Verbot wird verschoben

(Spiegel Online) Nachdem ein Verbot von Paintball und Laserdrom sicher schien kommt nun die Entwarnung. Dieter Wiefelspütz, der innenpolitische Sprecher der SPD, sagte:

In dieser Wahlperiode wird es mit Sicherheit zu keinem Verbot mehr kommen.

Nach Reinhard Grindel (Union) werde man zunächst die Auswirkungen von Geländespielen prüfen, denn man wisse „momentan noch zu wenig darüber, wie gefährlich das Spiel wirklich ist„.

35 Gedanken zu “Verbot wird verschoben

  1. jo in der blöd las ich auch eben, dass sich heftiger wiederstand aufgebaut hat.
    lol was meinte er “momentan noch zu wenig darüber, wie gefährlich das Spiel wirklich ist“.
    Hallo-Faust an Großhirn, Faust an Großhirn, dass ist ein Spiiiieeeel.
    man man man

  2. „Nach Reinhard Grindel (Union) werde man zunächst die Auswirkungen von Geländespielen prüfen, denn man wisse “momentan noch zu wenig darüber, wie gefährlich das Spiel wirklich ist“.“

    Wie wollen die das machen? Ich fordere Politiker sollen mal selbst zum marker greifen.
    Stellt euch mal vor, CDU/CSU treten gegen SPD/Grüne/FDP oder Die Linke im Paintball an.
    Natürlich jeder mit seiner Parteifarbe, d.h. CDU = Schwarz, CSU = weiß/blau? usw.
    Das ganze wird dann live im Fernsehn ausgestrahlt und der Sieger darf unser Land für die nächsten 4 Jahre regieren. LOL

    Mal im Ernst: Wie sollen diese Auswirkungen denn geprüft werden, mit ner Studie von Pfeifferlein?
    Aber zumindest ist die Einsicht zu erkennen, das die nicht wissen was sie da eigentlich verbieten wollen und es ist löblich das man dieses Defizit versucht zu beseitigen.

    Ich wage zwar zu bezweifeln das informiertheit die engstirnigen Weltanschauung mancher Christdemokraten verändern kann, doch eine kleine „Schonfrist“ bringt’s allemal.

  3. „Da hat sich dann doch mal die Vernunft durchgesetzt.“

    Mit vernunft hat das wenig zu tun, ich bezweifle das da mit irgendeiner art einsicht zu tun hat. Da ist wohl eher die öffentliche meinung dran schuld und das am ende so ein gesetzt vielleicht garnicht durchsetzbar wäre. Was diese leute aber nicht daran hindert einfach andere mittel und wege zu finden ihre moralvorstellungen anderen aufzuzwingen.

  4. @Densor,
    genau das denke ich auch.
    was ist eigentlich mit den ganzen bösen computerspielen geworden?
    da hört man ja nichts mehr von, hat sich da jemand mühe gegeben und den alten leuten die thematik näher erläutert oder warum ist es so still geworden?

  5. Die bekommen bestimmt nachdem die paintball sache geplatzt ist wieder ihre aufmerksamkeit. Vielleicht dachte sich da jemand „mmh lieber ein paar 10.000 paintball spieler stressen als sich mit ein paar millionen gamern anlegen“.

    Bin aber fest davon überzeugt das es noch nicht vorbei ist.. die finden doch gerade erst leichten rückhalt in der „bevölkerung“ (siehe ESL sache in karlsruhe).

  6. Disturbed is doch jemand amok gelaufen bzw. hat sie es versucht. Aber ohne tote und ohne killerspiele aufm rechner und mit einer lebendigen täterin deren motiv anscheinend der gesellschaftliche druck war und nicht irgendwelche medien, lässt sich nunmal schwer gegen killerspiele hetzen.

