Offener Brief gegen ESL-Turnier

(Leselust in Baden) Im Vorfeld des für den 5. Juni geplanten “Intel Friday Night Game” in Karlsruhe wächst die Kritik. Nachdem sich bereits Grüne und CDU gegen die Veranstaltung ausgesprochen haben wurden von besorgten Bürgern auch Unterschriften gegen die Veranstaltung gesammelt. Nun fordert der “Leselust Baden e.V.” in einem offenen Brief an den Oberbürgermeister Fenrich nicht nur eine Untersagung der Veranstaltung sondern ein generelles Verbot von “Killerspielen”.

Haben Sie schon mal in die leeren Gesichter von Kindern geschaut, die zuvor sinnlos im Fernsehen gezappt oder Computerspiele bedient haben? Wir empfehlen die Ausstellung „Ein entzaubertes Kinderzimmer“. Wolfram Hahn portraitiert Kinder mit verstörtem Gesichtsausdruck nach hemmungslosem Medienkonsum.”

Offener Brief

(Danke an Patrick.)

91 Gedanken zu “Offener Brief gegen ESL-Turnier

  1. Die Leeren Gesichter der Kinder?
    Ich dachte wir hätten alle blutunterlaufene Augen, inklusive zuckender Augenwinkel? D´awwwww :- (

  2. Wie sieht denn das Argument hier aus?

    Die “Intel Friday Night Game” – ein ESL-Turnier, bei dem Erwachsene und ältere Jugendliche (?) eine Nacht lang (?) in Computerspielen gegeneinander antreten – in Karlsruhe darf nicht stattfinden,
    weil hemmungsloser Medienkonsum für Kinder schlecht ist(?????????).

  3. Kinder? Was für Kinder?
    Kinder sieht man dort sowieso nicht.

    Anscheinend sind die nicht informiert. Und haben Vorurteile gegenüber Computerspieler.

  4. Betreff Offener Brief an Karlsruher Oberbürgermeister. Leider Kann ich Ihre Argumentation nicht nachvollziehen. Ihr Engagement ist aller ehren wert, allerdings bezieht sich sowohl das Paint Ball Verbot als auch die Intel friday night auf Mitglieder der Gesellschaft über 18. also keine Kinder mehr, die folgerichtig auch nicht (direkt) davon geschädigt werden können. Wo kämmen wir den hin wenn alle für Kinder schädliche Dinge verboten würden. Es handelt sich um erwachsenen Veranstaltungen. Lan Partys haben in Deutschland einem freiheitlichem und Demokratischen Land eine lange Tradition haben. Eventuell sollte ich daran erinnern das vor nicht allzulanger zeit Bücher verbrannt wurden.
    Grade deswegen sollte man die Freiheit lieben und sich seiner Rechte freuen.
    grad auf deren Kontakt hinterlassen

  5. pfff… Bücher lesen…
    Dankt erstmal E-Books! :D

    Der Brief ziehlt wieder ins Leere: Was haben die E-Sport-Hallen mit Kinderzimmern zu tun? Oo

  6. hmm
    1. herrausfinden welche bücher diese leute mögen
    2. ohne diese bücher gelesen zu haben einfach mal ein verbot fordern
    3. sich das gejammere und wutgeheule auf beiden seiten annhören und sich die eier schaukeln

    jetzt wissen sie wie sich bestimmte uns sehr lieb gewonnene personen fühlen :D

  7. Ich finde es einfach nur noch geschmacklos wie eine Tragödie wie Winnenden instrumentalisiert wird :
    “Wir schließen uns den Forderungen der fünf Eltern von Winnenden an, deren Töchter durch den Amokläufer
    Tim erschossen wurden.”

  8. @gotan

    bin ganz deiner meinung. wie heute bei ntv kam eine sondersendung “winnenden: 10 wochen dannach” und keiner sagt was über killerspiele nur wie momentan paintball. ich finde es echt schlimm wie solche themen wo vor 10jahren kaum einer drüber gesprochen hat, heute einfach dazu ausgenutzt werden. ich spiele zwar auch solche spiele aber langsam sollte auch mal gut sein und die opfer und angehörigen in ruhe gelassen werden.

  9. Großartig! Wieder mal ein Haufen Leute die nur mit halbgarem Wissen agumentieren und die wichtigsten Punkte völlig übersehen.

    Ich glaub ich schreib mal wieder nen Brief. An diesem Bürgermeister, um ihm zu danken und ihn zu unterstützen!

  10. “= erst exzessiv trinken, dann stürzen
    = erst exzessiv Computer spielen, dann abstürzen.”
    frechheit
    .
    Gruß
    DerMarc42

  11. Leselust Baden e.V. fordern ein generelles Verbot von “Killerspielen”.
    Wir wir jetzt…
    Killerspieler Duschen e.V fordern ein gennerelles Verbot von “Büchern”…
    ist böse oder?

    “verstörtem Gesichtsausdruck nach hemmungslosem Medienkonsum”
    Wo waren die Eltern?
    .
    Was ist mit verstörten Blicken von Legasthenikern die ein Buch lesen?
    Warum gibt denen niemand ein Computerspiel?…
    .
    “Wir wollen mehr Jugendschutz im Internet.”
    Zensur… Zensur… Zensurfilter…
    .
    “Wir wissen, dass ein Verbot von bestimmten Computer- oder Paintballspielen nicht die alleinige Lösung ist. Aber wir wissen auch, dass dies kein Argument ist, alles einfach laufen zu lassen.”
    Zensur ist keine Lösung! Niemals ist Zensur eine Lösung!
    Denen sollte man mal den Link zu Rapelay schicken… bzw die entsprechenen Mangas *g*
    Ob die sowas auch einen vorlesen? *mega fies grins*
    Ob die solche “Bücher”(H und L Mangas) verbrennen/verbieten würden?

    Ist mal wieder so ein Fall bei den man mal so richtig auf den Putz hauen sollte um zu sehen ob die wirklich alle Bücher einen Computerspiel vorzuziehen sind…

    Happy Coding…

  12. bestimmt haben bosbach und co ihre finger da mit im spiel, so viel dummheit kann nur von denen stammen.
    denn ich denke, leute die lesen, die beherschen das auch und hätten wohl beim lesen festgestellt “da ist ja keine kinderveranstaltung”.
    ich hoffe der OB gibt nicht nach und hält voll durch.
    offensichtlich sind diese leseratten nur verängstigt das ihnen die kundschaft ausgeht.
    @alf,
    deine grammatik und rechtschreibung lässt extrem zu wünschen übrig^^

  13. ich dachte immer lesen bildet….vllt haben die die falschen bücher gelesen, nicht nur pc-spiele und fernsehn kann zu leeren gesichtern führen….

  14. also ich haben denen eben erst einmal meine meinung dazu erzählt.
    natürlich sachlich, objektiv und ohne zu beleidigen.
    mal sehen was es bringt.

  15. @Cyclonos,
    vielleicht wurden die einfach nur durch diese ständige gehirnwäsche die Bosbach&CO fahren in ihrer Weltansicht total umprogrammiert und glauben diesen ganzen mist den Bosbach&Co erzählen.

  16. Ich würde gerne die Kindergesichter sehen, die sich die Bücher die die Herren und Damen Leselust empfehlen, zu Gemüte führen. Bücher lesen ist also kein Medienkonsum. Die Sprecher dieses Vereins haben vergessen das Wort “Bildschirm” vor das Wort Medien zu setzen. Vielleicht sollten sie mehr lesen. Die plumpen Thesen, die in diesem sogenannten offenen Brief zu finden sind, weisen darauf hin, dass im Leselust-Verein überwiegend primitive Trivialliteratur gelesen wird. Wobei: Gegen dieses Pamphlet ist sogar noch ein durchschnittliches Arztromanheftchen hochwertig.

  17. Puh, kennt jemand diese kritik an Belletristik? Die Menschen verdummen, fluechten sich in Fantasiewelten, gerade die Frauen sind betroffen?
    Das waere die optimale Antwort…

  18. Und der “Leselust Baden e.V.” hat etwa keine Lust an “Medienkonsum”?
    Also blüten treibt diese Medienfeindlichkeit schon – da kann ich mit stockendem Atem nur davor zittern

  19. Denken die etwa wenn Paintball und Videospiele verboten sind steigt die Anzahl lesewilliger jugendlicher sprunghaft an?

