“Aktuelle Sündenböcke”

(Brainlogs) In diesem Blog findet sich ein interessanter Gastbeitrag von Thomas Hartmann zur aktuellen Diskussion um Gewaltspiele. Bemerkenswert ist, dass er nicht nur evangelischer Pfarrer sondern auch Autor des Buches “Schluss mit dem Gewalt-Tabu!: Warum Kinder ballern und sich prügeln müssen” ist, in dem er sich für eine differenziertere Auseinandersetzung mit dem Thema einsetzt. Auch jetzt spricht er sich gegen Verbote und für Verantwortung aus:

“Verbote sind kontraproduktiv und ersetzen weder Verantwortung noch Kompetenz. Nichts weniger aber sind wir unseren Kindern schuldig!”

(Danke an amegas.)

9 Gedanken zu ““Aktuelle Sündenböcke”

  1. Von Herrn Hartmann hab ich schonmal was gelesen, ich hätte diese Ansichten wirklich nicht von einem Geistlichen vermutet, respekt.

  2. http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=1367
    *grins*
    Ich habs ja schon immer gesagt…
    RapeLay löst Proteste aus – Japanischer Vergewaltigungssimulator von 2006 im Fadenkreuz
    .
    Toll sind die Kommentare der User… Boden maximal Teppichkannte… Von L Games haben die meisten noch nie was gehört *g* Komsch ist doch alle egal ob sie das Spiel kennen oder nicht brüllen nach Verboten… aber bitte die Splatter Filme und Spiele bitte Uncut… *LOL*

    Happy Coding…

  3. “Und wo wir schon bei den Schulen sind: Ganztagsschulen sind vermutlich eine große Hilfe dabei, Jugendliche ohne stabiles und sozial zuverlässiges Elternhaus zu fördern und sie positiv zu fordern. In diesem Punkt stimme ich Christian Pfeiffer uneingeschränkt zu. ”

    Ich nicht…
    Ganztagsschulen sind Schrott! Wenn man Gemobbte länger mit Mobbern zusammenpfercht!
    Ganztags-Angebote zB Theater-, Programmierer-, AD&D-gruppen… usw…
    Dann können die Schüler freiwillig mehr Zeit in der Schule verbringen aber sind in Gruppenaktivitäten eingebunden zB Lego/Baukasten Roboter Programmieren…
    .
    Leider ist aber maximal Sport am Nachmittag ein zusatzfach, aber welcher Außenseiter will denn gerne mit meist Sportmobbern Sport machen???
    .
    Daran müsste man arbeiten!
    Und wie kommen die Kinder wieder Heim?
    Tya! Aus ein Problem was man egal wie man es macht immer vergisst!
    Bei den Schulen die ich kenne ist eine Busanbindung schon Mangelware… ok aber da fährt auch der Bus von einen Bauernhof zum Anderen…

    Happy Coding

  4. “Brauchen wir wirklich all die widerlich wirkenden Gewaltdarstellungen in manchen Computerspielen, wenn Köpfe zerplatzen und Blut und Organe die Böden verschmieren? Aber brauchen wir extreme Gewaltdarstellungen in Theater und Literatur (etwa Shakespeares „Titus Andronicus“), Filme wie „Das Parfüm“ (in Begleitung Erwachsener ab 6 Jahren freigegeben!) oder Bestsellerromane im Stil von „Der siebte Tod“ oder „Die Chemie des Todes“ mit feinsten Beschreibungen rohester Gewalt und ihren detailliert geschilderten anatomischen Folgen? Sollte all das verboten werden, nur weil es vielleicht wie einst Goethes Werther Nachahmer motivieren könnte – sei es zum Suizid oder Mord?”

    Dem stimme ich nur zu!

    “Viel wichtiger ist Medienkompetenz bei den Eltern, ganz banal: Was spielst du denn da, darf ich mal sehen, erklärst du es mir?, wenn es ballert und kracht und Blut über den Bildschirm zu laufen scheint.”

    “Es gibt eine Menge zu tun. Es wäre schön, wenn die zuständigen Personen in Politik und Pädagogik endlich damit anfingen, sie umzusetzen, anstatt nach immer neuen Verboten zu rufen. Denn Verbote sind kontraproduktiv und ersetzen weder Verantwortung noch Kompetenz. Nichts weniger aber sind wir unseren Kindern schuldig”
    Dieser Mann ist wahrhaftig erleuchtet^^
    “Und müssen Privatpersonen tatsächlich bis zu 15 potenziell scharfe Waffen im eigenen Haus horten, nur weil sie diese angeblich in ihren Schützenvereinen oder zur Jagd brauchen? Hierzu würde man gerne einmal deutliche Worte aus Bayern oder Niedersachsen hören, doch die Welt der Schützen und Jäger liegt den bajuwarischen und anderen „Jugendschützern“ näher als die der jugendlichen Gamer.”

    Richtig erkannt Herr Pfarrer!

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