Neue Antworten der Familienministerin

(direktzu) Ursula von der Leyen hat bei dem Portal direktzu.de zwei weitere Fragen beantwortet, die den Umgang mit Videospielen betreffen. Während die Stellungnahme zum Beschluss der Innenminister genauso verworren wie die Fragestellung ist bezieht sie zum (fehlenden) Onlinevertrieb indizierter Medien eindeutig Stellung:

„Wenn die Wirtschaft hier nicht mitspielt und nicht nach Deutschland liefert, mag dass zu Verdruss und Ärger bei Spielern führen – es ist aber auf jeden Fall im Sinne des Jugendschutzes.“

26 Gedanken zu “Neue Antworten der Familienministerin

  1. ok to topic…
    „im Sinne des Jugendschutzes“??? EIN AB 18 SPIEL?
    Ist die so *****, dann sollte sie ihr Amt aufgeben und Holzwurmzüchter werden…
    Liebe Frau Ministerin DASS IST ZENSUR und nicht weniger!
    .
    Ansonsten hat sie auch nicht viel wirklich beantwortet…
    Dummes Standard geschwafel die Bits nicht wert die diese Antwort im Netz belegt…
    UNHappy Coding.

  2. @TRB

    Zensur ist AUCH Jugendschutz. Sie hat sich als Familienministerin für Jugendschutz zu interessieren. Für Freiheiten hat sich der Minister für Bürgerrechte einzusetzen… verdammt, den gibt es ja gar nicht^^.

  3. @Rey Alp:
    *LOL #* „Lol mit Auszeichung“ des Tages für dich!
    *daumen hoch*
    (^.^)‘
    aber ja leider gibt es keinen für dieses Amt…
    Ist mal eine Idee wenn man an die Macht kommt…

    Happy Demokratie

  4. Einerseits könnte Microsoft oder Sony auch einen „Ab-18“ Bereich mit Ausweiskontrolle erstellen, wo dann auch indizierte + unzensierte Artikel heruntergeladen werden.

    Erfreulich wäre auch wenn man eine zensiertes Xbox360/PS3/Steam-Spiel käuft ohne Probleme im (Xbox-Live/PS3/Steam)-Marktplatz einen Uncut-Patch herunter läd. (Natürlich nur für volljährige) Doch eine Ausweiskontrolle ist umständlich und leider ist es per Gesetz nicht ausreichend nur die Ausweis-ID anzugeben. Es MUSS eine Fotokopie des Ausweises an den Shop gesendet werden und von einem Mitarbeiter überprüft werden. Das ist natürlich und verständlich sehr umständlich. Eine kleine Änderung im Gesetz würde das Problem sofort lösen.

  5. Ich sagte ja schon: im Namen des Jugendschutzes ist bei diesen Deppen und erst recht bei dieser Frau alles erlaubt!
    Als nächstes führen wir noch Krieg mit Nordkorea um unseren Jugendschutz aufrecht erhalten zu können!

  6. Das Problem von Jugendschutz contra Zensur ist hier denke ich die Zuständigkeit. Die liegt in vielen Fragen, die die verbreitung von indizierten Meidien betreffen meiner Meinung nach beim Wirtschaftsministerium. Leider kommt von dem aber auf Anfragen bezügloch Computerspiele immer der Verweiß auf die Familienministerin, schließlich sei das ja für Computerspiele zuständig. Ich denke Spiele werden z.B. als Kinderkram angesehen.

    Zum Problem mit dem Online-Versand: Das Problem würde nicht bestehen (jedenfalls nicht in diesem Ausmaß), wenn die „Offline-Händler“ nicht durch „die Politik“ dazu gebracht werden würden, indizierte Titel, oder auch nur „ab 18“ Titel, aus dem Verkauf zu nehmen. Diese Probleme werden durch „die Politik“ hervorgerufen, allerdings nicht gelößt. Schließlich ist es ja die Entscheidung der Händler, diese Spiele nicht zu verkaufen, dass Defamierung u.Ä. angedroht und erfolgt sind spielt dabei keine Rolle. Ich denke ein staatlich anerkanntes (oder auch staatliches) Altersverifizierungssystem würde nicht schaden. Wobei sich die meisten Online-Händler bestimmt nicht daran beteidigen würden, da sie eh nicht in Deutschland sitzen. Aber die Kopie des Ausweises hinzuschicken ist in keister Weise Sicher (Kopie vom Vater/Mutter…) und zudem nicht dem Internet angemessen.

  7. Du kannst deine Kopie vom Ausweis auch per Brief hinschicken!
    Ich habe das einst bei Okaysoft de gemacht und nie Probleme mit diesen Leuten gehabt.
    Weder bekam ich dadurch irgendwelche Werbung noch irgendwelche ominösen Anrufe.
    Ich kann euch daher Okaysoft de sehr empfehlen, wenn ihr Uncut Titel haben wollt.

