Petition gegen Internetsperren: Server überlastet!

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(gulli) Soeben wuchs die Anzahl der Unterzeichner auf 126 000. Zum Rekord fehlen also nur noch 2 194 Stimmen. Angesichts zweifelhafter Unterstützung könnte das Husarenstück tatsächlich noch gelingen. So kann man bei gulli aktuell folgendes lesen:

„Wie schon zu erwarten war, ist der Petitionserver mal wieder äußerst langsam, aufgrund des hohen Andrangs. Momentan regt sich in der Blogosphäre, beziehungsweise im Twitter-Universum ein Raunen, denn offenbar gehört jetzt auch die trafficstarke Pornowebseite YouPorn zu den Unterstützern der Petition. Auf Twitpic wurde ein Beweisfoto gepostet, auf welchem zu sehen ist, dass alle deutschen Nutzer von YouPorn darauf hingewiesen werden, diese Petition mit zu unterstützen. Allein diese Nachricht macht bei Twitter derzeit die Runde und entfaltet die Wirkung eines Teilchenbeschleunigers.“

Zur Petition

41 Gedanken zu “Petition gegen Internetsperren: Server überlastet!

  1. hab mich schon gewundert wieso das so hängt xD die server waren doch schonmal überlastet oder? glaub kurz vor den 50.000 VERSCHWÖRUNG!! D:

  2. Oder von nach 22 Uhr…
    Aber als Aktion gigantisch genial…
    man sollte ein Feld „wie sind sie zu dieser Pertition gekommen“
    machen … wieviele würden da dann… egal ;-)

    Happy Coding

  3. Schon mal nach 22 Uhr TV gesehen?
    Und wieviele würden denn bei einen Textfeld „wie sie auf diese Petition gekommen sind“
    „auf YouPorn gesehen“ eintippen?

    @Egocide:
    Stimmt um die 50.000 habs auch ne News gabs auch ne News… aber das jetzt sind nur all die Porno Surfer.

    Happy Coding

  4. nachtrag:
    Wieviel Besucher haben normale Seiten und wieviele haben Pronoseiten?
    aber wenn man einen fragt wars natürlich keiner…
    Man solte öfter auf Pornoseiten Werbung schalten…
    Happy Coding.

  5. @artemis + Rey Alp
    Laut dem Zähler auf zeichnemit.de endet die Zeichnungsfrist in 1 Tag 3 Stunden 32 Minuten.
    Also wohl am 16.06.09 um 24h.

  6. Was ist denn an der Unterstützung „zweifelhaft“? Sind wir jetzt zu vornehm, um uns von Pornoseiten unterstützen zu lassen? Diese Arroganz wundert mich besonders von Seiten einer Page, die die herablassende Art anklagt, mit der man sich weigert, die „Killerspiele“ als Kunstform anzuerkennen…

  7. @Lanzenbrecher

    Ich hatte da erst „unerwartete“ stehen. Das war mir dann doch zu positiv. „zweifelhaft“ trifft es auch nicht ganz – für Verbesserungsvorschläge bin ich offen. Ich selbst finde im Übrigen nicht, dass Videospiele Kunst sind (von Ausnahmen abgesehen) – genauso wie viele Filme sind die für mich eher Unterhaltung und Teil der Jugendkultur und mittlerweile wohl auch von der allgemeinen Kultur. Das zweifelhaft bezieht sich auch nicht auf die Seite sondern auf die Unterstützung. Die von stigma ist genauso zweifelhaft, denn auch „Killerspiele“ könnten genau wie Pornographie von einer erweiterten Internetsperre betroffen sein. Die Stimmen und die Unterstützung ist somit nicht „neutral“ sondern es besteht ein gewisses Eigeninteresse.

  8. @The_Real_Black
    Mein Unverständnis bezog sich (auch) auf das „zweifelhaft“ in der Meldung.
    Was die Werbung angeht, so ist das für manche sicherlich schon jetzt ein lukratives Geschäft – aber halt nur mit Hinweisen auf andere entsprechende Seiten. Anbieter anderer Produkte haben mit Werbung auf solchen Seiten mehr oder weniger große Probleme – was richtige „Pornographie“ anbelangt, so darf die auf deutschen Servern sowieso nicht offen herumliegen – würde so zu indizieren sein.
    Ich habe auf die schnelle vorhin dort aber auch keinerlei Hinweise auf die Petition gefunden – vielleicht aber wegen meiner österreichischen IP, egal, für „zweifelhaft“ halte ich eher, dass man dort für politische Anliegen überhaupt Werbung machen kann, und für eine Lächerlichkeit.

