Christentum als Killerreligion

(Welt Online) Gideon Böss schreibt in einem launischen Artikel über den Sinn und Unsinn Paintball zu verbieten. Mit Spielzeugrevolvern, dem Christentum und Fußball findet er weitere Dinge, die man mit einer ähnlichen Begründung verbieten müsste. Hierbei ist sich der Autor durchaus bewusst, dass seine Vergleiche für manche zu weit gehen:

Gut möglich, dass der ein oder andere die Argumentation gegen das Christentum und den Fußball jetzt lächerlich und überzogen fand, aber dann gehe ich davon aus, dass diese Leute ebenfalls die Verbotsforderungen für Computerspiele und Paintball lächerlich und überzogen finden. Wenn nicht, wäre ich um eine Erklärung darüber dankbar, wo der Unterschied ist. Danke schon einmal.”

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29 Gedanken zu “Christentum als Killerreligion

  1. ein sehr erheiternder artikel :) ich mag es wenn schwachsinn auch eindeutig als solcher für ahnungslose Bürger dargestellt wird.

  2. der erste absatz liest sich so, als würd auch er die schuld von amokläufen auf games zurück schieben “Okay, also man kann ja der Meinung sein, dass Killerspiele für Amokläufe verantwortlich sind, man kann auch finden, dass im deutschen Waffenrecht die Ursache zu suchen ist (wobei man aber dann erklären muss, wieso in anderen Ländern der westlichen Welt die Waffengesetze weniger streng sind und warum ausgerechnet der Germane so Amokgefährdet ist, dass selbst die strengsten Vorschriften nicht streng genug sind). Aber Paintball? Wo bitte ist der Zusammenhang zwischen Paintball und einem Schulmassaker?”

  3. “Christentum als Killerreligion”
    Hatte ich nicht auch schon mal sowas böses gesagt?
    Wie viele Tote gab es denn in den Kreuzzügen?
    Waren es mehr oder weniger als im zweiten Weltkrieg?
    (Bei dieser Frage bekomme ich von Gläubigen immer böse Blicke… *G*)
    Organisationen mit weniger Leichen im Keller hat man schon verboten!
    (Bei diesen Statement nähere ich mich vorsichtig der Tür…
    besonders in Ländern die noch auf Theokratie setzen.)

    Der Typ hat auf jedne Fall recht! Wie oft haben wir schon Vergleiche auf Fußball umgeschrieben und wie viele mussten diesen Vergleichen zustimmen…

    Happy Coding

  4. Also ich finden den Vergleich als Ansatz immer gut. Die Frage ist bloß ob sich Fussballer oder Christen nun wirklich in Rechtfertigungszwängen befinden, wie Computerspieler.

  5. Sehr guter Artikel und ja, ich finde die Argumente überzogen, genau wie die zum “Killerspiel”Verbot, real wie virtuell.
    Andere hingegen (schöne Grüße hier an Herrn Pfeiffer[xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx])
    werden sagen: “Das sind Artikel, die die Moralvorstellung der Bürger schwächen, die werden mit schlechten Witzen und Vergleichen von Satirikern, die nichts zu tun haben, als unsere ganze für den Staat wichtige Arbeit zu zerstören, aus der VERNÜNFTIGEN Reserve getrieben! Das muss einfach ein Ende haben!”

    [hab ich ihn gut getroffen?]

  6. @The_Real_Black

    Ja, da bekommst du böse Blicke. Öhm, wann waren denn die Kreuzzüge? Waren die nicht sogar in der Antike? So weit muss man schon zurückgehen, um das Christentum zu diskreditieren?

    “Ey weißt du, das Christentum ist voll evil. Weißt du, vor tausend Jahren haben die in sogenannten Kreuzzügen, viele, sehr viele, richtig viele Menschen getötet. Voll krass ey!”
    – “Vor tausend Jahren? Get a Life!”

  7. @ J.S.: Würdeste das in 1000 Jahren auch über den Nationalsozialismus sagen? “och, die haben damals viele, viele Leute getötet, aber das ist ja schon ewig her!” Mhm, ja, genau…

  8. Nun, es gibt leute die sagen das damals nicht alles schlecht war. ;)
    Das Christentum auf die Kreuzzüge zu reduzieren ist aber einer sehr einseitige Sicht. Kulturell hat das Christentum einiges zur Zivilisierung der europäischen Völker beigetragen, z.B. im Gottesfrieden.
    Man kann sich auch streiten ob die Kreuzzüge wirklich religös oder mehr ökonomische motiviert gewesen sind, oder ob man sie als Folge der islamischen Eroberungen in Spanien, Südfrankreich, Sizilien und Kleinasien sehen kann.
    Wobei sich Religion und Ökonomie in der damaligen Politik nicht trennen lassen, so wie man in der heutigen Politik Ideologien nicht ausschließlich ökonomisch begründen kann.

