Weitere Stellungnahme der Grünen

(via zottels-blog, dreitagewach) Nachdem man zuletzt einige kritische Stimmen der Grünen vernommen hat, die die LAN-Verbote begrüßten sowie “Killerspiele” verdrängen und ächten wollten, gibt es nun versöhnlichere Töne. In einer Stellungnahme im Rahmen der Aktion “dreitagewach” nimmt man von Verbotsforderungen Abstand, da diese praktisch nicht umzusetzen sein. Daneben fordert man eine Förderung “erwünschter” Videospiele sowie das Recht ein, manche Videospiele auch kritisieren zu dürfen. Ob dies auch die offizielle Meinung der Bundestagsfraktion ist, bleibt ungewiss.

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17 Gedanken zu “Weitere Stellungnahme der Grünen

  1. “Die Spielerszene müsse zur Diskussion bereit sein”
    Ja das ist sie, aber jeder Versuch von der Spielerszene mit betroffenen Politikern die diese Spiele verbieten wollen wurde immer wieder ignoriert oder mit einer Standardbriefantwort ála “wir haben kein interesse an euer geschwätz” verneint.
    Die Kritiker dieser Spiele kennen die Spiele nicht einmal.
    Sie haben, wie z.B. die Karlsruher CDU von Frau Luzcak-Schwarz sich YOUTUBE-Videos über Counterstrike angeschaut.
    YOUTUBE!!!
    Jeder normale Internetuser der hin und wieder auf Youtube rumwuselt weisst, dass die Videos über Filme und SPiele dort entweder Trailer sind oder sind Fanvideos die extra für einen ganz bestimmten Zweck zurecht gefummelt worden sind.
    Die ganzen Kritiker der Spiele kann man daher nicht als Kritiker sondern als Spielehasser bezeichnen, da diese Leute sich weder mit den Spielen noch mit den Spielern beschäftigen.

  2. Ich finde diese Stellungnahme einfach nur zynisch und fern jeglicher tradierten bis aktuellen Kultur- oder Medienpolitik.
    Wie soll dabei eine Diskussion mit jemandem überhaupt weiterhin möglich sei, welcher angeblich bereits zur Überzeugung gelangt ist, dass das “menschliche Leben” in Spielen nichts wert sei (O-Ton Grüne BW Mir gegenüber).
    Ein Recht Spiele kritisieren zu dürfen… Was passiert denn seit Jahr und Tag über Medien und Politik in Deutschland? Doch nichts anderes, als zumindest ausgiebig davon Gebrauch zu machen? “Resident Evil 5” sei “Sadismus pur”, mit “Call of Duty” werde man ausgebildeter Soldat mit weniger, oder gar ganz ohne Tötungshemmung, usw.
    Aufrichtiger Respekt liest sich für mich jedenfalls anders.

  3. Ich hab ja nichts gegen GERECHTFERTIGTE Kritik, nur sollte die sachlich und objektiv sein und von jemandem kommen der sich auch mit dem Thema auseinandergesetzt hat.
    Bis jetzt ist das eher die Ausnahme gewesen.
    Bsp.: verschiedene Redakteure von Spielezeitschriften zum Thema Manhunt.

    Da weiß ich die haben es gespielt und nicht nur Youtube videos geschaut, die verfügen schon von Berufswegen über die Kompetenz, bekommen die Entwicklung des Gaming mit und haben auch vergleichswerte, sprich andere Spiele gespielt.

    Wie wäre es denn wenn sich jemand der noch nie einen Film gesehen hat, noch irgendwelches Fachwissen über Filme besitzt, einen Trailer von einem Film schaut und dann daran Kritik übt?

    Zum Thema Die Grünen: bisher habe ich von dort nur Gegenstimmen vernommen. Das Statement hier wirkt eher wie der Versuch, nicht noch die letzten Jungwähler zu verprellen.

    Das man sich das Recht Videospiele zu kritisieren wünscht, zeugt einmal mehr davon, das man von den Jüngsten Ereignissen nicht viel mitbekommen hat.
    Mehr Kritik geht ja wohl kaum noch.

  4. “Gewalt und Kriegslust haben in den Köpfen von Kindern und Jugendlichen nichts zu suchen.”

    Ich versuche ja WIRKLICH nicht mehr so zynisch zu sein, aber dieser Satz sollte entweder deutlich länger und klarer definiert sein oder einfach ignoriert werden.
    NATÜRLICH wollen wir nicht, dass Kinder und Jugendliche Gewalt toll finden. Aber es muss hierbei nicht darum gehen virtuelle Gewalt zu verbieten sondern ECHTE Gewalt!
    Kinder (okay, größtenteils Jungs) haben nun einmal Spaß am Krieg spielen. Das ist halt so. Und solange man nicht in einem völlig gewaltfreiem, vom Rest der Welt abgeschottetem Utopia lebt wird das auch nicht möglich sein. Fiktive Gewalt ist ein Eckpfeiler der gesamten Unterhaltungs- und Spielzeugindustrie. Das muss nunmal einfach akzeptiert werden.

    Und wie bereits in einem anderen Kommentar von mir gesagt, die aktuellenb Aussagen erwecken stark den Eindruck nach Schadensbegrenzung.