  9. Hm… entweder kommt bei mir nix, oder SMF kommt nicht zur Database. Schon cool, der Bundestag nutzt SMF, genau wie mein Forum ^.^“
    Aber das Youporn gleich so arg mit macht, hätte ich nicht gedacht.

  10. @ Rey Alp

    Nach der Definition wäre dann aber doch auch die Unterstützung von Schwarzen fragwürdig, wenn es um eine Petition gegen Rassismus ginge. Kann doch nicht sein, dass die, die direkt von einer Sache betroffen sind, weniger ernst zu nehmen sein sollen.

    …ist aber auch wurscht jetzt, freu mich über die vielen Zeichner, und brech jetzt auch keine Diskussion über die Natur von Kunst vom Zaun -> keep up the good work!

    Grüße von dem, der für Games, Filme und Pornos ne Lanze bricht :)

  11. @Rey Alp
    Unterhaltung ist alles oder nichts: in den Park gehen und Enten füttern ist auch Unterhaltung. Damit diese Freizeitbeschäftigung verhindert wird, hängt von der Existenz von Enten ab – da müssten schon die Enten (im Park) verboten werden. Videospiele sind hingegen Gegenstände – ob man die nun als Mittel „Kunst“, „Sport“ oder „Xyz“ nennt, ist nicht von Belang: gibts die Mittel nicht mehr, gibts auch die Freizeitbeschäftigung nicht – der Weg in den Park fällt hier weg.
    Wenn aber nun „Kunst“ mit „Ernst“ verbunden wird, so wie es die lange Tradition auch gibt, vom „autonomen Kunstwerk“ ganz zu schweigen, dann ist das ein ganz anderes Problem.

  12. @ Pyri

    …wobei diese Kunst/Ernst-Schranke eher ne jüngere Entwicklung und vor allem ein deutsches Phänomen ist. In anderen Ländern lacht man darüber, wie sauber wir hier beispielsweise U-Musik und E-Musik auseinanderklamüsern. Ich denke gerade durch die Entwicklungen im Bereich Games wird sich da bald einiges ändern – es ist einfach nicht wegzudiskutieren, dass GTA IV ein Kunstwerk ist, aber gleichzeitig auch zu 100% auf Unterhaltung ausgelegt.

  13. @Rey Alp
    Natürlich besteht Eigeninteresse, aber zum einen ist das irrelevant und zum anderen ist es oft Heuchelei, zu behaupten, man wäre „neutral“ (es besteht nämlich IMMER Eigeninteresse, und sei es ideologisches oder einfach nur rein profanes, egoistisches).

  14. @Lanzenbrecher
    Ja, und ich halte mit Hermann Nitsch „Pornographie“ sowieso für eine Erfindung des Staates.
    Es gibt nur gute oder schlechte erotische Kunst für mich.
    Soviel Respekt sollte man schon aufbringen

  15. @Pyri

    Guter Mann biste :) Wobei ich finde, dass die Definition ihre Grenzen hat. Einfach ne Kamera vors Bett gestellt und losgelegt, ohne dass man was damit aussagen oder erreichen will (außer der „persönlichen Erbauung“ der späteren Zuschauer :D), das ist keine Kunst, das ist einfach gefilmter Sex. Und manchmal richtig nett anzuschauen nichtsdestotrotz ;)

  16. @equal: Leider muss man dir Recht geben, jede Aktion, ausgeführt von einen Lebewesen dient einzig und allein dem Eigennutz…
    @Lanzenbrecher: Irgendwo habe ich mal gelesen, das in der „Kunst-Branche“ gilt: Pornographie ist ein Medium, mit den Ziel den Betrachter zu sexuell zu erregen. Erotik hingen ihn geistig zu befriedigen. Aber wie man es dreht und wendet, Kunst liegt im Auge des Betrachters, gleichwohl seiner Definition.

  17. Genauso wie die Petition von den Youporn-Machern instrumentalisiert wird, so wird diese fragwürdige Unterstützung aus der Schmuddelecke ein gefundenes Fressen für die Zensurbefürworter sein! Über 120000 Stimmen, die für die Petition sind, werden auf einen Schlag wertlos, weil Zensursula und Konsorten in irgendwelchen Talkshows damit argumentieren werden, dass alle Unterzeichner nur Pornofreaks waren.
    Das doofe Wahlvieh wird das schon glauben!
    Ich bin zwar kein Prophet, aber genau so wird es kommen.
    Noch wahrscheinlicher ist es aber, dass sich die Politiker einen Dreck um die ganze Petition scheren! Egal, ob das nun ein neuer Rekord wird oder nicht!

