Interview mit Steven Spielberg

(via spiel*, Welt Online) Thomas Lindemann hat ein interessantes Interview mit Steven Spielberg geführt, bei dem es jedoch nicht um Filme sondern um Videospiele geht. So ist der bekannte Regisseur nicht nur bekennender Gamer sondern er ist auch selbst an der Entwicklung von Titeln wie “Medal of Honor” beteiligt gewesen:

Vor ein paar Jahren war ich ein großer Fan von World of Warcraft. Heute spiele ich alle Spiele über den Zweiten Weltkrieg. Ich habe den ersten Teil der Kriegsspielreihe „Medal of Honor“ entworfen, damals mit meiner Firma. […] Mir hat noch nie jemand vorgeworfen, dass ich meine Zeit verschwende. Allerdings wurde ich schon mal bezichtigt, wohl ein bisschen zurückgeblieben zu sein. Ich glaube es ist eher so, die Leute sehen mich Videospiele spielen, und sie freuen sich und sagen: Endlich haben wir etwas Exzentrisches an Spielberg entdeckt.”

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28 Gedanken zu “Interview mit Steven Spielberg

  1. möglich das diese werbung tatsächlich werbung war und keine darstellung der wirklichkeit…moment…war das werbung oder nachrichten?

  2. Wenn Spielberg tatsächlich so ein grosser Spielefan seit den Siebzigern ist, frage ich mich wie er zu der E.T Umsetzung für den Atari 2600 steht. *g*

  3. @Cyclonos:
    Oh nein, Du hast es erwähnt! meine jahrelange Therapie umsonst!
    Eins der am billigsten produzierten und am schlechtesten programmierten kommerziellen Spiele der Geschichte. einfach legendär. Ich wette ich könnte es an einem Nachmittag komplett nachprogrammieren.
    …ok, nicht an einem, aber Kenner wissen was ich meine.

    Gruß
    Aginor

  4. Spielbergs Medal of Honor landete ja damals postwendent auf dem allseits beliebten Index. Ein berühmter Name wie seiner und die Tatsache das er Jude ist und trotzdem kein Problem mit WW2-Spielen hat schützt uns leider nicht vor Zensur und Indizierung. Beschönigt hat es in seinen Spielen und den Film Save Privat Ryan/Der Soldat James Ryan nie etwas er hat Krieg so gezeigt wie er ist unmenschlich und grausam und sowas will nicht jeder sehen besonders in Deutschland nicht. Finde es auch sehr mutig von ihn zu seiner Leidenschaft Videospiele zu stehen und anständig das er für die Spieler Partei ergreift.

  5. Aginor die armen leutchen hatten damals auch nur 2 wochen zeit das game auf den markt zu werfen damit es rechtzeitig zum film erscheint. Von daher ist deine “an einem nachmittag” behauptung garnicht so unrealistisch ;)

  6. @ Doktor Trask

    Das mit dem ersten MoH war damals ja eine besondere Geschichte. Rein offiziell ist dieses Spiel gar nicht in Deutschland erschienen. Allerdings wurde damals dermassen euphorisch in der Presse darüber berichtet und auch Werbeanzeigen existierten. Die Leute sind den Importhändlern die Bude eingelaufen (Ich war auch einer). Das haben manche Hersteller damals so gemacht. Man hat versucht das Spiel nicht auf den deutschen Markt zu bringen aber trotzdem zum deutschen Kunden und das in einem möglichst grossen Zeitrahmen ohne INdizierung. Nintendo hat das damals ebenso mit Goldeneye fürs N64 gemacht.

  7. er spielt nicht nur wow sondern auch ach so böse killerspiele ála egoshooter, wow ob da noch einer sagt das die dinger dumm, dick und traurig machen?^^

  8. “Die Kultur wird angeführt von denen, die sie schaffen, und nicht von denen, die sie analysieren … Es ist sehr interessant, mal auf dem Globus zu schauen. Einige Länder glauben, Videospiele sind bedeutungslos und andere glauben, Videospiele haben eine hohe soziale Relevanz. Eine entsprechende Weltkarte wäre mal interessant.”
    *schluchts* Ja…

    “Videospiele sind einfach nur das technologische Äquivalent zum Brettspiel und zum Kartenspiel. Sie sind die gleiche Sache”
    *schluchts* *nick auf ab (ja)* JAAAAA…

    Diesen Mann, ER, der Gott des Films… *schluchts*
    hoffen wir mal, dass es mehr wir ihn in der Videospielebanche geben wird…
    Ob dann die Storys endlich wiederr besser werden?

