Wenn man im Steinhaus sitzt…

(Der Westen/NZZ) Manchmal ist es zum Haare melken. Journalisten, die nicht nur den Umgang mit der Sprache sondern auch das Recherchieren von Fakten aus dem A und O beherrschen sollten, scheinen bei Videospielen nie den Nagel beim Namen treffen zu können. So wusste die Bild schon früh nicht mehr, ob sie mit „Final Fantasy“ über ein Videospiel oder einen Film berichtet.

Und wie auch viele Politiker scheinen Journalisten nicht erfassen zu können, dass es mehrere Videospiele gibt die ein „Warcraft“ im Namen haben. Während nun manche über „Strategiespiele wie «World of Warcraft»“ berichten bringen andere „mit World of Warcraft 3“ das Faß zum rotieren. Das schlimmste dabei ist, dass solche Fehler nicht nur bei Artikeln von Spielekillern sondern auch bei solchen Autoren vorkommen, die sich um eine neutrale Berichterstattung bemühen. Aber wie heißt es doch so schön: „Es ist noch kein gut Ding vom Himmel gefallen„.

Update:

„Der Westen“ hat sich inzwischen verbessert.

41 Gedanken zu “Wenn man im Steinhaus sitzt…

  1. Vielleicht ist es auch nur ein kleiner Flüchtigkeitsfehler, dem der Autor passiert ist, aber dann ein sehr trauriger. Denn schon häufiger durften wir uns ja von mangelhaften Rechercheleistungen einiger Journalisten und Politiker überzeugen. Und wenn am Ende der Tag vor dem Abend dem Gaul zu tief ins Maul geschaut hat, dann hat die Wurst zwei Enden und Nachts ist es kälter als draußen. Oder so ähnlich…:S

  2. „Danach geht’s weiter mit World of Warcraft 3.”

    Es wurde ein Autor daran gesetzt, der sich nicht mit Computerspielen auskannte.
    Ganz einfach.

    Strategiespiele wie «World of Warcraft»

    Achja, wer kennt das nicht. Das war noch so ziehmlich zu anfang der Computerspieledebbate (korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege), da hatte jemand gemeint: „World of Warcraft ist kein Killerspiel, sondern ein Strategiespiel, da spielt man einen Soldaten, Feldherren oder Heiler […]“ (Zitat ungefähr).
    Ich denke mal daher hatte hier der Autor seine „Weisheit“.

    Frohes Zocken.

  3. Es gibt noch nen zweiten passenden Spruch: „Viele Leute scheinen das Prinzip der Demokratie falsch verstanden zu haben: Man darf eine Meinung haben, muss aber nicht.“

  4. Tja, leider ist auch die NZZ nicht vor solchen Fehlern nicht gefeit. Aber da der Artikel sonst ordentlich recherchiert und ausgewogen ist, kann ich Till Hein durchaus verzeihen.

    Bin aber als NZZ-Leser voreingenommen. :D

  5. Nun ja solange sie nicht behaupten das Bilder aus Doom3 aus Warcraft 3 wären.Oder das Warcraft ein Egoshooter wäre.
    Oder den Antogonist zum Helden und seine untaten (welchen zum kampf gegen ihn motivieren sollen) als Spielhandlung darstellen (wie BILD bei FFVII ;) )

  6. hmm ja der nzz artikel ist ausserordentlich gut, den schnitzer mit world of warceaft..nagut kann passieren ich kann einen golf tdi auch nicht von einem normal golf unterscheiden ^^, früher wusste ich nichteinmal was tdi heisst, magels interesse.

  7. mysical13 die artikel sind pro-games :) bitte erst lesen, zugegeben der newspost hier ist etwas aggresiv und zu ironisch obwohl die bemühung neutral zu sein durch unkenntnis einiger umstände, fehler aufweist.
    _
    aber gleich die autoren derart zu beurteilen ist unfair und zeugt von ebensoviel unkenntnis.

  8. World of Warcraft 3? Wann kam den Teil 2 auf dem Markt? Habe ich hier was verpasst? „Grins.“
    Liebe Leute, so arbeiten Journalisten auch bei anderen Themen oder denkt ihr das mit der schlechten Recherche gibt es nur bei „Killerspielen“? Ich merke es nämlich beinahe grundsätzlich bei Themen von denen ich Ahnung habe das in den Artikeln enorm viel Quatsch steht.

  9. als ich sagete das der newspost etwas aggresiv ist meinte ich stigma…bitte lest die artikel und geht von einem menschen aus der sich mit pc-games bis jetzt nur sehr wenig beschäftigt hat.

  10. @Seth,
    im Moment scheint es von genau solchen Leuten (die sich mit Games kaum beschäftigt haben) sehr viele zu geben die aber dann auch noch viel Labern!

