Interview mit Christoph Klimmt

(via KSS, Technology Review) Constanze Hübner hat ein Interview mit Christoph Kilmmt geführt, der daran forscht wie die Medien Forschungsergebnisse darstellen und wie die Vermittlung sozialwissenschaftlicher Forschung verbessert werden kann. Er stellt klar, dass nicht versucht werde eine Verbindung mit Amokläufen sondern mit alltäglichen Rangeleien auf dem Schulhof herzustellen:

“Sogenanntes „antisoziales Verhalten“ kann durch diese Spiele gefördert werden, was Studien auch zeigen. Der Effekt ist aber nicht so stark, sondern eher ein Zahnrädchen im Getriebe der Persönlichkeitsbeeinflussung. Aber es gibt auch viele Spieler, die davon nicht beeinflusst werden. Die haben meist ein starkes soziales Umfeld, verstehen sich gut mit ihren Eltern und haben in der Schule keine Probleme. Jugendliche in schwierigen Lebenslagen sind anfälliger für Verhaltensänderungen durch diese Spiele. Wir haben es hier mit einem einheitlichen Forschungsstand zu tun, der eigentlich auch dargestellt werden könnte, aber einige lassen eben mehr Moral zu und neigen zu drastischen Aussagen.”

Zum Interview

10 Gedanken zu “Interview mit Christoph Klimmt

  1. “Der Effekt ist aber nicht so stark, sondern eher ein Zahnrädchen im Getriebe der Persönlichkeitsbeeinflussung.”

    Ich muss immer lächeln, wenn ich solche Aussagen höre oder sehe.

    Denn was ist nicht alles ein “Zahnrädchen” in irgendeiner Art und Weise?

  2. yo gute frage…
    wenn die gesellschaft ein getriebe ist dann wäre es doch folglich so das normale menschen der teil des getriebes ohne fehler sind, mörder, und anderes haben eine schraube locker, und pfiffer bosbach layen und co sind der rost im getriebe.

  3. sand mein ich sand im getriebe :)
    wobei da vllt mehrere faktoren eine rolle spielen…vlllt sind die auch sowas wie, salz in der wunde um die heilung zu unterstützen etc -.-

  4. Man muss aber auch auch bedenken, dass gerade jungen Leuten ohne soziale Kontakte das Spielen neue Welten öffnet. Nicht nur online. Das sollte man nicht zwinged verteufeln.

  5. Spiele befriedigen darüber hinaus auch, je nach Art des Spieles, bestimmte Bedürfnisse und sind daher für ein ausgeglichenes Leben nicht von Nachteil.

    Bsp.: ich hatte nen scheiß Tag und will Dampf ablassen, da kommt mir der Shooter oder das Beat’em up gerade recht oder ich bin gelangweilt und lege deshalb ein gutes Action Adventure ein oder ich brauch mal wieder etwas Adrenalin und greif zum Rennspiel… .

  6. @kraid:
    Ich find ja das vor allem du recht hast. Dafür wurden Spiele gemacht, um mal ausspannen zu können. Ich steh zum Beispiel oft von früh bis spät im Labor (jaja Chemiestudent ^^), dann freu ich mich immer wenn ich abends mal ne Stunde abschalten kann.

    Aber natürlich hat dieser Christoph Kilmmt auch nicht unrecht. Leute deren Leben, salopp gesagt, scheiße ist, sind anfällig für psychische Probleme. Da können dann Videospiele wirklich ne Fluchtmöglichkeit aus der Realität sein.

  7. aye wer probleme hat, wird immer irgendwie versuchen ihnen zu entfliehen, manchmal endet das in gewallt aber meistens ehr in einer depression aus der man nur nach und nach oder garnicht mehr rauskommt…und am ende hat man dann die verbitterten alten opas und omas die an allem rumnörgeln ^^

  8. @Alrik
    Irgendwann kommt das noch das Spieler gekennzeichnet werden müssen da man ja die Bevölkerung vor gefährlichen Personen warnen und schützen muß.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.