere auch: weshalb soll Kriminalität, Verbrechen darin nicht thematisiert werden – noch in Passionsspielen das mimen altrömischer Mörder kein Problem darstellen, am Computer hingegen schon. Freilich, wenn man Videospiele in erster Linie als wettbewerbsmäßige Freizeitgestaltung versteht, wird es auch leichter sein diese zusammen mit anderen Feldspielen als verwerflich einzuschätzen, ABER Gerade das ist für mich in Deutschland das Problem.
    Dass Computerspiele eben dort noch immer nicht als schützenswerte Fiktionen wahrgenommen werden – ihr narrativer Charakter ausgeblendet wird, für mich können erst dann auch gewisse Bilder von „Killerspielen“ entstehen. Aus dem Zusammenhang gerissen

  42. Vielleicht weil, wenn wir die Pfeiffers mal dazu bringen unseren Standunkt zu verstehen haben wir schonmal nen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

  43. @ Admin:
    GTA 3 und San Andreas, den 4ten Teil lege ich mir auf Grund der Onlineaktivierung nicht zu, habe ich unteranderen Spielen schon gespielt.
    GTA ist für die Überzogenheit und die Ausschöpfung von Klischees bekannt, aber als ein Killerspiel spielenden, Spiele programmierenden ,Informatik Studenten, der jeden vom Klischee was damit verbunden ist überzeugen will(Kellerkind, Frischluftvermeider, Vereinsamt) halte ich Klischees für eine Fundgrube des Spaß in der man immer auch ettliche Fetzen von Wahrheit zu finden sind… GTA ist wie viele Filme sehr überzeichnet und als solche leicht als Unrealistisch zu überführen.
    „Juden vorkommen ist hier vielleicht wohl sogar ein Zeichen von einer Gleichbehandlung“
    Ja eher. Sind wir doch mal erlich zB Schwule werden von Bully in „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1″ verarscht und alle als *tatata* (ka wie man das jetzt beschreiben soll) Schwul dargestellt… Natürlich würde es Schwule in ihrer Ehre usw beleidigen, aber solange kein Schwuler sich darüber Aufregt ist es kein Problem in das sich ein nochtbetroffener einmischen darf!
    In anderne Ländern werden Nazi Witze auf Kosten der Krauts (Deutsche) gemacht…
    Ich würde es eine Frechheit finden, wenn sich jetzt über solche Witze ein Ausländer… (an dieser Stelle etwas blöd) … ein Nicht-Deutscher (besser) darüber aufregt!
    Ein Witz auf unsere Kosten hat nur uns zu kümmern da hat sich niemand einzumischen, denn wenn wir zB solche Witze gelangweilt dulden müssen alle anderen auch solche Witze dulden, egal ob der Witz jetzt verletzend war oder nicht.
    Witz:“ Trifft sich eine Internationale Reisegruppe im Hotel: Wer fehlt? Der Deutsche seine Rechte Hand hat sich im Paternoster verhädert…“
    Will sich jetzt ein Deutscher darüber aufregen?… Nein … gut. *Langeweile*
    Es gab aber welche, die haben den Witz als beleidigend für Deutsche empfunden…

    „Fehlt moralischen Fragen in der Regel nicht immer das sachliche Fundament?“
    Moral, Ethik, Sitte, Bräuche ist alles nur Einbildung, kondizioniert durch Erziehung und Gehirnwäsche von Religionen… (hier sind alle gemeint ansonsten ist es „Ausländer“feindlichkeit) …
    Die einzige Moral die zählt ist:
    „Lass mich in ruhe dann lass ich dich in ruhe.“
    Diesen Punkt hat zwar jede Religion auch, aber keiner Hält sich daran…
    „Was du nicht willst, dass man dir tu, das füge keinem anderen zu“ /wiki/Goldene_Regel
    „Leben und leben lassen“
    Alles weitere sind Einschränkungen der Freiheit!
    Tiere leben nach diesen Motto sie jagen nur damit sie Überleben und nicht als Spaß
    sie haben nicht mehr Regeln als man braucht um Gemeinsam auszukommen…

    „Aber Werte werden infrage gestellt.“ Werte muss man immer infrage stellen! Ansonsten Steht man still und Stillstand ist Rückschritt und Rückschritt ist der Untergang…
    Man kann es auch mit der Inkompetenzschwelle erklären die einen ein- und überholt

    ok Back zum Topic
    KILLERSPIELE vor der Zensur retten.

