Umfrage zur Videospielkultur

(videospielkultur) “Im Rahmen einer Projektstudie der Fakultät für Betriebswirtschaft der Hochschule Rosenheim fördert der gemeinnützige Videospielkultur e.V. eine anonyme Onlinestudie zur deutschen Videospielkultur. Hierbei soll die Faszination der Menschen an Videospielen, das Spielverhalten, die Wahrnehmung zusätzlicher Angebote und die allgemeine Etablierung der Spielergemeinde in der Gesellschaft untersucht werden.”

zur Umfrage

46 Gedanken zu “Umfrage zur Videospielkultur

  1. Natürlich greift diese auch Umfrage “Worin liegt aus deiner Sicht der Reiz an Gewalt in Videospielen? A: Ausleben des natürlichen Aggressionstriebes, Virtueller Überlebenswettkampf oder Ausbruch aus Moral- und Wertevorstellungen der Gesellschaft
    sowie Sonstiges” auf. Aber die Frage(n) zu den ‘Killerspielen’ (positiv: diese Wort wird nicht benützt!) sind eher neutral gehalten. Aber bei einem Sponsor wie Rockstar Games kein Wunder.

  2. Also ich fand die Umfrage schon ganz okay, neutral und objektiv gehalten, auch was die antwortswahl betrifft.
    es wurde an alles gedacht: alter, wohnort nach bundesland, lebensstil, wie oft man spiele kauft, warum man spiele spielt, weshalb man importe bestellt und und und.
    fand ich sehr gut, im gegensatz zu diesen ominösen umfragen von kinderschützern dessen frage ja nur eine einzige antwort zwanghaft zuließ (internetsperren).
    ach ja, wusste ihr schon das tauss vor dem BvG gegen diese Sperren klagen will?

  3. @ Tarath: Es gab noch andere Sponsoren außer Rockstar, insofern würde ich deren Einfluss auf die Umfrage (der eigentlich überhaupt nicht vorhanden sein sollte) eher gering halten.

    Ich fand die Umfrage eigentlich ebenfalls ok. Lediglich bei der Gewaltspielfrage, habe ich unter sonstiges “Kein Kommentar” eingegeben. Wieso werden solche Spiele anders behandelt als andere? Muss ich eine bestimmte Motivation haben um diese Art von Spiele zu spielen. Im Gegenzug, brauch ich so eine Motivation auch bei Final Fantasy oder Fifa?

    Leider bezweifel ich allerdings, dass diese Umfrage von den “Experten” und der Politik anerkannt wird, immerhin sponsort diese ja der “Feind”

  4. wtf ^^ “Worin liegt aus deiner Sicht der Reiz an Gewalt in Videospielen? A: Ausleben des natürlichen Aggressionstriebes, Virtueller Überlebenswettkampf oder Ausbruch aus Moral- und Wertevorstellungen der Gesellschaft
    sowie Sonstiges”

    hab bei sonstiges geschrieben, weil ein Mafioso ohne Waffe schwachsinn ist ;D

  5. trifft “Virtueller Überlebenswettkampf” nicht zu? klingt erst mal vlt etwas seltsam, aber auch spiele ohne gewalt sind doch irgendwie virtuelle überlebenskämpfe

  6. @ El Konsolero
    Ich hab bei dieser Frage geantwortet:,,Aus dem selben Grund wie für alle anderen Spiele auch: weil´s mir Spaß macht.´´ Ich gebe dir Recht, man braucht keine besondere Motivation, um zu Spielen. Denn wie definierte Johan Huizinga in seinem Werk ,,Homo Ludens”: ,,Spiel ist eine freiwillige Handlung oder Beschäftigung, die innerhalb gewisser festgesetzter Grenzen von Zeit und Raum nach freiwillig angenommenen, aber unbedingt bindenden Regeln verrichtet wird, ihr Ziel in sich selbst hat und begleitet wird von einem Gefühl der Spannung und Freude und einem Bewusstsein des ,Anderseins´als dem alltäglichen Leben.´´

  7. Ich fand die Umfrage ok. Als Grund warum man Gewaltsspiele spielt, habe ich “den virtuellen Überlebenskampf” genannt. Mag zwar für manche negativen Touch haben aber ich find den Grund jetzt nicht negativ. Das gleiche kann man ja bei manchen Filmen indirekt auch sagen (Rambo u. Co. z. B.).