    Mal im Ernst, “Leselust Baden e.V.” das riecht schon 10 Lilometer gegen den Wind nach Rentnerverein.
    Das ist Generationenkonflikt at it’s best.

  20. das sind bestimmt ganz nette leute die vollkommen verständliche beweggründe haben…aber dann haben sie einen fehler gemacht…sie haben ihr recht benutzt ihre meinung zu äußern..ohne zu bedenken das andere auch das recht haben nicht zuzuhören -.-

  21. Ausgerechnet Leselust Baden e.V. !
    Schundromane wie American Psycho, Fight Club, Feuchtgebiete oder die Machwerke von Karl May sind nichts für Kinder !
    Besonders die Bücher von Karl May sind Landminen für die Seele unserer Kinder – aus diesen Büchern lernen Kinder beim Weglaufen umsich zu Schießen !
    Man muß diesen Schund nicht gelesen haben um zu erkennen das es nur um Gewalt und Rassismus geht – ein sauberes, wissenschaftliches Durcharbeiten eines Karl May Bandes mit dem Textmarker und das anstreichen von Gewalthaltigen Passagen und rassistischen Ausdrücken wie Neger oder Mestize reicht.

    Für Bücher gibt es nicht mal Warnaufkleber und Alterfreigaben, wie es sie bei Killerspielen oder Gewaltvideos gibt. Selbst das Krawallfernsehen blendet Warnhinweise ein, wenn ein Schundfilm kommt der nicht für Personen unter 16 Jahren geeignet ist.
    Nur Bücher werden überhaupt nicht auf ihre Eignung für Kinder geprüft.
    Selbst 14 jährige können sich Schundromane wie Feuchtgebiet kaufen, und die Händler können dafür nicht mal bestraft werden.
    Wollen wir das ? Wollen wir, das Kinder solchen Schmutz und Schund lesen können ?
    Denken sie an die Kinder !
    Verbieten sie Schundromane !

  22. Wie wäre es wenn wir den “Werther-Effekt” aus der Schublade holen? Lesen treibt in den Selbstmord, verbietet Killerbücher. Oder so xD

    Ausgerechnet diese Leute echauffieren sich, dabei sollten sies doch besser wissen. Wurde doch ihrem Medium vor hundert Jahren exakt das gleiche vorgeworfen wie heute gewalthaltigen Videospielen.

    Aber Gamerbashing ist gerad en voge, jeder darf mal mitmachen. Selbst wenn einige nicht wissen was Videospiele sind.

  23. Eben, man sollte mal ein Foto von Gesicht eines 8 jährigen Kind machen, den man gerade den Schluß des Werthers vorgelesen hat.
    Ein Verbot von Büchern würde dann kein vernünftiger Mensch mehr ablehnen. ;)

  24. Ich bin auch dafür, “Die Leiden des jungen Werther” zu verbieten und auch die Bibel, welche sehr viel abstumpfende, aggressionsfördernde, übertriebene Gewalt enthält und als beliebtestes Buch auch offenbart, dass die meisten der lesenden Menschen sadistische Gewalt mögen…
    So oder so ähnlich könnte ein Gegenargument aussehen^^ (natürlich nur, wenn man das noch weiter ausschmückt).

  25. Ich glaub ja den Kindern ist egal mit welchen Sachen sie ihre Eltern spielen lassen, wenn sie von ihnen auf Abstellgleich abgeschoben werden. Wenn sich die Eltern richtig mit ihren Kindern beschäftigen, also auch mit ihnen spielen, werden sie mit sicherheit nicht so glasig blicken.

    Allerdings geht es hier ja eigentlich garnicht um Kinder. Ich kann ja auch nicht sagen mir geföllt das Beschäftigungsprogramm im Altenheim nicht, denn es ist nicht für mich gemacht. Glasige Kinderaugen als Argument gegen eine Erwachsenenveranstalltung vorzubringen ist etwa genauseo sinnvoll.

  26. Leider funktionliert die Kontaktfunktion auf der Seite des “Lese-Vereins” nicht. Allerdings ist mit im Brief aufgefallen, dass zumindest eine Vorsitzende eine Bücherhändlerin ist. Die haben natürlich nur die Kinder im Sinn.

  27. Ich kann die Leute ja verstehen. Es wäre sicher gut, wenn wieder mehr gelesen würde. Aber dann bitte gegen ALLE Spiele und ALLE Fernsehsendungen. Denn selbst die Sims sind ne Konkurrenz fürs Buch.

  28. Vielleicht ganz interessant:

    Sehr geehrter Herr XXXXXXXX,

    vielen Dank für Ihren Beitrag.
    Aufgrund der großen Resonanz auf unseren Offenen Brief bitten wir um
    Verständnis für unsere allgemeine Antwort.
    Allerdings fällt uns auf, dass die kritischen Mails z.B. bei den
    Punkten “American Psycho”, Bibel oder Werther-Effekt nahezu gleich
    lautend sind. Wo wurde denn das kommuniziert und abgeschrieben?

    An dieser Stelle möchten wir zu den allgemeinen Anmerkungen nur drei
    Punkte anführen:

    1. Die Internetseite der Electronic Sports League spricht für sich.
    Bereits auf der Startseite ist ein Kriegsszenarium zu sehen. Weitere
    Gewaltdarstellungen folgen im unteren und weiteren Bereich. Sport?
    Freizeitvergnügen? Anregend? Harmlos?

    2. Ist Ihnen der Unterschied in der Wahrnehmung zwischen
    geschriebenem Wort und visualiertem bzw. interaktivem Schrecken nicht
    bekannt?

    3. Uns wird Unkenntnis und Ignoranz vorgeworfen. Und wie gehen die
    Kritiker unseres Offenen Briefes selbst mit Verallgemeinerungen und
    Vorurteilen um? Wir können alle beruhigen, wir sind keine
    vertrottelten Alten, sondern wir wissen, wovon wir reden. Wir
    verteufeln keineswegs Computer und Internet. Wir nutzen die Neuen
    Medien beruflich und privat. Aber wir wissen auch, damit umzugehen.

    Weitere Kommentare, z.B. zu Beiträgen im Forum “Stigma Videospiele”,
    ersparen wir uns. Das inhaltliche und sprachliche Niveau spricht auch
    hier für sich.
    Ein Vergleich zum Thema “Bücher verbrennen” ist geschmacklos und
    zeugt von jeglicher Unkenntnis. Bücher lesen könnte den eigenen Horizont
    erweitern und einem derartige Verfehlungen ersparen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ute Kretschmer-Risché

  29. Hui die Frau Kretschmar-Rische nimmt die Kommentare hier auf der Seite wohl alle wörtlich und ernst. Naja kann schon passieren.

    zu 1. Naja habe gerade nachgesehen. Ist doch gar nicht martialisch aufgemacht, eher recht nüchtern. Man sieht halt die üblichen Cover für Süiele wie CS, CoD und so

    zu 2. Was ist den der Unterschied? Was ist den schlimmer in der Wirkung?

    zu 3. Naja wenn man die Kommentare alle ernst nimmt. Aber ein schönes Beispiel für uns, dass wir schon aufpassen sollen was wir auch hier schreiben, kann alles auf uns zurückfallen.

    Nett dass sie geantwortet hat

  30. Als kreativ arbeitender Mensch kann ich für diese Person nur Verachtung empfinden. Die Kulturvernichter habend die Masken fallen lassen. Danke dafür.

  31. Guten Tach,

    ich finde, es bringt nicht allzu viel Computerspiele und Bücher gegeneinander auszuspielen. Weder ein Verbot von irgendwelchen Büchern noch von Games würde irgendwas bringen.

    Was mich bei dem Brief extrem ärgert: Alle Gamer werden irgendwie als doof dargestellt und eine Auseinandersetzung mit diesen Doofen wird nicht im Geringsten gesucht.

    “Generationenkonflikt at its best”: Dem Kommentar von KRAID kann ich nur zustimmen.