  9. @MD, J.S., The_Real_Black
    ich glaube, der Nationalsozialismus wird weiter als politische Einstellung bestehen bleiben, was beim Katolizismus (der übrigens eine Religion ist), wie es ihn zu Zeiten der Kreuzzüge gab, nicht mehr der Fall ist. Trotzdem finde ich immer noch, das Katholiken die schlimmeren Christen sind.

    Noch was dazu; man hat auch damals gesagt, dass die Juden böse sind, weil sie “unseren Jesus” getötet haben.
    Irgendwann verjährt alles, vor allem bei Religionen, aber einer politischen Einstellung, deren Grundüberzeugung Rassenhass ist, ist in einer Welt der Globalisierung nicht nur schwer umzusetzen, sondern auch unaktuell.

    Man sollte for allem aber auf die Art des Tötens eingehen.
    Ja, bei den Kreuzzügen wurden einfach so türkische Stätte überfallen, aber ob die Leute dort wie im dritten Reich als Versuchskaninchen für Medikamente benutzt und auf andere Weise bis zum Tode GEQUÄLT wurden, wage ich zu bezweifeln.
    Ich glaube, da wurde kurzer Prozess gemacht. Das ändert zwar nichts an der Zahl der Opfer, aber es zeigt doch die Unterschiede auf.

  10. “Christentum einiges zur Zivilisierung der europäischen Völker beigetragen”
    Wie viel Wissen haben die denn vernichtet?
    (besser: Was dreht sich um was?)
    .
    “deren Grundüberzeugung Rassenhass ist”
    Wie viele Religionen versuchen immer noch alle andere zu bekeren?
    .
    Wie viele würden Gefolter damit man Hexen gefunden hat…
    “56 + 72 = 128” Sie ist eine Hexe …Hexe …Hexe …
    *g* Ist so ein Foltern besser?
    Gegen viele Religionen kann man sowas Finden, aber wie so ist es bei Religionen anders?
    Gleiche Regeln für alle… Hört in diesen Zusammenhang auch keiner gerne… *fries*

    Happy Coding

  11. Und wieviel Wissen wurde in Klöstern bewahrt oder erweitert ?
    Einfach schwarz-weis sich auf dieses Thema ist nicht hilfreich.

    Auch nicht in Sachen Hexenverfolgung, die in Italien kaumm stattfand, sonder auch in den evangelischen Gebieten Deutschlands.

    Ich bin zwar ungläubig, aber die größte Gefahr für Fanatismus sehe ich heutzutage in Fanatischen Anhängern von Darwin oder Ökosekten, nicht in den großen Religonen. ;)

  12. für mich war religion immer fiktion…ich kann auch in starwars ein paar gute sätze finden die nicht unwahrer sind als die aus der bibel/koran/tora

  13. könnte daran liegen, das Star Wars sich ordentlich bei Bibel/Koran/Tora bedient. George Lucas hat sehr gründlich an seinen Mythos gefeilt.
    Und alle Mythen und Religionen schöpfen aus der selben Quelle. Wie könnte es anders sein, wenn sie doch das selbe menschliches Bedürfnis stillen.

  14. @Alrik: *blitz* *bing* Idee…
    In etwa: “Mythen stillen menschliches Bedürfnis” genau den Heldenmytos aus Sagen oder den Heldenmytos aus Spielen es ist immer das gleiche… Killerspiele sind wie Sagen/Mythen und die sind wie Religion… Religionen sind wie Killerspiele?
    (Ich spüre schon wieder böse Blicke…)

    “Fanatischen Anhängern von Darwin oder Ökosekten”
    Sekte != Religion? … Erst lassen wir den Klingelbeultel rumgehen danach beten wir 20 mal ein Ave Maria… *g* (g == Gelbe Familie)
    Da wirderspricht dir aber der Letzte Bericht vom Schäuble:
    Rechts Links und Islam bedrohen Deutschland wie nie zuvor!
    Ob sie die CDU/CSU auch als Rechts mitgezählt haben?
    Für mich geht die größte Gefahr immer von der eigenen Regierung aus…

    Happy Coding…

  15. Natürlich lässt sich mit der Argumentation der “Killerspiele” Verbotbefürworter alles verbieten und verteufeln.

    Generell sollte die Poltikern mal aufhören zu pauschalieren. Schließlich gab es zuletzt sei Padophile aus CDU und SPD wegen der Partei? Oder weil ein große Gruppe auch Abschaum hevorbringt. Ich denke eher letztere.

