Stellungnahme eines Grünen

(Quelle) Auf seiner Seite setzt sich der Grüne Wolfgang G. Wettach mit den aktuellen LAN-Verboten auseinander. Er betont, dass nicht alle Grünen ein Vorgehen gegen Videospiele fordern, auch wenn einige sich tatsächlich dahingehend geäußert haben. Bei den Grünen gäbe es nun einmal mehrere Meinungen, so dass man hier doch ebenso differenziert argumentieren solle, wie es auch bei gewalthaltigen Videospielen angebracht wäre. Prinzipiell mag er recht haben, aber warum haben sich die anderen Grünen dann nicht ebenso öffentlich für Videospiele ausgesprochen wie die beiden „kommunal aktiven Mitglieder“ medienwirksam ein Verbot gefordert haben? Auch findet sich eine derartige Einstellung nicht nur auf der kommunalen Ebene, selbst Renate Künast fordert eine Ächtung von „Killerspielen“.

Zur Stellungnahme

22 Gedanken zu “Stellungnahme eines Grünen

  1. Schön, dass es in dieser Partei auch solche Stimmen gibt. Persöhnlich tendiere ich allerdings weiterhin zu Piraten. Die Grünen haben immerhin auch die CDU in Karlsruhe unterstützt.

  2. naja aber Ächtung heisst nicht Verbot, sondern mehr „passt auf, der Inhalt zeigt dinge die im echten Leben nicht gemacht werden sollten“.
    Aber sonst scheint es zu stimmen, wenn ich an den Grünen meiner Kommune denke, der über Videospiele auch nicht wirklich viel wusste.

  3. Sogar das Video wurde dort eingebaut :). Ich begrüße es natürlich, wenn sich politiker auch gegen ihre Partei stellen, wenn sie der überzeugung sind, dass die Partei eine falsche Meinung vertritt. Allerdings sollte die Partei die man wählt, allgemein eine Meinung vertreten, die einem zusagt.

  4. Es gibt schon Politiker, auch aus den Reihen der Union und der SPD, die sich gegen Verbote äußern, aber diesen wird bei weitem nicht soviel Gehör geschenkt, wie den Kritikern. Auch sind es weitaus weniger. Ich bin mir sicher, dass nicht alle Grüne-Politiker so denken, aber man nimmt das als ,,normaler´´ Bürger nicht so wahr.

  5. er stellt sich nicht gegen seine partei….es ist eh so das die die vorher di verbote ausgesprochen haben sich gegen die partei stellen bzw ein eingeschränktes sichtfeld haben.
    generell wäre es mMn auch begüßenswert wenn man nicht, egoshooter spielt und gleichzeitig im schützenverein tätig ist, die sogenannten werden damit in ihrer wahrscheinlichkit ehr erhöht….wobei man so wütend ersteinmal sein muss, und wut ensteht meist durch ungerechtigkeit und unverständniss zur eigenen position.

  6. @Booomboy

    Ächtung heißt: Wir finden das, was du tust, verachtenswert und zeigen das auch. Wobei das eher „Verachtung“ ist. Ächtung im eigentlich Sinne ist das (Wikipedia):

    „Ächtung (auch: Friedloserklärung), die Verhängung der „Acht“ (im Speziellen der Reichsacht) ist eine schwere Strafe des nordgermanischen und des alten deutschen Rechts. Sie verlangt die Ausstoßung des Geächteten aus der menschlichen Gemeinschaft, das Verbot, ihm beizustehen, und ermächtigt jedermann, ihn straflos zu töten. Die Ächtung ist vor allem die Strafe für das Nichterscheinen vor Gericht trotz mehrfacher förmlicher Vorladung.“

    Und auch wenn ich Meinungsvielfalt generell schätzte sollte die Partei, die mich vertritt, doch wohl auch meine Interessen vertreten und keine Wundertüte für mich sein.

  7. Oh das ist hart.
    Also macht sich eigentlich jeder der sagt „Gamer müssen geächtet werden“ strafbar, weil er ja dadurch indirekt zu Gewalthandlung gegenüber uns Gamer ausspricht?

  8. @Booomboy
    Ja genau und das meinte ich damit als ich schrieb das Ächtung vieles bedeuten kann aber zumeist ist die Ausgrenzung und Verachtung und auch Verfolgung/Vernichtung einer Person/Gruppierung gemeint aber Rey Alp hat das ja perfekt erklärt.

