SPD: „Killerspielverbot“ nicht ausgeschlossen?

(abgeordnetenwatch) Auf den Beschluss der Innenministerkonferenz angesprochen gab die SPD-Abgeordnete Karin Roth folgenden Kommentar ab:

„Deshalb wird sich die SPD-Bundestagsfraktion intensiv mit dem Vorschlag der Innenministerkonferenz auseinandersetzen […]. Ob am Ende der Beratungen ein Verbot dieser Killerspiele steht, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend zu beurteilen.“

Zur Stellungnahme

35 Gedanken zu “SPD: „Killerspielverbot“ nicht ausgeschlossen?

  1. Ich glaube, dass alle Politiker auf den Videospielen rumreiten hat ein paar einfache Gründe, zum einen, weil man meint, billig auf Stimmenfang zu gehen, auf Kosten nicht wahlberechtigter Bürger (was ein Trugschluss ist). Zum andern, um einfach von anderen Bereichen abzulenken.

    Ich lese momentan das Buch „die Verblödete Republik“ von Thomas Wieczorek. Bin noch nicht sooo weit gekommen, erst 40 Seiten, aber es steht viel logisches drin. Sinngemäß, dass die Reichen und Mächtigen, die Mehrheit der Bevölkerung, die ja aus wegbrechender Mittelschicht und Präkariat besteht, mit kleinen Flächenbränden auf Trab halten, damit sich der Volkszorn eben nicht auf die Kanalisieren kann, die an der ganzen Misere schuld sind. Naja und wenn alles fehlschlägt wird ein auswertiges Feindbild geschaffen, wie die Islamischen Terroristen oder halt „Killerspieler“.
    Kann jedem das Buch echt nur ans Herz legen und es kräftig weiterempfehlen ;)

  2. Edit: @Topic: Jaja, wenn man Stimmen braucht, wenden sich alle auf das aktuellste Verbotsthema, ich hoffe mal, dass das BVerfG da dann nen Riegel vorschiebt.

  3. jedes mal das gleiche und/oder zwischendrin als pausenfüllung
    Warum kommen denn nicht auch nichtspieler nicht langsam hinter diese masche?
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    Gruß
    DerMarc42

  4. @Marvo:
    Habe das Buch auch gelesen, der leicht verschwörungstheoretische Unterton kommt am Schluss leider schon sehr stark heraus und für viele Angaben fehlen mir die Quellen, wodurch ich nicht beurteilen kann, ob das wirklich so passiert ist oder sich der Autor die Realität da ein wenig zurechtbiegt, damit sie in seine Grundthese passt.
    Dennoch einige sehr schöne (sehr bissige) Stellen mit drin und die Grundthese liegt, wenn man die momentane „Killerspiel“-Debatte betrachtet, ja durchaus nicht völlig daneben.

    Ontopic:
    „Eine weitere Ursache des Amoklaufs ist aus meiner Sicht die gesunkene Hemmschwelle bei der Anwendung von Gewalt.“
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    Lässt sich auf zwei Arten lesen:
    – die Hemmschwelle beim Täter war herabgesetzt, was allerdings nicht „aus meiner Sicht“, sondern allein durch den Umstand, dass er Täter wurde, absolut offensichtlich ist.
    – die Hemmschwelle für die Anwendung von Gewalt sei allgemein gesunken, was durch rückläufige Kriminalitätsraten aber widerlegt wird – zum Glück kümmern sich Politiker herzlich wenig um solche Fakten (siehe Frau von der Leyen…).
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    Eine Wischiwaschi-Aussage, „könnte vielleicht möglicherweise und unter Umständen aber bleibt noch abzuwarten da es noch in den Sternen steht“, typisch für die heutige SPD.
    Sie versucht es sich mit 2 Fraktionen (Verbotsbefürwortern und -gegnern) nicht zu verscherzen und setzt sich damit gekonnt zwischen beide Stühle. Wie man’s richtig macht (nämlich klare Stellung beziehen, lässt sich im Nachhinein ja wieder aufgeben) zeigen die Erfolge von CDU, FDP, Grünen und Piraten.
    Sie versucht, alle Bereiche abzudecken, aber wenn sie mal Stellung beziehen muss, dann lässt sie andere machen und meldet sich im Nachhinein mit Bauchweh, sie hätte es ja nicht so gewollt, aber (insert beliebige Ausrede)…
    Von der SPD erwarte ich nichts mehr.