  7. jaajaa merkt man ja die wurde soviel ich gehört habe von ihrem mitschülern gemobbt und deswegen wollte die es machen. auch wenn sie welche getötet hätte und man killerspiele bei ihr gefunden hätte. hätten die politiker gesagt killerspiel spielen und amok laufen passiert nur bei jungen. xD

    aber naja ich denke auch mal das da noch was kommt

  8. hmm da frag ich mich aber : wieso gibt es keine sendung dazu?
    nach winnenden kamen unzählige sendungen wo killerspielen alles mögliche an Boshaftigkeit angeprangert wurde.
    Müsste es jetzt nicht eine Sendung geben, die die Frage stellt : „Tim K hatte Killerspiel, lief amok, die Tanja hatte keine, lief bzw wollte amok laufen, ist das nicht paradox?“

  9. @booombay

    ja da hast du recht. aber ich glaube die medien und politiker würden das nich wagen da ja bei dem paintballverbot auch welche sturmlaufen und das dann da auch so wäre. aber naja was solls, wir haben halt so einen freizeitspaß und die politiker habn ihren freizeitspaß damit das sie unsere spiele verbieten wollen

  10. Immerhin will man prüfen wie gefährlich das Spiel wirklich ist. Hab schon die befürchtung das sie wie bei Genmais verlangen nachzuweisen das dass Spiel ungefährlich ist…

  11. aber dazu müssten sie ja beweisen das es gefährlich ist und was genau sie unter „gefährlich“ verstehen.
    schließlich sind tabak und alkohol auch gefährlich und sind dennoch weder verboten noch indiziert worden.
    es ist zwar ein alter hut, aber ein hut der immer noch aufgesetzt werden kann.

  12. Das hat nichts mit Einsicht zu tun, sondern ist die übliche Taktik. Drei Schritte vor, einen zurück. Und dann kriechen einige aus den Löchern und jubeln „Seht her, die Politik zeigt Vernunft und Einsicht“!

  13. Es zeigt aber das medialer Widerstand per E-mail durchaus was bringt. Und wenn das was bei einem Randphänomen wie Paintball funktioniert,dann fürchte ich mich gleich ein Stück weniger bei dem Massenphänomen „Killerspiele“.

  14. Es hat wohl eher mit dem medialen Widerstand der wirklichen Medien (Zeitung) zu tun, als weniger die paar Emails die ca. 20.000 Paintballer verschicken können. Sonst währen „Killerspiel“verbotsversuche auch schon längst vom Tisch.

  15. Ich denke das gerade Medien wie Stern,Spiegel sich auf die Seite der Spieler stellen würden. Schliesslich reviewen die auf ihren Seiten sogar Spiele wie Killzone 2 oder GTA und bewerten die sogar noch richtig gut. Bei Privatsendern schneiden Videospiele eigentlich auch meistens recht gut ab.

    Ich denke mir das so ein Verbot einfach nicht zu machen ist. Nicht bei einem begehrten Konsumgut das Millionenfach verkauft wird.

  16. http://www.heise.de/newsticker/Urteil-DNS-Sperren-sind-zur-Blockade-von-Inhalten-nur-bedingt-geeignet–/meldung/137773
    Urteil: DNS-Sperren sind zur Blockade von Inhalten „nur bedingt geeignet“

    Nur bedingt geeignet?? GARNICHT… solange man nicht Ärger mit ganz europa haben will bzw die ganze Gemeinschaft des Internets… (ZB duch sperren von nicht zensierten DNS Servern).

    “In dieser Wahlperiode wird es mit Sicherheit zu keinem Verbot mehr kommen.“
    GUT!
    Denken beim Sch… nicht nur drücken…
    “momentan noch zu wenig darüber, wie gefährlich das Spiel wirklich ist“.
    Ich dachte noch das ist wie Kipo… achne das waren ja KILLERSPIELE…

    Happy Coding…

  17. LOL, die sind echt gar nicht geeignet.
    Das ist ungefähr wie wenn man sagt: „Kondome aus Seide sind nur bedingt zum Schutz vor Geschlechtskrankheiten wie AIDS geeignet.“
    Man kann ohne irgendwelche „Hackersoftware“ oder ähnliches innerhalb von weniger als einer Minute eine solche DNS-Sperre einfachc umgehen. Dazu braucht man fast keine Computerkenntnisse. Selbst die Anleitungen dafür sind kurz.
    Einfach anderen DNS verwenden, das wars. Auf Youtube machts einer in 27 Sekunden vor.