  9. Naja, ich denke schon, dass es in den Grünen mehrere Konkurrierende Meinungen gibt und das diese auch eher geäußert werden, als bei anderen Parteien. Leider ist das Thema allerdings nicht wichtig genug um sich damit einen Namen zu machen.

  10. wolfgang.ughugh.de/?p=254

    Zugriff erschweren (Sperren) 1% (10 votes)
    Aus dem Internet entfernen (Löschen) 96% (1869 votes)
    Im Internet belassen 2% (32 votes)
    Other: 2% (34 votes)
    Total Votes: 1945

    Statistisch sehr gut: was jetzt die Regierung machen solle…

    Ok sie geben mit vielen Recht: zB
    – Piraten wollen am meisten von den Grünen abwerben
    – Man sollte differenziert die Parteien ansehen
    ABER
    Wenn die Partei nicht gegen diese Stimmen vorgeht besonders wenn sie eine Bevölkerungsgruppe ächten wollen ist es ein heimliches Zugeständnis zu dieser Meinung…

    „Sie verlangt die Ausstoßung des Geächteten aus der menschlichen Gemeinschaft“
    ok gebt uns am Mond, Mars eine Biosphere oder wenn ihr uns nicht so weit wegschicken wollt einen Atomschutzbunker mit Internetanschluss und Atomkraftwerk und lasst uns in unerer „Vault“ in Ruhe alle Killerspiele zocken und so viele LAN Partys freiern wie wir wollen…

    Frage ist nur, wissen die Politiker überhaupt was sie da den ganzen Tag von sich geben oder sind es auch alles nur Trolle wie sie sich auch sin so vielen Foren herumtreiben?

    Happy Coding.

  11. es ist der vorgänger des foren trolls, angefangen hat dies mit dem Buchtroll, darauf folgete Zeitungstroll, dem wiederrum der TV-Troll, tatsache ist ddas der forum-troll eines mit all diesen zusammen hat, er sagt etawas das eindeutig falsch ost oder keinen inhalt hat.
    anders als normalerweise sind seine vorgänger aber nicht ausgestorben wodurch der troll zu einer intellektgefähdenen kreatur herrangewachsen ist, erfolgreichtes mittel zur bekämpfung ist das Ignorieren und in enstfällen das paroli bieten :)

  12. http://www.tagesschau.de/inland/sudetentag100.html

    Schäuble würdigt Schicksal Vertriebener

    Motto des Treffen „Der Geschichte verpflichtet – die Zukunft gestalten“.
    (mom! Sollen wir es wieder genau so machen wir früher oder nicht?)

    „… müssen wir das offene Gespräch über die Vergangenheit suchen. Gleichzeitig müssen wir beherzt nach vorne blicken und das Ziel,… Frieden, im Auge behalten“, so der Innenminister.

    (Aber welches Ziel ist es wirklich das der gute Herr im Auge hat…)

    Kurz um Vergangenhait BÖSE, aber damals hat ja auch alles so gut geklappt…
    .
    Happy Coding.

  13. Wenn bei euch auch OB-Wahlen sind und die Kandidaten persönlich ansprechbar sind, geht hin und weisst sie auf diese website.
    aber auch ein kleines sachliches gespräch ist hinterlässt einen guten eindruck^^

  14. Liebe Mitspieler,

    wie ich schrieb habe ich hier keine Einzelmeinung vertreten, sondern das vorher mit dem GRÜNEN Landesvorstand meines Vertrauens abgesprochen, der auch parteiintern mit mir zusammen Aufklärungsarbeit betreibt. Wer Computerspiele über, sagen wir ml, Frogger hinaus nicht kennt, der hält eben auch WoW für ein Killerspiel (ich persönlich finde Saga of Ryzom toller, aber gut, die Geschmäcker sind verschieden) und versteht nicht wofür ich beim „Kampf um Mittelerde“ soviele Berittene Bogenschützen brauche oder warum ein Browsergame nix mit Duschen zu tun hat, auch wenn es viele gamer gibt die wie ich ich auch regelmässig duschen. :-)

