Stellungnahme der Grünen

(Aphex3K) Die Kritik der Grünen an dem „Intel Friday Night Game“ in Karlsruhe hat viele überrascht. Michael Henke hat die Fraktion in einer Mail auf einige Fehler der Pressemeldung aufmerksam gemacht und nun eine ausführliche Antwort erhalten. Man gibt zu, dass es einige unglückliche Formulierungen gab und bekräftigt, dass man an einen langfristigem Dialog interessiert sei. Man bittet aber auch um Verständnis für die eigene Position:

Und obwohl es üblich ist, bei jungen Menschen Spiele wie Counter Strike, Call of Duty (der Titel ruft schon bestimmte Assoziationen hervor), oder Warcraft vorzufinden, so mögen wir uns als Partei nicht damit abfinden, dass es normal ist, Spiele, die militärische oder paramilitärische Kampfhandlungen abbilden, zu spielen. Wir können in den Nachrichten tagtäglich verfolgen, wie schrecklich und verheerend solche Kampfhandlungen […]sind […]. Krieg zu spielen, verharmlost diesen in unseren Augen. Andererseits ist eine generell abwertende Verteufelung auch nicht angebracht.“

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28 Gedanken zu “Stellungnahme der Grünen

  1. Call of Duty:
    Die Pflicht ruft. Das mag schon „bestimmte Assoziationen“ hevorrufen.
    Da kann man wieder auf die Bundeswehr verweisen. Wie auch bei CoD kann man sich den Spass erst ab 18 Jahren reinziehen.
    Call of Duty 6
    Die (Wehr)pflicht ruft

  2. „in der legalisierten Version in Deutschland“
    Grundsätzlich sind ja alle erst mal illegal… oder?

    „Spiele, die militärische oder paramilitärische Kampfhandlungen abbilden, zu spielen“
    lieber mal Spiele wie Rapelay spielen…

    „generell abwertende Verteufelung auch nicht angebracht.“
    Dann lasst es doch…
    (bin fast soweit, dass ich Gelb wähle…)

    „Mit einem einfachen “weg damit” kommen wir da nicht weiter.“
    Stimmen wir Gamer zu…

    „Faszination dieser und anderer Computerspiele“ *grins* siehe oben…

    „Als Partei sind wir ebenfalls der gesellschaftliche Vorsorge verpflichtet.“
    Vorsorge gegen sucht ja aber nicht durch Verbote … Siehe Zigaretten!
    Ansonsten kommt einen wieder das Wort Gleichschaltung in den Kopf…

    „Der Ich-Bezug als Gewaltausübender bei Ego-Shootern lässt daher schon abstumpfende oder gewaltfördernde Folgen vermuten“
    Leider zeigen einige Studien, dass gerade der Ich-Bezug der Spiele besser ist als der Passive Bezug eines Films… Sie geben aber auch zu, dass es in diesen Punkt noch viele Unterschiedliche Ergebnisse gibt…

    „Krieg zu spielen, verharmlost diesen in unseren Augen“
    Wegschauen ist besser?

    Happy Coding.

  3. Sehr geehrter Herr Henke,
    und, da wir wissen, dass dieses Schreiben auch veröffentlicht wird:
    liebe “Killer”spielgemeinde, liebe interessierte LeserInnen,

    da wo killer steht muss Computer oder Konsole hin :o

  4. “Der Ich-Bezug als Gewaltausübender bei Ego-Shootern lässt daher schon abstumpfende oder gewaltfördernde Folgen vermuten”

    Gewalt im Fernsehn = „Ohh mein Gott, schalt das aus! Das sah am Anfang noch recht friedlich aus und jetzt das????“
    Gewalt im Spiel = „Hmm… jetzt mal ‚Plan-Rambo‘ versuchen, oder doch getarnt von hinten anschleichen…“

    Fakt: Einfluss auf den Gewaltgrad = besser!