    Happy Coding.

  44. pinkant finde ich, dass die erste Organisation die auf dem Kölner-Aufruf steht, die Organisation „Arbeiterfotographie“, offenbar kein Problme mit Antisemisimus zu haben scheint. Zumindest löschen sie keine antisemitischen Kommentare: Man schaue nur mal ins Gästebuch: http://www.galerie-arbeiterfotografie.de/gaestebuch/archiv.html und hier den Eintrag vom Freitag, 16 Dezember, 2005 um 18:13:39 an (Britta Schulz). Vielleicht sollte Fr. Pfeiffer nicht nur in GTA IV sondern auch auf seiten von Bündnispartnern nach Antisemitismus fahnden.

  45. @Gunnar: people eating tasty animals hat doch schon gegen CoD gewettert weil da Hunde vorkommen.

    @Green Ninja: „…aber ich empfinde den “jüdischen Blutdiamantenhändler” jetzt nicht weniger “politisch inkorekt” als den jamaikanischen Drogendealer”.“
    Guter Einwand. Darüber habe ich vorher noch garnicht nachgedacht. Warum eine Figur wie Isaac in ein Spiel einzubauen in Frau Pfeiffers böse ist aber Jacob nicht kann ich auch nicht ganz nachvollziehen.

  46. „Respekt kann nur der ernten der es auch verdient hat“ sagte mal ein berühmter Mann dessen Namen mir jetzt nur nicht einfällt.

    Keinen Respekt entgegenbringen kann ich Familie Pfeiffer,Bosbach,Beckstein,Hermann,Stoiber,Schünemann,Rech,Wiefelspitz,SPD allgemein,den ÖR,Köhler,Merkel,der Blöd, Spitzer und sonstige Volksverräter die sich bei einer Tragödie wie die in Winnenden profilieren wollen und denen es im grunde vollkommen egal ist was dem Typen seine Sicherungen hat durchbrennen lassen.

    Leute wie z.B. Laschet kann ich Respekt entgegenbringen, denn auch wenn er sagte „ich würde manche Spiele auch nicht spielen wollen“ so sagte er zusätzlich „aber man kann den erwachsenen Bürgern nicht verbieten Spiele zu spielen die sie spielen wollen“ oder so ähnlich.
    Objektiv und sachlich, solche LEute haben Respekt verdient.

  47. ich mag wolfgang tierse :) der hat was symphatisches und ich hab ihm immer hoch angerechnet das er nicht seinen bart abrasiert hat trotz allermöglichen bösen zungen…

    tatsache ist das die großen halbwegs gute komunenpolitik machen die den staus quo erhält aber total mistige landes- u. bundespolitik

    nicht das es keine huten politiker in spd oder cdu gäbe, aber bei so großen parien hat leider der Ausschuss mehr stimmpower

  48. @The_Real_Black

    Du stellt keine Werte in dem Sinne in Frage, dass sie anders ausgerichtet sein sollten, sondern du sprichst Werten generell eine Existenzberichtigung ab.

  49. @ admin

    Den normalen zwischenmenschlichen Respekt sollte man natürlich jedem zollen aber fachlichen Respekt muss man sich erarbeiten und man kann ihn verspielen und das haben die beiden Pfeiffers zu Genüge getan. Ich kann Menschen nicht ausstehen die sich als neutrale Experten ausgeben aber eigentlich knallharte Agitatoren sind.

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