    Hinzu kommt aber noch, dass ein Paket das einen 18ner Titel enthält nur und ausschließlich nur vom Ausweisinhaber angenommen werden darf.
    Ist sogar wie ich weiss irgendwo im Gesetz mit drin, desshalb dürfen Online-Händler auch indizierte Titel und Uncut Titel legal innerhalb Deutschlands versenden.
    Paketfahrer die diese Regelung nicht einhalten können schwer belankt werden.

  8. @hopfen: Ja aber es gibt da schon andere Systeme sich im Netz sicher zu verifizieren…
    Dank der neuen ausweise kann man das ganz leicht… wenn man das noch ausweitet gibt es nur noch eine offene Frage…
    Wer kann denn bitte mal meinen Nackenstrichcode vorlesen?

    Aber ja die Probleme in diesen Bereich:
    Import, Uncutpatche, Geschnittene Spiele, usw
    sind nur Probleme die durch übertriebenen Jugendschutz entstanden sind
    und mehr Erwachsene betreffen als die Jugend…

    Und wir sollten mahr gegen das Immage des Computerspiel == Kinderspiel kämpfen!

    Happy Coding.

  9. Also bei mir reichte damals eine klare und lesbare Fotokopie meines Ausweises aus.
    Auf dem Paket mit dem 18ner Titel steht dann „Eigenhändig“ (was auch noch 2-3 Euro zusätzlich kostet) und daran erkennt der Paketfahrer „aha! Nur für den Besteller dessen Namen auf dem Paket steht, also Ausweis vorzeigen lassen“

  10. „Wenn die Wirtschaft hier nicht mitspielt und nicht nach Deutschland liefert, mag dass zu Verdruss und Ärger bei Spielern führen – es ist aber auf jeden Fall im Sinne des Jugendschutzes.“

    LOL dann mach ich jetzt mal ein Vorschlag setz lieber die Millarden von Euro in die Weiterbildung von Verkäufern und Verkäuferinnen, anstatt sie für die Banken auszugeben die dazu noch ihre Verluste selbst herbei geführt haben.

  11. Einfach absolut Fassungslos-Verdränung eines ganzen Industriezweiges, Zensur, Beschränkung der Bürgerrechte, Behinderung des freien Warenaustausches, Verschwendung von Steuergeldern, Stigmatisierung, Beleidungen, Bevormundungen etc. etc. etc. und das findet eine so hochrangige Politikerin gut? Es wird langsam an der Zeit unsere Politiker aus unserem Land zu werfen und das sagt euch einer der reale Gewalt haßt aber so kann und darf es einfach nicht weitergehen, wenn man uns Deutschen nicht helfen will (EU und co.) dann müßen wir uns eben selber helfen.

  12. hmm ich kenne es auch eigentlich nur sorum das man versucht durch gesetzte industrien künslich am leben zu erhalten, das ist der einzigste mir bekannte fall von gesetzlicher sabotage.

  13. http://www.direktzu.de/vonderleyen/messages/21185

    Ähm, hat die Frau die Frage überhaupt gelesen oder ist das die Standardantwort auf Fragen bezüglich Killerspiele? Sie hat die Frage einfach übersprungen bzw. nicht beantwortet. Nur schön drumherumgeredet. Das ist einfach nur lächerlich. Ist das vielleicht langsam die Einsicht, dass zur Zeit vielleicht doch etwas schief läuft?

    blubb

  14. Genau die antwort die ich erwartet habe, was ich allerdings auch schon geschrieben habe als Green Ninja seine direktzu frage im forum diskutiert hat vor ein paar wochen.

    Industrie verweist auf politik, politik verweist auf industrie und die doofen sind am enden die bürger.

    Fakt bleibt aber das die politik hier handeln muss, entweder sie unterstüzt die industrie dabei diese auflagen zu erfüllen oder sie ändert die auflagen so das diese auch in der wirklichen realen welt von heute angewendet werden können.

    Die industrie hat da wenig handlungsspielraum, zum einen wäre es ein riesen aufwand die gesetzlichen vorlagen zu erfüllen. Hier würde das kosten/nutzen verhältnis einfach nicht stimmen und an selbiges müssen sich unternehmen wie sony und microsoft halten. Es kann nicht der sinn der sache sein das unternehmen wirtschaftlich schlechte entscheidungen treffen nur um veraltete gesetze einzuhalten. Da wird dann lieber garnix gemacht und die kunden sind die blöden.
    Zum anderen kann der schuss auch nach hinten losgehen für die industrie, wenn dann versucht wird den gesetzlichen bestimmungen nachzukommen und volljährigen kunden den content zur verfügung zu stellen dann ist das ein spiel mit dem feuer. Sollte da auch nur irgendeine kleinigkeit nicht passen ist der große skandal vorprogrammiert und man kann groß in der BLÖD lesen wie sony/microsoft ja die jugend mit killerspielen verrohen will.