  32. Hallo
    Ich habe auch dieselbe Anwort erhalten.

    vielen Dank für Ihren Beitrag.
    Aufgrund der großen Resonanz auf unseren Offenen Brief bitten wir um Verständnis für unsere allgemeine Antwort.

    An dieser Stelle möchten wir zu den allgemeinen Anmerkungen nur vier Punkte anführen:

    1. Die Internetseite der Electronic Sports League spricht für sich. Bereits auf der Startseite ist ein Kriegsszenarium zu sehen. Weitere Gewaltdarstellungen folgen im unteren und weiteren Bereich. Sport? Freizeitvergnügen? Anregend? Harmlos?

    2. Ist Ihnen der Unterschied in der Wahrnehmung zwischen geschriebenem Wort und visualiertem bzw. interaktivem Schrecken nicht bekannt?

    3. Uns wird Unkenntnis und Ignoranz vorgeworfen. Und wie gehen die Kritiker unseres Offenen Briefes selbst mit Verallgemeinerungen und Vorurteilen um? Wir können alle beruhigen, wir sind keine vertrottelten Alten, sondern wir wissen, wovon wir reden. Wir verteufeln keineswegs Computer und Internet. Wir nutzen die Neuen Medien beruflich und privat. Aber wir wissen auch, damit umzugehen.

    4. Uns fällt auf, dass die kritischen Mails, z.B. bei den Punkten “American Psycho”, Bibel oder Werther-Effekt, nahezu gleich lautend sind. Wo wurde denn das kommuniziert und abgeschrieben?

    Weitere Kommentare, z.B. zu Beiträgen im Forum “Stigma Videospiele”, ersparen wir uns. Das inhaltliche und sprachliche Niveau spricht auch hier für sich.
    Ein Vergleich zum Thema “Bücher verbrennen” ist geschmacklos und zeugt von jeglicher Unkenntnis.
    Bücher lesen könnte den eigenen Horizont erweitern und einem derartige Verfehlungen ersparen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ute Kretschmer-Risché”

  33. Ich denke mal das das sprachliche Niveau hier sehr hoch ist. Gut, es wird sicher immer wieder Ausnahmen geben. Aber das ist sicher auch ein sehr emotionales Thema.

  34. Sorry bin unterwegs…
    Seraphora: “Ein Vergleich zum Thema “Bücher verbrennen” ist geschmacklos und
    zeugt von jeglicher Unkenntnis. ”
    TRB (ich): “Ob die solche “Bücher”(H und L Mangas) verbrennen/verbieten würden?”

    Ich bin der einzige der hier von verbrennen geredet hat…
    Ob die “Ute Kretschmer-Risché” und der Verein aber wissen was H und L Mangas sind?
    und ob die solche “Werke” akzeptieren ist mal wieder eine andere Frage…

    @LeseLust:
    Sind sie mit diesen Begriffen vertraut? Hentai? Lolicon? Würden sie solch ein Buch wie “Lolita” denn jemanden Vorlesen?
    Tollerieren sie solches Material? Oder würden sie dazu auch verbote Fordern?
    Kunst abzulenen und Verbote zu fordern ist immer mit dem Vergleich des Bücherverbrennen behaftet!
    Wer nicht damit in Verbindung gebracht werden will sollte keine Verbote fordern!
    Ihre Meinung will ihnen ja niemand verbieten, aber wir haben die Meinung, dass Killerspiele keine bzw weniger Auswirkung haben als Bücher und TV…

    PS ich habe bis jetzt niemals den vergleich:
    “Wer Computerspiele verbietet, verbennt auch Bücher!”
    gebracht!
    Dieser Satz ist aber im Netz schon weit verbreitet…

    Happy Coding

  35. Hier die Antwort vom Karlsruher OB auf eine Mail von mir.

    Sehr geehrter Herr Lätzsch,??vielen Dank für Ihre Rückmeldung zum Thema „Intel Friday Night“ am 05. Juni?2009 in Karlsruhe.??In den vergangenen Tagen habe ich einige Zuschriften erhalten. Neben?zahlreichen zustimmenden haben vor allem Eltern teils verunsi

  36. Ich bin Biuchhändler und Spieler und sehe eine friedliche Koexistenz beider Welten. Mich nervt allerdings die überheblichkeit vieler Leser Ihre Meinung als letztgültig wahrzunehmen
    Leser inteligent – Spieler dumm geht gar nicht.

  37. Ja, die Reaktion ist, naja, sagen wir mal so, nicht auf dem Niveau das dafür sprechen würde dass Bücher lesen extrem bildet während zocken total verblödet.
    Die Antwort hat durchschnittliches Niveau, viele der Mails sicherlich auch.
    Ich versteh immer noch nicht warum die ausgerechnet gegen Killerspiele sind. Wenn sie glaubwürdig sein wollen dann sollten sie generell weniger Spiele fordern, so seh ich einfach recht wenig Sinn in der Forderung.

  38. Als Mitglied jenes Vereins möchte ich doch hier auch mal zu Wort kommen. Ich möchte aber zuvor bemerken, dass ich hier für mich selber spreche und nicht im Auftrag des Vereins Leselust in Baden e.V. Die folgenden Zeilen spiegeln meine eigene Meinung wider:

    1. Dass der Computer aus der heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken ist, steht außer Frage. Ich selber nutze dieses Medium ausgiebig bei der Arbeit und natürlich auch zum Spielen. Der Verein selber nutzt ebenfalls dieses Medium zur Verbreitung von Informationen. Wir sind keine senilen Rentner und erst recht keine “alte” Generation, die moderne Medien verabscheut, sondern nutzen diese – schon aus beruflichen Gründen – als moderne Form der Kommunikation.

    2. Um das mal wirklich klarzustellen: Der Verein Leselust in Baden e.V. engagiert sich unter anderem mit Lese- und Vorleseaktionen an Schulen, in Bibliotheken, für Kinder, für Behinderte oder auch für Menschen, denen der Zugang zum Medium Buch nicht so leicht fällt. Hierbei kommen ehrenamtliche Mitglieder und Helfer zum Einsatz, die in keinster Weise eine finanzielle Bereicherung im Sinn haben. Gleiches gilt auch für eine der Vorsitzenden des Vereins, die damit mit Sicherheit nicht ihren Buchladen füllen möchte. So etwas kann nur ein Kleingeist vermuten, der nicht auf die Idee kommt, dass gerade eine (international mehrfach ausgezeichnete) Spezialistin für Kinderbücher durchaus die Kompetenz hat, sich über das Thema “Verantwortungsvolle Nutzung eines Computers” kritisch zu äußern.

    3. Oh Wunder, ich bin Computerspieler, habe selber schon LAN-Partys besucht und auf solchen auch sogenannte “Killerspiele” gespielt. Aber ich habe den verantwortungsvollen Umgang mit dem Medium Computer gelernt und kann durchaus zwischen Realität und Fiktion unterscheiden. Wer aber bringt diese Verantwortung unseren Kindern bei? Ihr etwa? Mir graust es davor, dass jemand, der im Zusammenhang mit der Diskussion um das Verbot einer LAN-Party einen Vergleich zur Bücherverbrennung im 3. Reich anbringt, einem Kind Verantwortung beibringen soll. Verantwortung ist auch der sensible Umgang mit sensiblen Themen der Geschichte.

    4. Nein, wir Computerspieler sind nicht doof. Doof sind jene unter uns (und hier im Forum haben sich einige davon offenbart), die nicht in der Lage sind, sich kritisch mit sich selber oder mit den Themen der sogenannten “Killerspiele” auseinander zu setzen. Hurra, Blut, hurra, fliegende Leichenteile, hurra, Headshot & Multikill – braucht man das für ein gutes und spannendes Spiel? Ist das wirklich notwendig? Oder gäbe es nicht die Möglichkeit, mal darüber nach zu denken, ob man die Spiele in einem anderen Gewand nicht “gesellschaftsfähiger” machen könnte? Wäre das sooo abwägig? Schon mal darüber nachgedacht, warum diese Diskussion schon seit Jahren andauert????

    5. Ein Vergleich zwischen Karl May und Killerspielen im Zusammenhang mit der Tauglichkeit für Kinderaugen ist sehr fragwürdig. Lesen regt die Fantasie an, aber die Fantasie kann im Prinzip nur ausleben, was die Augen schon gesehen oder die Ohren schon gehört haben. Die visuellen und akkustischen Reize eines Computerspiels sind ja wohl wirklich nicht kindgerecht.

