“Killerspiele” gefährlicher als “Komasaufen”?

(news4press) “Customer Data Service” hat durch Testkäufe im Mai 2009 in vier deutschen Großstädten die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes überprüft. Offenbar hat die allgemeine Hysterie bezüglich gewalthaltiger Videospiele auch positive Seiten. Mittlerweile ist für Kinder offenbar leichter an Alkohol als an für sie nicht geeignete Videospiele zu gelangen. Während 40 % der Testkäufer an hochprozentige Spirituosen gelangten konnten nur 20 % Spiele “ab 18” erwerben. Ob dieses Verhältnis die tatsächliche Gefährdung wiederspiegelt sei mal dahingestellt.

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20 Gedanken zu ““Killerspiele” gefährlicher als “Komasaufen”?

  1. vllt. achten die verkäufer durch den ganzen medienrummel einfach mehr darauf.
    Nein, das wäre zu einfach, man muss einfach etwas reininterpretieren, dass es für die spiele schlechter aussieht
    Außerdem: 57 testkäufe in drei großstägten, das ist ja voll aussagekräftig

    Da sieht mans übrigends wieder “saufen” klingt langweilig, dan wirds unbenannt und schon klingts viel böser “komasaufen” achtung, achtung
    .
    Gruß
    DerMarc42

  2. Ich finde Komasaufen einen guten Begriff, da er ursprünglich aus der Jugendkultur adaptiert wurde, und so unverfälscht etwas darstellt, was viele Jugendliche irrigerweise sogar als positiv betrachten.

    Aber natürlich ist Komasaufen deutlich gefährlicher als jedes Computerspiel. Das sollte jedem klar sein.

    Gruß
    Aginor

  3. “gewaltverherrlichende Spiele, die erst ab 18 Jahren freigegeben sind”
    aha, wusste gar nicht, das gewaltverherrlichende Spiele ab18 sind ?!
    oh man, wieder halbwahrheiten ohne Ende. Weiss denn da draußen niemand über die Erwachsenenbevormundung… äh… den Jugendschutz in Deutschland bescheid?

  4. ich versuche ja schon lange, den Begriff “Komadroge” für “Alkohol” zu etablieren. ;)

    Wer Eris opfern will kann Briefe an Kaufhof und Marktkauf schicken, Sie für den freiwilliggen vom Killerspielverkauf loben und Sie auffordern “Für die Kinder” und zur “Verhinderung von Komasaufen” Tabak und Alkohol aus der Programm zu nehmen.

  5. “Die Testkäufe wurden durch 16-17 jährige Testpersonen in Begleitung eines erwachsenen Betreuers realisiert.”

    Ehm… wenn da eine Augenscheinlich erwachsene Begleitperson dabei ist, wird auch eher mal was an die Minderjährigen verkauft ohne den Ausweiß zu verlangen, Pappi/Mammi ist ja schließlich dabei.

    Und wieder wird das unwort des Jahres 2009 “KILLERSPIELE” ganz selbstverständlich verwendet.
    Außerdem ist vom “Versuch “verbotene” Produkte zu kaufen” und “gewaltverherrlichende Spiele, die erst ab 18 Jahren freigegeben sind” die Rede.
    Was zumindest für Sachkundige Menschen, und das sollten die Experten vom CDS sein wenn Sie derartige Untersuchungen durchführen, einen grobe Falschaussage darstellt.
    Zum einen sind “verbotene” Produkte, was selbst auf Liste B Artikel nur bedingt zutrifft (abhängig vom Paragraphen), nicht im deutschen Handel erhältlich.
    Andererseits geht auch die Rechnung: gewaltverherlichend = freigegeben ab 18 nicht so recht auf.

    Zumindest die Kernaussage, das man in D. leichter an Alkohol kommt als an 18er Spiele, als positiv für uns Gamer zu werten.

    Schade das man diese Tests immer gerade mit Jugendlichen die fast alt genug sind, gemacht werden.
    Die sollen mal lieber 12-14 Jährige Testkäufer hinschicken, da fällt das Ergebnis gewiss ganz anders aus.

    Ich hab zumindest den Eindruck, das sich viele Verkäufer zugunsten schnellerer Abfertigung, auf ihre Einschätzung des Alters der Kunden verlassen oder die USK/FSK Sticker erst gar nicht bemerken.

  6. Auch schade ist, dass manche Testkäufer älter aussehen als sie eigentlich sind.
    Also manch 14,15 oder 16 Jähriger sieht aus wie 20 oder gar älter.
    Die meisten Verkäufer verlangen ja erst den Ausweis, wenn sie den Eindruck haben, dass der Kunde mindestens so alt ausschaut wie er für das Spiel sein muss.
    Muss man mal testen: Schick einen 14 Jährigen rein, der wie ein Milchbubi aussieht, dann noch einen 14 Jährigen, der schon fast wie 20 aussieht.
    Ich wette, der Milchbubi bekommt kein Spiel, aber der andere schon.
    Ich bin dafür, das Generell bei jungen Leuten der Ausweis verlangt werden muss.

  7. testkäufer sind ne nette lösung, ein bisschen furcht unter den verkäufern wird sie schon zur ordnung rufen und der arbeitgeber kann gezielt kassiererinnen die im betriebsrat sind rauschmeissen.
    .
    nicht das ich es schlechtreden will, aber hier muss mehr bedacht werden als das offensichtliche.

  8. Es genügt schon ein Blick in das Jugendschutzgesetz: ca. eine halbe Seite beschäftig sich mit Alkoho, ca 5 -6 Seiten mit dem sogenannten Jugendmedienschutz. Sagt einiges aus über unser Land, finde ich. (Nur zur Erinnerung: Alkoholtote/Jahr: ca. 42000; Zersörte Familien/durch Alkohol augelöste Morde und Leid: Unzählbar)

  9. von 80 mio. wir haben auch die freiheit uns zugrunde zu richten, find ich zwar auch nicht toll, aber diese 42.000 erinnern uns daran warum es schlecht ist den Genuss von Alkohl zu übertreiben. wobei mir mehr medienpräsens recht wäre die zu einem verantwortungsbewussten konsum anregt, meinetwegen auch mit bildern von Alkohlleichen. (da bin ich etwas extrem, aber mein Großvater neigte auch etwas zum Glas, und seine Leber war danach ein Stein (kein scherz) )

  10. WIE VIELE TOTE BRINGEN SPIELE?
    wenn alle amokläufe zusammenzählen(also überhaupt damit in verbindung gebracht würden)—wenige hundert
    WIE VIELE TÖTEN ALKOHOL?
    viele tausend jährlich…-.-‘

  11. @Alrik
    Das tolle an dem Handel ist ja das er dann anstatt auf das Alter zu achten lieber das gesammte Sortiment der Altersmäßig hocheingestuften Spiele entfernt. (Habe ja mal geschrieben was für ein tolles Beispiel meine Heimatstadt hierfür ist)

  12. @Alrik
    Wäre es aber saufen, fi**en und auf Pappscheiben ballern ist deutsches Kulturgut und pädagogisch wertvoll für jung und alt da geht keiner dran.

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