  8. Die Frage “Worin liegt aus deiner Sicht der Reiz an Gewalt in Videospielen?” war in gewisser weise der Knackpunkt in der Umfrage. Für mich zeigt sich, das sie die Frageersteller gar nicht mit dem Thema befasst haben.
    Als ich 92 Doom zu Gesicht bekommen habe, war für mich vor allem interssant, das ich mich frei durch den Raum bewegen konnte. noch interssanter an Doom war, das wenn man mit zwei verlinkten Computern gespielt hat, sozusagen im virtuellen Raum gegeneinander spielen konnte. Leider waren meine damaligen Kommilitonen eher dafür miteinander zu spielen, als gegeneinander. Schon in Run&Jump-Spielen wird geschossen (Commander Keen, Duke Nukem, ..), und in Rollenspielen (Bards of Tale, Wizardry, Ultima, Dungeon Master, Diablo) wird auch gemetzelt. So ist eigentlich die logische Folgerung, das in FPS und TPS auch geschossen und gemetzelt wird.
    Putzig fand ich die Frage nach meinem ersten Videospiel. Das war bei mir in den 70er Jahren das Videospiel Pong in einer Gaststätte. Lang lang ist es her.
    Kurios war die Frage, ob ich auf die Altersfreigabe achte. Ob diese Umfrage wirklich sinnvoll ist, bezweifele ich.

  9. Mh die umfrage ist mal wieder ein zeichen dafür das man in deutschland keine chance hat wenn man nicht mindestens mittlere reife hat:

    Bildunsabschluss:
    – Hab keinen
    – Mittlere Reife

    Hauptschule ganz vergessen oder zählt das inzwischen schon offiziell nichtmehr als abschluss? ;)

  10. Also ich finde die Umfrage etwas zweifelhaft, denn solch Fragen wie “Worin liegt aus deiner Sicht der Reiz an Gewalt in Videospielen?” sind in etwas so, als wenn man einem Autobastler fragt, wie ihm die Schrauben an seinem Auto gefallen und warum er Schrauben ans einem Auto hat.

    Allerdings hat diese Umfrage auch etwas interessanten, denn bei Sponsoren wie Koch Media, Activision, Sega und Rockstar bekommt die Frage Nr. 8 “Wie zufrieden bist du mit der durchschnittlichen Produktqualität aktueller Videospiele bei Markteintritt?” eine verdammt große Bedeutung.
    Koch Media zum Beispiel, ist an der Katastrophe mit Gothic 3 und dessen extrem schlechten Add On beteiligt und wenn man ihnen durch diese Umfrage sagen könnte, dass die deutschen Video- und Computerspieler genug von Games haben, welche verbugte Gameplaynieten mit Spitzengrafik sind, dann hat das schon etwas gutes.

  11. @Densor:

    Nicht nur der Haupschulabschluß ist vergessen worden. Auch die Fachhochschulreife fehlt. Und wie bitte soll ich verstehen, das eine Ausbildung höher ist, als Abitur und Mittlere Reife? Ich meine, wenn jemand mit Hauptschulabschluß eine Ausbildung macht und Abschließt, darf Derjenige noch lange nicht studieren. Ich, mit Mittlerer Reife und abgeschlossener Ausbildung mußte auch erst die einjährige FOS (Fachhochschulreife) machen, um an eine FH gehen zu können. Die Prioritäten finde ich kurios.

    Und dann die Frage: Ist die Schulausbildung überhaupt für die Umfrage relevant?

  12. Natürlich ist die schulausbildung für die umfrage relevant damit bild dann demnächst groß titeln kann “schulabbrecher und arbeitslose sind die typischen killerspieler” ;)

  13. @Seth
    “was für Frau v.d.L. :>”
    – Auch eine Form von Emanzipation. ;)
    .
    Die Umfrage als solche fand ich ok und auch die Frage zur Gewalt war angemessen. Gewalt ist Teil von Videospielen, also darf man auch danach fragen. Für mich war und ist es der Ausbruch aus dem Moralgebilden (oder wie das da hieß). Etwas differenzierter hätten die Fragen bei einigen Bereichen schon sein dürfen, aber das dürfte dem Klima geschuldet sein, was von den üblichen Verdächtigen geschaffen wird. “Warum spielen Sie Ego-Shooter?” – “Weil’s Spaß macht!” – Ein Amokläufer! Gleich Meldung an den Schäuble oder die v.d.L.. ;)

  14. warum rennen sie als klemptner durch die landschaft und springen schildkröten auf den Kopf?
    .
    weils spa…..hemoriden zöten :|