    Da wir bei Büchern waren, der Buchtitel „Volksparteien ohne Volk“ beschreibt die Situation der SPD imho sehr treffend (das Buch selbst habe ich nicht gelesen). Die CDU hat ja noch ihre braven ü50 Stammwähler, denen sich die Welt immer noch zu schnell dreht.
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    PS: nicht alles allzu Ernst nehmen, was ich da schreibe, ganz so böse bin ich nicht, nur ermüdet von der Symbolpolitik allzu vieler Parteien.

  5. Die SPD hab ich eh schon lange abgeschrieben. Die Schlappe bei der Europawahl war mehr als verdient (obwohl die CDU es natürlich genauso verdient hätte)

  6. Ach kommt, SPDler, beruft euch doch mal auf eure Wurzeln: das Linke! als anfängliche Arbeiterpartei sollte man da bleiben, und nicht versuchen, es allen Recht zu machen, den gleichen Fehler hat die CDU (die CSU sei hier mal ausgenommen) auch gemacht.
    andere Parteien, die schon alternativ starten (Grüne, FDP, Piraten) haben es in der Mitte leichter.

  7. naja Spendenskandal auf Spendenskandal, Lobbyarbeit hier und dort, Konservativ, alt, kleinkrämerei wo man es nun wirklich nicht braucht etc.
    es ist nicht verwunderlich das vorallem die FDP und Grüne und sehr sehr viele kleine parteien wie die PPD oder die Tierschützer gut abgeschnitten haben, naja und die CSU..die ziehen stimmen aus Bayern und BW ;> ka was an christlicher wertegemeinschaft so toll sein soll :/ deswegen wählte ich auch Piraten..einfach mal Bürgerrechtler die auch bereit sind das verstockte System zu ändern und nicht die Menschen zu Kriminalisieren. (der letze teil, sollte kritisch betrachtet werden da ich nicht überparteilich bin was die PPD angeht ^^ wohl auch weil ich nicht allzuviel kritisieren kann und will)

  8. ich würde die CDU nicht mal als christliche partei bezeichnen. das „C“ verkäuft sich anscheinend gut, aber wie wir wissen sind selbst viele christliche pfarrer nicht solche spießigen moralfaschisten, control freaks @_@ die sollten ihren parteinamen ändern. ich hab nichts gegen religion aber bei der politik hat das meiner meinung nach nicht viel zu suchen.

  9. @Egocide:
    ja man sollte Parteien Verbieten die nicht für das Ganze Land Sprehcen können…
    Christen und Rechte können dies nicht
    Gelbe -> Wirtschaft geht alle was an…
    SPD -> Soziales Zusammenleben für alle Gut…
    Grüne -> Umwelt in der alle leben…
    Priaten -> Rechte für alle Bürger…
    Linke -> Alle Menschen sind gleich usw… auch alle
    CDU/CSU müsste man in Religiöse Demokraten Union umbenennen damit man für alle Gläubigen sprechen kann… *G*
    Stimmt doch? Oder?
    Wenn man nicht für alle gleich handeln kann ist man eine nicht Demokratische Partei!
    Happy Coding.