  5. Hier mal ein Beitrag der BPJM von 1984 zu der damals hochskandalösen und angeblich Jugendgefährdende Serie He-Man and the Masters of the Universe und der Nachahmung des gesehenen. Die sich teils auch auf Spiele beziehen lässt.
    Märchen sind wichtig…
    Denn Märchen helfen einem Kind, die Realität besserzu verstehen.
    Was zunächst wie ein Widersprcuh klingt, ist in einer amerikanschen Studie überzeugend belegt worden. Die Überzeichnung der Realität, wie sie im Märchen stattfindet, die Darstellung charakterlicher Polaritäten – hier der strahlende Held, dort der Bösewicht – macht es einem Kind leichter, die Gegensätze zwischen gut und böse richtig zu begreifen. Es lernt, daß das Leben nicht nur eine Sonnenseite, sondern auch eine Schattenseite hat. Und es lernt – an der Seite eines sympatischen Helden – daß man sich eben etwas einfallen lassen muß, will man mit den Widrigkeiten des Lebens fertig werden. Was nicht nur den Sinn für die Realität schärft, sondern auch Phantasie und Kreativität eines Kindes fördert. Vor allem dann, wenn das Märchen zum Rollenspiel wird.
    Ein Märchen zwischen Gestern und Morgen: He-Man and the Masters of the Universe.
    Helden, die ihren Mut und Einfallsreichtum immer von neuem im Kampf gegen Widrigkeiten und Widersacher unter Beweis stellen müssen: Das sind die Giganten des Universums. Denn auch He-Man und seine treuen Gefährten haben – ebenso wie die Helden im Märchen – allerlei Prüfungen zu bestehen. Aber He-Man ist mutig und einfallsreich: Das Urbild eines Helden. Mit ihm kann sich ein Junge identifizieren. Mit ihm erfüllt er sich Phantasien von eigener Kraft und Stärke. Und das ist gut so. Mit ihm durchlebt er alle Mühen und Wirren, um dann mit ihm zu triumphieren, wenn die Tugend schließlich doch belohnt wird. He-Man and the Masters of the Universe: Eine Serie das die Phantasie und Kreativität anregt. Mit Helden, wie sie ein Junge braucht.
    Die ganzen angesprochenen Punkte wie die Anregung der Phantasie, Kretivität und der Entwicklung der eigenen Stärke galten 1984 noch als absolut positiv, heute ist es genau anders herrum wenn es sich um die Medien und den Nachahmungseffekt geht.

  6. und wenn man dann später auch den bösen spielt, merkt man das auch diese menschen gründe für ihr tun haben, gut und böse sind lediglich eine frage des standpunktes. (wobei Gier etc wohl immer böse ist zumindest wenn man es maßlos übertreibt)

  7. Oh, die Grünen merken das sie die zukünftigen Wähler erschrecken.

    Und natürlich dürfen die Grünen Killerspiele kritisieren, so wie sie auch Negermusik und Schundromane kritisieren dürfen… ;)

  8. Gegen Kritik sagt ja keiner was wir Spieler und Filmliebhaber finden ja selber nicht alles an Gewalt in Games und Filmen gut aber wir haben sehr wohl was gegen Hetze, Lügen, Halb/Nichtwissen, Meinungsmache und Unsachlichkeiten.

  9. Für das, was im Moment in der deutschen Politiklandschaft passiert ist “Kritik” eine sehr euphemistische Bezeichnung. Das ist Hetze.

    Kritik muss immer erlaubt sein, aber dann beschäftigt euch gefälligst auch mit dem Objekt derselben.

  10. nee die Piraten graben gerade den Grünen die Wähler ab und deshalb will man jetzt die jungwähler zurück locken…

    “das Recht ein, manche Videospiele auch kritisieren zu dürfen”
    Hey Grüne dürft ihr, aber mit Fakten und nicht mit Lügen!!!

    Happy Coding.

  11. Das Recht zur Kritik haben sie doch. Wenn sie nun anfangen den deutschen Filmpreis oder mögliche Förderungen für Filme an deren Inhalt zu knüpfen könmnen sie das gerne auch mit Filmen machen. Leider unterscheiden sie da noch, obwohl sie wohl zumindest von den Spielen überhaupt keine Ahnung haben.

  12. “das Recht, manche Videospiele kritisieren zu dürfen”
    Was machen den Zeitschriften a lá Gamestar denn seit Jahren?
    Jeder hat in Deutschland das Recht alles zu kritisieren, was er will, und das ist gut so!
    Insofern: Liebe Grünen, dieses Ziel ist bereits erreicht!

  13. Je mehr ich drüber nachdenke, desto enttäuschter bin ich von dieser Stellungnahme.

    Zitat: “Gewalt und Kriegslust haben in den Köpfen von Kindern und Jugendlichen nichts zu suchen.”

    Sekunde mal. Wollen die Gedankenpolizei spielen? Das sind ja ganz eklige Gewässer in denen die da fischen.

  14. Ich sage es ja wer zwischen den Zeilen liest und sich mal die Zeit niemmt sich Gedanken zu machen wird sehr erschrocken sein welch zum Teil gefährliches Gedankengut in Politik, Presse und Volk vorherrscht. Ich erinnere nur mal daran das Politiker von der CDU/CSU vor wenigen Jahren einen Skandal lostraten als sie die Forderung stellten Kinder von Staatswegen zu erziehen, Staatserziehung zum guten Staatsbürger war das Ziel, kein Witz, keine Übertreibung und keine Lüge meinerseits das gab es wirklich.

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