  15. Ich hab “virueller Überlebeskampf” als Reiz für gewalthaltige Spiele angegeben. Zu Beginn hab ich mir auch überlegt, ob das negativ gemeint sein könnte oder nicht, aber man kann ja fasst überall was negatives hineininterpretieren… auch bei “weils Spaß macht”. Find da das zweite sogar noch negativer, weil man dadurch ja sagen kann “hey dem gefällt es Gewalt anzuwenden” … klar, dass das diejenige/derjenige nicht so meint ist für unsereins klar, aber die Frage ist, wie sehen das andere… beim “virtuellen Überlebenskampf” sehe ich jetzt nicht so viele Kritikpunkte, da ja “virtuell” im Fordergrund steht und da ist wirklich nichts dran auszusetzen – gut, da gibts wahrscheinlich auch wieder unterschiedliche Ansichten :) .

  16. “Falls du Import Versionen nutzt, warum” Und wenn nicht? Das ist doch ein Fehler im Fragebogen, wenn ich da antworten muss obwohl ich keine Importversionen nutze…

  17. Reiz der GEWALT in Spielen: ”
    * Ausleben des natürlichen Aggressionstriebes
    * Virtueller Überlebenswettkampf
    * Ausbruch aus Moral- und Wertevorstellungen der Gesellschaft
    * Sonstiges

    … Was soll man da ein Tippen…
    “ICH WILL MORDEN TÖTEN AUSWEIDEN…. MEINEN FRUST AN DER MENSCHHEIT MIT DIGITALEM BLUT ERSAUFEN” ? Oder ist das zu hart *fies grins*

    Aggressionstriebes -> Frustabbau oder kleinere Kinder verkloppen…
    Überlebenswettkampf -> Das Tier im Mensch ausleben, das ES befriedigen…
    Moral- und Wertevorstellungen -> unsoziales Individuum…
    Sonstiges -> äh ja…

    Typische Studie keine Antworten geben die man ohne schon zu wissen was damit passieren wird anklicken kann…

    Happy Coding…

  18. Das mit dem Überlebenswettkampf kam mir zu zweideutig vor. Es lässt sich viel zu sehr auf School-shooting umleiten. Wenn man da erst losgeballert hat, ist es auch mehr oder weniger ein überlebenswettkampf. Nennt mich paranoid, aber ich hab dafür bei sonstiges “Agressionsabbau als Nebeneffekt” reingeschrieben >.>

  19. Bei der Genre Frage fehlt das Rennspiel genre oder hab ich das einfach übersehen?

    Die Frage, ob man auf die Altersangabe achtet, ist vielleicht dann relevant wenn man noch keine 18 ist.

  20. hopfen: ““Falls du Import Versionen nutzt, warum” Und wenn nicht? Das ist doch ein Fehler im Fragebogen, wenn ich da antworten muss obwohl ich keine Importversionen nutze…”

    Wenn nicht Patchen sie dann? Ja Nein…
    Wenn Ja mit was? Bloodpatch Uncutpatch MOREGOREPatch

    Happy Coding.

  21. 16 Järige ist eine AMOKFAHRERIN!
    2 Flaschen Alk im Blut.

    Auto erst ab 18? -> ASK (Auto Selbst Kontrolle) Logos Auto “erst ab 18 Jahren”
    ein Autoverbot? -> Diese Autos verderben doch diese Jugend! Verbietet sie diese demokratiefendlichen Vehikel sind doch nicht mit unseren demokratischen werten vereinbar!
    Alk Verbot? -> ach nee… Prost…
    ;-)
    .
    Happy Coding.

  22. Also ich habe bei Reiz der Gewalt bei Spielen bei sonstiges einfach “Immersion” geschrieben. Weil das ist in meinen Augen der Sinn der Gewalt in Spielen: Einen genügend hohen Grad an Realismus zu bieten um den Spieler mehr in die Welt einzusaugen. Oder würde z. B. F.E.A.R ohne Gewaltdarstellung den selben (meiner meinung sehr spannenden) Effekt haben? ;)

  23. Ich habe gerade gelesen, dass ein 68-jähriger Italiener auf seinen Computer geschossen hat. Ich dachte erst, er hat die Sache mit dem Ego-Shooter-Spielen falsch verstanden, aber dann stand da, er wäre durchgedreht und hätte aus Wut auf den Computer geschossen. Strafrechtliche Folgen wird es für den betagten Schützen wohl keine geben, aber seine Waffe musste er schon abgeben. Sagte unser allseits beliebter Lieblingskriminologe Christian Pfeiffer in einem Interview vom 18. Juni nicht mal, dass junge Männer das Gefährlichste seien, was die Gesellschaft zu bieten habe. Wenn ich von durchdrehenden Rentnern höre, kommt mir aber eher in den Sinn, älteren Menschen ein erhöhtes Gewaltpotenzial zuzuschreiben. Leuchtet auch irgendwie ein: sie sind alt, fallen der Gesellschaft nur zu Last, haben nicht mehr lange im Diesseits…ja, Senioren in solch einer Situation haben Anlagen zum Amoklaufen.
    just kidding…aber die Meldung fand ich urkommisch :D