  10. naja die setzen halt christlich mit humanistisch gleich
    .
    dummerweise setzen aber humanisten sich nicht mit christlich gleich, bei religion bin ich immer sehr vorsichtig wie auch egocide…staat und religion führt in die sichere Katastrophe.
    Schonmal Gefragt warum es die Kirchensteuer gibt?
    Wieso können die ihrer Mitgliederbeiträge nicht selbst einziehen, wie jeder andere e.V. auch?
    Alle Steurzahler bezahlen den Verwaltungsaufwand für die Kirchensteur…

  11. Religion ist der größte Feind der Menschheit.
    Die Religion hat unser Volk in viele kleinere Völker unterteilt die sich tag täglich die Rübe einschlagen, weil jede Religion der Meinung ist, die beste und einzige wahre Religion Gottes zu sein.
    Früher waren die Christen mit ihren Kreuzzügen unterwegs und haben Millionen Menschen umgebracht die nicht an ihrer Religion glauben wollen und heute tun es Menschen wie Bin Laden, die den Koran und damit den Islam für ihre Verbrechen ausnutzen.

    Aber wie gesagt, die SPD ist bei mir schon seid der Mehrwertsteuerlüge unten durch.
    Bei der Frau Roth sieht man auch die Hilfslosigkeit: was sollen wir machen was sollen wir machen???
    Ja man, informiert euch richtig über Videospiele und vorallem findet endlich heraus was diesen Arsch mit der Beretta in die Schule getriben hat.
    Dann kann ich dir auch antworten was du tun sollst.
    Mein Gott man, muss ich denn alles in diesem Scheiss Staat machen?

    Wie sieht es eigentlich mit Protestschreiben von uns Gamern an die Politiker aus?
    Schon jemand gehört ob dort die Server abgesürzt sind?

  12. Habe ja mehrfach lang und breit erklärt warum manche Menschen in manchen Situationen durchdrehen aber sowas will niemand hören denn man müßte ja zugestehen das die Gesellschaft an sich und die Politik versagt und Schuld haben und das es Menschen gibt die einfach labil und gefährdet sind und immer eine Gefahr darstellen können egal wie sehr man sich um diese Menschen kümmert.

    Frage mich auch warum die Politik sich nicht mal Gedanknen macht warum soviele Menschen von der Politik nichts mehr wissen wollen und warum besonders junge Menschen unter 35 die Politik sogar hassen.

  13. Hatte heute ein Buch über die Deutsche Revolution von 1918-1920 in der Hand, war aber eingeschweißt, deswegen konnte ich es nicht lesen.
    Aber wenn das so weiter geht, haben wir bald wieder ne Revolution gegen die Nichtsnutze von Politiker die immer nur unser Bestes wollen….unser Geld.

  14. Ich muss sagen, dass mich die SPD in letzter Zeit maßlos Enttäuscht hat. Erst hatte ich gedacht es wären nur vereinzelte Politiker die mit solchen Aussagen über „Killerspiele“ Stimmen bekommen wollen. Aber es scheint so, als ob das die Parteimeinung wäre.

  15. Nun die SPD sieht das die CSU/CDU sehr sehr erfolgreich damit sind um Wählerstimmen zu kassieren und macht es ihnen natürlich nach in der Hoffnung wieder in der Gunst des Wählers zu steigen, das man es lieber nicht so machen sollte (CSU/CDU haben beide massiv Stimmen bei den unter 35 Jährigen verloren) darauf kommt keiner von denen, könnte daran liegen das man als Politiker/in augenscheinlich beim Amtsantritt jeden Sinn für die Realität verliert.

  16. Wieso immer mit Verboten auf Stimmenfang gehen ? das ist echt absurd… „wir nehmen euch was weg, wählt uns“

    Die Leute sollten anfangen dinge zu erlauben, ich denke dann würde es stimmen hageln

  17. „Die Religion hat unser Volk in viele kleinere Völker unterteilt die sich tag täglich die Rübe einschlagen“
    Sehe ich auch so…

    Eine Gehrinhälfte muss jemanden fehlen damit er überhaupt Politiker wird…
    und eine Gehirnhälfte muss man bei Amtsantritt abgeben…

