Piraten und Linke sind gegen Verbote

(via KSS, abgeordnetenwatch/eurogamer) Sowohl die Linke als auch die Piratenpartei haben sich eindeutig gegen eine Ausweitung des Verbots gewaltverherrlichender Videospiele ausgesprochen:

“Auch wenn ich, genau wie Sie, persönlich eine Begeisterung für Ego-Shooter in keiner Weise nachvollziehen kann, so ist ein Verbot dieser Computerspiele aus bürgerrechtlicher Sicht vor dem oben dargelegten Hintergrund nicht hinnehmbar.” (Die Linke, Jan Korte)

Wir benötigen keine moralischen Ratschläge des Staates, das ist eine Anmaßung sondergleichen. Die Forderungen nach Herstellungsverboten und ähnlichem tragen hysterische Züge und würden auch der deutschen Wirtschaft große Schäden verursachen.” (Piratenpartei, Jens Seipenbusch)

17 Gedanken zu “Piraten und Linke sind gegen Verbote

  1. Ok, Piratenpartei, das sind denkende Wesen, da war das ja zu erwarten…
    Linke , ok, die hatten sich ja schon vorher gegen ein Verbot ausgesprochen, aber das Zitat von diesem Korte finde ich trotzdem beschi**en. Da schwingt diese Überheblichkeit mit, nach dem Motto:” Also, liebe Wähler, ich kann sie ja gut verstehen, ich finde diese Mödersimulationen auch abartig, widerlich und wehrkraftzersetzend, aber wir müssen doch diese armen, gestörten Jugendlichen in Ruhe lassen”. Auf solche Fürsprache kann ich ehrlichgesagt gern verzichten.

  2. @Scuba: ich glaube du interpretierst da zuviel hinein. Er hat lediglich den Anstand, seine Wertvorstellungen und sein Geschmack nicht der Restbevölkerung aufzwingen zu wollen. Ich kann gut verstehen, wenn jemand von Ego-Shootern abgeschreckt wird; meine Freundin kann es auch nicht verstehen, dass ich diese Spiele mag, das ist ok für mich, denn sie akzeptiert, dass ich sie spiele, und mehr kann man nicht verlangen.

  3. Ok, vielleicht hab ich ein bisschen übertrieben, aber ich finde trotzdem das in dem Kommentar eine ordentliche Portion Überheblichkeit mitschwingt. Toleranz gegenüber Killerspielern ist das auf jeden Fall nicht.Für mich klingt es so, als würde er die Spiele gern verbieten, sieht aber ein das nicht möglich ist. Das ist zwar mehr als die meisten anderen, aber meiner Meinung nach nicht allzuviel weniger schlecht.

  4. also wenn es soweit wäre, das die WISSEN, das Sie es nicht verbieten KÖNNEN, aber gerne WÜRDEN, wäre es mehr als ok für mich!

  5. so hat man ja auch beim paintball argumentiert. “ich halte es ebenfalls für sittenwidrig aber es besteht kein grund es zu verbieten”. ich kann dich ja verstehen @scuba aber bevor man als “killerspieler” akzeptiert werden kann und möchte, müssen erst mal die verbotsschreie aus der politik verschwinden.

  6. Naja, das Zitat der Linken weißt ja bloß auf die rechtlichen Bedingungen hin. Generell scheint eine negative Bewertung aber geteilt zu werden. Es ist schon traurig, dass ausgerechnet die Linke durch ihre Gesetzestreue auffällt, denn etwas anderes ist dieses Zitat nicht.

  7. Der Staat hat nicht ds Recht den Medienkonsum noch die Lebensweise von Menschen in Frage zu stellen solange diese keinen Menschen verletzen oder töten. Der Staat hat nicht das Recht unter dem vorwand des Schutzes Grundrechte abzuschaffen.

  8. die linken sind mir teils so sozial das die wirtschaft darunter leidet :/ bevor ich mindestlohn fordere schaffe ich 1€ jobs wieder ab….

  9. Ich finde die Antwort von Herrn Korte im Prinzip zufriedenstellend. Nur frage ich mich, inwieweit seine Meinung jetzt schwerer wiegt, als die seiner Parteikollegen die den Kölner Aufruf unterzeichnet haben.
    Überhaupt sitzen mir in der Linkspartei noch zuviele radikale Spinner, als dass ich die ruhigen Gewissens wählen könnte.

  10. @Hejoba:
    “naja, in erster linie sind die linken erst mal gegen alles.”

    In unsrem Land läuft auch so ziemlich alles falsch (mMn) ;-)

  11. nicht alles…aber fast alles, finde z.B. gut das die deutschen mehr rechte in der EU behalten und nicht kompetenzen an die EU-trottel abgeben….die sind mir einfach zu hirnlos in der EU als das ich die zu 100% ernstnehme wobei bei sovielen menschen immer ausschuss dabei ist…

  12. In jeder Partei sitzen radikale Spinner.
    Und jedes Parteimitglied ist ein Individuum. Wenn jetzt ein Parteimitglied den Kölner Aufruf unterzeichnet hat, sollte man da nicht direkt auf die ganze Partei schließen.

    Wenn du in einer Gruppe bist und ein Mitglied dieser Gruppe baut Scheiße, heißt das ja auch nicht, dass die komplette Gruppe ebenso handelt.

    Und die Linke ist eben nicht gegen Alles. Und btw. viele Gesetzesvorschläge der Regierungsparteien waren nicht gerade das Maß aller Dinge.

    Die Linke muss nicht regieren oder mitregieren. Ich wünsche mir aber eine starke Linke in der Opposition.
    Und natürlich habe ich auch nichts dagegen, wenn der Jürgen Klinsmann der Parteien, die Piratenpartei, in den Bundestag zieht. Dann haben wir 6 Parteien. Das wird dann richtig lustig.

  13. @ Seth

    Die “hirnlosen Trottel” werden von den einzelnen Nationalstaaten inklusive Deutschland doch erst nach Brüssel geschickt.

  14. das nicht alle da inkompetent sind hab ich gesagt, oder? :D
    .
    das viele sich da erst durch die jeweilige national politik schummeln ist ja auch klar, aber wie gesagt es werden soviele offensichtlich dumme entscheidungen getroffen das man sich manchmal echt fragt ob da überhaupt was passiert, was ich letztenz gesehen habe und was positiv ist, war die erforschung des wahle strandens im zusammenhang mit dem sonar des militärs, gefördert von der EU…oder mobilfon-ladegeräte

    mfg
    seth

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