  5. … da ist wohl jemand auf wählerfang…
    .
    Genauso wie das paintballverbot, da ham die wahrscheinlich sich gedacht: wir verbieten was, was wenige leute spielen,…. wie wärs mit paintball?
    und als dann die emails kamen haben sie gedacht:“hupps, das sind ja gar nicht so wenige“ und habe zurückgerudert
    .
    Gruß
    DerMarc42

  6. LOL Warcraft als Spiel zu nennen, in dem militärische oder paramilitärische Kampfhandlungen abgebildet werden, halte ich noch immer für einen Witz. Das Ding spielt in einer Fantasywelt, die bestenfalls entfernt an das Mittelalter erinnert, mehr auch nicht. Ob schon mal ein Grüner „Herr der Ringe“ gesehen hat? Da geht’s wesentlich mehr zur Sache als in WC…
    .
    „Der Ich-Bezug als Gewaltausübender bei Ego-Shootern lässt daher schon abstumpfende oder gewaltfördernde Folgen vermuten.“
    Schön und gut, aber ist eine Vermutung den ein ordentlicher Grund dafür etwas zu verbieten bzw. Verbote zu befürworten? Nein! Ich vermute etwa, dass Parteien letztlich nur daran gelegen ist, ihre eigene Macht zu sichern, aber fordere ich deswegen Parteiverbote?
    .
    Generell ist der Wunsch nach einem Dialog über mögliche negative Folgen schon positiv zu sehen, allerdings darf auch der nicht einseitig geführt werden, denn immer nur negative Konsequenzen zu unterstellen ignoriert, dass Spiele auch positive Aspekte haben.

  7. Wenn niemand sie wählt, weil sie vermutlich die 5% nicht schaffen, dann können sie die 5% auch nicht schaffen. Deshalb positiv denken und wählen. Selbst wenn sie die 5% nicht schaffen, sehe ich das nicht als verlorene Stimme.

  8. Ja aber in meinen Augen eben nicht, und es wäre schön, wenn man eine solche Pauschalbehauptung einer Verharmlosung auch begründen könnte.
    Für mich stellt Krieg im Spiel immer eher eine Verhöhnung dar. Gerade bei „Call of Duty“…
    Ich für meinen Teil meine darüber hinaus ja gar keinen Krieg zu spielen, sondern bloß Bilder davon, und zwar gerade wegen des Schreckens aus den Nachrichten.
    Und des Leids, das ich gegebenenfalls auch in Spielen angemessen portraitiert wiederfinde
    Ich möchte meine Augen jedenfalls nicht verschliessen (müssen)

  9. der ich-bezug ist eigentlich der punkt warum ein egoshooter ehr gewalthemmend wirkt…wer mal ein spiel verloren hat der weiss auch das in der realität ein restart nicht möglich ist. gerade bei einem spiel wie call of duty, das mehr kritik am krieg übt als andere die ich bis dato kannte. (war das call of duty? XD ich glaub ja)

  10. Seit wann sind die Grünen Pazifisten ?
    Als in den 80er Geld gesammelt wurde für „Waffen für El Salvador“ hat das ganze Christian Ströbele organisiert, Grüner geht’s kaum.
    http://www.taz.de/fileadmin/verlagsdateien/pdfs/titelseiten/Waffen_fuer_El_Salvador_3_11_80.pdf

    Wobei ich prinzipell bedenken gegen einen Pazifismus habe der nicht freiwilligen Gewaltverzicht predigt, sonder Gewaltverzicht durch Umerziehung.
    Wem die körperlichen oder geistigen Grundlagen fehlen um sich zu wehren ist kein Pazifst, er ist ein potentielles Opfer für jeden, der nichts vom Gewaltverzicht hält.

  11. I notice that the Grünen ladies always talk about „dialogue“, „debate“, „discussion“. I have 3 remarks on this :

    – Is a LAN-Party or a ESL tournament a good basis for „discussion“ ? To me, we need a discussion when there is a problem. As far as I know, eSports never encountered the same kind of problems as football matches (hooligans, etc…), for example. Even Rainer Fromm, who cannot be called a „killerspiele lover“, recognized that it was a sane activity.

    – The ladies‘ „reply“ is a generic one, which doesn’t provide a clear response to their critics. So much for a „dialogue“…

    – French philosopher Alain Finkielkraut once said (I translate approximately) : „we cannot discuss if we don’t agree on the story“. And the problem here is that I certainly don’t agree with the story told by the Grünen ladies, nor with their vision of „killerspiele“. First, I reject this term (as strongly as most of you and for the same reasons). Second, I heavily doubt about the existence of a „killerspiele lovers‘ community“. And third, I can understand that they don’t like First-Person Shooters or any game that involve battles. But putting „Counter-Strike“ and „Warcraft“ (?) on the same plan is, at best, a cruel lack of nuance, and at worst, a sign of crass incompetence.