    Ein Vorgehen gegen Computerspiele, über die Arbeit der bps hinaus, ist nicht Beschlusslage der Grünen und wäre auch nicht mehrheitsfähig. Dass gegen Spiele statt gegen die Waffenlobby vorzugehen ein unsinniges Placebo-Vorgehen ist, hatte wie von mir zitiert schon die Parteivorsitzende Claudia Roth beim Thema Paintball angemerkt. Gerade bei den Kommunalwahlen wählt man aber mehr Personen als Parteien – das können ja auch die Karlsruher tun. Der von mir geschätzte Karlsruher Land-Grüne Jörg Rupp zum Beispiel ist zwar friedensbewegter Gaming-Skeptiker, weiss aber nicht nur wie man twittert und blogt sondern hat sich zumindest in der Diskussion auch differenziert geäussert, wie ich das von intelligenten Menschen auch erwarte.

    Nicht wer Spiele spielt und Eltern-LANs fördert, sondern wer beides, das Spielen und die Aufklärung dazu nicht stattfinden lässt, entfernt sich von der Linie der Grünen. Kein Grüner würde übrigens die Ächtung von Killerspielern fordern, das nur zur Abrundung.

    Was Grüne vs. Piraten angeht: Zum Thema PirateBay haben die Grünen das sehr gute Konzept der Kulturflatrate vorgeschlagen und finanziell und juristisch prüfen lassen. Wenn wir das auf europäischer Ebene WUMSen, dann braucht sich auch kein elektronisches Maultier mehr zu verstecken. Und es sollte um die gemeinsamen Inhalte gehen, nicht darum ob Leute mit unserer Meinung nun wie ich mehr gestalten und verändern, oder wie die jungen Piraten deutlicher protestieren wollen.

    Lasst uns viele Eltern-LANs veranstalten, um Eltern, LehrerInnen und Medien aufzuklären was dieser Spielspass eigentlich ist und dass sie davor keine Angst haben müssen – genausowenig wie vor LARPern mit Latex-Keulen oder bei Shadowrun-LARPs mit Wasser-Pumpguns.

    Für freie Software, freien Zugang zu Inhalten und freien Spielspass,
    Happy Coding,

    Wolfgang G. Wettach – http://gruene.wettach.org
    Fantasy-Gamer seit Ewigkeiten mit eigener Welt – Coder willkommen – http://myrapedia.eu

  15. @Wolfgang

    So einfach möchte ich es Dir dann doch nicht machen. Du hast zuvor schon die Spielekritiker unter den Grünen mit der Aussage, dass es nur zwei Kommunalpolitiker wären, heruntergespielt und davor gewarnt, dass man glauben solle, dass das der Standpunkt der Grünen sei. Hier schreibst Du sogar, dass ein Verbot nicht mehrheitsfähig sei.
    Warum wird dann diesen beiden freie Hand gelassen, so dass der medienpolitische Sprecher der Grünen im Landtag von BW erklärt, dass man das Verbot in Stuttgart begrüßt? Sind nur die Grünen in BW gegen „Killerspiele“? Oder lässt man diesen einfach freien Hand bei dem Verfassen von Presseerklärungen im Namen der Grünen, wenn man sich davon Vorteile im Wahlkampf erhofft?

    Wo du die Kulturflatrate ansprichst, könnte man nicht einmal die Zwangsabgabe für Brenner und CDs/DVDs abschaffen? Ich hatte dank diverser Kopierschutzprogramme noch nie die Möglichkeit eine von mir legal erworbenen Datenträger zu brennen, habe aber schon mehr als 200 € Abgabe gezahlt. Mit anderen Worten, ich schneke der Industrie 200 € für ein Recht, dessen Ausübung mir die Industrie durch das Verwenden von Kopierschutzprogrammen rechtlich unmöglich macht.

    Bei mir brauchst du übrigens nicht allzuviel Zeit in Antworten investieren. Bei den Grünen hat mir schon immer ein schlüssiges Energiekonzept gefehlt (Für den Ausstieg aus der Atomenergie bin ich). Aber spätestens seit dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen Serbien sind die Grünen wie auch die SPD für mich nicht mehr wählbar. Da CDU und FDP am Irakkrieg sogar offiziell teilnehmen wollten und nicht wie die Grünen damals nur inoffiziell (Geheimdienst) und mit der Duldung der Kriegsführung vom deutschen Boden aus sind die natürlich auch keine Alternative.

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