  18. @ Shalashaska
    Der Pornodefinition stimme ich zu, wobei ich nicht glaube, dass bei „Erotikfilmen“ so viel wert auf geistige Befriedigung gelegt wird. Für die schaue ich lieber nochmal Taxi Driver oder Blade Runner :)

    Irgendwo geistern auch Definitionen von wegen Darstellung unsimulierter sexueller Handlungen durch die Literatur, aber dann liefen „Short Bus“, „Intimacy“ und „Lucia und der Sex“ auch unter Pornografie, bringt also auch nix.

    …und ob das jetzt Kunst ist oder nicht ist glaube ich bei vielen Sachen nicht eindeutig zu klären. Basic Instinct (Kunst) hat auch über weite Strecken das Ziel, den Zuschauer zu erregen.

    Ich denke, bei allen Genres, die gesellschaftlich nicht anerkannt sind (Stichwort „Killerspiele“), und deren Bezeichnungen in der öffentlichen Diskussion nur dazu benutzt werden, um zum Ausdruck zu bringen, dass man „das alles“ nicht gut findet, ist immer eine ganz große Ungewissheit vorhanden, was da genau die definierenden Punkte sind. Was ist Porno? Was ist Horror? Was ist ein Killerspiel?

  19. @ Trurl: Zum Glück gibt es Leute wie dich, die uns erklären, dass eh alles egal ist. Besonders wenn die bösen Schmuddelfritzen sich erdreisten, die Sache zu unterstützen.

  20. ‚Die Forderung ihres baden-württembergischen CDU-Kollegen Thomas Strobl, die Sperren „mit Blick auf Killerspiele“ neu zu diskutieren, bezeichnete Krogmann als „Einzelmeinung“.‘
    Immerhin das…

  21. Noch ist die Abstimmung nicht durch, obwohl ich mir da keine großen Hoffnungen mehr mache.
    Aber dann wird wahrscheinlich sehr bald mal wieder das BVerfG Arbeit bekommen, auch wenn eine Entscheidung sich vermutlich über Monate wenn nicht sogar Jahre hinzieht.

  22. Naja, laut dem Artikel wurde noch einiges am bisherigen Entwurf geändert.
    In der Zusammenfassung etwa:
    – löschen statt sperren
    – keine Strafverfolgung der Stopschilder aufrufe
    – unabhängige Kontrolle der Filterlisten (auch wenn sich der Bundesdatenschutzbeauftragte nicht zur Verfügung stellt)
    – keine ausweitung auf andere Inhalte
    – befristet auf 3 Jahre, prüfung nach 2 Jahren (sozusagen ein Testlauf)

    Is also kaum noch was vom ursprünglichen Entwurf übrig
    Die Frage ist, was dann in der Praxis geschieht.

  23. Sobald der nächste Typ durchdreht und wild um sich ballert, wird die Sperr-Infrastruktur auf ‚jugendgefährdende Seiten‘ ausgeweitet. Es ist dann ja nur ein sehr geringer Aufwand…
    Und nach den 2 Jahren werden sie eine Liste mit den Seitenaufrufen des Stoppschildes vorlegen, und sagen: „Ach! 5.000 mal pro Monat – DAS ist ja ein Erfolg!“ *seufz*

  24. Das wichtigste ist wohl, dass eine Strafverfolgung nach Aufrufung von Schildern doch ausbleiben soll. Es wäre ja auch nicht auszudenken, jede Tiny-URL Hätte so eine Hausdurchsuchung zur Folge haben können…

  25. die frage ist ehr wozu das gut sein soll? das es eine Abteilung im Bereich internetkriminalität geben muss is ja ok aber die art und weise wie man da hier vorgeht bleibt schwachsinn…es darf nicht zum aufbau von sperrkisten kommen, niemand kann garantieren das das nicht misbraucht wird…unabhäniges gremium, das ich nicht lache…wenn die gesetze noch ein paarmal geändert werden müssen die sich auch daran halten.

  26. @Seth
    Man kann aber garantieren das es missbraucht wird, die Erfahrung in anderen Ländern zeigt ja das es jedesmal zum Missbrauch kommt wenn sowas eingeführt wird.

  27. also zumindest darf sie schon mal vor dem bundestag treten und für ihre sache eintreten.
    vorallem jetzt, wo so viele unterschriften zusammengekommen sind, dass auch die medien morgen darüber berichten werden.
    eine ablehnung wäre demzufolge eine öffentliche ablehnung gegenüber dem wählervolk.

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