    Die Alten Volksparteien werden die nächsten Jahre nicht überleben!
    Denn dazu müsste man Junge Menschen dazubringen auch ihren Politischen Weg einzuschlagen, aber wie bekommt man die Kiddys vom Computerspielen ab damit sie gerade dafür Verbote fordern???

    doktor trask hat ja gesagt bei den unter 35 Jährigen mehr oder minder die C64 Generation die mit Netz und PC aufgewachsen ist kann man nicht in die CDU bringen…
    Wenn jatzt die SPD nicht einen klaren Kurs als Deutschlandspartei zeigen kann wird auch die viel Verlieren…
    Für Grüne gilt das ebenso… man kann nicht einen Teil mit der CDU/CSU für Verbote brüllen lassen und meinen, dass hätte keine Wirkung.
    .
    Wenn sich keine Parteien mehr für die Jungenmenschen so um 16 bis 30 kümmern werden kleinst Parteien zulauf bekommen! (PS GEHT WÄHLEN EINE NICHT GEGEBENE STIMME IST EINE STIMME GEGEN DIE DEMOKRATIE!!!) Piraten haben es ja gezeigt! Unter den Sonstigen die Stärkste Kraft bei der ersten Wahl… dass soll doch erst mal einer nachmachen.
    .
    @pEaNiZ: ja
    Gebt klare Gesetze was legal ist und was nicht und achtet dabei darauf was in Europa und der Welt legal ist und dann nehmt einen Mittelweg damit wir Gamer euch wählen!.

    Happy Coding von unterwegs…

  18. naja in der Eu werden teils absurde dinge geregelt, da muss halt wirklich mal einer hausputz machen und da transparenz reinbringen, wenn da teils konten existieren wo keiner (nicht mal EU-Abgeordnete) weiss wofür und wer da zugriff dreauf hat dann ist das sehr suspekt.

  19. „Eine Ursache war zum Beispiel die Problematik der sicheren Aufbewahrung legaler Schusswaffen. Darauf hat die Politik schnell reagiert und das Bundeskabinett am 27. Mai 2009 eine Reform des Waffenrechts beschlossen.“

    Hab ich irgendwas verpasst oder von welcher reform spricht die dame da?

  20. IIRC dürfen jetzt mehr Kontrollen bei Waffenbesitzern stattfinden, und das Alter für die Erlaubnis für großkalibrige Waffen ist hochgesetzt worden.

    Gruß
    Aginor

  21. Das Verbot, mit großkalibrigen Waffen zu üben, beschränkt sich ja offenbar zukünftig nur auf die unter 18-jährigen. Weshalb müssen denn Jugendliche überhaupt an Waffen ausgebildet werden? Im Ergebnis ist es im Übrigen auch egal, ob mein Gehirn von einem kleinkalibrigen oder einem großkalibrigen Geschoss durchquert wird – tot bin ich in beiden Fällen.

    Nach Erfurt hat man im Waffenrecht unter anderem den Besitz / Erwerb / Verkauf usw. von Vorderschaftrepetierflinten (Pump-Guns) mit Pistolengriff verboten. Steinhäuser hatte eine solche Waffe beim Amoklauf dabei, hat sie aber nicht benutzt. Er schoss ausschlließlich mit einer Faustfeuerwaffe, für die er extra große Magazine (31 Schuss) legal (!) erwarb und mindestens eines davon auch benutzte. Sowohl diese Waffe als auch die großen Magazine dürfte er auch nach der jetzt losgetretenen Gesetzänderung käuflich erwerben. Denn er war Sportschütze und über 18!

    Ich habe kürzlich – leider weiß ich nicht mehr von wem – den Vorschlag gehört, die Munitionskapazität von Sportwaffen auf zwei Schuss zu begrenzen. Das wäre doch mal eine Überlegung wert und würde vielleicht wirklich das Risiko von Amokläufen senken. So wie ein absolutes Alkoholverbot für Autofahrer mit absoluter Sicherheit die Zahlen der Verkehrstoten und schwer verletzten Verkehrsunfallopfer deutlich reduzieren würde.