    6. Anstatt die Eltern zu verteufeln, deren Kinder beim letzten Amoklauf ums Leben kamen, wäre auch hier ein sensiblerer Umgang mit dem Thema angebracht. Wenn sich Euer Verständnis nur in lächerlichen Kommentaren manifestieren kann, dann tut Ihr mir echt leid!

    Ich könnte noch endlos weiterschreiben, aber ich befürchte, dass ohnehin nur wenige meinen Beitrag bis zum Ende lesen (können). Von mir aus macht Eure Headshots, aber lernt endlich, Eure Kritik differenziert, durchdacht und nötigenfalls sensibel zu äußern, dann kann man Euch auch ernst nehmen.

    Noch etwas zu “meiner” Generation”: Ich bin 42 und habe etwa 1.500 gelesene Bücher unterschiedlicher Bereiche im Regal stehen. Von Michael Crichton bis Kazuo Ishiguro findet sich darin so ziemlich alles. Im Regal daneben stehen unter anderem NFS Most Wanted, Diablo, Warcraft und auch Half Life. Prinzipiell würde ich keinem unter 18 eines dieser Spiele in die Hand geben wollen.

    Und leider muss ich feststellen, dass viele unter Euch sich nur auf die Füße getreten fühlen und ohne Sinn und Verstand zurück schießen und den Kopf nicht einschalten. Vernünftige Kritik an dem Wunsch, die LAN-Party abzusetzen – OK. Unverhältnismäßige Kritik an einem Verein, der ohne finanzielle Interesse sich zum Ziel gesetzt hat, das Lesen zu fördern – NEIN!

    Thomas

  39. Thomas,

    Das öffentliche verbrennen von Büchern verbietet sich natürlich aufgrund der neueren deutschen Geschichte von selbst.
    Aber warum soll man Schundromane nicht wie anderen Giftmüll in Entsorgungsanlagen thermisch verwerten und damit umweltfreundlich Energie herstellen? Natürlich kann man alternativ die Schmökergrabaktionen der 50er und 60er Jahre wieder aufleben lassen, wobei ich allerdings aufgrund der Druckerschwärze bleibende Grundwasserschäden befürchte.

    Leider verharmlost der Verein Leselust Baden e.V. die Gefahren des Lesens. Kinder die den ganzen Tag vor Büchern sitzen statt draußen mit anderen Kindern zu spielen vereinsamen sozial und entwickeln sich zu blassen, körperlich schwachen Gestalten die in der Schule zwar durch Wissen glänzen, aber trotzdem Außenseiter sind. Häufig entwickeln sie auch einen schwarzen Humor und neigen zu satirischen oder zynischen Ausfällen.

    Wenn solche Außenseiter dann auch noch Schundromane lesen in denen Waffen wie die Silberbüchse oder der Bärentöter glorifiziert werden und aus denen sie lernen wie Old Shatterhand und Winetou bei der Flucht um sich zu schießen oder Gewalt als Problemlösungsstrategie zu verwenden muss man sich über Amokläufe wie in Winnenden nicht wundern.
    Leider wurde das Thema Schundromane in den Ermittlungen über Amokläufe bislang ignoriert, vermutlich aufgrund der starken Lobby der Buchindustrie in Deutschland wie Bertelsmann , Heyne, Goldmann, Fischer und Weltbild.

    Diese starke Lobby der Buchmafia erklärt auch warum es in Deutschland keine Altersfreigabe für Bücher gibt. Jedes Kind kann sich Schundromane wie Feuchtgebiete kaufen. Hier auf den Handel zu setzen ist illusorisch, schließlich kann man von Buchhändlern nicht erwarten zu wissen was für Kinder geeignet ist. Immerhin ist der Beruf des Buchhändlers ein normaler Lehrberuf der nicht mal Abitur erfordert, sondern selbst bildungsfernen Schichten wie Hauptschülern offen steht.

    Analog zur Regelung für Computerspiele oder Filme ist eine staatliche Altersfreigabe nötig um unsere Kinder zu schützen. Allerdings nicht in Form einer Selbstkontrolle die von den Verlagen bezahlt wird, die ist ja laut anerkannten Experten wie Uwe Schünemann oder Christian Pfeiffer ineffizient oder manipulieren das Ergebnis im Auftrag der Industrie.
    Stattdessen sollte die Prüfung durch eine unabhängige Stelle erfolgen die mit Sozialpädagogen und Kriminologen besetzt ist und vom Steuerzahler bezahlt wird. Wie z.B. das Kriminologische Institut in Niedersachsen

    Unabhängig davon sollte ein gesetzliches Verbot von Schundromanen erlassen werden. Hier bei kann man sich an der Definition des bayrischen Innenministers orientieren:
    Schundromane sind Bücher die dem Wertekonsens unserer auf einem friedlichen Miteinander beruhenden Gesellschaft widersprechen und geächtet gehören. In ihren schädlichen Auswirkungen stehen sie auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie, deren Verbot zu Recht niemand in Frage stellt.

    Die Vorkommnisse um die Beschlagnahmung von jugendgefährdenden Schriften beim Alpha Verlag Mitte der 90er zeigen eindeutig das es im Bereich Buchhandel große Lücken im Jugendschutz gibt.
    Obwohl damals in über tausend Buchhandlungen Pornographie und Nazipropaganda von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurden endete der Prozess gegen den Verlag gerade mal mit einer lächerlichen Geldstrafe. Das zeigt, das die bisherigen Gesetze wirkungslos sind und verschärft werden müssen.
    Hier sind vor allem die Vorschläge des Niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann von Interesse. Analog zu seiner Forderung Webseiten mit Killerspielen zu überwachen um Mensch die diese illegalen Spiele downloaden einzusperren kann man auch das herunterladen von Schundromanen als E-Books oder bei der Bestellung im Ausland unter Strafe stellen.

    Das Leselust Baden e.V. aufgrund seiner Verquickung mit dem Buchhandel und der Werbewirtschaft die Gefahren des Lesens herunterspielt und sich gegen ein Verbot von Schundromanen wendet – etwas das zu Recht niemand in Frage stellt – wundert mich nicht. Hier muß man sich wirklich fragen – müssen Buchhändler Schundromane vertreiben in denen über Analsex und Körperflüssigkeiten philosophiert wird oder in denen Frauen gequält, vergewaltigt und zerstückelt werden ?

  40. @Thomas:
    Erstmal schön, dass du dich hier einmischst, so kommst dann doch noch ein konstruktives Gespräch zu Stande.
    Kurz zu mir: Ich bin 26, Doktorand, und, wie du durchaus auch im Forum oder in den Kommentaren feststellen kannst, kritisch mit den Spielen selbst und auch nicht mit allem hier einverstanden.
    Aber zu deinen Punkten:
    2. Eure Aktionen finde ich super, dagegen hat doch niemand was.
    3. Wer bringt die Verantwortung bei? Ihr etwa? Nein.
    Ich versuche es allerdings. Dazu gehört, dass ich vor kurzem in einer Präsentation Eltern versucht habe auf die Probleme mit Computern/Internet hinzuweisen. Nur sind die Probleme viel vielschichtiger. Dazu gehört z.B. das Thema Datenschutz in Social Networks….. So, und genau dieser Weitblick fehlt bei eurem Verein. Killerspiele böse, Rest wird nicht erwähnt. So kommt eure Botschaft bei mir an. Und genau das ist FALSCH und meiner Meinung nach gefährlich, da dann Eltern die restlichen Probleme übersehen.

