Stellungnahme von GAME

(via KSS, gamesdienst, Die Zeit) Der Verband deutscher Spieleentwickler (GAME) hat sich nun gegenüber gamesdienst.de zu dem von den Innenministern beschlossenen Verbot von “Killerspielen” geäußert, dass nach eigener Aussage der Minister als Positionsbestimmung und Appell an die Fachministerien zu verstehen ist.

„Es liegt nicht in der Kompetenz der Innenminister, solch ein Verbot zu beschließen, im Gegenteil: Die Innenminister überschreiten damit ihren verfassungsrechtlichen Kompetenzrahmen. Wenn überhaupt, könnten die Familienminister der einzelnen Bundesländer ein weitergehendes Verbot als das bisher bestehende für menschenverachtende Spiele fordern. Deutschland hat bereits alle rechtlichen Mittel, um menschenverachtende Medien zu verbieten und deren Verbreitung zu bestrafen!”

„Man argumentiert hier auf eine Weise, die man fast schon fahrlässig nennen kann. Im Ausland nimmt man nur wahr, dass in Deutschland keine Spiele für Erwachsene mehr hergestellt werden dürfen, die Diskussion dahinter kommt dort aber nicht an. Das schädigt das Image der wichtigsten Entertainmentbranche, auch den Studios, die zu 98 Prozent überhaupt keine Egoshooter herstellen. Automatisch muss sich jeder Hersteller rechtfertigen und erklären, was er da tut.“

10 Gedanken zu “Stellungnahme von GAME

  1. Und hat man die Stellungnahme in aller Öffentlichkeit getätigt, bekommt der Rest des Volkes diese Stellungnahme zu Gesicht? Nein! und darum ändert sich mit dieser Stellungnahme auch nichts.

  2. so sehe ich das auch.
    allerdings muss ich fragen: “Wenn überhaupt, könnten die Familienminister der einzelnen Bundesländer ein weitergehendes Verbot als das bisher bestehende für menschenverachtende Spiele fordern. Deutschland hat bereits alle rechtlichen Mittel, um menschenverachtende Medien zu verbieten und deren Verbreitung zu bestrafen!” – wäre das nicht Zensur die bekanntlich nicht statt findet?
    Außerdem gibs überall Gewalt, nicht nur in Games, auch in anderen Dingen wie Bücher,Bilder,Fernsehen und Kindercomics und die sind nicht verboten.
    Also irgendwie glaube ich nicht das die noch weitere Verbote für Actiongames machen können.

  3. “bekommt der Rest des Volkes diese Stellungnahme zu Gesicht? Nein! und darum ändert sich mit dieser Stellungnahme auch nichts.”

    Genau!
    Wir Gamer, die Kunden für Computerspiele, fordern die öffentliche Stellungsnahme
    von Game gegenüber der Verbotsplänen und nicht im Netz “heimlich” sich lieb Kind
    bei uns machen!

    Fordert offen und Medienintensiv die Politiker auf den Blödsinn zu lassen und über echte Probleme zu reden damit in deutschland nicht noch ein Markt geschädigt wird!

    Happy Coding.

  4. Jein es gibt schon Bücher, Filme, Musik und Comics die verboten sind nur über einen Totalverbot wird anders als bei Spielen nicht gesprochen. Wie ich mal an anderer stelle schrieb noch in den 90igern wurden Bücher und Comics öffentlich verbrannt nicht etwa in Irak, Nordkorea, Afrika oder China wie man vielleicht meinen könnte, es ist in Deutschland passiert!

  5. endlich sagen die mal was.

    – ”sagen” ist zwar nicht viel, aber es ist schön, dass es noch ein Lebenszeichen von ihnen gibt.

    Normalerweise wäre es doch ihre Aufgabe gewesen, bei der Demonstration irgendwie mitzuwirken?
    Nichtmal ein Glückwunsch kam von denen.

  6. @Diavid
    Ja leider und soweit ich weiß wußten manche Verbände, Verlage, Industrievertreter etc. noch nicht einmal was von der Demo und das obwohl viele angeschrieben wurden und da soll man sich von denen als Kunde, Fan, Leser, Unterstützer etc. nicht im Stich und alleine gelassen fühlen!?!

  7. Kurz aber auf den Punkt gebracht.
    Ja es stimmt, es wäre besser gewesen wenn sie es direkt öffentlich gemacht hätten, aber es ist immerhin eine klare Ansage.
    Man kann nur hoffen, dass die Minister/Politiker es ernst nehmen.

  8. Endlich nehmen sie überhaupt mal Stellung. Leider nur über die Zuständigkeit und nicht so viel über den Inhalt, also das Verbot an sich.

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