    Aber „Killerspiele“ zu verbieten ist offenbar viel sinnvoller. – Armes Deutschland.

  22. Das Problem sind eigentlic nicht die waffen, ehr die tödlichkeit der waffen, wenn sie in falsche hände geraten.
    das leute losrennen um andere zu töten hängt weder mit einer waffenausbildung noch mit spielen zusammen, es hängt mit dem allbekannten wissen zusammen das man töten kann, man muss nur wollen, das die konsequenzen daraus mehr oder weniger im eigenen tot enden scheint diesen leuten auch bewusst zu sein. die frage nach dem warum kann man meist nicht mehr stellen…aber solcher hass entsteht nicht einfachso über nacht.
    .
    mfg
    seth

  23. hmm anstelle von hass vllt ehr sowas wie ein zusammenspiel aus Enttäuschung, Verzweiflung, ungerecht behandelt fühlen und das summiert sich das auf wo bei verschiedenen leuten verschiedene schwerpunkte zu erwarten sind.

  24. Wegen der Diskussion Kleinkaliber vs. Großkaliber:
    Das macht einen deutlichen Unterschied. Und zwar in der Coolness.
    Von den ganzen Schulmassakern ist kein Täter mit einer .22er Wettkampfpistole Amok gelaufen, obwohl die genauso tödlich und sogar deutlich präziser ist als eine Beretta. Warum? Weil die Beretta cool ist. Es geht da ja auch um Selbstdarstellung. Der eine oder andere rennt da absichtlich mit Matrix-Mantel und Sonnenbrille, oder in einem Kampfanzug rum, obwohl ein normaler Pulli, ne Jeans und ne Jacke genauso gut wäre.

    Und da die ganzen coolen Waffen großkalibrig sind, ist das schon nicht ganz unbegründet.
    Dazu kommt, dass es nur wenige bis gar keine Disziplinen im Schießsport gibt, in denen diese Waffen zum Einsatz kommen. Die Einschränkungen für großkalibrige Waffen treffen also die Sportschützen kaum.

    Die Idee mit den kleinen Magazinen (3-5 Schuss reichen für jede Wettkampfdisziplin) ist nicht neu, die wurde schon vor Jahren diskutiert. Leider nicht durchgesetzt.

    Genauso das Verbot von großkalibrigen Faustfeuerwaffen (Kurzwaffen), das würde z.B. 9mm-Pistolen wie die P99 und Beretta, und auch noch größere Kaliber wie in der Desert Eagle im Privatbesitz verbieten (Ausnahmen bräuchte man für Jäger, wegen dem Gnadenschuss, und noch für eine kleine Handvoll anderer), denn die braucht auch kein Sportschütze. Diese Pistolen haben nur Waffensammler/Waffennarren/potentielle Amokläufer, die sie cool finden. in vielen Schützenvereinen sind sie verpönt, weil es Waffen sind, „die dazu da erfunden worden sind Menschen zu töten, keine Sportgeräte“. Genau das gleihce übrigens mit pump guns. Tontauben-fans schießen für gewöhnlich mit normalen doppelläufigen Schrotflinten. Denn mehr als 2 Schuss hintereinander gibt man dabei idR sowieso nicht ab. Pumpguns sind Waffen um Menschen zu töten. Viele Sportschützen lehnen sie ab.

    Gruß
    Aginor

  25. Aginor, fall bei Waffen nicht auf das gleiche Argument rein mit dem Killerspiele verboten werden sollen.
    Unter den Käufern großkalibriger Waffen und Pumpguns sind nicht nur Waffennarren und potentielle Amokläufer, sonst hätten wir hier in Deutschland zehntausende potentielle Amokläufer.
    Mit Pumpguns wird auch auf Tontauben geschoßen, oder auf Karnickeljagd gemacht.
    Und großkalibrige Waffen mit 9mm sind – da in Großserien hergestellte Dienstpistole – präzise und günstiger als Spezialanfertigungen für Sportschützen.