    So, und wenn ihr hier mal etwas lesen würdet, dann würdet ihr feststellen dass die Nazi-Vergleiche hier schon sehr kontrovers diskutiert wurden.
    PS: Denkt von euch vielleicht auch mal jemand darüber nach dass hier Leute unterschiedlicher sozialer Schichten versammelt sind und deshalb nicht Reaktionen so ausfallen wie es das Bildungsbürgertum haben möchte? Oder wird dieser Teil der sozialen Realität bei euch auch völlig verdrängt?
    4. Dieses Hurra findest du hier ganz selten. Sei es von mir, von z.B. Aginor oder dem Admin findest du in dieser Richtung sehr kritische Töne.
    5. Was glaubst du warum wohl viele Spiele erst ab 18 sind?????
    Diesen Missbrauch von Games prangern wir hier auch an.
    6. Wir verteufeln nicht die Eltern, wir kritisieren hier nur die Art, wie sie mit dem Thema umgehen. Ich habe versucht mit den Leuten vom Aktionsbündnis in einen konstruktiven Dialog zu treten, da deren Mitteilungen offensichtliche Fehler enthalten. Leider wurde mir nie geantwortet.

    Vernünftige Kritik an unsere Position ok, aber bitte kein so vorschnelles zurückschießen.

    Wie ich schon geschrieben habe: wenn ihr allgemein sagen würdet: Kinder, lest mehr Bücher, spielt weniger Spiele – dann hättet ihr meine volle Unterstützung. Aber so???

    Für einen konstruktiven Dialog bin ich immer zu haben, aber dein Posting war nicht sonderlich konstruktiv, von daher habe ich mir jetzt nicht 100% Mühe gemacht alles gut zu formulieren. Wenn du möchtest könnten wir gerne z.B. über das Forum reden.
    Gruß,
    Mars

  41. Was stelle ich fest beim Lesen der Kommentare? – Die Schreiberlinge äußern sich in einem abscheulichen Deutsch. Woher kommt das? – Zu viel Computer und zu wenig Bücher! – Also: Erst einmal richtig Deutsch lernen und dann Kommentare schreiben.

  42. @Alrik wir Buchhändler wissen sehr wohl was geht und was nicht und mindest Vorraussetzung für den Lehrberuf Buchhändler ist mittlere Reife. Desweiteren interessieren sich für diesen Beruf ausschließlich Menschen die gern lesen (zu wenig Gehalt, anstrengende Arbeitszeiten, hohe Sozialkompetenz vorausgesetzt).
    Wir versuchen auch sehr achtzugeben wer was kauft und raten von ungeeigneten Dingen ab sind aber gesetzlich verpflichtet ohne Alterbegrenzung allen alles zu verkaufen.
    Im Falle C.Roche haben alle Buchhändler die ich kenne ganz besonders vom Kauf abgeraten und versichert, das dies das schlechteste Buch aller Zeiten ist. Wenn aber die intelektuelle Elite Deutschlands positive Besprechungen liefert ist der Handel machtlos.

  43. Bei mir in der Stadt (Mönchengladbach NRW) wäre eine Austragung der ESL undenkbar, die Stadt hat sich schon vor Jahren gegen solche Turniere ausgesprochen und auch Messeveranstaltungen und Kaufbasare zu Filmen, Comics, Computerspielen gibt es hier schon lange nicht mehr, die Stadt möchte für Schund keine Räumlichkeiten anbieten, sie behält es sich vor die Räumlichkeiten für Kulturelle wertvolle Dinge freizuhalten wie etwa die Schuhmesse die hier in der Kaiserfriedrichhalle immer mal wieder abgehalten wird…

  44. @Chico: Stimmt, Bücher würden das Deutsch verbessern. Aber vergiss nicht: wir sind hier im Internet, da ist sowas durchaus normal.

  45. @Thomas
    “Lesen regt die Fantasie an, aber die Fantasie kann im Prinzip nur ausleben, was die Augen schon gesehen oder die Ohren schon gehört haben.”

    Also das ist eine Definition von Fantasie die wohl so ziemlich allem widerspricht was ich bisher zu diesem Thema gehört habe. Wenn ich in meiner Fantasie Dinge sehen und hören würde die ich eh schon kenne, könnt ich mir das wandeln in diesen Welten auch sparen.

    Ansonsten muss ich Mars zustimmen. Sich bei der von euch geäußerten Kritik auf “Killerspiele” einzuschießen macht den gesamten Hintergrund eurer Forderung fragwürdig. Das Kinder generell ruhig mehr lesen dürften, da gebe ich dir Recht. Aber wenn ich mir die Umsätze von Büchern wie “Harry Poter” ansehe, glaube ich auch das hier wie so oft weit übertrieben wird.

    Das es Menschen gibt die aufgrund sozialer Probleme keinen Zugang zu Büchern finden ist unbestritten, und hier kann ich auch nur meine vollste Zustimmung zu eurem wirken ausdrücken.

    Aber nur weil der Zweck eures Vereines ein gemeinnütziger ist, spricht euch das nicht von jeglicher Kritik frei, ganz im Gegenteil, gerade von Menschen mit diesem Hintergrund erwarte ich eine weitaus differenziertere Betrachtungsweise.

    Der großteil der Diskussionen hier dreht sich auch um das Problem, das man eben nicht versucht Kinder vor zu gewalthaltigen Spielen zu schützen, sondern erwachsene Spieler zu bevormunden und vor diesem Hintergrund auch starke Tendenzen festzustellen sind, welche eindeutig weit über das Ziel hinaus schießen und einer Zensur gleich kommen. Das ist es was mir sauer aufstößt.

    Und ein Verbot einer Veranstaltung zu fordern, welche gegen kein Gesetz verstößt, nur weil sie den eigenen Wert- und Sittenvorstellungen widerspricht geht da schon genau in diese Richtung. Eine konstruktive Auseinandersetzung mit der Thematik sieht in meinen Augen anders aus.

  46. @Matthias, angesichts der Bildungsmisere in Deutschland ist auch die mittlere Reife nicht mehr das was sie einmal war, selbst Mitglieder der Bildungsfernen Schicht können heute die Mittlere Reife erlangen.
    Wie Du selbst geschrieben hast ist die Tätigkeit des Buchhändlers schlecht bezahlt, so das es einen gewissen ökonomischen Druck gibt Schundromane zu verkaufen wenn es Umsatz bringt.
    Die Wichtigkeit eines staatlichen Verbotes von Schundromanen und die Einführung einer Alterskennzeichnung wird durch den Posting nur noch unterstrichen.
    Hier sollte man auch an jugendliche Testkäufer denken, die dann die Wirksamkeit dieser Verbote überprüfen und dafür sorgen das verantwortungslose Buchhändler die Schundromane an Kinder verkaufen in den Knast gehen.

  47. Lieber Alrik,

    1. Ich möchte nun wirklich nicht hier im Forum Name und Adresse des Buchladens nennen, aber es handelt sich um einen KINDERBUCHLADEN … mit Sicherheit kein Ort, an dem “Feuchtgebiete” verkauft wird.

    2. Eine fehlende Altersfreigabe für Bücher erübrigt sich von selbst, da Minderjährige wohl selten Bücher verzehren, die dem Anspruch ihrer Altersklasse weit entfernt liegen. Zudem ist der Switch zwischen Realität und Fantasie für ein Kind in einem Buch eher begreifbar, da die Bilder im Kopf entstehen. Mir ist zumindest nicht bekannt, dass ein Kind auf einem Bahnhof an eine Mauer gerannt ist, nur weil Harry Potter in seinen Büchern durch eine Mauer am Gleis Neuneinhalb laufen konnte.

    3. Auf dem Index für jugendgefährdende Medien stehen mehr Printprodukte als Spiele.

    4. Schundromane verbieten? Und wer entscheidet, was Schund und was Kunst ist? Wir reden über eine visuelle und akkustische Darstellung des Tötens, nicht über Groschenromane und schlecht geschriebene Literatur. Dieser Definition nach müsste heute sogar Goethes Faust verboten werden.

    5. Gefahr des Lesens: Wer viel liest lernt viel dazu und fördert seine Allgemeinbildung. Das ist natürlich extrem gefährlich, da aus solchen Kindern oft selbstbewusste und intelligente Individuen werden, die auch noch in der Lage sind, Informationen korrekt aufzunehmen und Sinn und Unsinn selektieren können. Das wünschen wir uns natürlich nicht, uns sind natürlich – da gebe ich Dir recht – nachbabbelnde Bildzeitungsleser und stumpfe “Explosiv”-Gucker viel lieber. Die denken nämlich nicht nach.