    “den Spieler zum Weinen zu bringen, egal wie sensibel die Geschichte erzählt wird. ”
    Lasst den Helden am Ende des Spiels sterben…
    da häule ich stunden lang… aber vor Wut! (Oder wenn die Story abbricht…)
    -> Ein “Held” der am Ende stirbt ist ein Loser! (Ich will keine Loser zocken…)
    Danke aber mal ER hätte da bessere Ideen eine Story zu erzählen… *träum*

    Happy Coding…

  9. Ich finds immer noch sehr schade, dass Dreamworks Interactive so an Electronic Arts überging.
    Zumindest “Trespasser”, in dessen Credits auch sein Sohn zu finden ist, halte ich für einen der innovativsten, wenn auch ungeliebtesten Ego-Shooter vor “Bioshock”.
    Übrigens ist Spielberg auch Träger des Bundesverdienstkreuzes

    “Die Kultur wird angeführt von denen, die sie schaffen, und nicht von denen, die sie analysieren.” Bemerkenswerter Satz, wie auch das ganze Interview – inklusive der Aussage in einer Frage von Thomas Lindemann: “Viele Deutsche, besonders älterer Jahrgänge, tun sich schwer damit, Videospiele anzuerkennen.”
    @Cyclonos
    Interessante Infos zum ersten “Medal of Honor”. Dass das wie “Goldeneye” oder “Dark Forces” am PC Indiziert wurde, wusste ich gar nicht

  10. Ich glaube, das ist ein großer Lichtblick!
    Ich habe übrigens schon Spiele gespielt, die mich emotional angesprochen haben, aber wie Herr Spielberg schon sagt, ist das Problem das Adrenalin, dass ein äußere Gefühlsregung nahezu unterbindet und eine innere zumindest ein wenig eindämmt. Aber die Erfahrung im nachhinein ist dafür umso interessanter. Wenn man sich nochmal Gedanken über das Spiel macht.
    Ein sehr gutes Beispiel ist Mirror’s Edge, hab ich vor 2 Tagen durchgekriegt, und war von der Story und auch dem Hintergrund der Story wirklich beeindruckt, das Spiel empfehle ich allen, die sagen, dass das nicht möglich ist. Aber wirklich GANZ durchspielen!

    @boomboy
    dann ist er halt die Ausnahme, die die Regel bestätigt :-(

  11. Ich wusste, dass er an Boom Blox beteiligt war, aber nicht, dass er so viel zockt.

    Das sollte ich ich meinem nächsten Brief an irgendjemanden erwähnen :)

  12. @GreenNinja
    Bezweifle leider dass das großen Eindruck macht – habe ich schon öfters getan. Sein “Soldat James Ryan” wurde in Deutschland ja auch weitgehend abgelehnt meinem Eindruck nach

  13. @bonedaddy,
    wir nehmen nur die schlimmsten…für den anfang^^
    wo können wir die denn hintransportieren? china, chile, afrika, nordkorea, iran?
    ich denke im iran oder in nordkorea wären unsere lieben volksfeinde ähm freunde wohl am besten aufgehoben, weil sie dort sicherlich gefeiert werden würden.

  14. @Cyclonos
    Noch interessanter wird es wenn man bedenkt das man das erste MoH als Platinumversion mit einer USK Nicht Geeignet Unter 18 Jahren offzial auch in Deutschland erwerben konnte trotz der Indizierung das gleiche beim MoH Doppelpack das die gleiche Altersfreigabe hatte diese Titel lagen überall aus ja sogar in der Galaria Kaufhof.

  15. auch wenn the real black diesen satz schon zitiert hat: “Die Kultur wird angeführt von denen, die sie schaffen, und nicht von denen, die sie analysieren. ” Ich kann Herrn Spielberg nur zustimmen. Der Satz mach auch etwas Hoffnung.

  16. ja, nennt sich kritiker allerdings geht es auch umgekehrt..ich fand Picasso immer hässlich trotzdem sind seine bilder ein vermögen wert.
    Kritiker sind auch nur Menschen..entweder es gefällt oder nicht….

  17. Das Problem ist ja das aus Kritikern unglaublich schnell Zensoren werden. (Hat zbsp. George Romero in einem Interview mal angeprangert)

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