    So, to conclude, I have serious doubts about the necessity, or the possibility, of a dialogue with these ladies, essentially because they lack the qualifications for such a discussion. To be more precise, I refuse a „dialogue“ based on their terms and their current mindset.

  12. Aber sich an den Nachrichten aufgeilen wie schön wir es hier haben ist nicht verwerflich? Als Partei können sie ihre Meinung haben, trotzdem sollten sie auf dem Boden der Gesetze bleiben.

    Wirklich unstimmig ist allerdings, dass sie solche Spiele verabscheuen aber Schießvereine (sog. Schützenvereine) als Sinnvoll einstufen und deren Jugendarbeit (Ausbildung von 14 Jährigen an scharfen Waffen) loben.

    Neue Medien sind halt von Natur aus schlimmer als alte…

  13. Ist eigentlich schon jemandem aufgefallen, dass die Pressemitteilung der Grünen inzwischen geändert wurde?

    So zitiert Aphex3K folgenden Satz aus dem Original:
    “Dieses klare Signal muss die kurzfristige Forderung an den Veranstalter sein, das Friday Night Game ohne aggressive Spiele stattfinden zu lassen. Dies würde beispielsweise Spiele, wie Counter Strike betreffen, die von der US-Army entwickelt wurden, um Tötungshemmungen in konkreten Kampfsituationen abzubauen.”

    Inzwischen ist folgender Satz zu lesen:
    „Dieses klare Signal muss die kurzfristige Forderung an den Veranstalter sein, das Friday Night Game ohne aggressive Spiele stattfinden zu lassen. Dies würde beispielsweise Spiele wie Counter Strike betreffen. Eine Begründung könnte die räumliche und zeitliche Nähe zu dem Drama in Winnenden sein.“

    Der eklatante Fehler im Zusammenhang zwischen Counter Strike und der US Army wurde zwar entfernt, aber die neue Fassung ist kein Stück besser. Warum muss eine Tragödie wie Winnenden immer für politische Machtspiele missbraucht werden? Und was wäre denn eine passende räumliche und zeitliche Distanz? Etwa sechs Monate oder gar ein Jahr und ein anderes Bundesland? Und da wundern sich die Politiker noch über die Politikverdrossenheit der jüngeren Bevölkerung…

  14. und aus diesem grund sind die grünen für mich nicht wählbar.
    counterstrike & co total böse, aber schießvereine (sogenannte Schützenvereine) sind „Lobenswert“?
    Das dort aber die Amokläufer von morgen ausgebildet werden ist ihnen aber klar hoffe ich.
    Denn Kinder und Jugendliche gehören nicht in Schützenvereine, da sie dafür Geistig noch nicht reif genug sind.

  15. ich finde CallofDuty sowieso schlecht.
    Jaja, Gameplay is toll und alles, aber mir gefällt diese Welt nicht, wo mir andere sagen, was ich machen soll, außerdem finde ich das ganze Kriegszenario abstoßend. Ich habe es gespielt, war am Anfang auch sehr begeistert von den technischen Aspekten, aber es hat der Reiz zum Weiterspielen gefehlt.
    anders bei Spielen wie Crysis, Halflife oder Mirrors Edge: das ist eine Geschichte die gut gemacht ist, in der man sich nie so ganz wehrlos fühlen muss, ja vieleicht spiele ich es, weil ich dort stark bin, aber wer würde, wenn er zwischen stark und schwach wählen kann, schwach wählen, zumal es sonst keine Auswirkungen gäbe?

    @Boomboy
    offensichtlich nicht

  16. „…Warcraft vorzufinden, so mögen wir uns als Partei nicht damit abfinden, dass es normal ist, Spiele, die militärische oder paramilitärische Kampfhandlungen abbilden, zu spielen.“
    xD Das ist ziemlich lustig. kampftiger in Schafe verwandeln und so.
    und Nicht vergessen den Archmage zu purgen ^^

  17. die ganzen parteien, bis auf fdp und piraten, sabbeln all den ganzen shit nach den pfeiffer, bosbach, schnünemann und und und von sich geben.
    am liebsten würde ich vor den eu gerichtshof ziehen um diese parteinleute wegsperren zu lassen, aber ich glaube da werde ich wohl kein eu-gesetz finden gegen das diese leute verstoßen haben.

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