    6. Buchmafia: Die stecken wahrscheinlich auch noch mit der Zeitungs-Mafia und der Drucker-Mafia unter einer Decke. Wahrscheinlich begehen sie noch Morde, damit sie was zu schreiben haben. Am besten schaffen wir alles ab: Zeitungen, Bücher, Zeitschriften und unser Gehirn.

    7. Wir sperren die Kinder nicht ein und zwingen sie, 24 Std am Tag zu lesen. Traurigerweise bekommen die meisten Kinder nicht einmal ein Buch geschenkt. Wir FÖRDERN das Lesen, wir erzwingen es nicht.

    Auch hier zeigt sich mal wieder: Nur die Hälfte gelesen, nicht oder nur ungenügend recherchiert und trotzdem mitreden, in dem man unangebrachte Thesen in den Raum stellt. Und zum Thema Alpha-Verlag: auch hier haben wir wieder eine visuelle Darstellung, die von Kindern anders wahrgenommen wird, als das geschriebene Wort.

    Alrik, netter Versuch, aber dennoch:
    Der Trend zum Zweitbuch bleibt ungebrochen!!!

    Kauf Dir mal ein Buch (zur Not schenke ich Dir eines, dann brauche ich mir auch keinen Vorwurf machen, ich hätte die Buchmafia unterstützt. Ich bin sicher, unter den millionen von Schundromanen findet sich wenigstens ein Werk, in dem weder Analsex noch der Austausch von Körperflüssigkeiten auftaucht).
    Thomas

  48. @Thomas

    Ich mag mich ja durchaus täuschen, aber das was Alrik da oben geschrieben hat sieht mir doch verdammt nach Satire aus…

  49. @Alrik
    “Hier sollte man auch an jugendliche Testkäufer denken, die dann die Wirksamkeit dieser Verbote überprüfen und dafür sorgen das verantwortungslose Buchhändler die Schundromane an Kinder verkaufen in den Knast gehen.”

    Da stimme ich vollkommen zu. Unsere Buchhandlungen sollten gesäubert werden von Büchern und Individuen minderer Güte.

    Viel Spaß beim Testkaufen und einknasten.

    Wohin bauen wir eigentlich die vielen Gefängnisse?

    Ich schlage vor die Mauer wieder hochzuziehen und im Osten ein Gefängnisreservat einzurichten.

    Wenn man da zocken und lesen darf stelle ich mich freiwillig.

  50. @ Mars
    Danke für die konstruktive Kritik meines Beitrages. So sieht eine vernünftige Grundlage für eine Diskussion aus.

    Hm, Erwachsene bevormunden? Ich habe gerade so gewisse Bilder im Kopf: Gurtpflicht, Promillegrenze, Drogengesetze … sind wir Erwachsene wirklich so vernünftig? Oder wäre es nicht gelegentlich für alle von Vorteil, die ein oder andere Beschränkung in Kauf zu nehmen und sicherer zu leben. Hast Du mal einen Unfall gehabt? Oder einen Amoklauf erlebt? Meine Freundin unterrichtet an einer Schule in Kusel und hat es vorletztes Jahr erlebt, wie das ist, wenn ein Schüler in der Schule mit der Waffe herumfuchtelt (und Leute anschießt). Verständlich, wenn da die Gemüter kochen und es zu so mancher Überreaktion kommt – da nehme ich mich nicht aus. Manchmal kommen auch Erwachsene nicht ohne Regeln aus. Wir möchten natürlich nicht soweit gehen und gleich alles und jeden zu reglementieren, aber zumindest mögliche Wege aufzeigen.

  51. Lieber Thomas,
    zu 1. Auch in einem Kinderbuchladen kann sich Schundliteratur verkauft werden in denen z.B. der Okkultismus verharmlost oder sogar propagiert wird.

    zu 2. Das Kinder und manche Erwachsene nicht in der Lage sind zwischen Fantasie und Realität zu unterscheiden ist Grundlage jeder Verbotsdebatte. Bitte verlass diese Grundlage nicht, sonst könnte man zum Schluss kommen das Du an einem besseren Jugendschutz im Buchhandel nicht interessiert bist.

    zu 3. Das auf den Index der jugendgefährdenden Schriften mehr Printprodukte als Spiele stehen unterstreicht die Gefahr für Kinder und Jugendliche die von ihnen ausgeht. Das es trotz dieser Gefahr keine staatliche Altersfreigabe gibt, ist ein Skandal.

    zu 4. Schundromane sind Bücher die dem Wertekonsens unserer auf einem friedlichen Miteinander beruhenden Gesellschaft widersprechen und geächtet gehören. In ihren schädlichen Auswirkungen stehen sie auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie, deren Verbot zu Recht niemand in Frage stellt.

    Die Entscheidung was ein Schundroman ist könnte man einer Ethikkommission überlassen deren Vertreter von den relevanten Gesellschaftlichen Gruppen wie Parteien und Kirchen entsendet werden.
    Diese Vertreter sollten eine fundierte Ausbildung als Sozialpädagoge, Theologe oder Kriminologe auf keinen Fall irgendwelche Verbindungen mit der Industrie haben.
    Dabei sollte künstlerischer Wert kein Freibrief sein. Künstlerisch hochwertige Medienprodukte können durch ihre Überzeugungskraft für Kinder und Jugendliche gefährlicher sein als Machwerke wie Jerry Cotton.

    zu 5. Revolverblätter die Amokläufer mit Titelbilder ehren oder Bilder von Verbrechensopfern aus Schüler VZ stehlen und mit Namen veröffentlichen sowie Krawallfernsehen gehören natürlich auch verboten. Ich lese nur FAZ und sehe die öffentlich rechtlichen Sender, da diese als einzige wahrheitsgemäß berichten und dort ein nachprüfen der Fakten somit entfällt.
    Was die BILD angeht so finde ich bedenklich dass auch viele gebildete Personen ihr eine Glaubwürdigkeit bescheinigen die sie nicht besitzt. Selbst an Siggi’s Frittenbude findet sich niemand der sie ernst nimmt.
    Aber da soviel Bildungsferne laut Überzeugung von Experten der BILD alles glauben ist ein Verbot natürlich nötig. Ist es nicht die Bürde von uns Hochgebildeten, über die weniger Gebildeten zu wachen?

    zu 6. Vermutlich ja, wahrscheinlich ist die Buchmafia auch Teil des militärisch-industriell-medialen Komplexes der die Völkerrechts & grundgesetzwidrigen Angriffskriege in Afghanistan und Irak zu verantworten hat. Siehe Bertelsmann.

    zu 7. Ich habe deine gut gemacht Webseite besucht. Danke für das Angebot, aber mein Bücherregal ist zum einem jetzt schon überfüllt, zum anderen dürften wir fast dieselben Bücher haben.
    Meine neusten Erwerbungen sind mehrere Bücher von Karl May. Ich habe vor, sie mit dem Textmarker durchzuarbeiten, um Waffenfetischismus, Rassismus und Gewaltpropaganda in diesen Büchern hervorzuheben.

  52. Dieser brief ist schauderhaft! Wenn man mal ein Bild bekommt, wie überzeugt die Leute von ihrer Meinung sind, die aus nichts als Medienkonsum und allgemeiner Verruchung besteht (ja, ich weis es nicht, ich unterstelle das aber aufgrund der Meinung der Organisation),
    ist man erschreckt.
    Fast wie ein Chinese, der in seinem Land gegen Zensur vorgehen will.
    Ach ja, für den Fall, dass es jemanden interessiert: Ich habe ein ganzes Regal voller Bücher, außerdem glaube ich kaum, dass nichtbetriebenes gegenseitiges Vorlesen in einer Familie ihren Zusammenhalt schwächt.
    Und der Verlgeich von Komasaufen mit einer LAN-Party ist nur noch lächerlich.
    Ich habe bereits einmal 18-20 Stunden am Stück auf einer LAN gespielt (ca. 1 Stunde Essenspausen eingerechnet) und war dannach in der Tat sehr müde. Aber jemals in einen Angstzustand versetzt worden zu sein, oder geistig zermürbt, kann ich nicht von mir behaupten.