  11. Überwiegend gute Artikel, da kann man doch die kleinen Schnitzer bei der Namensgebung der Spiele verzeihen, zumal „Der Westen“ schon reagiert hat und der Patzer beseitigt wurde.

    Ich sehe diese Sache sogar positiv.
    Da wir, die wir uns mit der Materie besser auskennen, auf diese Weise immernoch festsetellen können ob der Verfasser des Textes sich mit Spielen auskennt oder nicht.
    Ergo steigert das den Informationsgehalt für uns.

  12. gibt es aber diese beiden artikel haben fehler menschlicher natur, die auch nachvollziehbar sind..bzw hatten, nach der korrektur.

  13. @Poddel
    ich habs hier nochmal etwas genauer:
    „World of Warcraft ist ein Strategiespiel, in dem man Rollen spielt, man ist General, Unteroffizier, Sanitäter. In einem sehr komplexen Organismus wirkt man gemeinsam darauf hin, kriegerisch Erfolg zu haben. Aber es geht nicht primär ums Töten, sondern um die Strategie.“ das war von Herrn Pfeiffer in hartaberfair.
    Mit „Strategiespiel, in dem man Rollen spielt“ ist wohl „Taktik-Shooter“ gemeint.

  14. ja daran erinnere ich mich auch noch…würde ein normal-bürger sich so vertuen würde man ihn nicht mehr anhören, aber herr pfeiffer ist ja ein experte…für games.

  15. Und was Herr Pfeiffer für ein Experte ist. Nun ich bin ab heute Wirtschaftsexperte, Rechtswissenschaftler, Politikexperte etc. … wenn sich jeder bei alles und jeden Experte schimpfen darf ohne einer zu sein dann darf ich das doch auch oder? Rein rechtlich geht das aber natürlich nicht so einfach, wenn man sich als Experte bezeichnet aber keiner ist kann man für den entstandenen Schaden ducrhaus belangt werden.

  16. ich bin übrigens Experte im Programmieren, ich kann in Visual Basic Consoles und Functions und so^^ bin ich jetzt besser als Pfeiffer.
    (und experte im pfeif(f)en bin ich auch xD)

  17. Wir sollten aber jetzt echt wieder ernsthaft werden immerhin ist es hier eine ernsthafte Seite die wir haben und ernst wollen wir doch auch genommen werden oder?

  18. @Seth
    Ich sage ja nicht das wir hier nicht locker sein aber wir sollten schon darauf achten nicht auf YouTube-Niveau zu posten und das geht schnller als man denkt. Nun aber zurück um Thema.

    In der GameStar hieß es mal das in Normalfall die Jounalisten keine Journalisten Interviewen würden es bei dem Thema Killerspiele aber nicht anders geht nur sie hätten die Erfahrung gemacht das man eigentlich keine Sachliche Diskussion, wirkliches Hintergrundwissen und Erklärungen etc. haben wolle, meistens gehe es darum das die Journalisten wissen wollen ob es überhaupt ein Jugendschutz bei Spielen gibt und wie leicht der sich umgehen lässt, welches Spiel denn das schlimmste sei, wo man dieses dann Kaufen könne und wie man möglichst brutal in Spielen tötet etc. und das sagt schon einiges über die Art aus wie „normale“ Jounalisten abseits der Gameingindustrie an das Thema Spiele und ihre Nutzer herran gehen.

  19. ja einige sich selbst als medien bezeichnende unternehmungen der volksverdummung dienen nicht der wahrheitsfindung noch einer sachlichen berichterstattung.

  20. Ich muß sagen ich kann die Medien ja verstehen, sie haben Angst um ihre Jobs, seit Jahren schon gehen Auflagen und Einschaltquten zurück und daher versucht man mit allen zur Verfügung stehenden Mittel die durch sogenannten Informationsmedien leicht zu beeindruckende Bevölkerung gegen einen vermeintlichen Konkurenten aufzuwiegeln und ihn ein für allemal loszuwerden in der Hoffnung irgendwann die Zielgruppe erweitern zu können und wieder mehr Umsatz machen zu können. Aber ich als Betroffener der durch falsche Tatsachenberichte angegriffen wird bin darüber sehr verärgert.

  21. toll…uninteressierte politiker, verantwortungslose manager und Bänker, toter journalismus – die welt von heute – das ende von morgen.

  22. Moin,

    jetzt mal ehrlich, die „Schreiberlinge“ setzen sich mit der Marterie sowieso nicht
    aus einander. Die wollen nur schnelles Geld mit ihren Geschichten machen. Es ist doch mal klar, wer zwischen nem Computerspiel und der Realität nicht unterscheiden kann. Ich mein das jetzt im FSK18 Bereich.(Wenn Jugendliche unter 18 ein Spiel-Video ab 18 in die Finger kriegen, dann haben doch die Erziehungsberechtigten nicht aufgepaßt). Dem fehlen dann sowieso 3 Groschen an Der Mark!.

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