  24. Zitat von Arbol01:
    Also ich finde die Umfrage etwas zweifelhaft, denn solch Fragen wie “Worin liegt aus deiner Sicht der Reiz an Gewalt in Videospielen?” sind in etwas so, als wenn man einem Autobastler fragt, wie ihm die Schrauben an seinem Auto gefallen und warum er Schrauben ans einem Auto hat.
    ————
    Also ich finde diese Frage als eine der interessantesten überhaupt. Was fasziniert uns an der Gewalt in den Unterhaltungsmedien überhaupt? Warum macht es vor allem jungen Menschen mehr Spaß etwas Blut zu sehen, anstatt ein Ego-Shooter komplett ohne Blut auskommen zu lassen?

    So eine frage lässt sich nicht so leicht beantworten also werde ich es in diesem Kommentar auch nicht machen.

  25. @ Ray
    Komisch, ich bekomme von vielen jungen Menschen zu hören, das Blut und Gewalt in Spielen garnicht so wichtig für sie sind. Außerdem ist die Sache ,,Blut oder kein Blut´´ völlig irrelevant, denn im Spiel weiß man, das es ,,gespielt´´ ist, daher gibt man sich selbst als Spieler auch die Freiheit, sich solche Darstellungen zuzuführen, da sie keinen Menschen gefährden. (Vorrausgesetzt man findet Gefallen an solchen Darstellungen) Dahinter jetzt eine Faszination von Gewalt zu vermuten, finde ich übertrieben. Man könnte es mit Schauspielerei vergleichen: man versetzt sich in eine seinem eigenen Wesen fremde Rolle, um sich in einem anderen Blickwinkel zu sehen und um sich der Herausforderung zu stellen, sich in einer realitätsfernen und wesensfrenmden Situation authentisch zu verhalten. Mich hat nicht die Rolle des Bösen gereizt, weil er Verbrechen begeht, sondern weil ihm Möglichkeiten zur Verfügung stehen, die mir und meinem Wesen fremd sind. Ich versuche mich durch das (Durch-)Spielen solcher Rollen, mir und meinem Wesen klar zu werden. Mit Blutrünstigkeit und Mordlust hat das nichts zu tun. Und weil ich noch relativ jung bin (23), bin ich mir meines Wesens noch nicht bewusst. Wenn man älter wird, scheint die Faszination zum Bösen abzuebben, aber soweit bin ich noch nicht.

  26. Bei der Frage, “Worin liegt aus deiner Sicht der Reiz an Gewalt in Videospielen?”, kannste ja ankreuzen was du willst, alles Scheiße ^^, außer Sonstiges. Aber da ist wiederum das Problem, dass hier jeder was anderes schreibt und dies nicht in der Statistik vorkommt (weil zu wenig gleiche).

    Fakt ist, die Frau von der Leyen sieht VIELLEICHT das Ergebnis dieser Umfrage und interpretiert die Antworten sowieso wie es ihr gerade passt.

    1. Ausleben des natürlichen Aggressionstriebes.
    -> Was?! Die Menschen haben Aggressionstriebe?! Die “Killerspiele” MÜSSEN verboten werden.

    2. Virtueller Überlebenswettkampf.
    -> Die Menschen wollen kämpfen?! Dann sollen sie auf die Straße gehen und sich prügeln, aber virtuell sollte das verboten werden.

    3. Ausbruch aus Moral- und Wertevorstellungen der Gesellschaft.
    -> Die Spieler wollen sich zurückziehen in ihren heimischen Keller und dort Amokläufe (!Achtung BND jetzt aktiv!) planen.

    btw. das sind die Originalantworten von Frau Zensursula aus diversen Zukunftsparalleluniversen. ;P
    ..
    gg

  27. zu 3) Ausbruch aus Moral- und Wertevorstellungen…

    Sehe ich im virtuellen irgendwie überhaupt kein Problem. Ob als böser Vampir in Bloodlines, Gott des Mordes in Baldur’s Gate oder fieses Aas der in Fallout 3 die Atombombe zündet, es tut einfach auch mal gut auf der Seite der bösen zu stehen.
    Aus diesem Grund hab ichs in der Umfrage auch angekreuzt, an zurückziehen und Amokläufe planen hab ich naiverweise garnicht gedacht.