  53. gurtpflicht und promillegrenze dienen aber zum selbstschutz und vorallem zum schutz unbeteiligter die man überfahren könnte etc. also eine gefahr die geifbar ist und statistisch belegt und voallem einleuchtend.
    der leselust e.v. setzt sich für den vebot einer lan-party ein, die meines wissens nach nicht einmal für kinder gedacht ist, wie equal oben schon geschrieben hat.
    auch problematisch ist das spielehersteller selbstzensur üben müssen wegen des jugendschutzes um spiele auf den deutschen markt zu bringen die nichteinmal für kinder/jugendliche gedacht sind.
    “[…]
    Eine fehlende Altersfreigabe für Bücher erübrigt sich von selbst, da Minderjährige wohl selten Bücher verzehren, die dem Anspruch ihrer Altersklasse weit entfernt liegen. Zudem ist der Switch zwischen Realität und Fantasie für ein Kind in einem Buch eher begreifbar, da die Bilder im Kopf entstehen.[…]”
    kinder werden aber auch kein spiel kaufen wenn es sie nicht interessiert und wer das im monitor oder im fensehn(auch nachhrichten) als die reine ungeblümte wahrheit auffasst dem mangelt es an medienkompetenz und das bezieht sich auch auf bücher.
    pc-spiele können ebenfalls allgemeinbildung vermitteln genauso wie es bücher können und das fernsehn, die qualität entscheidet.
    schund gibt es überall liegt aber wie sie sagen im auge des betrachters.

  54. “4. Schundromane verbieten? Und wer entscheidet, was Schund und was Kunst ist? Wir reden über eine visuelle und akkustische Darstellung des Tötens, nicht über Groschenromane und schlecht geschriebene Literatur.”

    “Und wer entscheidet, was Schund und was Kunst ist?”
    Ist eine 3D Darstellung keine Kunst? Willst du es entscheiden?

    “visuelle und akkustische Darstellung des Tötens”
    Kiegsfilme oder Bücher über den Krieg soll wirklich anders sein?

    “Manchmal kommen auch Erwachsene nicht ohne Regeln aus.”
    Ja aber was man mögen darf oder nicht ist was anderes…
    “Gelb ist absofort verboten, weil… diese farbe dem Auge nicht schmeichelt…”
    Dies ist eher was einen in den Kopf kommt…

    In der Geschichte hat man nicht nur Bücher verbrand als Akt der Zensur sondern um die Lügen eines Systems aufzudecken…
    de wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverbrennung
    Also Bücherverbennen ist nicht nur im 3ten Reich geschehen… *g*

    “Eine fehlende Altersfreigabe für Bücher erübrigt sich von selbst, da Minderjährige wohl selten Bücher verzehren, die dem Anspruch ihrer Altersklasse weit entfernt liegen.”
    Wie viele haben denn schon mal Pornohefte aus einen Laden geklaut?
    Zum Glück ist dieser Akt des ritualisierten Diebstahls jetzt durch das Internet verhindert worden…
    Es gibt ein paar ältere die wirklich damit angeben, dass sie früher noch in den Läden pornos klauen mussten… und die heutige jugend dazu viel zu faul geworden ist *LOL*

    @Thomas: (Ich bin jetzt mal böse, aber nimm es nicht persönlich ich bin öfter so…)
    Würdest du Bücher in denen zum Ausländerhass aufgerufen ist über ein Computerspiel stellen? Ein Buch in den durch die Augen eines Vergewaltigers eine Mutter und ihre beiden Kinder mehrfach vergewaltigt werden über ein Computerspiel stellen? Würde dein Verein/du nicht sofort ein Verbot dazu fordern da es ja nur Text ist und nicht Optisch dargestellt wurde?…
    Zum ersten gibt es mehere Beispiele… auch ein Deutscher Diktator gehört da dazu…
    *g* ist aus einer Zensur eines Spiels geklaut…
    Das zweite gibts in Japan als Comics in großer Anzahl… bzw als PC-Spiel “RapeLay”.
    Darf es solche Bücher geben? Gehören diese Bücher nicht verboten?
    Ist es Schund oder ist es Kunst?
    .
    Wie schon gesagt fühle dich nicht persönlich angegriffen, da ich diese Vergleiche auch mit Gamern mache die Rapelay verbieten wollen, aber Shooter mit Blut usw nur Uncut sehen wollen. Und dies ist jetzt mal ein Vergleich von Büchern oder ist ein Comic/Manga kein Buch für dich?

    Ist eine 3D Figur mehr als eine Textuell beschriebene Figur oder ein Bild einer Figur?

    Happy Coding

  55. Das sind Erwachsenenspiele.
    Und die gehören nicht an unter 18jährige verkauft. Wenn es Geschäfts gibt die es an unter 18jährige verkaufen, haben die die ein Problem. Und auch die Eltern haben eine Verantwortungspflicht.

    Wenn 18jährige und aufwärts es gerne spielen, warum sollten Sie gehindert werden? Ich möchte mir nicht bevormunden lassen, wo ich hinzugehen habe und was ich zu spielen habe. Ich bin 33 Jahre.

  56. “…Ein Vergleich zum Thema “Bücher verbrennen” ist geschmacklos und
    zeugt von jeglicher Unkenntnis. Bücher lesen könnte den eigenen Horizont
    erweitern und einem derartige Verfehlungen ersparen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ute Kretschmer-Risché”

    – Diese Dame macht den gleichen Fehler den tausende andere Deutsche ebenfalls machen: Die Verwechslung von Medium und Inhalt. Ein Buch ist nicht automatisch “gut” nur weil es ein Buch ist. Wenn es so wäre, könnte ich auch “Mein Kampf” lesen, und behaupten, dass das meinen Horizont erweitert. Schaut man sich mal an , was für ein Schund stets die Belletristik – und Sachbuchbestsellerlisten beherrscht, kann man fast froh sein, wenn das Kind zum Computer anstatt zu diesen Werken greift.

  57. Stimmt nicht alles gedrucktes ist gut nur weil es eben gedrucktes ist die “Bild-Zeitung” ist da ein “gutes” Beispiel für und zudem sind ja nicht umsonst soviele Bücher auf dem Index und Bücher wie Hitlers “Mein Kampf” oder Hermann Görings Biografie “Hermann Göring: Mein Leben” sogar beschlagnahmt.

  58. eigentlich meint der leselust e.v. kinderbücher, gerade aus diesem grund ist ihre einmischung unangemessen da es nicht um kinder geht, diese sind nur ein vorwand.

  59. oh, die BILD Zeitung ist durchaus eine gute Boulervardzeitung. Sie liefert das, was ihre Leser erwarten. Nackte Tatsachen und die neusten Sprüche vom Dieter und eine klare Meinung was die da oben wieder ausgeheckt haben um uns kleinen Leuten das Leben schwer zu machen.
    Und alles kann in den 15 Minuten Frühstückspause konsumiert werden, wobei man die Zeitung mit Kollegen teilen und über Promis und Politiker ablästern kann.
    Nach den Maßstäben einer Boulevardzeitung, ist die BILD also gut.

    Primär geht es Leselust vermutlich darum für ihr Anliegen zu werben und benutzt dazu die Aufregung um den Amoklauf und die Veranstaltung.
    Ich kann daran nichts falsches finden, aber ich habe auch nie behauptet ein besonders guter Mensch zu sein.
    Oh, und das ich soviele Bücher gelesen habe ist vermutlich der Grund dafür das ich so bin, wie ich bin, hähähä…

  60. Ich nerve meine Kollegen schon immer wenn die mit diesem Schundroman das sich “Bild-Zeitung” nennt ankommen.
    Ich sag da immer : “ich hoffe du hast für diesen schädlichen Müll nichts bezahlt” oder “na wieder zu intelligent geworden, dass du eine herabstufung brauchst?” ^^

  61. @Boomboy
    Ich mache das anders ich kläre die Leute auf, erkläre ihnen was in den Beiträgen nicht stimmt und wo sie zum Thema richtige Infos bekommen können, bringe wenn sie es möchten Unterlagen/Ausdrucke etc. mit etc. (Und das nicht nur beim leidigen Thema “Killerspielen). Mit solchen Sprüchen wie die von dir erreichsts du nichts positives eher das Gegenteil. (Soll jetzt nicht böse gemeint sein)

  62. eigentlich will der typische Bildzeitungsleser weder dumme Sprüche noch Aufklärung. Er will unterhalten werden, gerne auch indem seine niedrigen Instinkte angesprochen werden.
    Deswegen sind die einzigen Alternativen zu BILD auch nur MAD oder TITANIC, die allerdings weder einen Sportteil haben noch so aktuell wie die BILD sind.