    Hier, so gehts. Und ich empfehle jedem, das weiterzusagen.
    http://www.ccc.de/censorship/dns-howto/

    Gruß
    Aginor

  18. Zudem bleibt dabei das Problem, dass weiteres Zeug gefiltert / blockiert werden kann, wenn die entsprechenden Tools erstmal bei den Providern eingerichtet sind – etwa Infos über Killerspiele, die in Deutschland verboten sind. Natürlich sollten Kinderpornos imo bekämpft werden, aber das „wie“ ist das große Problem. Filtersoftware ist dazu offenbar wenig geeignet, was bleibt also? Ausschließlich zurück zu „Offline“ Ermittlungen? Bin da echt überfragt…
    .
    @Topic
    Wieder mal ein grandioser Mist, der sogar noch den Mist toppt, der sich „schnelles Verbot“ schimpfte. Erst mal großartig Handlungswillen demonstrieren und einiges schnell verbieten wollen, ohne genauer Kosten und Nutzen abzuwägen und dann alles wieder aufschieben. Immerhin hat sogar die Polizeigewerkschaft gesagt, dass Polizisten nicht gegen Paintballspieler vorgehen würden, weil schlicht das Personal dafür fehle und selbst wenn sie doch mal jemanden aufgreifen auch nur eine Verwarnung aussprechen können.
    Von einem Sieg der Vernunft will ich nicht sprechen, weil sich nicht etwa der gesunde Menschenverstand durchgesetzt hat, sondern lediglich „die da oben“ erkannt haben, dass entsprechende Gesetze aktuell nicht umsetzbar sind.

  19. Das fällt ihnen früh ein. Wahrscheinlich ham se gesehen was se durch solche Freizeitbeschäftigungen an Geld einnehmen. XD

  20. ,,In dieser Wahlperiode wird es mit Sicherheit zu keinem Verbot mehr kommen.´´
    Ja, in dieser nicht mehr, aber vielleicht in der Nächsten.
    Ich finde es traurig, wenn in der Politik Probleme mit Verboten behandelt werden sollen, die durch intensive Beschäftigung/Auseinandersetzung weitaus besser gelöst werden könnten. Ein Armutszeugnis für die politische Intelligenz.
    Mich beruhigt diese Meldung nicht, denn, wenn Reinhard Grindel sagt, dass sie Geländespiele prüfen wollen, weil sie nicht wissen, WIE gefährlich Geländespiele sind, dann zeigt dies, das für Herrn Grindel bereits eine Gefahr von solchen Spielen ausgeht.
    Und dies ist für manche bereits ein Grund für ein Verbot.
    Übrigens: schon merkwürdig, dass sich Herr Bosbach nun ganz bedeckt hält. Wo ist der denn abgeblieben. Er war gestern noch so selbstbewusst und voller Tatendrang.

  21. Auf der einen Seite freu ich mich ja für die Paintballer, dass das abgewendet wurde. Auf der anderen Seite frag ich mich, warum Gamer sich nie laut genug beschweren damit sowas passiert.

    Hand hoch wer noch nie nen Brief an nen Politiker geschrieben hat.

  22. oder nur verschoben um doch noch die stimmen der paintballer einheimsen zu können.
    oder gehen sie jetzt wieder auf die games zurück, weil hier ja niemand gegen anpöbelt, obwohl wir weit aus mehr leute sind als paintballer?

  23. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Aber ein Anfang.
    Dennoch ein Armutszeugnis, erst von Verboten zu tönen und dann doch zurückzurudern. So sollte sich die Politik eigentlich nicht präsentieren, selbst im Wahlkampf.
    Es bleibt trotzdem die (vorerst?) richtige Entscheidung.

    @Crusader:
    Was man machen könnte?
    http://www.carechild.de/news/politik/internetzensur_carechild_versuch_blamiert_deutsche_politiker_566_1.html
    .
    Die Seiten abschalten (lassen), also komplett entfernen und nicht hinter staatlichem Siegel für alle Menschen, die eine Google-Suche bedienen können, im Netz konservieren, und soweit als möglich die Täter verfolgen.
    Was ein Verein im Kleinen schafft, sollte der Polizei im Großen doch ebenso möglich sein, nötigenfalls fließen die Ressourcen zu den geplanten Sperren eben der Polizei zu.

  24. Haben die gerade wirklich zugegeben, dass sie keine Ahnung haben?

    Wow, ich bin begeistert.
    „Keine Ahnung warum, aber wir müssens verbieten“

    herrlich

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