    Ich persönlich bin kein Schütze, aber IMHO rechtfertigen 2 Schulmassaker von Sportschützen innerhalb von 7 Jahren keine drastische Einschränkung des Schußwaffenbesitzes.

    Schon gar nicht rechtfertigen sie eine Einschränkung des Sports. Wenn es Sportler für herausfordernd halten innerhalb möglichst kurzer Zeit 15 Kugeln ins Ziel zu bringen ist das denen ihr Bier.
    Klar, es gibt viele die sagen das sowas kein Sport ist, sonder Training von Waffennarren die „militärisches Schießen“ betreiben. So wie man mit Counterstrike & Battlefield für die völkerrechtswidrigen Kriege in Afghanistan übt ;)

  26. hmm, wie gesagt ich bin gegen Kriegszeug, also panzer, etc für den export, hat aber nix mit den massakern zu tun.
    .
    sogesehen müsste dann auch das schwert verboten werden (ist glaube tatsächlich im waffengesetz iwo enhalten, wegen der langen klinge), das schwert ist ja auch die erste vom menschen entwickelte waffe die nur zum töten von menschen gedacht war..bzw ist.
    Allerdings hat sich um das schwert mit der zeit so eine art „Ehren-Kodex-Mythos“ entwickelt, das schwert für die schwachen etc. ist ganz interssant imo :) das Prinzip der ritterlichkeit (wobei die „ritter“ aus der zeit wo dieses Prinzip herkommt eigentlich garnicht ritterlich waren, das waren ehr die Stadtbürger die die (raub)ritter bekämpft haben)

    mfg
    seth

  27. @ Aginor:
    Mag sein, dass Du mit dem „Coolness“-Faktor Recht hast. Ich glaube allerdings, dass Waffenhersteller schnell reagieren werden und Kleinkaliber-Waffen, die nach Großkaliber aussehen, entwickeln werden. Dann sieht die Waffe wieder cool aus, klingt beim Schießen aber vermutlich etwas ärmlich.
    Pumpguns sind für die Sicherheitskräfte (Polizei) durchaus nützliche Waffen. So lässt sich ein „Kampfhund“ deutlich leichter mit ’ner Pumpgun als mit ’ner Faustfeuerwaffe ausschalten. Im Übrigen berichten gerade amerikanische Polizisten immer wieder darüber, dass allein das – zugegeben sehr martialisch anmutende – Durchladen der Waffe, dem Gegenüber Respekt einflößt. Wen wundert’s. Genau dafür ist eine Pumpgun ja auch gemacht, denn technisch wäre es möglich, die Waffe so zu konzipieren, dass sie „zuschießt“, also die jeweils nächste Patrone nach Schussabgabe über einen Verschlussmechanismus automatisch zuführt.
    .
    @Alrik:
    Der Unterschied zwischen „Killerspiel“-Spielern und Waffenbesitzern ist nur: Die einen können mit dem Objekt ihrer Begierde nur virtuell töten, die anderen real. Ich finde schon, dass man hier auch unterschiedlich argumentieren darf und Argumente, die für „Killerspiele“ unsinnig sind, für Waffen durchaus überdenkenswert sind. Das Kostenargument für Großserienwaffen ist hoffentlich als Witz gemeint, denn ob ein Schütze 500 oder 5000 Euro für seine Waffe ausgeben muss, kann ja wohl nicht ausschlagebend dafür sein, bestimmte Waffen nicht zu verbieten.
    Ich bin auch kein Sportschütze, aber ich denke, dass jeder Tote durch Schusswaffen ein Argument für die Einschränkung des Schusswaffenbesitzes ist. Wieviele Amokläufe mit wievielen Toten in welchem Zeitraum wären denn eine Rechtfertigung für eine Einschränkung des Schusswaffenbesitzes? Und ab wievielen Toten darf ich den Schießsport einschränken?

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