    In Deutschland starben 2007 111 Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren durch Mord oder Totschlag. Mit anderen Worten: In jeder Woche dieses Jahres wurden – statistisch betrachtet – mindestens zwei Kleinkinder umgebracht.
    http://nachrichten.rp-online.de/article/titelseite/Mehr-Kindstoetungen-in-Deutschland/25248

    In Schlagzeilen und die Titelseiten schaffen es die wenigsten, warum tun die Eltern dass wegen Flipper spielen? Wegen mensch Ärger Dich Nicht? wegen Tom und Jerry?

  16. extreme gab es immer, sowohl im guten wie auch im bösen. (ich weiss gut und böse sind bedeutungslose worte beim beschreiben von taten, personen u.ä. dingen)

  17. Religion ist die größte Sünde des Menschen, da sie die Völker der Menschen auf der Erde geteilt hat.
    Glaube an Gott sei jedem freigestellt, aber an Dinge wie die Bibel oder einer Holzfigur an einem Kreuz glaube ich nicht.
    Entweder man glaubt an Gott, den guten, den allmächtigen, den alleswissenden, den der unsere Fehler verzeiht oder halt nicht.
    Und um an Gott glauben zu müssen muss zumindest ich nicht in die Kirche gehen, am Tisch beten oder sonst was machen.

  18. gott so wie er heute von z.b. den christen erfasst wird ähneld erstaunlich unserem GG.
    …gut das götter sich mit ihren gläubigen ändern, die kreuzzüge wären aus sicht der heutigen christenheit wohl kaum in jesus sinne, der setzte sich ja für den offenen dialog ein, wobei ich christus ehr so einschätze wie es die gnostiker tun also ehr menschlich als göttlich..liegt auch daran das ich göttlichkeit ablehne.

  19. Das ist etwas sehr verkürzt, und dadurch falsch.
    So kann z.B. beim Buddhismus von “nur Mord- und Totschlag” genausowenig die Rede sein wie beim Islam oder dem ach so blutigen Christentum.

    Gruß
    Aginor

  20. Ja Glaube ist nicht das Problem…Probleme gibts wenn leute kommen und sagen: “Gott hat mir gesagt alle ungläubigen zu töten! und das sind keine nervenheilpillen sondern kaugummies und ja mein vater war ungläubig und hat mich geschlagen aber das hat mich nicht beeinflusst!”

  21. Richtig, Fanatismus ist das Problem. Und den Fanatismus den ich bei manchen bekehrungswütigen Atheisten oder eingefleischten Genmais-Gegnern sehe, finde ich in den großen Kirchen und bei einer Mehrheit der Muslime und Buddhisten nicht.

    Ebenfalls problematisch ist wenn durch angeblich rationale Erklärungen ethische Grundsätze aufgelöst werden.
    Wenn früher ein Mensch einen anderen Menschen ermordet hat wurde das damit erklärt das er sich aus seinem freien Willen dazu entschloßen hat und nicht auf die Stimme seines Gewissens gehört hat.
    In der heutigen Zeit werden Gewissen und freier Wille als Erklärung einfach beiseite geschoben. Aus dem Täter wird ein Opfer der durch seine Lebensumstände – z.B. durch die Medien die er konsumiert hat – gar nicht anders konnte als die Tat zu begehen.
    Also wird auch der Täter nicht bestraft, sondern therapiert und statt dessen die Schuld bei den Medien oder sonstwo gesucht.
    Als erschreckende Aussicht bleibt dann noch die Befürchtung das man durch Verbote, Überwachung und prophylaktische Therapie versucht Taten zu verhindern:
    “Herr Z ? – ich bin vom Amt für Verbrechensverhütung. Laut unserem Computer haben sie aufgrund ihrer Lebensgeschichte und Umstände ein erhöhtes Risiko straffällig zu werden. Dies ist ihre richterliche Einweisung ins Resozialisierungszentrum. Keine Angst, wenn sie auf die Gesprächstherapie nicht regieren, die Deutsche Pharmaindustrie hat das was. Und wenn das nicht wirkt, unser Neurochirugen sind Weltklasse !”

    Das die Grünen und die SPD bei dem Spiel mitmachen wundert mich nicht, die hatten schon immer ein Herz für Täter die Opfer sind.
    Aber das Parteien die sich als Christlich bezeichnen daran arbeiten den gottgegeben freien Willen und Gewissen im strafrecht abzuschaffen kann man nur als GOTTLOSIGKEIT bezeichen :D

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