    Des Ausbruchs von Moral- und Wertevorstellungen machen wir uns sowieso alle schuldig, da diese Werte per se von der Politik (Zensursula) definiert werden.

  28. Jo das hab ich damit gemeint. Bei der Umfrage zerbrechen wir uns den Kopf darüber welches wohl die passendste Antwort wäre, welche unsere Freude am Spielen beschreibt und die Politiker sehen jede Antwort mit den gleichen FALSCHEN Augen.

  29. Musste garnicht lange nachdenken bevor ich einfach auf “sonstiges” geklickt habe und dann eingetragen habe “Weil sie zum realitätsgrad und zur atmosphäre beiträgt”.

    Sicher könnte man jetzt wieder über den “realitätsgrad” streiten allerdings finde ich gehört der bei manchen genres einfach dazu. Immerhin spielt man spiele auch um dinge zu erleben die man im normalen leben nicht erleben kann/will, das funktioniert aber auch nur überzeugend wenn das ganze realistisch daher kommt.

  30. Pingback: Max Mustermann (schandgalgen) 's status on Friday, 03-Jul-09 10:59:51 UTC - Identi.ca

  31. @amegas:
    Danke für den Link. Ich mag kaum glauben, dass ich das hier schreibe, aber Pfeiffers antworten überraschen mich zutiefst positiv:

    “Prof. Christian Pfeiffer: So einfach ist das nicht. Die Polizei sagt ja, dass ein oder mehrere Täter einschlägig vorbestraft sind. Zudem besuchten sie eine berufsvorbereitende Förderschule. Zumindest die Haupttäter hatten vielleicht keine Lehrstelle bekommen oder kein Glück bei den Mädchen. Sie fühlten sich als Verlierer.
    […]
    Nein. Eine neue Studie mit 45.000 jugendlichen Gewalttätern hat ergeben, dass vor allem Faktoren wie kriminelle Freunde, innerfamiliäre Gewalt, Verlierer-Karrieren und eine verinnerlichte Macho-Kultur sie auf die schiefe Bahn geraten lassen. Alkohol und Drogen kommen dann oft als Enthemmer dazu.”

    Und erst auf absolut direkte Nachfrage der Zeitung dann:
    “Prof. Christian Pfeiffer: Killerspiele beeinflussen die Psyche. Auch ein oder zwei der Jugendlichen von München hatten vermutlich schon eine Identität als Kämpfer entwickelt. Die Rolle der Täter, die sie exzessiv in Killerspielen spielen, übertragen manche, ohnehin schon gefährdete Jugendliche in die Realität.”


    Zwar würde ich seiner letzten Aussage nicht vorbehaltlos zustimmen, aber im Kontext des Interviews und besonders aufgrund seiner vorangegangenen Hervorhebungen, wie sich dieses “ohnehin schon gefährdet” zusammensetzt, muss ich sagen:
    Respekt, Herr Pfeiffer. Und danke, dass Sie anscheinend (endlich) von der Symbol- zur Sachpolitik gelangt sind. So lassen sich auch Diskussionen führen, wenn man als Spieler merkt, dass sein Gegenüber nicht schon total voreingenommen ist.

  32. Wenn man zu schnell auf “Abschicken” drückt…
    “Prof. Christian Pfeiffer: […] Das ist ähnlich wie bei den Killerspielen. Der normale Jugendliche schaudert sich, ist fasziniert. Der wird aber deswegen nicht zum Schläger. Da müssen noch andere Faktoren hinzukommen.”
    .
    Zwar missfällt mir die Aussage “normale Jugendliche”, weil das “Killerspieler” als abnormal stigmatisiert (naja, wenn “Killerspiele” die “ab 18” und Jugendliche ja per definitionem noch keine 18 sind, dann klingt auch das wieder anders), aber die Grundaussage ist um Welten besser als früher.
    .
    Auch erwähnenswert:
    “Prof. Christian Pfeiffer: Diese Art von exzessiver Gewalt ist selten und hat statistisch gesehen in den vergangenen Jahren abgenommen.”
    .
    Eigentlich nur Faktenwiedergabe, aber endlich spricht es mal jemand aus, von dem zumindest ich es nicht in der Ausdrücklichkeit erwartet hätte.

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