  63. @Alrik
    Natürlich müssen die Leute auch denn Willen haben aufgeklärt zu werden, ich erlebe es ja selber oft das manche Menschen sich mit Händen und Füßen dagegen wehren vernünftige Fakten anhören zu müssen, nur wie gesagt mit großen Sprüchen erreicht man überhaupt nichts. Das die Bild für viele Leute zur reinen Unterhaltung dient stimmt nur es macht sehr nachdenklich wenn man sieht wieviele Menschen alles aber wirklich alles glauben sobald es in einer Zeitung oder den Fernsehen dagelegt wird.

  64. Haben Sie schon mal in die leeren Gesichter von Kindern geschaut, die zuvor sinnlos Bücher gelesen haben??
    Ich plädiere für das generelle Verbot von “Killervereinen” wie zum Beispiel “Leselust Baden e.V.” wo hemmungslos sogenannte “Killerliteratur” konsumiert wird.

  65. @gnaf leselust e.v. = kinderbücher, also sachen auf der ebene von das schwarze entlein, igel und hase usw. sowie ich es verstanden habe, den fehler den dieser verein gemacht hat ist das sie sich in etwas einmischen das nichts mit der altersklasse und vorallem der interessengruppe zu tun hat die sie vertreten.

  66. Wieso Fehler ?
    Mit dem offenen Brief und der Verbotsforderung machen sie ihren Verein in Karlsruhe bekannt. Wie sonst soll man als Organisation die das Lesen schon bei Grundschülern fördern will Kapital aus einem Amoklauf schlagen ?

  67. Wenn ich mich angesichts der Reaktion von Frau Doppelnamen-Bindestrich über das von mir vermutete Umfeld auslassen würde währe das mal richtig böse ;)

    Nun, immerhin schein einer der Vorstände in einer Werbeagentur zu arbeiten. Ihm zu unterstellen das er nicht mit der vorteilhaften Publicity durch so einen Offenen Brief gerechnet zu haben würde ihm Unprofessionalität unterstellen. Und das will ich nicht.

  68. ich glaube schon das es menschen gibt die so…blauäugig sein können, vorallem weil man sich selbst diesem “wir müssen was tun!”-stress hingibt und sich selbst unter zugzwang setzt ohne das dieser besteht..naja wann war der termin für das “ultimaum” der CDU?

  69. Ich gehe zwar im Regelfall schon von Hanlons Rasiermesser aus, nachdem man nichts mit Böser Absicht erklären soll wenn Dummheit, Inkompetenz, Blauäugigkeit oder Naivität ausreichend sind.
    In dem Fall gehe ich aber von “So blöd kann kein Buchhändler / Mediengestalter sein, wenn’s um das Thema Medien geht”. aus

  70. So blöd kann kein Buchhändler / Mediengestalter sein, wenn’s um das Thema Medien geht.

    sie können…der inkompetenzvorwurf kommt ja nicht ungefähr

  71. @Alrik: Hehe, Hanlons Rasiermesser ist mein zweitliebstes nach dem von Occam. Das haue ich (virtuell)i mmer den Verschwörungstheoretikern um die (virtuellen) Ohren.

    Gruß
    Aginor

  72. ich gehe lieber von dummheit aus als von bösswilligkeit, wäre es wirklich bösswilligkeit .. ja..dann müsste ich etwas tun was ich eigentlich nicht tun will. die frage wäre dann ob sich der (jetzt angenommen existierende)”böse” der tatsache bewusst ist das ich gegen meine natur handeln müsste und dies ausnutzt…und von meinem zaudern ausgeht.

  73. Uiuiui, da geraten wir aber auf eine ganz schöne meta-Ebene. Ich glaube es wird gefährlich.
    Wenn er weiss dass ich weiss, dass er weiss, dass ich etwas denke, dann… ähmm… jo. :-D

    Gruß
    Aginor

  74. genau :) deswegen dummheit ^^, nicht das ich was dagegen hätte als freiheitskämpfer des guten aufzutretten aber das artet zu leicht in gewallt aus :)

  75. “Weitere Kommentare, z.B. zu Beiträgen im Forum “Stigma Videospiele”,
    ersparen wir uns. Das inhaltliche und sprachliche Niveau spricht auch
    hier für sich.
    Ein Vergleich zum Thema “Bücher verbrennen” ist geschmacklos und
    zeugt von jeglicher Unkenntnis. Bücher lesen könnte den eigenen Horizont
    erweitern und einem derartige Verfehlungen ersparen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ute Kretschmer-Risché”

    Der Nazi-Vergleich ist unangebracht, ja. Aber von Unkenntnis zeugt auch der Brief. Wie schon oft erwähnt wurde, sind Ego-Shooter etc. nur für Erwachsene gedacht.

    Man sollte sich aber nicht über das sprachliche Niveau und polemische, wütende Postings mokieren, wenn man selbst derart unverschämt provoziert. Computerspieler sind dumm, weil sie angeblich weniger Bücher lesen? Wie kommt man überhaupt auf solch eine These? Glauben manche Menschen wirklich, dass Computerspieler von morgens bis Abends nichts anderes machen?

    Und noch eine Anmerkung zur Fantasieanregung: Genau das ist ja der Reiz, bei Computerspielen, man begibts sich in eine fiktive Welt, und man hat sehr wohl Handlungsfreiheit und Spielraum für die Fantasie, bestes Beispiel ist Fallout 3. Natürlich ist das nicht bei allen Spielen so, aber begibt man sich beim Lesen eines Handwerkerratgebers in abgedrehte Fantasiewelten? Wohl eher nicht.
    Und das sich Verlieren in solche Welten: Dieser Effekt tritt beim exzessiven Lesen ebenso auf wie beim exzessiven Spielen. Als Kind habe ich z.B. die Harry Potter-Romane verschlungen und von morgens bis abends gelesen. Da fiel es dann nach 6 Stunden lesen am Stück auch schwer, beim Einschlafen an etwas anderes zu denken. Ist ja klar. Aber hat es mir in irgend einer Weise geschadet? Nein. Selbigen Effekt kenne ich übrigens auch vom langen Zocken (abends die fußballspieler aus Fifa vor den Augen sehen etc).

  76. der vergleich mit den bücherverbrennungen ist nicht geschmacklos noch ist er unangemessen.
    ich zitiere mich, aus dem hier dazugehörigem forumeintrag, selbst:
    “das die bücherverbrennung aufgeführt wird zeigt wieviel angst herscht, die jugendkultur hat angst das mit ihnen das selbe unrecht geschieht wie mit den autoren und lesern zu zeiten der bücherverbrennungen sei es durch die kirche oder die nationalsozialisten….im endeffekt habe ich angst das der einzigste unterschied zwischen mir und einem leser zur zeiten der inqusition, der tot ist und leben wird erst lebenswert wenn man frei ist..ansonsten strebt man diese an.”

  77. Ich hab jahrelang Strategiespiele gespielt – nicht am PC, sondern am Brett mit Menschen denen ich gegenüber gesessen bin und mit denen ich nicht nur über Teamspeak reden konnte.
    Nach besonders intensiven Spielabenden hab ich auch in Träumen noch Einheiten über die Platte geschoben und Würfel gerollt.

    Übrigens, die letzten Bücherverbrennungen in Deutschland fanden noch in den 50er und 60er Jahren statt und wurden von den Kirchen und jugendschutzverbänden organisiert.
    Damals wanderten noch Comics wie Akim ins Feuer, und als das dann ein paar Leute angesichts der Nazis nicht lustig fanden wurde das Schmökergrab erfunden:
    Der Schmutz und Schund wurde vergraben.

    Angesichts der Druckerschwärze und den Kleber ist das in heutiger Zeit wegen Gewässergefährdung natürlich nicht mehr möglich…

    Quelle: Comic zensiert, Solidaritätsbuch für den durch Zensurmaßnahmen von der Insolvenz bedrohten Alpha Comic Verlag.

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