    Wenn die politik wirklich darauf besteht veraltete gesetze anzuwenden um den „jugendschutz“ durchzudrücken dann soll die politik auch die industrie dementsprechend unterstüzen das firmen wie sony/microsoft das ganze auch wirklich wirtschaftlich sinnvoll realisieren können. Oder einfach mal die gesetze in das moderne internetzeitalter holen.. aber das wäre ja zu kompliziert, verteilen wir lieber STOPPschilder und lassen den fortschritt an uns vorbei ziehen, wird schon irgendwann von selbst weggehen wenn deutschland dann ein 3. Welt IT land wird.

  15. Grandios – es zeigt sich einmal mehr, dass v.d.Leyen keine Ahnung hat, wovon sie spricht bzw. worüber sie, als zuständige Ministerin, entscheidet. Sie hat die Frage nach dem Onlinevertrieb von Spielen nicht ansatzweise verstanden. Es geht dabei nicht um den physischen Versand von Trägermedien, sondern um Downloads.
    .
    Fairerweise muss ich allerdings zugeben, dass Jugendschutz – ohne Regulierungsmaßnahmen wie PostIdent, die bei Netzwerken wie Steam mit Milliarden Usern weltweit ein viel zu großer Verwaltungsakt wäre – auf Downloads nicht anwendbar ist – sofern nicht durchgesetzt wird, dass man nur noch ins Internet kommt, wenn man sich mit seinem persönlichen Passwort, das man zuerst amtlich beantragen muss, beim Verbindungsaufbau anzumelden hat – denn wer weiß sonst, welche Person gerade vor dem Rechner sitzt?
    .
    Grundsätzlich halte ich Jugendschutz bei Downloads allerdings auch nicht für notwendig. Man muss geschäftsfähig sein, um einen Vertrag mit einem Provider abzuschließen. Ohne Volljährigkeit kein Internet. Wenn Eltern ihre Kinder surfen lassen, liegt es in deren Verantwortung, inwieweit sie ihren Sprösslingen dabei über die Schulter sehen – eindeutig nicht in der des Staates. Dass einer Frau, die von vielen als ‚Zensursula‘ bezeichnet wird, dies eben nicht reicht, leuchtet mir aber ein…

  16. …dass man nur noch ins Internet kommt, wenn man sich mit seinem persönlichen Passwort, das man zuerst amtlich beantragen muss, beim Verbindungsaufbau anzumelden hat – denn wer weiß sonst, welche Person gerade vor dem Rechner sitzt?

    Ich würde mal sagen das es in 5 Jahren sowas tatsächlich geben wird und die Gründe dafür werden Terrorbekämpfung, Kampf gegen KiPo und Jugendmedienschutz sein. Zusätzlich wird es wohl jede Menge Sperr-/Kontrollsoftware geben die Vorinstalliert und Pflicht ist.

  17. Wichtig wäre aber eigentlich auch, das dabei erfaßt wird was vor dem Rechner passiert, damit man die Identität nochmals über ein Gewohnheitsprofil abgleichen kann. Wir wollen schließlich richtig sicher sein, wer da vorm Rechner sitzt.

  18. OMG! Wenn ich mir das so Vorstell, wird mir schlecht :P Perso in das Persolesegerät und schon kannst du „frei“ surfen. Es wird nur alles aufgezeichnet, Gewohnheiten werden notiert und bei Verdacht auf irgendeinen Verstoß steht die InetKriPo vor der Tür. LOL.

    Und wenn du ne Homepage machen willst musst du erst nen Wie-stelle-ich-keine-illegalen-inhalte-auf-meine-homepage-test machen.

    Aber das Schlimme is, all zu abwegig is das für die aktuelle Regierung nicht. Ich werde lachen, wenn ich in 5 Jahren mit meinem Perso im USB 4.0 Slot ins Internet geh und diesen Beitrag lese.

    gg

  19. “Wenn die Wirtschaft hier nicht mitspielt und nicht nach Deutschland liefert, mag dass zu Verdruss und Ärger bei Spielern führen – es ist aber auf jeden Fall im Sinne des Jugendschutzes.”

    Zensursula strikes again!

    Gott, wie mich dies alles erstickenden Verhältnisse in diesem Land ankotzen.

    CDU zerschlagen,jetzt!

  20. @Grenor & Blubb
    Das gruselige ist das sowas was ich und ihr vorgeschlagen hatten bereits tatsächlich von der Regierungsseite vorgeschlagen wurde und die ersten Schritte wurden bereits getätigt.

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